Lungenforschung

Lungenerkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Bis heute gibt es für die meisten allerdings oft nur Therapien, die die Symptome verbessern, jedoch keine Heilung bieten.

Lungenforschung - also Forschung zu Ursachen und Krankheitsmechanismen - ist daher umso wichtiger, um neue Ansätze und Optionen für die Prävention, Diagnose und Therapie von Lungenerkrankungen zu entwickeln.

Biobanken

Biomarker

Epigenetik

Gendermedizin

Mikrobiom

Nanopartikelforschung

Regeneration

Wirkstoffforschung

Zelltherapien

Lungenerkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Bis heute gibt es für die meisten allerdings oft nur Therapien, die die Symptome verbessern, jedoch keine Heilung bieten.

Lungenforschung - also Forschung zu Ursachen und Krankheitsmechanismen - ist daher umso wichtiger um neue Ansätze und Optionen für die Prävention, Diagnose und Therapie von Lungenerkrankungen zu entwickeln.

Biobanken

Biomarker

Epigenetik

Gendermedizin

Mikrobiom

Nanopartikelforschung

Regeneration

Wirkstoffforschung

Zelltherapien

Pulmonary research - Lungs preparation
Human Body Organs (Lungs)

Online-Patientenforum Lunge: Aktuelles aus der Lungenforschung

14. Oktober 2026

Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL)

2011 wurde die deutsche Expertise im Bereich der Lungenforschung im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) gebündelt. In diesem Zusammenschluss universitärer und außeruniversitärer Einrichtungen arbeiten Wissenschaftsteams aus der Grundlagenforschung und klinische Forschende zusammen. Neue Erkenntnisse aus dem Labor sollen so möglichst schnell und zielgerichtet in die medizinische Praxis überführt werden.

Ziel ist es, Antworten auf offene Fragen in der Erforschung von Lungenkrankheiten zu finden und damit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung von Prävention, Diagnose und Therapie zu leisten. Insgesamt kooperieren im DZL derzeit 29 führende deutsche Forschungseinrichtungen an fünf Standorten in ganz Deutschland. Der enge Zusammenschluss ermöglicht es Forschenden beispielsweise auf große Mengen von Biomaterialien und Daten zur medizinischen Auswertung zuzugreifen.

Das DZL fördert auch innovative und breit angelegte klinische Studien mit vielen Teilnehmenden. Diese kommen nicht nur der Wissenschaft zugute, sondern ermöglichen es auch den Patientinnen und Patienten, an der Entwicklung neuartiger Substanzen und Therapieverfahren teilzuhaben. 

Der Lungeninformationsdienst betreibt als enger Kooperationspartner des DZLs eine Studienplattform, auf der sich Interessierte über aktuelle klinische Studien, Teilnahmebedingungen und Kontaktadressen informieren können.

Female doctor with notepad

Klinische Studien bei Lungenkrankheiten

Unterstützen Sie die Forschung!

Welche Studienarten gibt es?

Von Laborstudien in der Grundlagenforschung bis hin zu klinischen Studien an Menschen oder Metaanalysen, in denen die Ergebnisse mehrerer Studien ausgewertet werden – es gibt eine ganze Reihe verschiedener Studientypen. Allen gemein ist, dass sie meist immer nach einem im Voraus festgelegten Plan oder Protokoll durchgeführt werden.

Verschiedene Arten von Forschungsstudien wollen wir Ihnen hier kurz vorstellen. 

Studien mit menschlichen oder tierischen Zellen oder an Tiermodellen

Diese Studien sind Teil der Grundlagenforschung und wichtig, um medizinische Zusammenhänge zu verstehen. Sie können erste Hinweise auf eine neue Behandlung oder die Wirkweise von neuen Wirkstoffkandidaten liefern. Sie können Forschenden aber auch mehr darüber verraten, wie biologische Prozesse in Zellen und Organismen ablaufen.

Bei dieser Art von Studien muss man sich jedoch auch immer bewusst machen: Ergebnisse aus Zellen oder Tieren lassen sich nicht immer eins zu eins auf den Menschen und den medizinischen Alltag übertragen.

Studien mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Bei Studien am beziehungsweise mit Menschen kann man zwischen interventionellen Studien (= „eingreifende“) und nicht-interventionellen Studien (= „nicht-eingreifende“) unterscheiden.
Nicht-interventionelle Studien – bei denen also nicht durch beispielsweise neue Behandlungsmethoden eingegriffen wird - werden auch als Beobachtungsstudien bezeichnet.

