Lungs preparation

Lymphangioleiomyomatose (LAM): Risikofaktoren

Lymphangioleiomyomatose kann entweder durch einen spontan erworbenen Genfehler entstehen (sporadischen Form der Lymphangioleiomyomatose, kurz sLAM) oder als vererbbare Form im Rahmen einer Tuberösen Sklerose (TSC) auftreten.

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. Andreas Günther, Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Dr. Ekaterina Krauss, Universitätsklinikum Gießen und Marburg

Bei der Vererbung des TSC-Gendefekts handelt es sich um einen autosomal-dominanten Erbgang. Das heißt, die Krankheit bricht aus, wenn bereits eine der beiden Genkopien die Mutation trägt.

Bei einem erkrankten Elternteil beträgt das Risiko für ein Kind, ebenfalls zu erkranken daher 50 Prozent. Sind beide Eltern betroffen, steigt das Risiko auf 75 bis 100 Prozent. Etwa 30 bis 40 Prozent der Frauen mit Tuberöser Sklerose eine LAM haben.

Durch den Genfehler entstehen krankhaft veränderte Muskelzellen in verschiedenen Geweben, die sich ungewöhnlich rasch vermehren und reichlich Bindegewebsmasse produzieren. Diese krankheitsspezifischen LAM-Zellen tragen an ihrer Oberfläche Rezeptoren für das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Vermutet wird, dass durch die Bindung des weiblichen Hormons Wachstumsreize vermittelt werden, wodurch die Krankheit in Gang gesetzt wird.

Allein das weibliche Geschlecht stellt daher einen Risikofaktor für LAM dar.

Weitere Risikofaktoren, die den Krankheitsverlauf einer Lymphangioleiomyomatose ungünstig beeinflussen können, sind Rauchen und bakterielle oder virale Infektionen der Lunge.

>> Zurück zur Übersicht ‚Lymphangioleiomyomatose (LAM)‘

Mehr zu Lymphangioleiomyomatose

Was ist Lymphangioleiomyomatose (LAM)?

Grundlagen

Lymphangioleiomyomatose, kurz LAM, ist eine seltene Lungenkrankheit, die entweder spontan auftreten oder vererbt werden kann.

Mehr erfahren

Lymphangioleiomyomatose (LAM) erkennen

Diagnose

Eine Lymphangioleiomyomatose (LAM) festzustellen kann schwierig sein, da die LAM-Symptome eher unspezifisch sind und jenen von anderen Lungenkrankheiten ähneln.

Mehr erfahren

Lymphangioleiomyomatose (LAM) behandeln

Therapie

Ziel der LAM-Therapie ist es vor allem, die Symptome und die Progression der Erkrankung bestmöglich zu verlangsamen.

Mehr erfahren

Wie häufig ist die Lymphangioleiomyomatose?

Verbreitung

Lymphangioleiomyomatose (LAM) ist eine seltene Erkrankung die fast ausschließlich Frauen im gebärfähigen Alter betrifft.

Mehr erfahren

Lymphangioleiomyomatose (LAM): Was macht die Forschung?

Forschungsansätze

Die Erforschung der Lymphangioleiomyomatose (LAM) wird erst seit wenigen Jahren intensiv vorangetrieben. Erfreulicherweise gelingen immer wieder wichtige Entdeckungen.

Mehr erfahren

Quellen

Letzte Aktualisierung: 27.04.2020

News aus der Lungenforschung

Jetzt unseren Newsletter abonnieren und unserem WhatsApp-Kanal folgen!