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Mehrheit der Raucher für rauchfreie Gaststätten

Seit der bundesweiten Einführung der Nichtraucherschutzgesetze im Jahr 2008 steigt die Zustimmung der Bürger zu einem Rauchverbot in Gaststätten kontinuierlich an, so das Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. Erstmals findet sich nun auch unter Rauchern eine Mehrheit für das Rauchverbot.

Passivrauchen stellt eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit dar und geht insbesondere zu Lasten der Arbeitskräfte im Gaststättengewerbe. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg erfassen seit Jahren die Einstellung der Deutschen zu einem Rauchverbot in Gaststätten. Aktuell befürworten mehr als drei Viertel der Deutschen (77,5 Prozent) ein Rauchverbot in Gaststätten. Vor Inkrafttreten der Nichtraucherschutzgesetze im Jahr 2005 lag die Zustimmung gerade einmal bei 53 Prozent. Befürworter einer rauchfreien Gastronomie finden sich jedoch nicht nur unter den Nichtrauchern. Mit einem Anteil von 51 Prozent spricht sich erstmals auch die Mehrheit der Raucher für rauchfreie Gaststätten aus.
   
Bislang ist die Ausgestaltung der Nichtraucherschutzgesetze in den einzelnen Bundesländern nicht einheitlich geregelt. Ein umfassender und rechtssicherer Nichtraucherschutz in Gaststätten existiert derzeit nur in Bayern und im Saarland. In den übrigen Bundesländern gibt es unterschiedlichste Ausnahmeregelungen, die massive Gesundheitsrisiken mit sich bringen. „Wir setzen uns daher nachdrücklich für eine bundesweit flächendeckende Einführung der rauchfreien Gastronomie ein“, sagt Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle am DKFZ.

Quelle:
Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.): „Rauchfreie Gaststätten in Deutschland 2012: Erstmals Mehrheit der Raucher für Rauchverbot“, Heidelberg 2012 (letzter Abruf 06.07.2012)