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Lymphangioleiomyomatose (LAM): Grundlagen

Lymphangioleiomyomatose, kurz LAM, ist eine Lungenkrankheit und Erkrankung der glatten Muskelzellen, die zu den seltenen Krankheiten gehört. Sie kann entweder spontan auftreten oder vererbt werden. Betroffen sind vor allem Frauen. Die genauen LAM-Ursachen sind bis heute nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, das genetische Veränderungen in sogenannten TSC-Genen an der Entstehung beteiligt sind.

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. Andreas Günther,  Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Dr. Ekaterina Krauss, Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Lymphangioleiomyomatose, kurz LAM, ist eine Lungenkrankheit und Erkrankung der glatten Muskelzellen, die zu den seltenen Krankheiten gehört. Sie kann entweder spontan auftreten oder vererbt werden. Betroffen sind vor allem Frauen. Die genauen LAM-Ursachen sind bis heute nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, das genetische Veränderungen in sogenannten TSC-Genen an der Entstehung beteiligt sind.

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. Andreas Günther,  Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Dr. Ekaterina Krauss, Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Individueller Verlauf

Lymphangioleiomyomatose ist eine fortschreitende Krankheit, die LAM-Symptome verstärken sich also in der Regel mit der Zeit. Der Verlauf kann sich jedoch individuell unterscheiden. So kann die Krankheit auch leicht verlaufen, sodass es Betroffenen über lange Zeit auch ohne Behandlung gut geht.

LAM: Das geschieht in der Lunge

Bei LAM bilden sich in der Wand von Lymph-, Blutgefäßen sowie Bronchien krankhaft veränderte Muskelzellen. Diese vermehren sich ungewöhnlich rasch und produzieren reichlich Bindegewebsmasse. Betroffen ist vor allem die Lunge, jedoch kann es auch in den Nieren und dem Lymphsystem zu Veränderungen kommen.  

Im Verlauf entstehen in der Lunge Luft-, Lymph- oder Blut-gefüllte Hohlräume, sogenannte Zysten. Das vermehrte Bindegewebe führt außerdem dazu, dass das Gewebe zunehmend vernarbt. Gesundes Lungengewebe wird durch die Veränderungen verdrängt, was letztendlich zu einer Lungenüberblähung und einem schlechteren Gasaustausch an der Lungenoberfläche führt.

Formen der Lymphangioleiomyomatose (LAM)

Man unterscheidet zwei verschiedene Formen der Lymphangioleiomyomatose:

  1. Sporadische Form: Bei der sporadischen LAM haben die Patientinnen einen spontan erworbenen Gendefekt. Diese LAM-Form kann nicht vererbt werden.
  2. LAM im Rahmen einer Tuberösen Sklerose (TSC): LAM kann auch als Folge einer Tuberösen Sklerose entstehen. Einer Erbkrankheit, die durch einen angeborenen Fehler im TSC-Gen entsteht. Es kommt zu gutartigen Zellwucherungen in verschiedenen Organen des Körpers. Besonders betroffen sind Haut und Gehirn sowie die Nieren. Etwa 30 bis 40 Prozent der TSC-Patienten entwickeln eine LAM der Lunge.

Die vererbte LAM-Form ist etwa viermal häufiger als die sporadische LAM (sLAM). Trotzdem haben die meisten Frauen, die wegen Lymphangioleiomyomatose behandelt werden, die sporadische Form.

Die Gründe hierfür sind nicht abschließend geklärt. Diskutiert wird, ob es vielleicht an unterschiedlich schweren Krankheitsverläufen liegt, abhängig von der LAM-Form. Außerdem könnte es sein, dass Atembeschwerden bei der vererbten Form aufgrund von anderen Organkomplikationen nicht so sehr in den Vordergrund treten.

Lymphangioleiomyomatose (LAM): Symptome

Patientinnen mit Lymphangioleiomyomatose verspüren Atemnot und berichten über eine verminderte körperliche Belastbarkeit. Häufig sind auch unspezifische Schmerzen im Brustkorb.

Schreitet die Erkrankung fort, kann der Körper immer schlechter Sauerstoff aufnehmen. Folge ist ein chronischer Sauerstoffmangel, der dann oft mit einer Sauerstoff-Langzeittherapie behandelt werden muss.

Weitere mögliche Komplikationen sind:

  • Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Rippenfellspalt („Chylothorax“) oder
  • plötzlicher Kollaps eines Lungenflügels („Pneumothorax“).

Tritt die LAM im Rahmen einer Tuberösen Sklerose (TSC) auf, können Gewebsfehlbildungen auftreten, die für eine TSC typisch sind:

Bei fast allen Patientinnen treten knötchenartige Hauterscheinungen auf. In verschiedenen Organen treten Zelltumoren auf. Am häufigsten betroffen sind neben der Haut Gehirn und Niere. Diese Zellwucherungen können weitere Symptome verursachen wie zum Beispiel epileptische Anfälle und plötzliche innere Blutungen. 

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Mehr zu Lymphangioleiomyomatose

Lymphangioleiomyomatose (LAM) erkennen

Diagnose

Eine Lymphangioleiomyomatose (LAM) festzustellen kann schwierig sein, da die LAM-Symptome eher unspezifisch sind und jenen von anderen Lungenkrankheiten ähneln.

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Lymphangioleiomyomatose (LAM) behandeln

Therapie

Ziel der LAM-Therapie ist es vor allem, die Symptome und die Progression der Erkrankung bestmöglich zu verlangsamen.

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Lymphangioleiomyomatose (LAM): Was erhöht das Risiko?

Risikofaktoren

Lymphangioleiomyomatose (LAM) kann entweder durch einen spontan erworbenen Genfehler entstehen oder als vererbbare Form auftreten.

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Wie häufig ist die Lymphangioleiomyomatose?

Verbreitung

Lymphangioleiomyomatose (LAM) ist eine seltene Erkrankung die fast ausschließlich Frauen im gebärfähigen Alter betrifft.

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Lymphangioleiomyomatose (LAM): Was macht die Forschung?

Forschungsansätze

Die Erforschung der Lymphangioleiomyomatose (LAM) wird erst seit wenigen Jahren intensiv vorangetrieben. Erfreulicherweise gelingen immer wieder wichtige Entdeckungen.

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Quellen

  • Johnson, S. R.: Lymphangioleiomyomatosis. In: European Respiratory Journal, 2006 
  • Hammes, S. et al.: Targeted Approaches toward Understanding and Treating Pulmonary Lymphangioleiomyomatosis (LAM). In: Hormones and Cancer, 2012, doi: 10.1007/s12672-012-0128-4
  • Henske, E. et al.: Lymphangioleiomyomatosis – a wolf in sheep’s clothing. In: Journal of Clinical Investigation, 2012, 122 (11): 3807-3816
  • Meraj, R. et al.: Lymphangioleiomyomatosis: new concepts in pathogenesis, diagnosis, and treatment. In: Seminars in Respiratory and Critical Care Medicine, 2012, 33 (5): 486-97
  • Orphanet: Lymphangioleiomyomatose 

Letzte Aktualisierung: 27.04.2020

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