Prävention von Lungenkrankheiten
Viele Lungenkrankheiten entstehen durch das Zusammenspiel einer erblichen Veranlagung und äußeren Einflussfaktoren. Während wir auf unsere genetischen Voraussetzungen keinen Einfluss haben, können wir an äußeren Faktoren häufig selbst etwas verändern - und so Erkrankungen aktiv vorbeugen.
Viele Lungenkrankheiten entstehen durch das Zusammenspiel einer erblichen Veranlagung und äußeren Einflussfaktoren. Während wir auf unsere genetischen Voraussetzungen keinen Einfluss haben, können wir an äußeren Faktoren häufig selbst etwas verändern - und so Erkrankungen aktiv vorbeugen.
Risikofaktoren meiden - Lungenerkrankungen vorbeugen
Eine Vielzahl von Studien belegt eine Schwächung des Immunsystems durch
- toxische Substanzen in der Umwelt,
- radioaktive Strahlung,
- Nikotin,
- Alkohol,
- andere Drogen,
- andauernden Stress,
- Schlaf- und Bewegungsmangel oder
- einseitige Ernährung.
Umgekehrt gilt: Die Vermeidung solcher schädigenden Faktoren, also zum Beispiel die Tabakentwöhnung, eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, genügend Schlaf und regelmäßiger Bewegung trägt zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems bei. Zusätzlich gibt es bei manchen viralen und bakteriellen Erkrankungen die Möglichkeit, sich präventiv durch Impfungen zu schützen.
Auf den folgenden Seiten finden Sie nähere Informationen zur Prävention von Lungenerkrankungen.
Videos zur Prävention von Lungenerkrankungen und Krankheitsverschlechterungen
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Transkript: Die Zukunft des Lungen-Screenings - mehr als "nur" Lungenkrebs frühzeitig entdecken
Wir freuen uns sehr, dass im Frühjahr 2026 das Lungenkrebs-Screening mittels Niedrigdosis-CT in Deutschland gestartet hat. Gerade arbeiten wir in der HANSE-Studie daran, dass wir auch die, die gerne mitmachen möchten, aber die Einschlusskriterien nicht erfüllen, auch möglicherweise vom Lungenkrebs-Screening in Zukunft profitieren, indem wir Blut-Biomarker evaluieren, um hier diejenigen noch rauszufiltern, die vom Lungenkrebs-Screening profitieren können. In der HANSE-Studie schauen wir aber nicht nur auf Lungenkrebs, sondern ganzheitlich auf andere Nebenkrankheiten, wie zum Beispiel im Herz, die Atherosklerose, im Knochen, die Osteoporose, aber auch in der Lunge auf unentdeckte frühe Lungenkrankheiten, wie zum Beispiel frühe Lungenfibrose, unentdeckte COPD oder Bronchiektasenkrankheit. Das Ziel ist es, dass die Teilnehmer informiert werden über unentdeckte Krankheiten, um möglicherweise so gesünder und länger zu leben.
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Transkript: Exazerbationen bei COPD Warnsignale deuten und rechtzeitig reagieren
Für Menschen mit COPD ist es extrem wichtig, dass sie die Anzeichen einer akuten Verschlechterung, einer sogenannten Exazerbation, frühzeitig erkennen, um entsprechend zum Arzt zu gehen. Je frühzeitiger diese Verschlechterung behandelt wird, desto milder ist in der Regel auch der Verlauf. Um die Symptomverschlechterung jetzt besser objektivieren zu können, gibt es ein neues Schulungsinstrument, den sogenannten CERT. Hierbei werden fünf Symptome abgefragt und wie groß die Verschlechterung ist. Werden mindestens zwei von diesen fünf Symptomen als mäßig oder schwer verschlechtert beschrieben, also in diesem roten Bereich, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass eine akute Exazerbation vorliegt. Man sollte dringend einen Arzt aufsuchen. Mehr Informationen zum CERT als auch zu einer Online-Version finden Sie jetzt auf der Seite des deutschen Lungeninformationsdienstes. Schauen Sie rein, es lohnt sich.
