Leben mit einer Lungenkrankheit

Menschen, bei denen eine schwere oder chronische Lungenerkrankung diagnostiziert wird, müssen sich nicht nur mit Diagnose und Therapiemaßnahmen auseinandersetzen. Vielmehr muss man sich mit der Krankheit im Alltag einrichten. Neben psychischen Belastungen wie Ängsten und Sorgen kommen häufig auch physische Symptome wie Schmerzen oder Atemnot hinzu.

Atemschulung

Ernährung

Entspannungstechniken

Finanzielle Unterstützung

Kinderwunsch & Schwangerschaft

Lungensport

Motivation

Psychische Belastung

Rehabilitation

Soziale Fragen

Thoraxschmerzen

Leben mit Lungenkrebs

Menschen, bei denen eine schwere oder chronische Lungenerkrankung diagnostiziert wird, müssen sich nicht nur mit Diagnose und Therapiemaßnahmen auseinandersetzen. Vielmehr muss man sich mit der Krankheit im Alltag einrichten. Neben psychischen Belastungen wie Ängsten und Sorgen kommen häufig auch physische Symptome wie Schmerzen oder Atemnot hinzu.

Atemschulung

Ernährung

Entspannungstechniken

Finanzielle Unterstützung

Kinderwunsch & Schwangerschaft

Lungensport

Motivation

Psychische Belastung

Rehabilitation

Soziale Fragen

Thoraxschmerzen

Leben mit Lungenkrebs

Lungs preparation

Medikamente aber auch nichtmedikamentöse Maßnahmen wie Entspannungstechniken und Atemschulungen können hier entlasten. Auch die Umstellung auf eine gesunde Ernährung wirkt sich positiv auf die Lungenfunktion aus. Um die Krankheit besser ins Leben zu integrieren, kann es zudem sinnvoll sein, eine Rehabilitation in Anspruch zu nehmen, die eigenen Wohnung behindertengerecht umbauen zu lassen oder finanzielle Leistungen zu beantragen, etwa wenn man aufgrund einer Lungenerkrankung nicht mehr arbeiten kann.

Lesen Sie im Folgenden mehr zum Thema  "Leben mit der Erkrankung" - von Patientenschulung, Lungensport und Ernährung bis hin zu sozialen und finanziellen Fragen, psychischer Belastung und Moviation. 

Videos zum Leben mit einer Lungenerkrankung

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Transkript: Atemphysiotherapie: Atemerleichternde Positionen und PEP-Atmung

Nach ein bisschen körperlicher Aktivität kann es sein, dass der eine oder andere in Atemnot kommt. Dann wäre, vor allen Dingen, wenn wir Kräftigungsübung machen würden, eine atemerleichternde Körperstellung sehr wichtig. Die zeichnet sich aus, dass die Arme abgestützt sind. Die können auf den Oberschenkeln abgestützt werden, sie können in der Taille abgestützt werden, man kann sich auch auf dem Kopf abstützen oder wo auch immer. Und wenn man forciert nach einer Anstrengung atmet, dann können Patienten mit Atemwegsenge zur Überblähung neigen, zur zusätzlichen dynamischen Überblähung und deswegen ist eine PEP-Atmung da sehr sinnvoll.

PEP steht für "positive expiratory pressure", also positiver Ausatemdruck. Das hält die Atemwege offen durch einen Rückstau, der durch eine Bremse am Mund erzeugt wird. Die wohl bekannteste PEP-Atmung ist die Lippenbremse. Sie entwickelt aber nur einen geringen PEP. Man kann das ein bisschen vergrößern, indem man den Fausttunnel nimmt zur Erhöhung des Ausatemdrucks. Den würde man... da würde man die Faust bündig über den Mund legen und dort reinblasen und es müssten sich die Wangen aufblasen. Den kann man so strukturieren, dass er sehr eng ist. Dann hat man einen hohen Widerstand. Oder man kann ihn auch ein bisschen lockerer machen.

