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Computertomographie der Lunge
Markoff - stock.adobe.com

Welt-Lungenkrebstag: Bessere Früherkennung gefordert

In Deutschland erhalten rund 50.000 Menschen pro Jahr die Diagnose Lungenkrebs. Die Heilungschancen sind noch immer schlecht – Lungenkrebs gilt weiter als die tödlichste Krebserkrankung. Um die Sterberate zu senken, setzen sich Lungen:ärztinnen anlässlich des heutigen Welt-Lungenkrebstags deshalb dafür ein, dass alle Krankenversicherten einen Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung erhalten.

Lungenkrebs verursacht lange keine Symptome. Daher wird die Erkrankung häufig erst spät erkannt. Ist der Krebs bereits fortgeschritten und hat bereits andere Organe erreicht, sinken die Chancen der Betroffenen, wieder gesund zu werden. Eine zuverlässige Früherkennung könnte daher dazu beitragen, dass die Sterberate sinkt. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (DGP) fordert daher, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) schnellstmöglich einen Anspruch auf ein Lungenkrebs-Screening per Computertomographie (CT) definiert. Die DGP verweist auf Studien, die auf einen möglichen Rückgang der Sterberate um bis zu 20 Prozent zeigen – das bedeutet, dass möglicherweise einer von fünf Todesfällen durch Lungenkrebs durch das das CT-Screening verhindert werden könnte. Andere Länder wie Großbritannien oder Kroatien haben bereits positive Erfahrungen mit einem Screening gesammelt. 

Forschende des Deutschen Zentrums für Lungenforschung arbeiten bereits daran, die Lungenkrebsvorsorge und dadurch die Heilungschancen in Europa zu verbessern. Im Rahmen eines von der Europäischen Union mit zehn Millionen Euro geförderten Projekts soll das Vorsorge-Screening für alle Risikogruppen ausgeweitet werden. 

Quellen: 

  • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.: Pneumologen fordern zum Welt-Lungenkrebstag: „Jeder Versicherte sollte Anspruch auf ein Lungenkrebs-Screening haben“. Pressemitteilung vom 31.07.2023 

  • Universitätsklinikum Heidelberg: Lungenkrebsvorsorge in Europa für alle Risikogruppen verbessern. Pressemitteilung vom 08.05.2023