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Michael Haggenmueller
13:1

Lungentransplantation: Überlebensraten und Erfolgsaussichten

Das Überleben nach einer Lungentransplantation hat sich seit den 1980er Jahren kontinuierlich verbessert.

Für Operationen zwischen 1990 und 2015 errechnet die Internationale Gesellschaft für Herz- und Lungentransplantation (ISHLT) eine Überlebensrate von 89 Prozent drei Monate nach der Lungentransplantation, 80 Prozent nach einem Jahr, 53 Prozent nach fünf Jahren und 32 Prozent nach zehn Jahren.

Die Tendenz der Überlebensraten bei Lungentransplantationen ist nach wie vor steigend. 

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. med. Jens Gottlieb, Medizinische Hochschule Hannover

Das Überleben nach einer Lungentransplantation hat sich seit den 1980er Jahren kontinuierlich verbessert.

Für Operationen zwischen 1990 und 2015 errechnet die Internationale Gesellschaft für Herz- und Lungentransplantation (ISHLT) eine Überlebensrate von 89 Prozent drei Monate nach der Lungentransplantation, 80 Prozent nach einem Jahr, 53 Prozent nach fünf Jahren und 32 Prozent nach zehn Jahren.

Die Tendenz der Überlebensraten bei Lungentransplantationen ist nach wie vor steigend. 

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. med. Jens Gottlieb, Medizinische Hochschule Hannover

Lungentransplantation: Lebenserwartung hängt von vielen Faktoren ab

Die individuellen Chancen eines Patienten oder einer Patientin lassen sich aus diesen Zahlen jedoch nicht ableiten, sie hängen von vielen Werten ab:

Zum Beispiel ergibt sich statistisch eine deutlich höhere Überlebensrate für Transplantationskandidat:innen unter 50 Jahren als für Menschen über 50 Jahren.

Auch die ursprüngliche Erkrankung, wegen der die Lungentransplantation vorgenommen wird, hat einen Einfluss auf den Erfolg. So treten bei Patient:innen mit Lungenhochdruck und Idiopathischer Lungenfibrose (IPF) innerhalb der ersten drei Monate die meisten schweren Komplikationen auf. Deutlich besser überstehen Menschen mit Lungenemphysem (COPD) oder Mukoviszidose die ersten Wochen nach einer Transplantation.

Betrachtet man dagegen die Zehn-Jahres-Überlebensraten nach der Lungentransplantation, sind diese für Menschen mit COPD- oder IPF schlechter als bei anderen Krankheiten, vermutlich auch weil diese Patient:innen im Durchschnitt älter sind und häufiger noch andere schwere Erkrankungen haben.

Höhere Lebensqualität durch Lungentransplantation

Bei all den Zahlen sollte man jedoch nicht vergessen, dass es sich immer um statistisch errechnete Durchschnittswerte handelt. Eine Lungentransplantation bringt gewöhnlich eine enorme Steigerung der Lebensqualität mit sich. Viele Transplantierte empfinden schon allein das problemlose Luftholen als großen Zugewinn. Der Aktionsradius steigt, oft sind Berufstätigkeit und meist Sport wieder möglich.

In einer Studie des Deutschen Zentrums für Lungenforschung haben 37 Prozent der Transplantierten nach Lungentransplantation wieder eine Arbeit aufgenommen.

Quellen

Letzte Aktualisierung: 19.05.2022