Beobachtungsstudien

Bei diesen Studien werden die Teilnehmenden nach einem genauen Studienplan beobachtet, es wird jedoch nicht in den Krankheits- oder Behandlungsverlauf eingegriffen.

Beobachtungsstudien können Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren und der Entstehung einer Krankheit aufdecken, allerdings können diese Studien keine direkte Ursache nachweisen. Beispiele sind sogenannte Kohortenstudien, Fall-Kontroll-Studien und Querschnittsstudien.

Randomisierte kontrollierte Interventionsstudien

Dies sind geplante Experimente, um den Effekt einer Behandlung zu untersuchen. Diese klinischen Studien sind wichtig, um die Wirksamkeit und Sicherheit medizinischer Behandlungen beim Menschen zu belegen.

Teilnehmende werden zufällig (randomisiert) in verschiedene Gruppen eingeteilt, beispielsweise eine Gruppe, die die Behandlung erhält und eine Kontrollgruppe, die sie nicht erhält. Wenn die Zahl der Teilnehmenden groß ist, sind die Ergebnisse später häufig besser vergleichbar und aussagekräftiger. Diese Art von Studien liefert sehr gute ursächliche Nachweise, jedoch können einzelne Studien nicht immer verallgemeinert werden.

Bei der Erprobung neuer Medikamente oder Behandlungsmethoden werden klinische Studien zudem auch noch in verschiedene Phasen eingeteilt. Erst wenn alle vier Phasen erfolgreich durchlaufen sind und sich die Ergebnisse bestätigen, können Wirkstoffe zugelassen werden.

Mehr zu den verschiedenen Phasen der klinischen Forschung und was in jeder Phase untersucht wird, erfahren Sie hier: Klinische Studien: Die ultimative Bewährungsprobe

Systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen

Diese Untersuchungen fassen die Daten mehrerer Studien zu einem Thema zusammen. So kann man beispielsweise besser erkennen, wie nützlich eine Behandlung ist.

Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen liefern die besten wissenschaftlichen Nachweise für eventuelle Zusammenhänge, man spricht in diesem Zusammenhang auch von „hoher Evidenz“. Die Evidenz beschreibt die wissenschaftliche Aussagekraft einer klinischen Studie.

Abschließend bleibt zu erwähnen: Selbst die besten Studien liefern keine endgültigen Wahrheiten und werden nie alle Fragen beantworten – in der Forschung geht es daher immer um Wahrscheinlichkeiten. Zudem werden in klinischen Studien nur Personengruppen untersucht, deren Eigenschaften im Voraus genau festgelegt sind. Die Ergebnisse sind daher nie auf alle Menschen übertragbar.

Lesen Sie im Folgenden mehr zur Lungenforschung und was rund um die Lunge erforscht wird.

Bereiche der Lungenforschung

Bioprobenbehälter

Schatzkammern für die Lungenforschung

Biobanken

Biobanken sind Schatzkammern für die Lungenforschung. Die Idee, menschliches Gewebe und Organe aufzubewahren, ist keineswegs neu.

Mehr erfahren

Abstract human body with molecules DNA. Medicine, science and technology concept. Vector illustration.

Wichtiges Werkzeug der modernen Medizin

Biomarker

Was sind Biomarker? Welche Arten von Markern gibt es? Und wie werden Biomarker in der Diagnostik oder auch in der Lungenforschung genutzt?

Mehr erfahren

DNA helix 3D illustration. Mutations under microscope. Decoding genome. Virtual modeling of chemical processes. Hi-tech in medicine

Mehr als Genetik

Epigenetik

Die klassische Vererbungslehre lässt viele Fragen offen, die nur mit einem über die Genetik hinausreichenden Ansatz, der Epigenetik, verstanden werden können.

Mehr erfahren

Transgender symbol and gender symbol of man and woman on a gray background.

Geschlechtersensible Medizin

Gendermedizin

Viele Lungenkrankheiten werden durch das Geschlecht beeinflusst. Erfahren Sie die Unterschiede...

Mehr erfahren

Mikrobiom_568719404.jpeg

Mikrobielle Besiedelung der Atemwege

Mikrobiom

In den Atemwegen lebt ein artenreiches Mikrobiom, eine Gemeinschaft aus Bakterien, Viren & Pilzen. Mehr dazu, wie sie sich auf die Gesundheit auswirken.

