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Michael Haggenmueller
13:1

Vogelgrippe

Die Vogelgrippe (Aviäre Influenza) entsteht durch eine Infektion mit dem Influenzavirus –Typ A/H5N1. Es kann von Geflügel (Geflügelpest meint eine besonders schwere Form von Vogelgrippe) der Nutztierhaltung und Wildvögeln auf den Menschen übertragen werden. Intensiver Kontakt mit den Tieren ist daher ein wichtiger Risikofaktor. 

Die Vogelgrippe ist mit einer relativ hohen Sterblichkeit verbunden. Besonders stark betroffen sind jüngere Menschen. Die Hauptsymptome sind hohes Fieber, Husten, Atemnot und Halsschmerzen, mitunter auch Durchfall und Erbrechen. Seit Ende 2010 gibt es für eine Schutzimpfung beim Erwachsenen einen Impfstoff namens Aflunov.

Die Vogelgrippe (Aviäre Influenza) entsteht durch eine Infektion mit dem Influenzavirus –Typ A/H5N1. Es kann von Geflügel (Geflügelpest meint eine besonders schwere Form von Vogelgrippe) der Nutztierhaltung und Wildvögeln auf den Menschen übertragen werden. Intensiver Kontakt mit den Tieren ist daher ein wichtiger Risikofaktor. 

Die Vogelgrippe ist mit einer relativ hohen Sterblichkeit verbunden. Besonders stark betroffen sind jüngere Menschen. Die Hauptsymptome sind hohes Fieber, Husten, Atemnot und Halsschmerzen, mitunter auch Durchfall und Erbrechen. Seit Ende 2010 gibt es für eine Schutzimpfung beim Erwachsenen einen Impfstoff namens Aflunov.

Grundlagen

Die Vogelgrippe entsteht durch eine Infektion mit dem Influenzavirus –Typ A/H5N1. Es kann von Geflügel der Nutztierhaltung und Wildvögeln auf den Menschen übertragen werden. Intensiver Kontakt mit den Tieren ist daher ein wichtiger Risikofaktor. Die Vogelgrippe ist mit einer relativ hohen Sterblichkeit verbunden. Besonders stark betroffen sind jüngere Menschen. Die Hauptsymptome sind hohes Fieber, Husten, Atemnot und Halsschmerzen, mitunter auch Durchfall und Erbrechen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung entwickelt sich meist eine Lungenentzündung, die zu Lungenversagen und Tod führen kann. Seit Ende 2010 gibt es für eine Schutzimpfung beim Erwachsenen einen Impfstoff namens Aflunov.

Der Begriff Vogelgrippe (Aviäre Influenza) bezeichnet eigentlich eine Viruserkrankung bei Vögeln. Im populärwissenschaftlichen Gebrauch wird der Begriff Vogelgrippe nur für jene Form der Erkrankung verwendet, die durch den Virus-Subtyp Influenza A/H5N1 verursacht ist. Der Subtyp A/H5N1 infiziert vor allem Vögel – speziell eng gehaltenes Geflügel in der Nutztierhaltung – mit der sogenannten Geflügelpest. Wie alle anderen durch Influenzaviren verursachten Geflügelkrankheiten handelt es sich auch bei dieser Unterform um eine meldepflichtige Tierseuche. Das Besondere bei diesem Virusstamm ist, dass er den Sprung auf den Menschen geschafft hat. Betroffene hatten bisher stets im Vorfeld intensiven Kontakt zu infizierten Tieren, etwa beim Schlachten, oder bei der Beseitigung infizierter Tiere. Diese Grippeart hat beim Menschen eine ungewöhnlich hohe Mortalitätsrate von über 50 Prozent.

Robuste Viren

Das Virus kann geschützt durch organisches Material wie Kot, Blut etc. in Tierställen bis zu einige Wochen überstehen. Es zeigt eine relativ hohe Umweltstabilität, die bei niedrigen Temperaturen noch ausgeprägter Ist. Bis zu vier Tage Temperaturen von 22 Grad Celsius ausgesetzt zu sein, macht ihm nichts aus. Mehr als 30 Tage überlebt es 0 Grad Celsius und nahezu unbegrenzt im Eis. Die Viren sterben zuverlässig erst dann ab, wenn sie Temperaturen über 70 Grad Celsius zum Beispiel  während des Garens von Fleisch ausgesetzt waren.

