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Nintedanib erhält Zulassung für idiopathische Lungenfibrose

Der Wirkstoff Nintedanib hat in Europa die Zulassung für die Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose erhalten. Studien konnten nachweisen, dass die Therapie mit dem Tyrosin-Kinase-Hemmer das Fortschreiten der chronischen Lungenerkrankung aufhält.

Bei der Lungenfibrose kommt es zu einer Vernarbung des Lungengerüsts, die Folge ist eine verminderte Beweglichkeit des Lungengewebes. Dadurch kann die Lunge ihre Funktion des Gasaustausches nur noch eingeschränkt ausüben.

Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) tritt ohne erkennbare Ursache auf, sie verläuft chronisch und ist bislang nicht heilbar. Die Behandlung besteht vor allem in einer symptomatischen Therapie wie der Sauerstoffgabe.

Neuere Therapien versuchen, das chronische Fortschreiten des Krankheitsprozesses aufzuhalten. So auch Nintedanib, ein Tyrosin-Kinase Hemmer, der verschiedene Signalwege blockiert, die am Krankheitsgeschehen der IPF beteiligt sind.

In Studien mit insgesamt mehr als 1000 Patienten kam es während der Therapie mit Ninetedanib nachweislich zu einer verlangsamten Krankheitsprogression, außerdem konnte die Anzahl akuter Krankheitsschübe/-verschlimmerungen (Exazerbationen) reduziert werden. Daher erhielt das Medikament nun die Zulassung zur Behandlung der IPF. Als Nebenwirkung der Behandlung berichteten die Patienten v.a. über Magen-Darm-Beschwerden.

Quelle:
Apotheke adhoc: Zulassung für Nintedanib, Artikel vom 19.01.2015