Mehr erfahren

Nanomaterial - Gewebe

Was sind Nanopartikel?

Nanopartikelforschung

Zu Nanopartikeln gehören sowohl in der Umwelt vorkommende Teilchen als auch synthetisch hergestellte Teilchen.

Mehr erfahren

AI-assisted aerosol distribution in lung LHI

Regeneration der Lunge und Airway-Remodeling

Regeneration

Reparaturprozesse in der Lunge können entweder zu einer vollständigen Regeneration des Gewebes führen oder zu einem fehlerhaften Umbau – dem so genannten Remodeling.

Mehr erfahren

Biomarker Discovery for Diagnostic and Prognostic Purposes - New Advances in Precision and Personalized Medicine - Conceptual Illustration

Entwicklung neuer Wirkstoffe

Wirkstoffforschung

Der Weg zu einem neuen Medikament ist lang und teuer. Hier erfahren Sie, welche Schritte nötig sind, bis ein neues Medikament auf den Markt kommt.

Mehr erfahren

blaues Schmuckbild mit Petrischalen.
Eine Petrischale mit rot hervorgehobener Flüssigkeit und Pipette mit blauen Tropfen.

Noch immer experimentell

Zelltherapien

Zelltherapien werden intensiv erforscht, befinden sich jedoch größtenteils noch immer in einem vorklinischen, experimentellen Stadium. Erfahren Sie mehr...

Mehr erfahren

Videos zu Forschungsergebnissen und -methoden

Hinweis zu Werbung in Videos

Auf Werbeinhalte, die vor, während oder nach Videos von WEBSITE-URL eingeblendet werden, hat WEBSITE-URL keinen Einfluss. Wir übernehmen keine Gewähr für diese Inhalte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Transkript: "Mini-Organe" aus dem Labor: Organoide in der Lungenforschung

Für unsere Lungenforschung generell und im Bereich der Lungenalterung verwenden wir im Labor sogenannte Organoide. Organoid bedeutet "organähnlich" und ja, Organoide können die Erwartungen, die sich aus diesem Namen ergeben, durchaus erfüllen. 

Organoide sind Mini-Organe von etwa 0,1 bis 2 mm Größe, die wir außerhalb des lebenden Organismus in sogenannten Petrischalen kultivieren - man könnte auch sagen "züchten". Daher nennen wir sie auch ganz gerne "Mini-Organe" in der Petrischale. 

Sind also kleine organähnliche Strukturen, die außerhalb des Körpers unter bestimmten Laborbedingungen hergestellt und untersucht werden können. Außerhalb des Körpers ist deswegen wichtig, weil solche Untersuchungen in der Lunge an sich gar nicht möglich wären. 

Die Organoide spiegeln aber ihr Ursprungsorgan sehr gut wieder, also in unserem Fall die Lunge, was es dadurch ermöglicht, dass wir experimentelle Untersuchungen machen, die für die Lunge, unsere Lunge relevant sind. 

Grundsätzlich werden Organoide aus Stammzellen hergestellt. Stammzellen kann man auch als "Superman-Zellen" bezeichnen. Sie sind noch nicht spezialisiert, haben aber das Potenzial, sich in sehr viele verschiedene spezialisierte Zellen zu entwickeln, zum Beispiel in eine Muskelzelle oder eben in unserem Fall in eine Lungenzelle. Dadurch sind Stammzellen sehr wichtig für unseren Körper, insbesondere für die Aufrechterhaltung und Regeneration unserer Organe, insbesondere der Lunge, die ja sehr vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, beispielsweise Feinstaub. 

Wir isolieren also diese Stammzellen aus der Lunge und lassen sie wachsen als "Mini-Lungen" in der Petrischale. An diesen Organoiden können wir dann viele verschiedene Untersuchungen durchführen, um beispielsweise herauszufinden, warum alte Stammzellen ihre Funktionalität verlieren und wie wir das wieder ein Stückchen zurückdrehen können. Denn wir wollen, dass die Lunge von älteren Menschen sich wieder besser regenerieren kann und bis ins hohe Alter möglichst leistungsfähig ist, trotz zunehmender Umwelteinflüsse.