Hat eine Infektion mit A/H5N1 Spätfolgen?

Eine Infektion mit A/H5N1 könnte womöglich Spätfolgen haben. Das schließen Forscher aus Untersuchungen an Mäusen, die sie zuvor mit Vogelgrippeviren vom Typ H5N1 infiziert und über längere Zeit beobachtet hatten. Obgleich das Immunsystem der Mäuse die Viren erfolgreich bekämpfte, wiesen die Nerven-und Gehirnzellen der erkrankten Mäuse noch lange nach der Infektion Veränderungen auf. Ob diese Ergebnisse auch auf den Menschen zutreffen, ist derzeit noch völlig offen.

Verbreitung

Der erste Nachweis einer Übertragung von A/H5N1 von Vögeln auf den Menschen wurde 1997 erbracht. Damals gab es in Hongkong mehrere Todesfälle. Die Vogelgrippe ist in Südostasien am häufigsten verbreitet.

Seit 2003 hat sich die Vogelgrippe unter Geflügelbeständen in Asien, aber zunehmend auch in Europa ausgebreitet. Vor allem im Winter gibt es auch in Deutschland immer wieder  infizierte Vögel, vermutlich eingeschleppt durch Zugvögel, die heimische Wasservögel angesteckt haben. Wasservögel sind als potenzielle Virusüberträger im Winter durch die Kälte geschwächt und leben auf den wenigen eisfreien Stellen enger als sonst zusammen, sodass die Ansteckungsgefahr unter den Tieren steigt.

Zwischen Ende 2003 und Juni 2010 sind laut WHO aus 15 Ländern 500 Fälle von Vogelgrippe bei Menschen gemeldet worden. Davon waren 296 tödlich. Die Altersverteilung der Betroffenen reicht dabei von 3 Monaten bis zu 81 Jahren. Die meisten Betroffenen waren allerdings Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren. Die höchste Sterblichkeit haben jedoch 10- bis 19jährige. Die meisten Erkrankungen wurden aus Südostasien gemeldet. Im europäischen Raum gab es Fälle in der Türkei und Aserbeidschan.

Im Jahr 2015 traten insgesamt 145 Vogelgrippe-Fälle (Ägypten 136, Bangladesh 1, China 6, Indonesien 2, Kanada 1) auf, davon verliefen 42 tödlich. Bis zum 9.Mai 2016 wurden vier Fälle in Ägypten gezählt (keine Todesfälle). Insgesamt haben sich seit 2003 850 Menschen mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert und mehr als die Hälfte davon, 449 Menschen, sind an der Infektionskrankheit gestorben.
Im April 2013 ist in China erstmals ein Aviäres Influenzavirus (Subtyp H7N9) festgestellt worden, welches bei Geflügel und anderen Vögeln keine oder nur geringe Krankheitserscheinungen verursacht. Allerdings wird es bei Menschen für mehrere Todesfälle verantwortlich gemacht. Bisher haben sich rund 600 Menschen mit A(H7N9) infiziert, die meisten davon in China. Auch in Hong Kong sind einzelne Fälle aufgetreten. Außerdem gab es in Taiwan, Malaysia und in Kanada einzelne, aus China eingeschleppte Fälle. Bei etwa jedem fünften Erkrankten verlief die Erkrankung tödlich.

Risikofaktoren

Laut Aussage des Robert Koch-Instituts gibt es bislang nur wenige Fälle, bei denen eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch nicht ausgeschlossen werden kann. Bei dem Rest war immer der Kontakt mit Vögeln vorausgegangen. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich das Virus immer besser anpasst und dann leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Generell wird geraten, direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Ausscheidungen zu meiden. Kommt es trotz Vorsichtsmaßnahmen zu einer direkten Berührung, sollen Hände und Kleidungsstücke gründlich gereinigt und bei Grippesymptomen ein Arzt aufgesucht werden. Grundsätzlich stellt das Virus für die Allgemeinbevölkerung in Deutschland jedoch ein vergleichsweise äußerst geringes Risiko dar.

