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Erkältung: Diagnose

Eine Erkältung wird in erster Linie anhand der Erkältungssymptome diagnostiziert. Weiterführende Untersuchungen können sinnvoll sein, um andere Viruserkrankungen mit schwerwiegenderem Verlauf auszuschließen.

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. med. Hortense Slevogt, Medizinische Hochschule Hannover, BREATH/DZL

Diagnose anhand der Erkältungssymptome

Für die Diagnose einer Erkältung wird die Ärztin oder der Arzt 

  • nach den auftretenden Beschwerden fragen,
  • die Lunge abhören,
  • gegebenenfalls Fieber messen und
  • die Lymphknoten am Hals auf Schwellungen abtasten.

Ein Schnupfen ist daran zu erkennen, dass die Nasenschleimhäute übermäßig viel Schleim produzieren und anschwellen. Zusätzlich treten bei Erkältung oft

  • Halsschmerzen,
  • Schluckbeschwerden,
  • leicht erhöhte Temperatur,
  • Frösteln,
  • Kopf- und Gliederschmerzen oder
  • Husten auf.

Ausschluss anderer Erkrankungen

Ein grippaler Infekt ist meist harmlos und heilt in der Regel ohne Komplikationen aus.

Da sich die Symptome zu Beginn kaum von einer echten Grippe unterscheiden können, sollte bei Menschen aus Risikogruppen der Krankheitsverlauf beobachtet werden, um sicherzustellen, dass sich die Beschwerden bessern und sich keine Virusgrippe mit schwerem Verlauf entwickelt.

Sollte es Anzeichen für eine Grippe und/ oder eine Lungenentzündung geben, kann ein Röntgenbild der Lunge veranlasst werden.

Bei Verdacht auf eine Influenza oder COVID-19-Infektion ist ein Schnelltest möglich.

Mehr zu Erkältung

Was ist eine Erkältung?

Grundlagen

Erkältung wird mitunter auch als "grippaler Infekt" bezeichnet. Im Vergleich zur echten Grippe verläuft sie aber vergleichsweise harmlos. Sie beginnt zwei bis vier Tage nach Ansteckung und dauert in der Regel höchstens eine Woche.

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Erkältung behandeln

Therapie

Zur Behandlung einer Erkältung ist es wichtig, das körpereigene Immunsystem zu unterstützen. Antibiotika helfen oft nicht.

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Was erhöht das Risiko für Erkältung?

Risikofaktoren & Verbreitung

Zu den Faktoren, die das Risiko für eine Erkältung erhöhen, gehören beispielsweise ein schwaches Immunsystem, Stress oder Schlafmangel.

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Wird zu Erkältungen geforscht?

Forschungsansätze

Foschende suchen nach neuen Erkältungserregern, um spezifische Therapieansätze zu entwickeln. Auch Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen stehen im Fokus der Forschung.

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Quellen

  • Choi, I.K. et al.: A Comparison of the Efficacy and Safety of Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs versus Acetaminophen in Symptom Relief for the Common Cold: A Meta-Analysis of Randomized Controlled Trial Studies. In: Korean J Fam Med, 2013; 34 (4): 241-249
  • Deckx, L. et al. Nasal decongestants in monotherapy for the common cold. Cochrane Database Syst Rev, 2016; (10): CD009612
  • Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM): S3-Leitlinie Akuter und chronischer Husten. AWMF-Registernr.: 053-013. 2023
  • Eccles, R.: Understanding the symptoms of the common cold and influenza. In: The Lancet Infectious Diseases. 2005, 5 (11): 718–725
  • Heikkinen, T. et al: The common cold. In: The Lancet 2003; 361 (9351): 51-59
  • Little, P. et al.: Ibuprofen, paracetamol, and steam for patients with respiratory tract infections in primary care: pragmatic randomised factorial trial. In: BMJ 2013; 347: f6041
  • Montesinos-Guevara, C. et al.: Vaccines for the common cold. In: Cochrane Database Syst Rev 2022, 12 (12): CD002190

Letzte Aktualisierung: 29.10.2025

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