Hinweis zu Werbung in Videos

Auf Werbeinhalte, die vor, während oder nach Videos von WEBSITE-URL eingeblendet werden, hat WEBSITE-URL keinen Einfluss. Wir übernehmen keine Gewähr für diese Inhalte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Transkript: Die alternde Lunge verstehen - Regenerationsfähigkeit erhalten

Sie atmen jeden Tag ca. 15 mal pro Minute und das Ihr Leben lang. Eine beeindruckende Leistung, die Ihre Lunge hier vollbringt. Der Höhepunkt dieser Leistungsfähigkeit ist ungefähr mit 25 Jahren. Ab da nimmt die Lungenfunktion ab. Sie können sich das ein bisschen vorstellen wie einen Luftballon, den man zu oft aufpustet und der dann an Elastizität verliert. 

Aber das ist nicht das einzige, was sich mit dem Alter verändert. Die Lunge wird anfälliger für Infektionen, also für akute Erkrankungen, aber auch für chronische Erkrankungen sowie die COPD. Diesem liegen zelluläre Veränderungen mit dem Alter zugrunde, die vor allem Stammzellen betreffen. Das ist wichtig, weil Stammzellen eigentlich die Lunge reparieren können. Das funktioniert im Alter nicht mehr so gut. 

Warum das so ist, wollen mein Team und ich verstehen. Wir entschlüsseln also Signalwege in Zellen, die im Alter verändert sind. Dies wollen wir nutzen, um die alte Lunge zu verjüngen und wieder in die Lage zu versetzen, sich selbst zu reparieren.

Hinweis zu Werbung in Videos

Auf Werbeinhalte, die vor, während oder nach Videos von WEBSITE-URL eingeblendet werden, hat WEBSITE-URL keinen Einfluss. Wir übernehmen keine Gewähr für diese Inhalte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Transkript: Erblicher Risikofaktor entdeckt: Asthma früher erkennen und vorbeugen

Asthma bei Kindern entsteht häufig dort, wo das Immunsystem zuerst mit der Umwelt in Kontakt kommt, nämlich an der Nasenschleimhaut.
Wenn diese Barriere gestört ist, können selbst harmlose Virusinfektionen, die zum Beispiel durch Schnupfenviren ausgelöst werden, eine Entzündung bewirken, die sich festsetzt und Asthma begünstigt. Bei manchen Kindern ist diese Schutzfunktion genetisch beeinträchtigt.
Das heißt, sie haben von ihren Eltern einen Risikofaktor vererbt bekommen.
Ein zentraler Risikofaktor ist eine Veränderung im sogenannten 17 q 21 Genbereich.
Diese beeinflusst gezielt, wie Zellen in der Schleimhaut auf Virusinfektionen reagieren und schwächt dadurch die frühe Immunabwehr. 
Das eröffnet neue Möglichkeiten: Es wird verstärkt nun daran geforscht, wie diese Kinder mit erhöhtem Risiko in Zukunft zum einen früh erkannt werden, aber auch ganz gezielt behandelt werden können - 
sogar noch bevor sich die Krankheit im Schulalter entwickelt. Das ist ein sehr wichtiger Schritt hin zu einer Medizin, die früher ansetzt und besser auf das einzelne Kind zugeschnitten ist.

Hinweis zu Werbung in Videos

Auf Werbeinhalte, die vor, während oder nach Videos von WEBSITE-URL eingeblendet werden, hat WEBSITE-URL keinen Einfluss. Wir übernehmen keine Gewähr für diese Inhalte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Transkript: Lungenkrebs: Wie moderne Medizin Leben verändert

Es hat sich beim Thema Lungenkarzinom, beim Lungenkrebs, in den letzten Jahren viel getan. Wir haben neue gezielte Therapieoptionen. Es ist nicht immer eine Chemotherapie notwendig. Manchmal ist eine Tablettentherapie möglich oder eine Immuntherapie möglich. Die Operation ist oft eine andere mit anderen Techniken als in den letzten Jahrzehnten. Auch die Strahlentherapie verbessert sich stetig und kann mit anderen Therapien kombiniert werden. Und um mit allen diesen Optionen das Beste zusammenzusuchen und aus allen diesen Optionen wirklich das Beste für Sie oder für Ihren Angehörigen zusammenzusuchen, brauchen Sie Experten an Ihrer Seite. Sie brauchen eines der vielen Lungentumorzentren, die es inzwischen in Bayern und in Deutschland gibt. Da haben die allermeisten eine gute Webseite mit Telefonnummern, wo Sie anrufen können und auch im Rahmen der Zweitmeinung sich beraten lassen.

