Was ist eine Erkältung?

Bei einer Erkältung sind die oberen Bereiche der Atemwege von Krankheitserregern befallen. Sie beginnt zumeist zwei bis vier Tage nach Ansteckung durch Tröpfcheninfektion und dauert in der Regel höchstens eine Woche. Die Hände sind ein wichtiges Übertragungsmedium, deswegen wird als vorbeugende Maßnahme auch regelmäßiges Händewaschen empfohlen. Eine Vielzahl von Viren, über 200 bekannte Arten, und einige Bakterien können Symptome wie Halsschmerzen oder Schnupfen auslösen. 30 bis 50 Prozent der Erkältungen werden von den sogenannten Rhinoviren verursacht. Rhinoviren setzen sich an den Schleimhäuten der Nase und des Rachens fest und vermehren sich dort. Die Immunzellen bekämpfen die Viren, als Folge kommt es deshalb zu einer Rötung des Rachens, zu Heiserkeit, Husten, Hals- und Schluckbeschwerden und vermehrter Schleimbildung. Betroffene haben jedoch – im Gegensatz zur Grippe – kein oder nur geringes Fieber.

GUT ZU WISSEN:

Die Erkältung wird auch als grippaler Infekt bezeichnet. Im Gegensatz zur  Grippe, bei der Influenza-Viren im Spiel sind –  verläuft eine Erkältung viel harmloser. 

Die Erkältung wird auch als grippaler Infekt bezeichnet. Im Gegensatz zur Grippe, bei der Influenza-Viren im Spiel sind – verläuft eine Erkältung viel harmloser und beginnt zumeist schleppend. Ist nur die Nase von den Krankheitserregern befallen, spricht man von einem Schnupfen oder einer infektiösen Rhinitis. Bei einer Ausbreitung der Erreger kann es als Komplikation zu einer Nebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung kommen. Mitunter ist auch eine Sekundärinfektion mit Bakterien möglich. Eine "echte Grippe" beginnt meist plötzlich. Der Betroffene hat deutliche Kopf- und Gliederschmerzen und bekommt Fieber, fühlt sich abgeschlagen und müde. Eine echte Grippe kann langwierig sein.

Eine Erkältung beginnt zumeist mit Halsschmerzen und Schnupfen, wobei die Halsschmerzen am dritten Tag nach Ansteckung am stärksten und bereits am vierten Tag wieder abgeklungen sind. Der Schnupfen erreicht seine höchste Intensität einen Tag später und verschwindet bis zum neunten Tag nach Infektion. Kopf- und Gliederschmerzen sind deutlich schwächer als Halsschmerzen und Schnupfen und sind insgesamt für etwa vier Tage präsent. Nach einem Höhepunkt am fünften Tag, sind sie eine Woche nach der Ansteckung abgeklungen. Dafür tritt ein trockener Reizhusten mittlerer Stärke, der am achten bis neunten Tag in einen festsitzenden Husten übergeht, ein.

Aufgepasst: Das durch das in Brasilien, Lateinamerika und diversen anderen Ländern kursierende Zika-Virus verursachte Krankheitsbild ähnelt einem grippalen Infekt insofern es Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit verursacht. Weiterhin können Muskel- und Gelenkschmerzen, Hautausschlag sowie eine nichteitrige Bindehautentzündung auftreten.

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