Grippe (Influenza)
Grippe ist eine akute Erkrankung der Atemwege, die durch eine Infektion mit dem Influenza-Virus ausgelöst wird. Sie kann sehr unterschiedlich verlaufen – von milden Formen bis hin zu schweren, plötzlich einsetzenden Verläufen mit hohem Fieber, Glieder-, Kopfschmerzen und Husten.
Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. med. Hortense Slevogt, Medizinische Hochschule Hannover, BREATH/DZL
Grundlagen: Was sind Ursachen und Symptome der Grippe (Influenza)?
Influenza-Viren werden durch Tröpfcheninfektion übertragen und infizieren die Atemwege. Grippe-Symptome sind hohes Fieber, Gliederschmerzen, Reizhusten und allgemeine Abgeschlagenheit.
Eine Grippe-Impfung schützt vor der Infektion mit dem Influenza-Virus. Allerdings muss jedes Jahr im Herbst neu geimpft werden, da die Viren sehr wandlungsfähig sind und der Impfstoff entsprechend regelmäßig angepasst werden muss.
Diagnose: Wie wird eine Grippe diagnostiziert?
Während der jährlichen Grippe-Saison, die in Deutschland meist im Dezember beginnt und ihren Höhepunkt im Januar oder Februar erreicht, kann eine Influenza anhand der Symptome klinisch vermutet werden.
Eine sichere Unterscheidung von anderen Infektionskrankheiten allein anhand der Symptome ist jedoch nicht möglich.
Bei schweren Verläufen und/oder bei Personen mit erhöhtem Risiko sollte daher ein Labortest, meist aus einem Nasen- oder Rachenabstrich, durchgeführt werden. Damit kann eine Influenza-Infektion zuverlässig nachgewiesen werden.
Therapie: Wie wird Grippe behandelt?
In erster Linie werden bei einer Grippe-Erkrankung die Symptome behandelt:
- Das Fieber kann medikamentös gesenkt,
- die Gliederschmerzen und der Husten gelindert werden.
Für Erkrankte mit einem hohen gesundheitlichen Risiko stehen in der frühen Phase der Erkrankung antivirale Medikamente zur Verfügung, die den Verlauf verkürzen können.
Die Grippe-Impfung bietet einen wirksamen Schutz vor schweren Verläufen, insbesondere für Menschen mit einem erhöhten Risiko. Die Impfung kann eine Influenza-Erkrankung häufig verhindern oder den Krankheitsverlauf deutlich abmildern.
Was sind Risikofaktoren für Grippe?
Personen mit einem geschwächten Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Grippe-Verlauf. Menschen ab 60 Jahren oder chronisch Kranken wird daher eine Grippe-Impfung empfohlen.
Für Personen, die im beruflichen Alltag engen Kontakt zu vielen Menschen haben – etwa im Gesundheitswesen oder in der Pflege –, wird eine Schutzimpfung empfohlen, um schwerkranke oder besonders gefährdete Personen zu schützen.
Wie häufig kommt Grippe vor?
Die Zahl der an Influenza erkrankten Personen pro Jahr in Deutschland wird vom Robert Koch-Institut erfasst. Es gibt jedoch eine hohe Dunkelziffer, da Menschen mit nur leichten Symptomen in der Regel keine ärztliche Behandlung benötigen und deshalb nicht erfasst werden.
Das Ausmaß einer Grippewelle hängt davon ab, ob das auslösende Influenza-Virus sich seit der letzten Saison genetisch stark verändert hat. Zirkuliert ein ähnlicher Virus-Typ wie im Vorjahr, besitzen viele Menschen aufgrund einer bereits durchgemachten Infektion Antikörper und damit eine gewisse Immunität.
Welche Forschungsansätze gibt es?
Forschende arbeiten unter anderem an neuen Grippe-Medikamenten. Dazu untersuchen sie das Zusammenspiel von Virus und Wirtszelle während einer Infektion, sowie die Mechanismen, die für die Virus-Vermehrung verantwortlich sind. Forschende arbeiten außerdem an Medikamenten, die den Ansteckungsprozess unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Virus unterbrechen sollen, sodass sich die Infektion gar nicht erst ausbildet und die betroffene Person nicht erkrankt.
Weitere Informationen zu Grippe (Influenza)
Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Erkältung im Internet:
- Robert Koch-Institut: Influenza
- Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG): Grippe-Impfung für Erwachsene
- Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG): Der Grippe-Impfcheck
- Bundesministerium für Gesundheit: Influenza (Grippe)
Quellen
- Robert Koch-Institut: Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Grippe (Letzter Abruf 22.07.2025)
- Robert Koch Institut: Influenza (Letzter Abruf: 18.07.2025)
Letzte Aktualisierung: 28.10.2025