Hinweis zu Werbung in Videos

Auf Werbeinhalte, die vor, während oder nach Videos von WEBSITE-URL eingeblendet werden, hat WEBSITE-URL keinen Einfluss. Wir übernehmen keine Gewähr für diese Inhalte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Transkript: Clotrimazol in der COPD-Therapie - das ist der Stand der Forschung

Wir haben die Forschung zu Clotrimazol in den letzten Jahren experimentell sehr weit vorangebracht. Wir haben hier neue Ansätze. Im Moment testen wir ihn in modernen humanisierten Modellen. Spannender ist natürlich: Es geht hier um ein bekanntes Medikament. Und dieses Medikament wollen wir jetzt mit der neuen Anwendung untersuchen, nämlich für die Behandlung von COPD. Aber wir haben hier auch eine Herausforderung: nämlich das sogenannte Drug-Repurposing. Oft ist das schwer zu finanzieren, weil das Medikament schon auf der Markt ist. Gleichzeitig natürlich: Der Weg vom Labor zum Patienten dauert oft viele Jahre. Wir arbeiten im Moment daran, um diesen langen Prozess zu kürzen und so schnell wie möglich unsere Idee, nämlich Clotrimazol, den Patienten zur Verfügung zu stellen.

Hinweis zu Werbung in Videos

Auf Werbeinhalte, die vor, während oder nach Videos von WEBSITE-URL eingeblendet werden, hat WEBSITE-URL keinen Einfluss. Wir übernehmen keine Gewähr für diese Inhalte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Transkript: Der Lymphotoxin-Beta-Rezeptor - Zukunft der COPD-Therapie?

Beim Lymphotoxin-Beta-Rezeptor verfolgen wir einen neuen Ansatz. Dieser Signalweg spielt eine sehr wichtige Rolle bei der chronischen Entzündung in der Lunge. Statt an klassischen Medikamenten arbeiten wir aktuell mit sehr modernen Methoden an RNA-basierten Therapien. Damit können wir krankheitsrelevante Prozesse sehr gezielt beeinflussen. Das ist ein sehr innovatives Forschungsfeld und ich bin überzeugt: Das eröffnet eine Möglichkeit für die zukünftige COPD-Therapie. Es dauert lange. In der experimentellen Grundlagenforschung arbeiten wir daran, solche Studien in Zukunft möglich machen zu können.

Hinweis zu Werbung in Videos

Auf Werbeinhalte, die vor, während oder nach Videos von WEBSITE-URL eingeblendet werden, hat WEBSITE-URL keinen Einfluss. Wir übernehmen keine Gewähr für diese Inhalte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Transkript: Asthma und Allergien: Bauernhofstaub-Extrakt zur Prävention und Therapie

Mich treibt schon lange die Frage um, warum Kinder überhaupt Asthma und Allergien entwickeln. Wir haben seit vielen Jahren gesehen, dass das nicht der Fall ist, wenn Kinder auf einem traditionellen Bauernhof aufwachsen. Und wir haben in vielen Studien herausgefunden, woran das liegt, nämlich, dass sie sich im Kuhstall schon früh im Leben aufhalten. Das ist aber ein vorbeugender Effekt und was wir nicht untersuchen können ist, ob ein Kind, das schon eine Allergie, ein Asthma hat, auf dem Bauernhof das vielleicht verlieren könnte. Also haben wir Zugriff genommen zu einem Tiermodell, in dem Fall zu der Maus. Was haben wir gemacht? Wir sind in den Kuhstall gegangen und in dem Kuhstall haben wir Proben genommen. Ich sage jetzt mal so salopp, wir haben den Dreck gesammelt und haben diesen Dreck ausgewaschen. Diese Substanzen enthalten keine Allergene mehr. Da kann man nicht mehr drauf allergisch reagieren. Und ja, es ist so: Die allergische Maus ist mit diesem Extrakt behandelbar und zwar so, dass alle diese Asthma-Merkmale, die so typisch sind, nämlich die Atemwegshyperreagibilität und die Atemwegszündung, insbesondere mit den sogenannten Eosenhilenzellen, ganz klar unterdrückt wird. Wir haben hier jetzt den Hinweis, dass wir nicht nur eine Vorbeugung erzielen können, sondern dass wir tatsächlich auch eine Behandlung erzielen können. Jetzt ist so ein Extrakt natürlich vielfältig und enthält zahlreiche Substanzen. Wir haben den hier im Helmholtz Zentrum München nach allen Regeln der Kunst zerlegt und denken, wir haben jetzt doch zwei, drei Substanzen, die tatsächlich diesen Schutz ausmachen. Und das ist jetzt unsere Arbeit: Zu beweisen, dass sie das können und das Ganze in eine Therapieentwicklung zu bringen. Das klingt jetzt alles ganz einfach und ganz logisch. Das ist aber wirklich ein langer Weg, kostspieliger Weg. Aber ich hoffe sehr, dass wir das, was wir in diesen vielen Jahren gelernt haben in der Beobachtung dieser Kinder und dieser Bauernpopulationen, dass wir das wirklich umsetzen können, dass auch Kinder, die von Asthma und Allergien geplagt sind und auch Erwachsene, dass die von so einer Behandlung profitieren könnten.