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Transkript: Asthma und Allergien: Bauernhofstaub-Extrakt zur Prävention und Therapie
Mich treibt schon lange die Frage um, warum Kinder überhaupt Asthma und Allergien entwickeln. Wir haben seit vielen Jahren gesehen, dass das nicht der Fall ist, wenn Kinder auf einem traditionellen Bauernhof aufwachsen. Und wir haben in vielen Studien herausgefunden, woran das liegt, nämlich, dass sie sich im Kuhstall schon früh im Leben aufhalten. Das ist aber ein vorbeugender Effekt und was wir nicht untersuchen können ist, ob ein Kind, das schon eine Allergie, ein Asthma hat, auf dem Bauernhof das vielleicht verlieren könnte. Also haben wir Zugriff genommen zu einem Tiermodell, in dem Fall zu der Maus. Was haben wir gemacht? Wir sind in den Kuhstall gegangen und in dem Kuhstall haben wir Proben genommen. Ich sage jetzt mal so salopp, wir haben den Dreck gesammelt und haben diesen Dreck ausgewaschen. Diese Substanzen enthalten keine Allergene mehr. Da kann man nicht mehr drauf allergisch reagieren. Und ja, es ist so: Die allergische Maus ist mit diesem Extrakt behandelbar und zwar so, dass alle diese Asthma-Merkmale, die so typisch sind, nämlich die Atemwegshyperreagibilität und die Atemwegszündung, insbesondere mit den sogenannten Eosenhilenzellen, ganz klar unterdrückt wird. Wir haben hier jetzt den Hinweis, dass wir nicht nur eine Vorbeugung erzielen können, sondern dass wir tatsächlich auch eine Behandlung erzielen können. Jetzt ist so ein Extrakt natürlich vielfältig und enthält zahlreiche Substanzen. Wir haben den hier im Helmholtz Zentrum München nach allen Regeln der Kunst zerlegt und denken, wir haben jetzt doch zwei, drei Substanzen, die tatsächlich diesen Schutz ausmachen. Und das ist jetzt unsere Arbeit: Zu beweisen, dass sie das können und das Ganze in eine Therapieentwicklung zu bringen. Das klingt jetzt alles ganz einfach und ganz logisch. Das ist aber wirklich ein langer Weg, kostspieliger Weg. Aber ich hoffe sehr, dass wir das, was wir in diesen vielen Jahren gelernt haben in der Beobachtung dieser Kinder und dieser Bauernpopulationen, dass wir das wirklich umsetzen können, dass auch Kinder, die von Asthma und Allergien geplagt sind und auch Erwachsene, dass die von so einer Behandlung profitieren könnten.
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Transkript: COPD vorbeugen: Kann eine gesunde Ernährung vor COPD schützen?
Die Ernährung allein kann COPD nicht heilen. Vor allem bei Menschen, die lange Zeit die Krankheit haben und auch sehr lange der Luftverschmutzung ausgesetzt sind. Aber eine gesunde Ernährung spielt eine wichtige Rolle in der Prävention. Eine ausgewogene Ernährung besteht zum Beispiel aus Obst, Gemüse, viel trinken, Vitamine und Antioxidantien und natürlich Omega-3-Fettsäuren. Sie werden das Immunsystem stärken und das reduziert Entzündungsprozesse im Körper. Das unterstützt auch die Lungengesundheit. Deshalb ist eine gesunde Lebensweise – eine gesunde Ernährung, Bewegung und Vermeidung von Schadstoffen – ein wichtiger Teil der Prävention chronischer Lungenerkrankungen. Ich kann jeden Menschen nur ermutigen, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
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Transkript: Erblicher Risikofaktor entdeckt: Asthma früher erkennen und vorbeugen
Asthma bei Kindern entsteht häufig dort, wo das Immunsystem zuerst mit der Umwelt in Kontakt kommt, nämlich an der Nasenschleimhaut.
Wenn diese Barriere gestört ist, können selbst harmlose Virusinfektionen, die zum Beispiel durch Schnupfenviren ausgelöst werden, eine Entzündung bewirken, die sich festsetzt und Asthma begünstigt. Bei manchen Kindern ist diese Schutzfunktion genetisch beeinträchtigt.
Das heißt, sie haben von ihren Eltern einen Risikofaktor vererbt bekommen.
Ein zentraler Risikofaktor ist eine Veränderung im sogenannten 17 q 21 Genbereich.
Diese beeinflusst gezielt, wie Zellen in der Schleimhaut auf Virusinfektionen reagieren und schwächt dadurch die frühe Immunabwehr.
Das eröffnet neue Möglichkeiten: Es wird verstärkt nun daran geforscht, wie diese Kinder mit erhöhtem Risiko in Zukunft zum einen früh erkannt werden, aber auch ganz gezielt behandelt werden können -
sogar noch bevor sich die Krankheit im Schulalter entwickelt. Das ist ein sehr wichtiger Schritt hin zu einer Medizin, die früher ansetzt und besser auf das einzelne Kind zugeschnitten ist.