So würde das...

Wenn man einen höheren PEP braucht, man kann auch kleine Röhrchen nehmen oder Geräte, die vom Handel angeboten werden.

Die Dosierte Lippenbremse ist sicher die bekannteste PEP-Technik und wenn ich meine Patienten frage, dann höre ich also sehr unterschiedlichste Ausführungsarten und vielleicht machen wir die gerade alle noch mal zusammen. Bei entspannten Wangen und locker aufeinanderliegenden Lippen möglichst ruhig durch die Nase ein kleines Atemzugvolumen einatmen. Und die Lippen... und jetzt durch die locker aufeinander liegenden Lippen ausströmen lassen. Und dabei kann so ein kleines "P" entstehen.

Dabei blähen sich die Wangen und die Oberlippen. Und das, was man hier so als Blähung sieht, das ist eben auch in den Atemwegen dann zu spüren, die dann aufgebläht werden durch diese Technik. Vielleicht spüren Sie das sogar ein bisschen in dem Zäpfchenbereich im Rachen. Bei der Lippenbremse sollte der Atemrhythmus nicht beeinflusst werden.

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Transkript: Atemphysiotherapie: Übungen zur Mobilisation der Brustwirbelsäule

Die Mobilisation der Brustwirbelsäule ist besonders wichtig, denn jede Veränderung dieser Brustwirbelsäule verändert auch die Stellung der Rippen und bewegt somit den Brustkorb und auch die Lungen.

Wenn wir anfangen, dann sollten wir uns in eine gute Ausgangsstellung bringen, am liebsten auf einem Hocker. Wenn Sie auf einem Stuhl sitzen, dann setzen Sie sich auf die vordere Sitzfläche, damit die Lehne nicht im Weg ist. Die Beine sollten hüftbreit auseinander sein, die Füße fest auf dem Boden unter den Knien und wenn die Füße fest auf dem Boden unter den Knien sind, dann können Sie die Wirbelsäule gut aufrichten und dies ist sehr... das ist sehr wichtig für diese Übung, denn eine gebeugte Wirbelsäule blockiert die Bewegung. Die Schultern sollten locker auf dem Brustkorb liegen. Und um das noch mal selber auszuprobieren, ziehen wir vielleicht alle mal die Schultern Richtung Ohren und lassen sie dann locker auf den Brustkorb sinken. Die Hände sollten sich jetzt seitlich neben dem Brustbein befinden. Ob Sie sie über Kreuz oder so hinlegen, ist egal. Die Atmung sollte während dieser Übungsserien unabhängig von dem Bewegungsrhythmus fließen und das Tempo können Sie langsam und ruhig bis zum Bewegungsende machen oder eben auch zügig und relativ schnell. Noch mal, wir beginnen jetzt mit der Rotationsbewegung der Brustwirbelsäule und dafür ist die Aufrichtung ganz besonders, denn die Beugehaltung würde die Rotationsbewegung blockieren. Haben Sie das Gefühl, dass ein Faden hier Ihre Wirbelsäule wie ein Marionettenfaden nach oben zieht? Jetzt beginnen wir mit der Drehung. Der Kopf sollte im Raum stehen bleiben. Um das zu gewährleisten, ist es sehr sinnvoll, wenn Sie einen einen Punkt mit den Augen fixieren, den Sie beibehalten. Und jetzt machen Sie erstmal eine weite langsame Drehung, unterm Kopf und überm Becken, weit hin und her. Und das kann jetzt auch zügig passieren. Unterm Kopf und überm Becken locker hin und her. Das machen Sie vielleicht mal zehn Mal zu jeder Seite.