Hinweis zu Werbung in Videos

Auf Werbeinhalte, die vor, während oder nach Videos von WEBSITE-URL eingeblendet werden, hat WEBSITE-URL keinen Einfluss. Wir übernehmen keine Gewähr für diese Inhalte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Transkript: Idiopathische Bronchiektasen: Welche Rolle spielt der CFTR-Kanal?

Die Bronchiektasen sind die dritthäufigste chronische Lungenerkrankung in Deutschland. Bei vielen Patienten mit Bronchiektasen finden wir die Ursache. Aber bei immerhin 40 Prozent aller Patienten mit Bronchiektasen bleibt die Suche im Jahr 2026 immer noch ergebnislos. Diese Form der Erkrankung der Bronchiektasen nennen wir idiopathische Bronchiektasen. Wir in Hannover haben nun an 100 Patienten mit idiopathischer Bronchiektasie geprüft, ob sie gegebenenfalls eine zu geringe Funktion im sogenannten CFTR-Protein haben. Was ist CFTR? CFTR ist in der Lunge verantwortlich für den Salz- und Wasserhaushalt, hilft bei der Reinigung der Atemwege und schützt gleichzeitig auch etwas vor Infektionen mit bösen Erregern. Wir haben nun bei diesen Patienten festgestellt, dass bei idiopathischer Bronchiektasie ganz generell die CFTR-Funktion unterdurchschnittlich ist. Das heißt, CFTR mit seiner geringen Aktivität ist ein Risikofaktor, in seinem Leben Bronchiektasen zu bekommen. Umgekehrt: Wer als Person eine normale CFTR-Aktivität hat oder sogar eine überdurchschnittliche Aktivität, der wird in seinem Leben keine Bronchiektasen bekommen.

Hinweis zu Werbung in Videos

Auf Werbeinhalte, die vor, während oder nach Videos von WEBSITE-URL eingeblendet werden, hat WEBSITE-URL keinen Einfluss. Wir übernehmen keine Gewähr für diese Inhalte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Transkript: Frauen profitieren besonders - Erkenntnisse aus der HANSE-Studie zur Lungenkrebs-Früherkennung

Im Deutschen Zentrum für Lungenforschung haben wir hier im Rahmen der norddeutschen HANSE-Studie dazu beigetragen, dass das Lungenkrebs-Screening in Deutschland implementiert werden konnte. Darüber hinaus konnten wir in der HANSE-Studie zeigen, dass wir in Zukunft durch verbesserte Einschlusskriterien das Lungenkrebs-Screening noch effizienter machen können und so mehr Lungenkrebs in Zukunft finden können. In der HANSE-Studie konnten wir darüber hinaus zeigen, dass insbesondere bei Frauen - sollte hier einmal auch Lungenkrebs im frühen Stadium entdeckt werden - diese besonders profitieren im Vergleich zu Männern. Jetzt freue ich mich aber insbesondere erst einmal, dass wir das Lungenkrebs-Screening mittels Niedrigdosis-CT in Deutschland dieses Jahr implementiert haben und fordere Sie auf, wenn Sie starker Raucher oder Exraucher sind, mitzumachen, denn in diesem Jahr entstehen die Angebote deutschlandweit, so auch an der Charité. Tun Sie sich und Ihrer Lunge etwas Gutes und machen Sie mit.

