<link>COPD kann mithilfe einer kleinen Lungenfunktionsprüfung frühzeitig erkannt werden. Allerdings wird diese im Fachjargon als Spirometrie bezeichnete Diagnosemethode bislang nur für Menschen empfohlen, die bereits mit einschlägigen Symptomen wie Atemnot zum Arzt bzw. zur Ärztin kommen. Eine großangelegte dänische Langzeitstudie kommt nun zu dem Ergebnis, dass die gesundheitliche Prognose für Menschen mit erhöhtem COPD-Risiko auf lange Sicht auch dann schlechter ist, wenn sie noch keine COPD-Symptome aufweisen oder trotz Symptomen die Diagnose noch nicht gestellt war.
COPD: Früherkennung verbessert die Prognose
In die Studie wurden 32.518 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Mindestalter von 40 Jahren aufgenommen, die mindestens zehn Jahre täglich eine Schachtel Zigaretten konsumiert hatten. In der <link>Lungenfunktionsprüfung wurde bei insgesamt 3.699 Menschen, also bei 11 von 100 Teilnehmern eine COPD nachgewiesen. Über zwei Drittel (78 Prozent) dieser Patienten hatten zuvor nichts von ihrer Erkrankung gewusst. In der anschließenden sechsjährigen Beobachtungszeit hatten diese Patienten mit zuvor unerkannter COPD ein höheres Risiko für Gesundheitskomplikationen wie akute Krankheitsschübe (Exazerbationen) oder Lungenentzündungen. Überraschenderweise war das Gesundheitsrisiko auf lange Sicht auch bei den Patienten mit COPD-Diagnose erhöht, die zuvor noch keine Symptome festgestellt hatten.
Angesichts der hohen Zahl nicht erkannter COPD-Patienten kommen die Autoren der Studie zu dem Schluss, dass es bessere Initiativen zur frühen Diagnose und Behandlung von COPD geben sollte.
Quelle:
Colak, Y. et al.: <link https: www.ncbi.nlm.nih.gov pubmed _blank diesem link verlassen sie den>Prognosis of asymptomatic and symptomatic, undiagnosed COPD in the general population in Denmark: a prospective cohort study. In: Lancet Respiratory Medicine 2017, <link http: www.sciencedirect.com science journal to table of contents for this volume>Vol 5,5: 426–434