Das Team um Cathy Fromen konnte im ex-vivo-Modell mit Zellkulturen zeigen, dass die Oberflächenladung der Partikel eine wichtige Rolle dabei spielt, eine Immunantwort in der Lunge hervorzurufen. Mithilfe der sogenannten PRINT-Technology, ein Verfahren zur Herstellung von präzise definierten Mikro- und <link>Nanopartikeln, konnten sie die Oberflächenladung der Teilchen, die mit Impfproteinen beladen wurden, gezielt verändern.
Nanopartikel mit positiver Oberflächenladung riefen sowohl gezielt in der Lunge als auch im gesamten Körper eine Antikörperantwort hervor. Partikel der gleichen Zusammensetzung mit negativer Ladung wiederum führten zu einer schwächeren oder in manchen Fällen sogar nicht nachweisbaren Immunantwort.
Die Autoren schlussfolgern, dass die Oberflächenladung der Nanopartikel ein entscheidender Gesichtspunkt bei der Herstellung von wirksamen inhalativen Impfstoffen gegen Lungenerkrankungen ist. Ferner seien inhalative Impfstoffe länger haltbar, da sie nicht gekühlt werden müssten und so besser an Entwicklungsländer verteilt werden könnten.
Quelle:
Fromen, C. A. et al.: Controlled analysis of nanoparticle charge on mucosal and systemic antibody responses following pulmonary immunization. In: Proceedings of the National Academy of Sciences, 2015, 112(2): 488-493, DOI: <link http: dx.doi.org pnas.1422923112 _blank>10.1073/pnas.1422923112