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Lungenkrebs: Nivolumab erhält EU-Zulassung

Der Wirkstoff Nivolumab hat in Europa die Zulassung beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom erhalten. Studien konnten nachweisen, dass der Antikörper Nivolumab die Behandlungsergebnisse von Lungenkrebspatienten, bei welchen nach Chemotherapie der Tumor weiter fortgeschritten war, verbesserte.

Die meisten Lungenkrebspatienten leiden unter einer sogenannten nicht-kleinzelligen Tumorform (NSCLC). Diese Form des Lungenkrebses, bei der es oft nur wenige Therapieoptionen gibt, besteht bei mikroskopischer Betrachtung aus größeren Zellen.

Tumore entwickeln Mechanismen, um die natürliche Immunabwehr des Körpers außer Kraft zu setzen. Sie scheiden Stoffe aus, die bestimmte Zellen der Immunabwehr, so genannte T-Zellen, hemmen und so davon abhalten, die Krebszellen zu bekämpfen. Das Medikament Nivolumab schützt die T-Zellen und aktiviert dadurch die körpereigene Krebsabwehr. Die Behandlung wird folglich auch als Immuntherapie bezeichnet.

Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der Studie CHECKMATE-017: Unter Nivolumab konnte das Mortalitätsrisiko gegenüber dem Vergleichsmedikament Docetaxel um 41 Prozent verringert und das Ein-Jahres-Überleben im Vergleich zur Chemotherapie nahezu verdoppelt werden. Auch die Daten der Studie CHECKMATE-063 wurden bei der Zulassung berücksichtigt. Hier sprachen 15 Prozent von 117 Patienten auf das Medikament an.

Quelle:

Pharmazeutische Zeitung online: Nivolumab nun auch gegen Lungenkrebs. Pressemitteilung vom 21.07.2015 

Weitere Informationen:

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