Das mobilisiert Ihre Rippen, Ihren unteren Brustkorb und damit auch die Lungen. Und um das festzustellen, nehmen Sie jetzt vielleicht Ihre Hände und machen bei der Mobilisation... fassen Sie mal Ihren Brustkorb unten an und dann werden Sie sehen: Eine Seite wird eng, die andere Seite wird breit. Dabei heben und senken sich sogar auch die Rippen. Das heißt, kommen in Ein- und Ausatemstellung. Und jetzt bleiben wir mal rechts hinten stehen und dann werden Sie vielleicht merken, die rechte Brustkorbseite ist jetzt eng geworden und die linke Brustkorbseite hat sich weit aufgedehnt. Noch mal, noch mal ungefähr zehn Mal. Das ist eine schöne Übung, die man so täglich beim Aufstehen am Bettrand oder vor dem Frühstück noch durchziehen kann, so dass Sie, ja, mobil... Die ganzen Strukturen, nicht nur die Rippen, sondern eben auch die Interkostal-, die Zwischenrippenmuskeln, alles wird dabei aktiviert und gedehnt. Kurz zwischenatmen.

Möglichst freier Sitz. Beine, hüftbreit. Füße fest auf dem Boden. Wirbelsäule aufgerichtet. Schultern liegen locker auf dem Brustkorb und diesmal sollen jetzt die Hände so neben das Brustbein, dass sie das Brustbein so links und rechts wie so ein grober Kamm praktisch festhalten. Und jetzt bewegen Sie die Wirbel, die Brustwirbelsäule im Sinne der Seitneigung. Die Augenachse bleibt horizontal, sowie auch die Beckenachse. Unter dem Kopf und über dem Becken bewegen Sie nur den Brustkorb hin und her. Unter dem Kopf und über dem Becken, hin und her. Das ist eine Mobilisationsübung im Sinne der Seitneige, die nicht belastend ist, kein Krafttraining, sondern eine reine Mobilisationsübung. Dabei werden die Strukturen des Brustkorbs, auch die passiven Strukturen, Bindegewebsstrukturen bewegt und natürlich auch die Lunge. Und insofern sind diese beiden Übungen durchaus auch ganz sinnvoll, wenn Sekret in der Lunge besteht. Also so 10 bis 20 Mal, sowohl die Seitneige als auch die Rotation nach dem Aufstehen. Bei der Seitneige kann man auch noch mal spüren, was da... wie sich da die Rippen anfühlen. Die fühlen sich so ein bisschen an wie eine Ziehharmonika. Auf der einen Seite werden sie zusammengedrückt und auf der anderen Seite auseinander gebracht.

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Transkript: Exazerbationen – Akute Krisen bei Lungenerkrankungen

