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Michael Haggenmueller
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Bronchitis: Therapie

Meistens sind Viren schuld an einer akuten Bronchitis, gegen die Antibiotika ohnehin nicht helfen. Eine akute Bronchitis routinemäßig mit Antibiotika zu behandeln wird daher nicht empfohlen. 

Bei Patienten mit schweren Herz- oder Lungenkrankheiten, angeborenen oder erworbenen Immundefekten sowie bei alten Patienten kann die Behandlung mit Antibiotika im Einzelfall erwogen werden, so die offiziellen Empfehlungen.

Bei schwer kranken Patienten sollte eine  ambulant erworbene Lungenentzündung (Pneumonie) ausgeschlossen werden. Eine Pneumonie wird meist durch Bakterien ausgelöst, in diesem Fall müssen zügig Antibiotika verabreicht werden.

Während einer akuten Bronchitis sollte nicht geraucht werden. Denn die Inhaltsstoffe von Zigaretten reizen die Schleimhäute zusätzlich. 

Behandlung der chronischen Bronchitis

Für die Therapie der chronischen Bronchitis gilt: Hat die chronische Bronchitis ihre Ursache im Rauchen, muss der Tabakkonsum eingestellt werden. Sollten chemische Reizstoffe etc. die Ursache sein, sollten man diese künftig möglichst meiden. Nur so lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten. Wenn die chronische Bronchitis noch in einem frühen Stadium ist, heilt sie möglicherweise sogar ganz aus.

Zusätzlich können Betroffene mit Bronchodilatatoren inhalieren, um die Entzündung zu hemmen und die Bronchien zu erweitern. Empfehlenswert sind auch Atemübungen.

Die chronisch obstruktive Bronchitis ist bisher noch nicht heilbar. Lesen Sie mehr dazu im Kapitel COPD-Therapie.

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Quellen

Letzte Aktualisierung: 25.02.2020