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Transkript: (K)Eine Frage der Disziplin: Sind dicke Menschen selbst schuld an ihrem Übergewicht?
Adipositas ist eine chronische Erkrankung. Sie resultiert nicht aus einem Mangel an Selbstdisziplin. Die Erkrankung entsteht, indem unser Gehirn nicht mehr länger in der Lage ist, verhältnismäßig Sättigungssignale aus der Peripherie zu verarbeiten, wie zum Beispiel aus dem Magen-Darm-Trakt, aus dem Pankreas oder aus der Leber.
Zu verstehen, wie Adipositas sich entwickelt, ist von zentraler Bedeutung für die Entwicklung neuer Pharmakotherapien.
Wir bei Helmholtz Munich, wir forschen nicht nur daran zu verstehen, wie Adipositas sich entwickelt, sondern auch an therapeutischen Maßnahmen, um wirksam Adipositas zu begegnen.
Zwei Magen-Darm-Hormone, an denen wir interessiert sind, sind die Magen-Darm-Hormone GLP-1 und GIP, die beide im Gehirn sowohl das Körpergewicht senken als auch die Nahrungsaufnahme reduzieren.
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Transkript: Lungenkrebs-Screening Schritt für Schritt: So läuft die Untersuchung ab
Der erste Schritt führt zu einer allgemeinmedizinischen oder internistischen Praxis, die an der Früherkennung teilnimmt. Dort werden das persönliche Rauchverhalten und der Gesundheitszustand erfasst. Außerdem erhalten Interessierte Informationen über den möglichen Nutzen, aber auch über die Nachteile der Untersuchung. Anschließend erfolgt die Überweisung an eine besonders qualifizierte radiologische Praxis oder Klinik.
Bei einem unauffälligen Ergebnis kann die Niedrigdosis-CT nach zwölf Monaten wiederholt werden. Auffällige Aufnahmen werden von einer zweiten spezialisierten Ärztin oder einem zweiten spezialisierten Arzt beurteilt. Je nach Ergebnis können eine frühere Kontrollaufnahme oder weitere Untersuchungen notwendig werden.
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Transkript: Warum leiden Menschen mit chronischen Erkrankungen mehr unter Hitze?
Für junge, gesunde Menschen ist Hitze oft auf nur unangenehm. Aber Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen wie zum Beispiel Herz- und Kreislauferkrankungen, Herzschwäche, Zustand nach Herzinfarkt oder auch Bluthochdruck, die sind insbesondere gefährdet und für die kann Hitze zum absoluten Stresstest werden. Das ist dadurch begründet und hat vor allem mit den Mechanismen zu tun, wie wir Hitze loswerden. Und das ist zum einen: Mehr Blut geht in die Peripherie, das heißt in die Haut. Das ist Blutvolumen, was dann zentral am Herzen fehlt. Das heißt, das Herz muss schneller schlagen, muss stärker schlagen. Und wie man sich vorstellen kann, wenn das Herz schon von vornherein schwach ist, also eine Herzschwäche besteht, dann funktioniert dieser Anpassungsmechanismus eben nur begrenzt. Und der zweite Punkt ist und der hat hauptsächlich mit den Medikamenten zu tun, die diese Menschen nehmen müssen: Man schwitzt und verliert dadurch Flüssigkeit und Blutsalze. Und wenn natürlich jetzt jemand schon Entwässerungstabletten nimmt, dann kann es dazu kommen, dass dieser Mechanismus noch verstärkt wird und noch mehr Flüssigkeiten, noch mehr Blutsalze verloren werden. Oder zum Beispiel bei Bluthochdruckmedikamenten, die bewirken, dass die Gefäße weit werden. Hitze macht die Gefäße auch weit und dann kann es zu lebensbedrohlichen oder zumindest gefährlichen, niedrigen Blutdruckwerten kommen.
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Transkript: Atemphysiotherapie: Übungen zur Mobilisation der Brustwirbelsäule
Die Mobilisation der Brustwirbelsäule ist besonders wichtig, denn jede Veränderung dieser Brustwirbelsäule verändert auch die Stellung der Rippen und bewegt somit den Brustkorb und auch die Lungen.
