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Ultraschall verringert Risiken nach Punktion

Das Risiko für Folgeschädigungen aus einer Pleurapunktion lässt sich durch begleitenden Ultraschall deutlich senken. Dies zeigt eine große Studie, in der amerikanische Wissenschaftler Daten von rund 130.000 Patienten untersucht haben. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Chest veröffentlicht.

 

Wenn bei Patienten eine Pleurapunktion durchgeführt wird – sei es zu Diagnosezwecken oder zur Entnahme angesammelter Flüssigkeit im Pleuraspalt - ist dies immer mit einem gewissen Risiko für akute Schädigungen der Lunge verbunden. So kann beispielsweise ein Pneumothorax auftreten, bei dem ein Lungenflügel teilweise oder vollständig zusammenfällt. Daraus resultieren oft aufwändige Folgebehandlungen und damit verbunden erhöhte Behandlungskosten.

Die Wissenschaftler analysierten in ihrer Studie über 60.000 Pleurapunktionen sowie weitere rund 70.000 Punktionen anderer Körperregionen. 45 Prozent aller Prozeduren wurden dabei unter begleitendem Ultraschall durchgeführt. 1670 Patienten mit Pleurapunktion erlitten in Folge als Komplikation einen Pneumothorax. Auch andere Punktionen brachten Komplikationen mit sich. Bei den Patienten, die mit Ultraschall begleitet wurden, war das Risiko für eine Komplikation um 19 Prozent geringer.

Die Behandlung eines Pneumothorax oder anderer Komplikationen erhöht Leidensdruck sowie Dauer und Kosten eines Krankenhausaufenthaltes deutlich. Die Wissenschaftler kommen mit ihrer Studie zu dem Schluss, dass sich das Risiko dafür durch den Einsatz von Ultraschall messbar verringern lässt.

Quelle:
Mercaldi, C & Lanes S: Ultrasound guidance decreases complications and improves the cost of care among patients undergoing thoracentesis and paracentesis. In: Chest, 2013 Feb 1: 143 (2):532-8 doi: 10.1378/chest.12-0447.

Zusatzinformation:
Die Studie wurde von der Firma SonoSite Inc., einem der führenden Hersteller von Ultraschallgeräten, gefördert.