Lungenkrebs

Lungenkrebs wird fachsprachlich auch Bronchialkarzinom oder Lungenkarzinom genannt. In Deutschland erkranken jährlich rund 57.500 Menschen an Lungenkrebs. Damit ist sie bei Frauen die dritthäufigste, bei Männern sogar die zweithäufigste Krebsform.

Grundlagen

Diagnose

Therapie

Risikofaktoren

Verbreitung

Forschungsansätze

Lungenkrebs wird fachsprachlich auch Bronchialkarzinom oder Lungenkarzinom genannt. In Deutschland erkranken jährlich rund 57.500 Menschen an Lungenkrebs. Damit ist sie bei Frauen die dritthäufigste, bei Männern sogar die zweithäufigste Krebsform.

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Dividing cancer cells - 3D illustration

Video: Lungenkrebs - kurz und verständlich

Interview mit Prof. Martin Reck

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Transkript: Lungenkrebs - kurz und verständlich

Lungenkrebs ist eine bösartige Gewebeveränderung aus dem Lungengewebe, bezeichnet einen Tumorknoten, der in der Lunge wächst und ursprünglich aus dem Lungengewebe entstammt.

Wir unterscheiden beim Lungenkrebs ganz grob 2 große Formen: Das eine ist das sogenannte kleinzellige Karzinom. Das sind ungefähr 15% aller Lungenkarzinom-Erkrankungen. Die andere Form ist das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom mit 85%. Innerhalb des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms unterscheiden wir noch einmal das sogenannte Adenokarzinom und das Plattenepithelkarzinom.

Leider hat das Lungenkarzinom keine Frühsymptome. Wir bemerken das Lungenkarzinom erst, wenn der Tumor relativ groß geworden ist. Typische Symptome für Lungenkrebs können sein: Schmerzen im Brustkorb, Husten, Luftnot oder Blut beim Auswurf.

Die Diagnostik eines Lungenkarzinoms setzt sich aus verschiedenen Methoden zusammen: Das eine ist die Bildgebung. Das ist in der Regel eine Computertomographie oder eine Kernspintomographie. Dort wird der Verdacht gestellt, dass ein Lungenkrebs vorliegt. Dieser Verdacht muss bestätigt werden durch eine Gewebeprobe, mit der die Diagnose Lungenkrebs durch ein Pathologen bestätigt wird.

Die Behandlung der Erkrankung Lungenkrebs richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. Im frühen Stadium versuchen wir, diese Erkrankung durch eine Operation zu behandeln, eventuell im Zusammenhang mit einer zusätzlichen medikamentösen Behandlung. Bei sogenannten lokal fortgeschrittenen Stadien kombinieren wir eine medikamentöse Behandlung - in der Regel eine Chemotherapie - mit einer Strahlenbehandlung. Bei vielen Patienten schließen wir hinterher dann noch eine sogenannte Immuntherapie an. Im metastasierten, also im sehr fortgeschrittenen Stadium ist die Grundlage der Behandlung eine medikamentöse Behandlung. Die richtet sich sehr nach dem Tumor-Typ und dem genetischen Profil des Tumors. Das kann eine sogenannte zielgerichtete Therapie sein, eine Tablettentherapie, das kann eine Chemotherapie sein oder auch eine Immuntherapie. In der Regel ist es eine Kombination aus einer Chemotherapie und einer Immuntherapie.

Die Hauptursache für die Erkrankung Lungenkrebs ist weiterhin das Zigarettenrauchen. Über 80% aller Patienten, die an dieser Erkrankung leiden, haben in der Vergangenheit geraucht. Es gibt noch einige weitere Ursachen. Es gibt zum Beispiel die berufliche Ursache der Asbest-Exposition, die auch für die Erkrankung Lungenkrebs verantwortlich ist.

Lungenkrebs ist eine häufige Erkrankung: Wir rechnen ungefähr mit 55.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland. Leider ist es auch so, dass bei sehr vielen dieser Patientinnen die Erkrankung in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird, da wir keine Frühsymptome für Lungenkrebs haben.

Aktuell sind wir sehr dabei, die medikamentöse Behandlung von Lungenkrebs zu verbessern. Auf der einen Seite haben wir bestimmte Lungenkrebsformen entdeckt, die durch eine genetische Veränderung charakterisiert werden, die wir behandeln können - sehr zielgenau. Das nennen wir eine zielgerichtete Therapie, eine Tablettentherapie, die viel stärker wirksam ist als eine Chemotherapie. Auf der anderen Seite haben wir gesehen, dass bei Patienten, die eben keine bestimmte genetische Veränderung haben, ein anderer Therapieansatz - die Immuntherapie - eine Wirksamkeit gezeigt hat, die wir so nicht erwartet hätten. Auch hier forschen wir sehr viel an neuen Medikamenten, an neuen Kombinationen, um den Patienten mit der Erkrankung Lungenkarzinom eine möglichst lange Krankheitsstabilität zu ermöglichen.

Man kann zwischen dem sogenanntem kleinzelligen Lungenkrebs sowie verschiedenen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen, etwa Plattenepithelkarzinomen, Adenokarzinome oder großzelligen Lungentumoren unterscheiden.