Diagnose

Von der Ansteckung bis zu den ersten grippeähnlichen Symptomen dauert es etwa eine Woche und damit länger als bei der normalen Grippe bei der schon nach circa drei Tagen erste Symptome auftreten. Diese ähneln denen der echten Grippe: Hohes Fieber, Husten, Atemnot und Halsschmerzen. In etwa der Hälfte der Fälle kommt es auch zu Durchfall, seltener zu Bauchschmerzen und Erbrechen. Hals-, Kopf- und Muskelschmerzen kommen ebenfalls selten vor. Im Blutbild ist ein Mangel an weißen und roten Blutkörperchen sowie an  Blutplättchen zu beobachten. Im weiteren Verlauf entwickelt sich meist eine Lungenentzündung, die dann zu Lungenversagen führen kann. Etwa die Hälfte aller Menschen mit Vogelgrippe starb an ihrer Erkrankung.

Wenn nach dem Kontakt mit infizierten Tieren grippeähnliche Symptome auftreten, muss der Arzt konsultiert werden. Dieser kann mithilfe verschiedener Methoden den genauen Erreger bestimmen.

Auf der Seite des RKI heißt es zudem: Das Nationale Referenzzentrum für Influenza im Robert Koch-Institut hat etablierte Testverfahren, mit denen auch Vogelgrippeviren zuverlässig und innerhalb weniger Stunden nach Eingang der Probe mit einem so genannten Real-Time-PCR-Verfahren nachgewiesen werden können.

Therapie

Generell gibt es bei der Vogelgrippe die gleichen Therapiemöglichkeiten wie bei der Grippe. Am 29.November 2010 hat die Europäische Kommission dem Unternehmen Novartis Vaccines and Diagnostics S.r.l. eine Genehmigung erteilt, den Impfstoff Aflunov innerhalb der gesamten Europäischen Union auf den Markt zu bringen. Der Impfstoff ist für die aktive Immunisierung gegen den H5N1-Subtyp des Influenza-A-Virus bei Erwachsenen bestimmt.
Aflunov enthält Teile von Influenzaviren, die inaktiviert wurden. Es handelt sich um den  Grippevirusstamm, der als A/Viet Nam/1194/2004 (H5N1)-ähnlicher Stamm bezeichnet wird. Die Schutzimpfung muss in zwei Dosen im Abstand von drei Wochen erfolgen.

Forschungsansätze

Viele Forscher widmen sich dem besseren Verständnis der Virusübertragung. Die Abteilung Mikrobiologie und Immunologie der Universität von  North Carolina, Chapel Hill hat etwa herausgefunden, dass das A/H5N1-Virus im Darm von Wirtsvögeln Temperaturen um die 40 Grad ausgesetzt ist und sich dort wohl fühlt. Diese findet es aber nur bei Vögeln vor. In der menschlichen Nase herrschen dagegen nur um die 32 Grad Umgebungstemperatur, weswegen die Forscher annehmen, dass der „Sprung“ des Virus vom Vogelwirt zum Menschen zwecks Neuinfektion erschwert ist. Die Wissenschaftler hegen die Hoffnung, dass die klimatischen Bedingungen für das Virus zu kalt sind, und sie deswegen Menschen schlechter befallen können. Allerdings besteht ein Widerspruch zwischen den bisherigen Aussagen der Grundlagenforschung  zur Umweltstabilität des Vogelgrippevirus: Sie besagen nämlich, dass es bei niedrigeren Temperaturen – jedoch außerhalb des Wirtsorganismus – länger überleben kann als bei höheren. Möglicherweise hat das Virus unterschiedliche Temperaturvorlieben, je nachdem, ob es um eine Neuinfektion oder das nackte Überleben außerhalb eines Wirtsorganismus geht.

Seit Jahren wird an einem Impfstoff gegen die Vogelgrippe geforscht. Die Impfstoffentwicklung ist schwierig, da man bislang noch gar nicht weiß, ob und welche Virusvariante das Potential haben wird, sich in der menschlichen Bevölkerung frei auszubreiten.

Weitere Forschungsansätze finden Sie auch unter Grippe. 

Weitere Informationen zur Vogelgrippe

Hier finden Sie weitere Informationen zur Vogelgrippe im Internet:

Quellen: