Keuchhusten: Risikofaktoren

Die Keuchhusten-Ursache sind Bordetella pertussis-Bakterien. Der größte Risikofaktor für eine Erkrankung ist daher ein unzureichender oder fehlender Impfschutz.

Zwar sind die meisten Menschen in Deutschland gegen Keuchhusten geimpft, dieser Impfschutz lässt jedoch mit zunehmendem Alter nach. Deshalb sollten sich Erwachsene und Jugendliche regelmäßig erneut gegen Pertussis impfen lassen.

Ein besonders hohes Risiko für Keuchhusten haben Säuglinge ohne Impfschutz– vor allem, wenn in der Familie weitere Kinder und Erwachsene leben, die nicht gegen Keuchhusten geimpft sind. In seltenen Fällen kann es bei ihnen sogar zu Atemstillständen mit Todesfolge kommen.

Gut zu wissen:

Keuchhusten ist hochansteckend. Die Ansteckungsgefahr liegt bei über 80 Prozent. Daher ist Pertussis in Deutschland auch meldepflichtig.

Keuchhusten-Risiko durch Impfung reduzieren

Den besten Schutz gegen Keuchhusten bietet eine Impfung. Diese wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) bereits im Säuglingsalter empfohlen. Im Kindes und Jugendalter soll der Impfschutz dann aufgefrischt werden.

Auch Erwachsene sollen sich erneut gegen Keuchhusten impfen lassen, um ihren Impfschutz zu erneuern. Seit 2020 empfiehlt die STIKO die Pertussis-Impfung auch in der Schwangerschaft, denn so können werdende Mütter nicht nur sich, sondern auch ihr ungeborenes Kind schützen.

Hier erfahren Sie mehr zur Keuchhusten-Impfung.

Wissenschaftliche Beratung:

  • Prof. Dr. Tobias Welte, Medizinische Hochschule Hannover, Deutsches Zentrum für Lungenforschung

Quellen

  • Robert Koch-Institut: Keuchhusten (Pertussis) – RKI-Ratgeber.

Letzte Aktualisierung: 25.03.2022

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