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Zusatznutzen von Umeclidinium/Vilanterol bei COPD nicht bestätigt

Der Zusatznutzen der Wirkstoffkombination Umeclidinium/Vilanterol zur inhalativen Dauertherapie bei COPD ist vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) nicht bestätigt worden.

Die seit Mai 2014 zugelassene Wirkstoffkombination Umeclidinium/Vilanterol (Handelsname Anoro) hat im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie (Tiotropium) keinen nachweisbaren Zusatznutzen. Umeclidinium/Vilanterol erweitern auf verschiedene Weise die Atemwege (sogenannte langwirksame Bronchodilatatoren). Sie werden im Gegensatz zu kurzwirksamen Bronchodilatatoren, die bei akuter Atemnot helfen sollen, dauerhaft zur Linderung der Beschwerden eingesetzt (in Form eines Pulverinhalators).

Das IQWIG überprüfte nun die Daten mehrerer Studien und fand für Patienten mit mittlerem COPD-Schweregrad (Stufe 2) und Patienten mit weniger als zwei akuten Krankheitsschüben (Exazerbationen) pro Jahr nur verwertbare Daten zu den Endpunkten Atemnot und gesundheitsbezogene Lebensqualität. Diese zeigen aber keine Unterschiede im Vergleich mit Tiotropium.

Die Frage, welche sonstigen Vor- und Nachteile Umeclidinium/Vilanterol gegenüber der Therapie mit Tiotropium hat, kann mit den wenigen Daten nicht beantwortet werden. Für Personen mit einer schweren oder sehr schweren COPD (Stufe 3 und 4) lagen keine auswertbaren Daten vor.

Quellen:
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG): Kein Zusatznutzen belegt für Umeclidinium/Vilanterol bei COPD. – Pressemitteilung vom 15.10.2014

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG): Umeclidinium/Vilanterol – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V, Dossierbewertung A14-22, Kurzfassung. Version 1.0 – 13.10.2014