Wenn wir anfangen, dann sollten wir uns in eine gute Ausgangsstellung bringen, am liebsten auf einem Hocker. Wenn Sie auf einem Stuhl sitzen, dann setzen Sie sich auf die vordere Sitzfläche, damit die Lehne nicht im Weg ist. Die Beine sollten hüftbreit auseinander sein, die Füße fest auf dem Boden unter den Knien und wenn die Füße fest auf dem Boden unter den Knien sind, dann können Sie die Wirbelsäule gut aufrichten und dies ist sehr... das ist sehr wichtig für diese Übung, denn eine gebeugte Wirbelsäule blockiert die Bewegung. Die Schultern sollten locker auf dem Brustkorb liegen. Und um das noch mal selber auszuprobieren, ziehen wir vielleicht alle mal die Schultern Richtung Ohren und lassen sie dann locker auf den Brustkorb sinken. Die Hände sollten sich jetzt seitlich neben dem Brustbein befinden. Ob Sie sie über Kreuz oder so hinlegen, ist egal. Die Atmung sollte während dieser Übungsserien unabhängig von dem Bewegungsrhythmus fließen und das Tempo können Sie langsam und ruhig bis zum Bewegungsende machen oder eben auch zügig und relativ schnell. Noch mal, wir beginnen jetzt mit der Rotationsbewegung der Brustwirbelsäule und dafür ist die Aufrichtung ganz besonders, denn die Beugehaltung würde die Rotationsbewegung blockieren. Haben Sie das Gefühl, dass ein Faden hier Ihre Wirbelsäule wie ein Marionettenfaden nach oben zieht? Jetzt beginnen wir mit der Drehung. Der Kopf sollte im Raum stehen bleiben. Um das zu gewährleisten, ist es sehr sinnvoll, wenn Sie einen einen Punkt mit den Augen fixieren, den Sie beibehalten. Und jetzt machen Sie erstmal eine weite langsame Drehung, unterm Kopf und überm Becken, weit hin und her. Und das kann jetzt auch zügig passieren. Unterm Kopf und überm Becken locker hin und her. Das machen Sie vielleicht mal zehn Mal zu jeder Seite.
Das mobilisiert Ihre Rippen, Ihren unteren Brustkorb und damit auch die Lungen. Und um das festzustellen, nehmen Sie jetzt vielleicht Ihre Hände und machen bei der Mobilisation... fassen Sie mal Ihren Brustkorb unten an und dann werden Sie sehen: Eine Seite wird eng, die andere Seite wird breit. Dabei heben und senken sich sogar auch die Rippen. Das heißt, kommen in Ein- und Ausatemstellung. Und jetzt bleiben wir mal rechts hinten stehen und dann werden Sie vielleicht merken, die rechte Brustkorbseite ist jetzt eng geworden und die linke Brustkorbseite hat sich weit aufgedehnt. Noch mal, noch mal ungefähr zehn Mal. Das ist eine schöne Übung, die man so täglich beim Aufstehen am Bettrand oder vor dem Frühstück noch durchziehen kann, so dass Sie, ja, mobil... Die ganzen Strukturen, nicht nur die Rippen, sondern eben auch die Interkostal-, die Zwischenrippenmuskeln, alles wird dabei aktiviert und gedehnt. Kurz zwischenatmen.
Möglichst freier Sitz. Beine, hüftbreit. Füße fest auf dem Boden. Wirbelsäule aufgerichtet. Schultern liegen locker auf dem Brustkorb und diesmal sollen jetzt die Hände so neben das Brustbein, dass sie das Brustbein so links und rechts wie so ein grober Kamm praktisch festhalten. Und jetzt bewegen Sie die Wirbel, die Brustwirbelsäule im Sinne der Seitneigung. Die Augenachse bleibt horizontal, sowie auch die Beckenachse. Unter dem Kopf und über dem Becken bewegen Sie nur den Brustkorb hin und her. Unter dem Kopf und über dem Becken, hin und her. Das ist eine Mobilisationsübung im Sinne der Seitneige, die nicht belastend ist, kein Krafttraining, sondern eine reine Mobilisationsübung. Dabei werden die Strukturen des Brustkorbs, auch die passiven Strukturen, Bindegewebsstrukturen bewegt und natürlich auch die Lunge. Und insofern sind diese beiden Übungen durchaus auch ganz sinnvoll, wenn Sekret in der Lunge besteht. Also so 10 bis 20 Mal, sowohl die Seitneige als auch die Rotation nach dem Aufstehen. Bei der Seitneige kann man auch noch mal spüren, was da... wie sich da die Rippen anfühlen. Die fühlen sich so ein bisschen an wie eine Ziehharmonika. Auf der einen Seite werden sie zusammengedrückt und auf der anderen Seite auseinander gebracht.
