Allergien und Atemwege

Allergischer Schnupfen, also eine Allergie auf Allergene aus der Luft, wie zum Beispiel Pflanzenpollen beim Heuschnupfen, sowie Hausstaubmilbenkot oder Tierhaare, ist die häufigste allergische Erkrankung der Atemwege. Betroffen sind dabei die oberen Atemwege. Das allergische Asthma hingegen ist eine Erkrankung der unteren Atemwege.

Wissenschaftliche Beratung: 
Dr. med. Nicole Maison, Helmholtz MunichKlinikum der Universität München
Prof. Dr. Erika von Mutius, Helmholtz MunichKlinikum der Universität München

Grundlagen

Diagnose

Therapien

Risikofaktoren

Verbreitung

Forschungsansätze

Allergischer Schnupfen, also eine Allergie auf Allergene aus der Luft, wie zum Beispiel Pflanzenpollen beim Heuschnupfen, sowie Hausstaubmilbenkot oder Tierhaare, ist die häufigste allergische Erkrankung der Atemwege. Betroffen sind dabei die oberen Atemwege. Das allergische Asthma hingegen ist eine Erkrankung der unteren Atemwege.

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Dr. med. Nicole Maison, Helmholtz MunichKlinikum der Universität München
Prof. Dr. Erika von Mutius, Helmholtz MunichKlinikum der Universität München

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Forschungsansätze

Lungs preparation

Was wissen Sie bereits über Allergien?

Testen Sie Ihr Wissen in unserem Allergie-Quiz mit fünf Fragen.

Über die letzten Jahre und Jahrzehnte zeigte sich, dass immer mehr Menschen von einer Allergie – gegen Pollen aber auch andere Stoffe wie Nahrungs- oder Arzneimittel –  betroffen sind. Allein in Deutschland leben rund 20 bis 30 Millionen Menschen mit allergischen Erkrankungen, das heißt etwa jede dritte Person hat eine Allergie.

Als Ursache für die Zunahme von Allergien diskutieren Forschende verschiedene Faktoren, darunter mögliche Wirkungen von Schadstoffen in der Umwelt oder etwa die Frage, ob das kindliche Immunsystem heute weniger als früher trainiert wird. 

Alle allergischen Krankheitsbilder haben eines gemeinsam: In jedem Falle handelt es sich um die Folge einer Überreaktion des Immunsystems.

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Transkript: Erblicher Risikofaktor entdeckt: Asthma früher erkennen und vorbeugen

Asthma bei Kindern entsteht häufig dort, wo das Immunsystem zuerst mit der Umwelt in Kontakt kommt, nämlich an der Nasenschleimhaut.
Wenn diese Barriere gestört ist, können selbst harmlose Virusinfektionen, die zum Beispiel durch Schnupfenviren ausgelöst werden, eine Entzündung bewirken, die sich festsetzt und Asthma begünstigt. Bei manchen Kindern ist diese Schutzfunktion genetisch beeinträchtigt.
Das heißt, sie haben von ihren Eltern einen Risikofaktor vererbt bekommen.
Ein zentraler Risikofaktor ist eine Veränderung im sogenannten 17 q 21 Genbereich.
Diese beeinflusst gezielt, wie Zellen in der Schleimhaut auf Virusinfektionen reagieren und schwächt dadurch die frühe Immunabwehr. 
Das eröffnet neue Möglichkeiten: Es wird verstärkt nun daran geforscht, wie diese Kinder mit erhöhtem Risiko in Zukunft zum einen früh erkannt werden, aber auch ganz gezielt behandelt werden können - 
sogar noch bevor sich die Krankheit im Schulalter entwickelt. Das ist ein sehr wichtiger Schritt hin zu einer Medizin, die früher ansetzt und besser auf das einzelne Kind zugeschnitten ist.

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Transkript

Mich treibt schon lange die Frage um, warum Kinder überhaupt Asthma und Allergien entwickeln. Wir haben seit vielen Jahren gesehen, dass das nicht der Fall ist, wenn Kinder auf einem traditionellen Bauernhof aufwachsen. Und wir haben in vielen Studien herausgefunden, woran das liegt, nämlich, dass sie sich im Kuhstall schon früh im Leben aufhalten. Das ist aber ein vorbeugender Effekt und was wir nicht untersuchen können ist, ob ein Kind, das schon eine Allergie, ein Asthma hat, auf dem Bauernhof das vielleicht verlieren könnte. Also haben wir Zugriff genommen zu einem Tiermodell, in dem Fall zu der Maus. Was haben wir gemacht? Wir sind in den Kuhstall gegangen und in dem Kuhstall haben wir Proben genommen. Ich sage jetzt mal so salopp, wir haben den Dreck gesammelt und haben diesen Dreck ausgewaschen. Diese Substanzen enthalten keine Allergene mehr. Da kann man nicht mehr drauf allergisch reagieren. Und ja, es ist so: Die allergische Maus ist mit diesem Extrakt behandelbar und zwar so, dass alle diese Asthma-Merkmale, die so typisch sind, nämlich die Atemwegshyperreagibilität und die Atemwegszündung, insbesondere mit den sogenannten Eosenhilenzellen, ganz klar unterdrückt wird. Wir haben hier jetzt den Hinweis, dass wir nicht nur eine Vorbeugung erzielen können, sondern dass wir tatsächlich auch eine Behandlung erzielen können. Jetzt ist so ein Extrakt natürlich vielfältig und enthält zahlreiche Substanzen. Wir haben den hier im Helmholtz Zentrum München nach allen Regeln der Kunst zerlegt und denken, wir haben jetzt doch zwei, drei Substanzen, die tatsächlich diesen Schutz ausmachen. Und das ist jetzt unsere Arbeit: Zu beweisen, dass sie das können und das Ganze in eine Therapieentwicklung zu bringen. Das klingt jetzt alles ganz einfach und ganz logisch. Das ist aber wirklich ein langer Weg, kostspieliger Weg. Aber ich hoffe sehr, dass wir das, was wir in diesen vielen Jahren gelernt haben in der Beobachtung dieser Kinder und dieser Bauernpopulationen, dass wir das wirklich umsetzen können, dass auch Kinder, die von Asthma und Allergien geplagt sind und auch Erwachsene, dass die von so einer Behandlung profitieren könnten.

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Letzte Aktualisierung: 06.05.2020

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