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Sarkoidose: Einflussfaktoren auf Angst- und Depressionssymptome

Patienten mit Sarkoidose leiden häufiger unter Depressionen und Angst als die Allgemeinbevölkerung. Wissenschaftler der Universität Leipzig stellten fest, dass sowohl das Alter der Patienten als auch die Schwere der Luftnot (Dyspnoe), sowie die Anzahl der Begleiterkrankungen einen negativen Einfluss auf die psychische Verfassung haben. Jüngere Patienten sind demnach besonders häufig von psychischen Störungen betroffen.

Um herauszufinden, welche Bedeutung das Alter und das Geschlecht auf Angst- und Depressionssymptome bei Patienten mit Sarkoidose haben, untersuchten die Wissenschaftler 1197 Betroffene. Zur Erfassung der psychischen Beeinträchtigung diente die Hospital Anxiety and Depression Scale, ein Verfahren mit dem die Ausprägung ängstlicher und depressiver Symptome ermittelt werden kann. Darüber hinaus untersuchten die Wissenschaftler, welchen Einfluss die betroffenen Organe, Begleiterkrankungen und der Schweregrad der Luftnot (Dyspnoe) auf die psychischen Störungen haben.

Die Auswertung kommt zu dem Schluss, dass sich Luftnot (Dyspnoe) und die Anzahl an Begleiterkrankungen als wichtige Symptome bei der Vorhersage von Angst und Depressivität erweisen. Diese Erkenntnisse wurden aktuell im Journal der weltweiten Vereinigung von Sarkoidose und anderen granulomatösen Erkrankungen (engl: World Association of Sarcoidosis and Other Granulomatous Disorders, kurz: WASOG) veröffentlicht.

 

Quelle:
Hinz, A. et al.: Anxiety and depression in sarcoidosis: the influence of age, gender, affected organs, concomitant diseases and dyspnea. In: Sarcoidosis Vasc Diffuse Lung Dis. 2012 Oct;29(2):139-46.