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Transkript: Atemphysiotherapie: Atemerleichternde Positionen und PEP-Atmung
Nach ein bisschen körperlicher Aktivität kann es sein, dass der eine oder andere in Atemnot kommt. Dann wäre, vor allen Dingen, wenn wir Kräftigungsübung machen würden, eine atemerleichternde Körperstellung sehr wichtig. Die zeichnet sich aus, dass die Arme abgestützt sind. Die können auf den Oberschenkeln abgestützt werden, sie können in der Taille abgestützt werden, man kann sich auch auf dem Kopf abstützen oder wo auch immer. Und wenn man forciert nach einer Anstrengung atmet, dann können Patienten mit Atemwegsenge zur Überblähung neigen, zur zusätzlichen dynamischen Überblähung und deswegen ist eine PEP-Atmung da sehr sinnvoll.
PEP steht für "positive expiratory pressure", also positiver Ausatemdruck. Das hält die Atemwege offen durch einen Rückstau, der durch eine Bremse am Mund erzeugt wird. Die wohl bekannteste PEP-Atmung ist die Lippenbremse. Sie entwickelt aber nur einen geringen PEP. Man kann das ein bisschen vergrößern, indem man den Fausttunnel nimmt zur Erhöhung des Ausatemdrucks. Den würde man... da würde man die Faust bündig über den Mund legen und dort reinblasen und es müssten sich die Wangen aufblasen. Den kann man so strukturieren, dass er sehr eng ist. Dann hat man einen hohen Widerstand. Oder man kann ihn auch ein bisschen lockerer machen.
So würde das...
Wenn man einen höheren PEP braucht, man kann auch kleine Röhrchen nehmen oder Geräte, die vom Handel angeboten werden.
Die Dosierte Lippenbremse ist sicher die bekannteste PEP-Technik und wenn ich meine Patienten frage, dann höre ich also sehr unterschiedlichste Ausführungsarten und vielleicht machen wir die gerade alle noch mal zusammen. Bei entspannten Wangen und locker aufeinanderliegenden Lippen möglichst ruhig durch die Nase ein kleines Atemzugvolumen einatmen. Und die Lippen... und jetzt durch die locker aufeinander liegenden Lippen ausströmen lassen. Und dabei kann so ein kleines "P" entstehen.
Dabei blähen sich die Wangen und die Oberlippen. Und das, was man hier so als Blähung sieht, das ist eben auch in den Atemwegen dann zu spüren, die dann aufgebläht werden durch diese Technik. Vielleicht spüren Sie das sogar ein bisschen in dem Zäpfchenbereich im Rachen. Bei der Lippenbremse sollte der Atemrhythmus nicht beeinflusst werden.
Online-Patientenforum Lunge: Die Zukunft der Lungenmedizin
24. November 2026
Lungenkrankheiten vorbeugen - das können Sie tun
Rauchstopp verhindert Lungenerkrankungen
Tabakentwöhnung
Durch einen Rauchstopp können präventiv viele Krankheiten und auch Lungenerkrankungen wie COPD und Lungenkrebs vermieden werden.
Hyposensibilisierung
Spezifische Immuntherapie (SIT)
Mit der spezifischen Immuntherapie (SIT), auch Hyposensibilisierung genannt, können Menschen mit Allergien Asthma bronchiale vorbeugen.
Lungenkrankheiten mit Impfung vorbeugen
Impfen
Bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Lungenentzündung, Keuchhusten, RS-Virus-Infektionen oder Grippe spielen Impfungen eine große Rolle.
Körperliche Aktivität
Bewegung und Sport
Bewegung und Sport wirken sich positiv auf die Krankheitsentstehung oder das Fortschreiten von Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD aus.
Radon: Ein radioaktives Gas
Schutz vor Radon
Das radioaktive Edelgas Radon kommt in Gesteinen und im Erdreich vor und kann über den Erdboden in Gebäude gelangen. Radon erhöht das Lungenkrebsrisiko.
Was passiert beim Atmen?
Atmung - was ist das?
An der Atmung ist nicht nur die Lunge beteiligt, auch die Atemhilfsmuskulatur ist von entscheidender Bedeutung.
Allergien und Atemwege: Vorbeugung
Allergieprävention
Was kann einer allergischen Erkrankung der Atemwege vorbeugen?
Letzte Aktualisierung: 19.04.2024