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Alpha-1-Antitrypsin-Mangel: Risikofaktoren

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM) entsteht durch einen angeborenen Gendefekt auf Chromosom 14. Der Defekt kann daher an die leiblichen Kinder weitergegeben werden. Bis heute sind mehr als 500 verschiedene Mutationen des AAT-Gens bekannt.

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. med. Timm Greulich, Universitätsklinikum Marburg, DZL
Dr. rer. med. Martina Veith,  Universitätsklinikum Marburg, DZL

Vererbung als Ursache des Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Wird die Mutation nur von einem Elternteil vererbt, kommt es zu der milderen, heterozygoten Form von AAT-Mangel. Sind beide Gene betroffen, liegt die schwerere, homozygote Form vor.

Es kann vorkommen, dass beide Eltern heterozygot sind (PI*MZ) und ihrem Kind aber jeweils das veränderte Gen (Z-Mutation) vererben. Dann wird das Kind den Genotyp PI*ZZ tragen (also homozygot verändert mit einem hohen Risiko für eine Lungenerkrankung), obwohl beide Elternteile jeweils nur heterozygote Merkmalsträger sind (niedriges Risiko). Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt mit zwei heterozygoten Elternteilen bei 25 Prozent.

Ein AAT-Mangel kann auch durch andere Mutationen des betreffenden Gens entstehen, sodass es verschiedene genetische Varianten mit unterschiedlich hohem Risiko für Leber- und Lungenerkrankungen gibt.

Mehr zu den AATM-Typen

 

Zusätzliche Risikofaktoren: Rauchen und Alkohol

Durch schädliche Umweltstoffe, vor allem aus Zigarettenrauch, wird das Protein Alpha-1-Antitrypsin (AAT) zusätzlich inaktiviert. Bei Menschen mit einem Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, bei denen sowieso schon geringere Mengen von AAT vorhanden sind, wirkt sich Rauchen zusätzlich negativ auf die Erkrankung aus. Fachleute empfehlen daher, auf das Rauchen komplett zu verzichten.

Durch den AAT-Gendefekt ist auch die Leber betroffen. Leberschädigende Substanzen wie Alkohol und einige Medikamente können daher eine zusätzliche Belastung darstellen.

Mehr zum Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel: Was ist das?

Grundlagen

Bei AAT-Mangel wird das Protein Alpha-1-Antitrypsin durch einen Gen-Defekt nicht mehr oder nicht in ausreichender Menge hergestellt.

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Alpha-1-Antitrypsin-Mangel erkennen

Diagnose

Für die Diagnose von Alpha-1-Antitrypsin-Mangel wird zunächst der AAT-Spiegel im Blut gemessen. Ist dieser erniedrigt folgen weitere Untersuchungen.

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Alpha-1-Antitrypsin-Mangel behandeln

Therapie

Bislang gibt es keine ursächliche Therapie für den Alpha-1-Antitrypsin-Mangel. Die Behandlung richtet sich vor allem nach den Empfehlungen für die Behandlung von COPD.

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Wie häufig ist Alpha-1-Antitrypsin-Mangel?

Verbreitung

Der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM) ist eine seltene Erkrankung. In Deutschland sind schätzungsweise zwischen 8.000 und 20.000 Personen von AATM betroffen.

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Alpha-1-Antitrypsin-Mangel: Was wird geforscht?

Forschungsansätze

Die Forschung zur Behandlung von Alpha-1-Antitrypsin-Mangel konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung einer gezielten Therapie.

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Quellen

  • Greulich, T. et al.: Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM) – Ein Expertenstatement. Positionspapier der DGP, 03.06.2020 (Letzter Abruf: 22.01.2026)
  • European Lung Foundation: Alpha-1-Antitrypsin-Mangel. Stand 02/2021 (Letzter Abruf: 22.01.2026)
  • Biedermann, A., Köhnlein, T.: Alpha-1-Antitrypsin-Mangel – eine versteckte Ursache der COPD: Überblick über Pathogenese, Diagnostik, Klinik und Therapie. In: Dtsch Arztebl 2006, 103 (26): A-1828 / B-1569 / C-1518

Letzte Aktualisierung: 22.01.2026

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