Für akute Exazerbationen oder akute Krisen wie man auch sagen kann, sind Infektionen die häufigste Ursache. Das können bakterielle Infektionen sein oder auch virale Infektionen. Auf jeden Fall aber Infektionen der Atemwege. Neben den Infektionen sind auch andere Umwelteinflüsse mögliche Auslöser für Exazerbationen. Klar, beim allergischen Asthma der Pollenflug zum Beispiel ist ein erhebliches Problem, aber auch Umweltschadstoffe wie Ozon oder auch Smog kann natürlich zu einer vermehrten Häufigkeit von Exazerbationen von Lungenerkrankungen beitragen. Für die Folgen einer Exazerbation ist es ganz entscheidend, welche Grunderkrankung vorliegt - ob es ein Asthma, eine COPD oder eine Lungenfibrose ist. So können sich Asthmatiker und COPD-Patienten von einer Exazerbation in der Regel sehr gut wieder vollständig erholen, während bei der Lungenfibrose oft ein bleibender Schaden übrig bleibt und ein erheblicher Teil der Patient sogar an dieser Exazerbation verstirbt. Wenn eine solche Krise eintritt, und das ist immer dann der Fall, wenn die Verschlechterung die normale Tagesschwankung überschreitet, also man muss sich im Klaren sein, natürlich kann mal ein schlechter Tag dazwischen sein. Das kann jedem passieren. Aber wenn diese Schwankung stärker ist als man das gewohnt ist, dann muss man aufmerksam werden. Dann kann man zunächst mal die Medikamente steigern, unter Umständen, vor allem bei COPD oder auch bei Asthma. Aber wenn das nicht ausreicht, dann sollte man rechtzeitig wirklich den Arzt aufsuchen. Man braucht unter Umständen Medikamente zusätzlich. Das können Cortison-Tabletten sein, das können aber auch Antibiotika sein. Um Exazerbationen zu vermeiden, gibt es viele Ansätze. Zum einen natürlich sollte man die Medikamente, die man verordnet bekommt, regelmäßig einnehmen. Das stimmt vor allem für die COPD, bei der man weiß, dass diese Therapie dann auch tatsächlich zu einer Verminderung der Häufigkeit von Operationen führt. Aber man sollte auch mit dem Hausarzt besprechen, dass man eine Grippeschutzimpfung rechtzeitig im Jahr macht, auch eine Pneumokokkenimpfung ist in der Regel anzuraten in der Situation. Das sind alles vorbeugende Maßnahmen. Und ganz am Anfang steht natürlich auch, wenn das ein Problem ist, das Rauchen einzustellen. Im Bereich der Forschung gibt es im Prinzip drei wesentliche Aspekte: Das eine ist zu untersuchen, welche Patienten sind besonders gefährdet eine solche Krise zu erleben. Es gibt Patienten, die es sehr häufig haben, und andere, die es sehr selten haben. Da wird also untersucht, ob irgendwelche genetischen oder andere Prädispositionen das auslösen. Das Zweite ist die Vorbeugung. Da haben wir schon gesprochen über Impfungen und über Verhaltensmaßnahmen. Natürlich auch nicht rauchen, sich bei entsprechenden Wetterlagen vielleicht nicht ins Freie begeben, wenn es Smoggefahr ist und so weiter. Und das Dritte ist natürlich die Therapie. Das kann einerseits eine Therapie sein, die dazu führt, dass die Exazerbation oder die Krise vermieden wird, und es kann eben die Therapie sein, direkt in der Krise, wie kann ich den Patienten am besten behandeln.

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Transkript: Lungensport und Atemübungen für zu Hause

Nachdem früher Patienten sich immer geschont haben, wenn sie keine Luft bekommen haben, ist heute Stand der Wissenschaft, dass körperliches Training, Aktivität, Mobilität gleichbedeutend ist bei Asthma und COPD wie die medikamentöse Therapie und die Sauerstofflangzeittherapie. Und deshalb der wichtige Aufruf an alle Patienten mit Atemwegserkrankungen: Sie sollen, sie dürfen, eigentlich sie müssen sich bewegen!

Eigentlich sollte man täglich Übungen für sich machen, sowohl Atemübungen wie Übungen zum Muskelaufbau. Das heißt, jeder Patient sollte alle Lehrlaufzeiten in seinem Alltag nutzen, um immer Übungen zu machen. Jede Übung, jede Treppenstufe, jeder Meter, den man geht, ist ein Weg zur stabilen Gesundheit und hilft damit zur Krankheitsbewältigung. Je öfter, je besser. Nicht mit Zwang, aber jede Minute ist für die eigene Gesundheit!

Lungensport ist eine Mischung aus körperlichem Training, das heißt Ausdauertraining und Muskelaufbautraining, gepaart mit Schulung, Entspannungsübungen, Dehnungsübungen. Es gehört ein Alltagstraining mit dazu und vor allem, ganz wichtig: Es ist ein Erfahrungsaustausch unter Betroffenen, denn oft nimmt man die Tipps von Mitbetroffenen doch eher an wie von uns Lungensportübungsleitern. Und generell: Reden Sie mit Ihrem Arzt, vor allem mit Ihrem Pneumologen. Der hat vielleicht schon Kontakt zu einer Lungensportgruppe, mit der er zusammenarbeitet. Ansonsten finden Sie eine Lungensportgruppe unter www.lungensport.org auf der Homepage der AG Lungensport.