Aktuelle Lungenforschung

Ältere Frauen und Männer beim Sport im Freien

Sport und Reha stärken Menschen mit seltener Lungenerkrankung

Gezieltes Training, Yoga und Lungensport können Menschen mit der seltenen Lungenerkrankung Lymphangioleiomyomatose – kurz: LAM – helfen. Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt: Vor allem die körperliche Belastbarkeit verbessert sich deutlich, ohne dass…

Tabletten bilden die Form einer Lunge

Neuer Wirkstoff gegen Lungenfibrose zugelassen: Nerandomilast

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat den neuen Wirkstoff Nerandomilast für Europa zugelassen. Seit Mitte August ist das Medikament in Deutschland verfügbar. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Junge Frau in Online- Therapie per Videokonferenz auf einem Laptop.

Online-Patientenforum „Aktuelles aus der Lungenforschung“ – jetzt anmelden

Welche Fortschritte gibt es bei der Erforschung von Lungenerkrankungen? Beim Online-Patientenforum Lunge am 14. Oktober 2026 geben Forschende Einblicke in neue Erkenntnisse zu COPD, Lungenhochdruck und Lungenfibrose. Die Teilnahme ist kostenlos.

Eine ältere Frau macht am frühen Morgen in der Natur Atemübungen, im Hintergrund sind Nebel und Berge zu sehen.

Mehr Luft im Alltag? Diese Atemtechnik hilft bei COPD

Eine zusätzliche Atemtechnik kann Menschen mit stabiler COPD im Alltag unterstützen. In einer aktuellen Studie verbesserten sich Belastbarkeit, Atemnot und Lebensqualität stärker als mit einem üblichen Atemtraining allein.

Ältere Ärztin führt Herzultraschall (Echokardiographie) bei älterem Mann durch

Lungenhochdruck besser einschätzen: Ultraschallwert zeigt Risiko

Ein einfacher Wert aus einer Herzultraschall-Untersuchung kann helfen, den Krankheitsverlauf bei pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) besser einzuschätzen. Eine aktuelle Analyse zeigt: Höhere TAPSE/sPAP-Wert gehen mit einem geringeren Risiko für…

microscope of human stem cells, 3d rendering.

Lungenfibrose: Stammzelltherapie aus Fettgewebezellen?

Fettgewebe enthält besondere Stammzellen, die in vorklinischen Modellen Lungenfibrose abschwächen konnten. Eine neue Übersichtsarbeit sieht darin einen möglichen Therapieansatz. Noch ist aber unklar, ob eine entsprechende Stammzelltherapie auch bei…

tied cigarette on table closeup

Vapen statt Rauchstopp: Lungenkrebs-Risiko bleibt erhöht

Wer nach dem Rauchstopp täglich E-Zigaretten nutzt, hat ein höheres Risiko für Lungenkrebs als Menschen, die komplett auf Nikotinprodukte verzichten. Darauf weist eine große Studie aus Südkorea mit mehr als 4,5 Millionen ehemaligen und aktuellen…

Lung section from mice exposed to chronic cigarette smoke for six months highlighting the developing follicles, seen as dense tightly packed inflammatory cells, and increased airspace enlargement from damaged alveolar structures - both characteristic pathological features of COPD.

Idiopathische Lungenfibrose: Neuer Wirkstoff bremst Verlauf

Menschen mit idiopathischer Lungenfibrose könnten künftig von einer neuen Behandlungsoption profitieren: In einer aktuellen Studie verlangsamte Deupirfenidon den Verlust der Lungenfunktion über 26 Wochen.

Arbeit an Blutproben in der Asklepios Biobank

Diese Blutwerte können auf COPD-Risiken hinweisen

Menschen mit erhöhten Werten des sogenannten TyG-Index haben häufiger eine COPD und erleiden bei bestehender Erkrankung öfter schwere Komplikationen. Das zeigt eine neue Übersichtsarbeit, die Daten von fast 489.000 Personen ausgewertet hat.

White-haired senior woman using inhaler

Nintedanib zum Inhalieren: Hoffnung auf weniger Nebenwirkungen

Forschende in den USA testen, ob sich der zugelassene Wirkstoff Nintedanib auch inhalieren lässt. Erste Studienergebnisse zeigen: Das Nintedanib-Spray ist gut verträglich und könnte Nebenwirkungen außerhalb der Lunge verringern.

Letzte Aktualisierung: 26.05.2021

News aus der Lungenforschung

Jetzt unseren Newsletter abonnieren und unserem WhatsApp-Kanal folgen!