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Hundehaltung könnte vor Allergien und Asthma schützen

Kinder, die mit einem Hund aufwachsen, sind besser vor Allergien und Asthma geschützt, so lautet das Ergebnis einer tierexperimentellen Studie amerikanischer Wissenschaftler, die in der Dezemberausgabe der renommierten Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht wurde. Möglicherweise beeinflusst Hausstaub aus Wohnungen, in denen Hunde gehalten werden, die Zusammensetzung von Darmbakterien - was eine Allergieprävention vorstellbar erscheinen lässt.

In der Studie verabreichten die Forscher Mäusen verschiedene Hausstaubproben über das Trinkwasser: Eine Staubprobe stammte aus einer Wohnung mit Familienhund, die andere war haustierfrei. Später wurden die Mäuse mit bekannten Allergenen sensibilisiert.

Mäuse, die Staub aus dem Hundehaushalt ausgesetzt waren, hatten ein geringeres Risiko für allergische Reaktionen und Asthma als solche, mit Staub aus haustierfreien Wohnungen. Zudem identifizierten die Forscher im Darm der nicht-allergischen Mäuse (Hundehausstaub) ein Bakterium (Lactobacillus johnsonii), das eine schützende Wirkung gegen allergische Reaktionen in den Atemwegen und Infektionen mit dem Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) hat. Das RS-Virus erhöht bei Kleinkindern das Asthmarisiko.

Die Schutzwirkung durch die Gabe von isolierten Lactobacillus johnsonii fiel jedoch geringer aus als nach der direkten Aufnahme des Hundehausstaubs. Die Forscher vermuten daher, dass weitere Bakterienarten und andere Faktoren Einfluss auf die Immunreaktion haben.

Die aktuellen Ergebnisse sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung von neuen Therapien mit Probiotika gegen Asthma und Allergien, so das Fazit der Wissenschaftler. Dabei handelt es sich um lebende Mikroorganismen, denen eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird.

Quellen:
Fujimura, K. E. et al.:  House dust exposure mediates gut microbiome Lactobacillus enrichment and airway immune defense against allergens and virus infection. PNAS, December 16, 2013 DOI: 10.1073/pnas.1310750111

Ärzteblatt: Studie: Allergieschutz durch Haushund entsteht im Darm - Pressemitteilung vom 17. Dezember 2013 (letzter Abruf: 17.02.14)