Lungensport kann sowohl vom Hausarzt wie vom Lungenfacharzt über das sogenannte Formular 56 verordnet werden. Da gibt es einmal die Möglichkeit mit 50 Einheiten in 18 Monaten und 120 Einheiten in 36 Monaten. Mit dem Formular 56 sollte man dann zur Krankenkasse gehen, wenn es geht persönlich. Ansonsten bleibt der Postweg. Nach Genehmigung der Krankenkasse, mit der Kostenübernahme kann man am Lungensport teilnehmen. Eine weitere Möglichkeit ist, wenn man über die Rentenversicherung Bund oder Land eine Rehabilitationsmaßnahme in einer Rehabilitationsfachklinik für Atemwegserkrankungen macht, kann dort der Lungensport für 6 Monate verordnet werden.

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Transkript: Pneumologische Reha bei Lungenkrankheiten

Nach einer pneumologischen Rehabilitation erleben lungenkranke Patienten wissenschaftlich nachgewiesen weniger Atemnot, fühlen sich körperlich leistungsstärker und erfahren eine höhere Lebensqualität. Bei COPD-Patienten nach einer Exazerbation reduziert sich sogar das Risiko innerhalb der ersten Monate nach der erlebten Exazerbation eines erneuten Krankenhausaufenthaltes um 50%.

Die pneumologische Rehabilitation wird von einem multiprofessionellen Team, bestehend aus Ärzten, Fachärzten, Physiotherapeuten, Sporttherapeuten, Atmungstherapeuten und Psychologen betreut. Der Inhalt des Programms ist individuell auf die Bedürfnisse chronisch lungenkranker Patienten abgestimmt. Eine pneumologische Rehabilitation ist für die Patienten gedacht, die trotz adäquater Krankenbehandlung neben ihrer eingeschränkten Lungenfunktion weitere körperliche psychische oder soziale Auswirkungen erleben und nur noch eingeschränkt an ihrem Leben teilnehmen können. Vor allem COPD-Patienten, die eine Exazerbation erleiden, sollten möglichst frühzeitig - am besten noch während der Akutenphase - über die Möglichkeit der pneumologischen Rehabilitation aufgeklärt werden, denn hier kann eine umfassende und gut durchgeführte Reha-Maßnahme den nachfolgenden Verlauf maßgeblich verbessern.

Ein vorangegangener Krankenhausaufenthalt ist nicht zwingend notwendig. Bei COPD-Patienten, die eine stationär behandlungspflichtige Exazerbation erleiden, ist es jedoch ratsam, einen Reha-Antrag im Sinne einer Anschlussheilbehandlung noch direkt in der Klinik zu stellen.

Grundsätzlich kann eine pneumologische Rehabilitation alle vier Jahre bewilligt werden. Erfolgt ein vorzeitiger Reha-Antrag, sollte dieser entsprechend begründet werden, etwa mit einer Verschlechterung der Erkrankung oder einem neuen Dazukommen der Erkrankung. Falls Patienten in eine bestimmte Klinik zur Reha kommen möchten, sollte dieser Vorschlag im Antrag entsprechend ergänzt werden. Patienten haben laut dem Sozialgesetzbuch ein Wunsch- und Wahlrecht bezüglich der Klinik. Sollte dennoch der Reha-Antrag abgelehnt werden, lohnt sich für gewöhnlich ein Widerspruch, bei dem sich der Hausharzt oder Facharzt auf die Ablehnungsgründe beziehen sollte.

