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Lunge profitiert von gesunder Ernährung

Eine gesunde Ernährung kann möglicherweise die Lungen so stärken, dass sie vor Erkrankungen geschützt ist. Menschen, die viel Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse und mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen, reduzierten ihr Risiko an COPD zu erkranken deutlich. Darüber berichtet ein amerikanisch-französisches Wissenschaftlerteam im `British Medical Journal`.

Das Team um Raphaelle Varrasso vom französischen Nationalen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung Inserm analysierte die Daten von über 120.000 Männern und Frauen, die von 1984 bis 2000 im Rahmen der ‘Nurses Health Study‘ und der ‘Health Professionals Folllow-up Study‘ gesammelt worden waren. Die Studienteilnehmer waren darin aufgefordert gewesen, auch Angaben zu ihrer Ernährung und Lungengesundheit zu machen. Im Laufe der Studie erkrankten knapp 900 Testpersonen an COPD.

Mit Hilfe des sogenannten Alternate Healthy Eating Index 2010, ein Maßstab für die Ernährungsqualität, definierten die Wissenschaftler, ob sich die Studienteilnehmer gesund oder eher ungesund ernährten. Als gesund gilt demnach, viel Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (u.a. in Fisch) und nur geringe Mengen an rotem Fleisch, Weißmehlprodukten, Alkohol und gesüßten Getränken zu sich zu nehmen.

Ernährten sich die Studienteilnehmer nach diesen Richtlinien, reduzierte sich das COPD-Risiko um ein Drittel. Im Umkehrschluss stieg das Risiko an COPD zu erkranken umso höher, je ungesünder sich die Teilnehmer ernährten, unabhängig davon, ob sie rauchten oder nicht.

Neben dem Verzicht auf Zigaretten, spiele demnach auch eine gesunde Ernährungsweise eine wesentliche Rolle in der COPD-Prävention, so die Studienautoren. Eine gesunde Ernährung senke nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs, sondern sei auch wichtig für die Lungengesundheit.

Quelle:
Varraso, R. et al: Alternate Healthy Eating Index 2010 and risk of chronic obstructive pulmonary disease among US women and men: prospective study. In: British Medical Journal, published online February 2015, doi: 10.1136/bmj.h286