Häufig werden Metastasen anderer Krebsarten in der Lunge umgangssprachlich ebenfalls als Lungenkrebs bezeichnet. Sie sind jedoch Absiedlungen eines ursprünglich in einem anderen Organ zuerst aufgetretenen Tumors - also zum Beispiel von Brustkrebs. Ihr Gewebe unterscheidet sich daher von dem der eigentlichen Lungenkrebsformen, weshalb auch die Behandlung meist anders aussieht als bei Bronchialkarzinomen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie umfassende Informationen zu Lungenkrebs.

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Transkript: Keine Beschwerden, trotzdem Lungenkrebs? Die neue Früherkennung zeigt es!

Lungenkrebs wird häufig erst spät entdeckt, weil er im frühen Stadium oft keine Beschwerden verursacht. Genau hier setzt ein neues Angebot an: Seit April 2026 gibt es in Deutschland eine Lungenkrebsfrüherkennung für Menschen mit einem besonders hohen Erkrankungsrisiko.

Untersucht wird mit einer sogenannten Niedrigdosis-Computertomographie, kurz Niedrigdosis-CT. Dabei entstehen mit einer deutlich geringeren Strahlendosis als bei einer üblichen CT genaue Bilder der Lunge. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und kann kleine Veränderungen sichtbar machen, bevor Beschwerden auftreten. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an, wenn Sie wissen möchten, ob die neue Lungenkrebsfrüherkennung für Sie in Frage kommt.

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Transkript: Habe ich Anspruch auf das Lungenkrebs-Screening? Voraussetzungen einfach erklärt

Das Angebot richtet sich nicht an die gesamte Bevölkerung, sondern an aktive und ehemalige starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren. Voraussetzung sind mindestens 25 Jahre Zigarettenkonsum und insgesamt mindestens 15 sogenannte Packungsjahre. Ein Packungsjahr bedeutet ein Jahr lang täglich eine Packung mit 20 Zigaretten. Wer zum Beispiel 30 Jahre lang täglich 10 Zigaretten geraucht hat, kommt ebenfalls auf 15 Packungsjahre. Rauchpausen innerhalb des maßgeblichen Zeitraums dürfen nicht länger als zehn Jahre gewesen sein. Ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird individuell ärztlich geprüft.

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Transkript: Lungenkrebs-Screening Schritt für Schritt: So läuft die Untersuchung ab

Der erste Schritt führt zu einer allgemeinmedizinischen oder internistischen Praxis, die an der Früherkennung teilnimmt. Dort werden das persönliche Rauchverhalten und der Gesundheitszustand erfasst. Außerdem erhalten Interessierte Informationen über den möglichen Nutzen, aber auch über die Nachteile der Untersuchung. Anschließend erfolgt die Überweisung an eine besonders qualifizierte radiologische Praxis oder Klinik.
Bei einem unauffälligen Ergebnis kann die Niedrigdosis-CT nach zwölf Monaten wiederholt werden. Auffällige Aufnahmen werden von einer zweiten spezialisierten Ärztin oder einem zweiten spezialisierten Arzt beurteilt. Je nach Ergebnis können eine frühere Kontrollaufnahme oder weitere Untersuchungen notwendig werden.

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Transkript: Kann das Lungenkrebs-Screening Leben retten? Chancen und Risiken erklärt

Der wichtigste Vorteil: Wird Lungenkrebs früh entdeckt, ist er häufig besser behandelbar. Studien zeigen, dass die regelmäßige Früherkennung das Risiko senken kann, an Lungenkrebs zu sterben. Die Untersuchung hat aber auch Grenzen. Auffällige Bilder können sich später als harmlos herausstellen und weitere Untersuchungen oder Sorgen auslösen. Außerdem können sehr langsam wachsende Tumoren entdeckt werden, die möglicherweise nie Beschwerden verursacht hätten. Hinzu kommt eine geringe Strahlenbelastung. Die Teilnahme ist deshalb freiwillig und sollte nach einer ärztlichen Beratung entschieden werden. Wichtig ist: Das Screening ersetzt keine Abklärung von Beschwerten. Anhaltender oder veränderter Husten, Atemnot, ungewollter Gewichtsverlust oder Bluthusten sollten immer zeitnah ärztlich untersucht werden, unabhängig vom letzten CT-Ergebnis. Und die Früherkennung kann nicht verhindern, dass Lungenkrebs entsteht. Der wirksamste Schritt zur Senkung des persönlichen Risikos bleibt, mit dem Rauchen aufzuhören. Dafür ist es nie zu spät und professionelle Unterstützung kann den Rauchstopp erleichtern!

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Quellen

Der Text "Lungenkrebs" wurde dem Lungeninformationsdienst freundlicherweise von seinem Kooperationspartner, dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zur Verfügung gestellt und in der vorliegenden Version in Teilen gekürzt.

Eigentümer und Urheber ist der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Jegliche Verwendung dieses Textbeitrags – auch in Auszügen – bedarf der ausdrücklichen Anfrage beim Urheber. Nähere Informationen dazu finden sich beim Krebsinformationsdienst.

Den ausführlichen Originaltext des Krebsinformationsdienstes inklusive der genutzten Quellen finden Sie hier.

Letzte Aktualisierung: 05.08.2021

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