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Transkript: Praktische Tipps für Lungensport und Rehabilitation

Aufgrund der wissenschaftlichen Datenlage ist nach wie vor erwiesen, dass körperliches Training bei Atemwegspatienten den gleichen Stellenwert wie medikamentöse Therapie und Sauerstoff-Langzeittherapie hat. Entsprechend sollten Patienten im Rahmen einer Rehabilitation an körperliches Training herangeführt werden und nach Rehabilitation übergeleitet werden in den Rehasport, also in dem Fall den Lungensport, wo sie auf der einen Seite lernen, weiterhin sich körperlich zu betätigen, auf der anderen Seite auch Schulungen bekommen über Lungenhygiene, Nasenhygiene, über das richtige Treppen steigen, über Hilfsmittel und aber auch Entspannungsverfahren kennenlernen, um in Alltags- und Stresssituationen ihren Atem wieder zu beruhigen und in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig brauchen gerade Atemwegspatienten oft den "Gruppenzwang". Dieser eine Termin in der Woche, wo man aus dem Haus geht, um an einem körperlichen Training teilzunehmen und entsprechend dann auch mit Spaß und Freude Übungen kennenzulernen, die sie dann auch zu Hause als Heimtraining durchführen können. Wenn man dann für sich einfach den inneren Schweinehund überwindet, dass man sagt, ich nutze alle Lehrlaufzeiten in meinem Alltag, immer dann, wenn ich ein Handtuch in der Hand habe, mache ich Übungen mit dem Handtuch. Es können ein, zwei, drei Minuten sein. Immer dann, wenn ich einen Kochtopf oder einen Kochlöffel in der Hand habe, mache ich ein paar Minuten was. Abends, wenn ich auf dem Sofa sitze, habe ich meine Wasserflasche vor mir stehen. Mit der kann man wunderbar Übungen machen. Das Eigengewicht der Extremitäten - Arme und Beine - ist genauso zum Training vorhanden und ich kann wirklich in meinen Alltag integriert ein, zwei, drei Übungen machen. Ganz wichtig natürlich im Lungensport ist der Erfahrungsaustausch unter Betroffenen, denn, ich denke, wir Übungsleiter können oft viel sagen, was in den Lehrbüchern steht, aber Mitpatienten haben ihre eigenen Erfahrungen und davon kann man eben auch über diese Gruppenübungen profitieren. Auf der anderen Seite ist es sicher auch entlastend in so einem Gruppenangebot, dass man einfach auch feststellt, dass ich nicht der einzige bin, der dieses Problem hat. Generell: Lungensport kann auf der einen Seite zu Hause vom Haus- oder Lungenfacharzt verordnet werden mit dem sogenannten Formular 56 mit einer Version mit 50 Einheiten in 18 Monaten, für schwergradig Erkrankte mit 120 Einheiten in 36 Monaten. Das heißt, man ist sehr lange darüber versorgt. Wer über eine Rehabilitationsmaßnahme in einer Atemwegsklinik Lungensport verordnet bekommen möchte, diese Möglichkeit besteht über die Rentenversicherung - ob Bund oder Land. Hier kann der Lungensport für 6 Monate verordnet werden. Kostenträger ist dann die Rentenversicherung und anschließend kann man dann über Haus- oder Lungenfacharzt mit dem Formular 56 natürlich erneut einen Antrag stellen.

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Weitere Informationen & Links

Deutsche Atemwegsliga e.V.- Physiotherapeuten
www.atemwegsliga.de/physiotherapeuten.html (Letzter Abruf: 21.11.2022)

Deutsche Atemwegsliga e.V. - Informationsmaterial (Flyer)
www.atemwegsliga.de/informationsmaterial.html (Letzter Abruf: 21.11.2022)

Deutscher Verband für Physiotherapie – Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e.V. - Atemwegserkrankungen
www.physio-deutschland.de/patienten-interessierte/krankheitsbilder/erkrankungen-der-inneren-organe/atemwegserkrankungen.html (Letzter Abruf: 21.11.2022)

AG Lungensport e.V. - Lungensport Register, Adressdatenbank
www.lungensport.org

Patienten-Bibliothek
www.patienten-bibliothek.de

Letzte Aktualisierung: 15.07.2022

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