Pulmonary research - Lungs preparation

Lungenkrebs: Häufigkeit

Rund 57.500 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Lungenkrebs (Bronchialkarzinom oder Lungenkarzinom).

Rund 57.500 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Lungenkrebs (Bronchialkarzinom oder Lungenkarzinom).

Video: Wie häufig kommt Lungenkrebs vor?

Interview mit Prof. Martin Reck

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Lungenkrebs bei Frauen und Männern

Bei Frauen (rund 21.500 Erkrankte) ist es die dritthäufigste Krebsform – nach Brustkrebs und Darmkrebs. Bei Männern, nach Prostatakrebs, sogar der zweithäufigste Krebs, mit rund 36.000 Erkrankten. Zum Zeitpunkt der Lungenkrebs-Diagnose sind Frauen im Durchschnitt 69 Jahre und Männer 70 Jahre alt.

Lungenkrebs-Statistik

Absolut betrachtet gibt es immer mehr Menschen mit Lungenkrebs. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass immer mehr Menschen ein höheres Alter erreichen, in dem eine Krebserkrankung wahrscheinlicher wird.

Entfernt man den Faktor „Alter“ statistisch, ergibt sich jedoch ein anderes Bild: Die Zahl der erkrankten Männer nimmt seit einigen Jahren leicht ab, die der Frauen hingegen zu. Nach Einschätzung von Expert:innen liegt dies am veränderten Rauchverhalten. Denn über die letzten Jahrzehnte gab es immer mehr Raucherinnen und immer weniger Raucher.

Lungenkrebs: Prognose

Bei Männern ist Lungenkrebs die häufigste Krebs-Todesursache in Deutschland. Etwa 29.300 Männer sterben jedes Jahr an einem Bronchialkarzinom. Bei Frauen ist Lungenkrebs mit rund 16.500 Verstorbenen die zweithäufigste Krebs-Todesursache. 

Grundsätzlich gilt: Je früher Lungenkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Leider macht sich ein Bronchialkarzinom allerdings meistens erst spät mit Symptomen bemerkbar. Die Erkrankung wird daher oft erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt, was sich negativ auf die Prognose auswirkt. 

Wie Lungenkrebs aber bei einzelnen Patient:innen verläuft, lässt sich aus diesen statistischen Werten nicht ohne Weiteres vorhersagen. Niemand kann mit absoluter Sicherheit vorhersagen, welchen Verlauf eine Lungenkrebs-Erkrankung nimmt.

Video-Reihe zum Welt-Lungenkrebstag 2026

mit Dr. Johannes Schnorbach

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Transkript: Keine Beschwerden, trotzdem Lungenkrebs? Die neue Früherkennung zeigt es!

Lungenkrebs wird häufig erst spät entdeckt, weil er im frühen Stadium oft keine Beschwerden verursacht. Genau hier setzt ein neues Angebot an: Seit April 2026 gibt es in Deutschland eine Lungenkrebsfrüherkennung für Menschen mit einem besonders hohen Erkrankungsrisiko.

Untersucht wird mit einer sogenannten Niedrigdosis-Computertomographie, kurz Niedrigdosis-CT. Dabei entstehen mit einer deutlich geringeren Strahlendosis als bei einer üblichen CT genaue Bilder der Lunge. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und kann kleine Veränderungen sichtbar machen, bevor Beschwerden auftreten. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an, wenn Sie wissen möchten, ob die neue Lungenkrebsfrüherkennung für Sie in Frage kommt.

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Transkript: Habe ich Anspruch auf das Lungenkrebs-Screening? Voraussetzungen einfach erklärt

Das Angebot richtet sich nicht an die gesamte Bevölkerung, sondern an aktive und ehemalige starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren. Voraussetzung sind mindestens 25 Jahre Zigarettenkonsum und insgesamt mindestens 15 sogenannte Packungsjahre. Ein Packungsjahr bedeutet ein Jahr lang täglich eine Packung mit 20 Zigaretten. Wer zum Beispiel 30 Jahre lang täglich 10 Zigaretten geraucht hat, kommt ebenfalls auf 15 Packungsjahre. Rauchpausen innerhalb des maßgeblichen Zeitraums dürfen nicht länger als zehn Jahre gewesen sein. Ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird individuell ärztlich geprüft.

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Transkript: Lungenkrebs-Screening Schritt für Schritt: So läuft die Untersuchung ab

Der erste Schritt führt zu einer allgemeinmedizinischen oder internistischen Praxis, die an der Früherkennung teilnimmt. Dort werden das persönliche Rauchverhalten und der Gesundheitszustand erfasst. Außerdem erhalten Interessierte Informationen über den möglichen Nutzen, aber auch über die Nachteile der Untersuchung. Anschließend erfolgt die Überweisung an eine besonders qualifizierte radiologische Praxis oder Klinik.
Bei einem unauffälligen Ergebnis kann die Niedrigdosis-CT nach zwölf Monaten wiederholt werden. Auffällige Aufnahmen werden von einer zweiten spezialisierten Ärztin oder einem zweiten spezialisierten Arzt beurteilt. Je nach Ergebnis können eine frühere Kontrollaufnahme oder weitere Untersuchungen notwendig werden.

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Transkript: Kann das Lungenkrebs-Screening Leben retten? Chancen und Risiken erklärt

Der wichtigste Vorteil: Wird Lungenkrebs früh entdeckt, ist er häufig besser behandelbar. Studien zeigen, dass die regelmäßige Früherkennung das Risiko senken kann, an Lungenkrebs zu sterben. Die Untersuchung hat aber auch Grenzen. Auffällige Bilder können sich später als harmlos herausstellen und weitere Untersuchungen oder Sorgen auslösen. Außerdem können sehr langsam wachsende Tumoren entdeckt werden, die möglicherweise nie Beschwerden verursacht hätten. Hinzu kommt eine geringe Strahlenbelastung. Die Teilnahme ist deshalb freiwillig und sollte nach einer ärztlichen Beratung entschieden werden. Wichtig ist: Das Screening ersetzt keine Abklärung von Beschwerten. Anhaltender oder veränderter Husten, Atemnot, ungewollter Gewichtsverlust oder Bluthusten sollten immer zeitnah ärztlich untersucht werden, unabhängig vom letzten CT-Ergebnis. Und die Früherkennung kann nicht verhindern, dass Lungenkrebs entsteht. Der wirksamste Schritt zur Senkung des persönlichen Risikos bleibt, mit dem Rauchen aufzuhören. Dafür ist es nie zu spät und professionelle Unterstützung kann den Rauchstopp erleichtern!

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Wissenschaftliche Beratung und Quellen

Der Text "Lungenkrebs" wurde dem Lungeninformationsdienst freundlicherweise von seinem Kooperationspartner, dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zur Verfügung gestellt und in der vorliegenden Version in Teilen gekürzt.

Eigentümer und Urheber ist der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Jegliche Verwendung dieses Textbeitrags – auch in Auszügen – bedarf der ausdrücklichen Anfrage beim Urheber. Nähere Informationen dazu finden sich beim Krebsinformationsdienst.

Den ausführlichen Originaltext des Krebsinformationsdienstes inklusive der genutzten Quellen finden Sie hier.

Letzte Aktualisierung: 05.08.2021

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