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Deutsche Ärzte unterstützen Aufklärung über Organspende

Einer repräsentativen Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zufolge stehen 87 Prozent der niedergelassenen deutschen Ärzte der Organ- und Gewebespende persönlich sehr positiv gegenüber. 95 Prozent unter ihnen sind bereit, ihre Patienten darüber aufzuklären.

 

 

Die Studie aus dem Jahr 2010 zeigt demnach nicht nur eine hohe Akzeptanz der Organ- und Gewebespende unter den Befragten sondern auch ihre hohe Bereitschaft, aktive Aufklärungsarbeit zu leisten.
 
Über drei Viertel der insgesamt 800 befragten niedergelassenen Mediziner– darunter Allgemeinmediziner, praktische Ärzte und Internisten sowie Fachärzte für Nierenerkrankungen und Dialyseärzte, erklärten sich bereit, nach ihrem Tod auch selbst Organe und Gewebe zu spenden. Die Hälfte von ihnen besitzt bereits einen eigenen Organspendeausweis.

89 Prozent der Befragten sind auch bereit, aufklärendes Informationsmaterial in ihren Praxen auszulegen. 80 Prozent sehen sich als Ansprechpartner für medizinische Fragen zur Organ- und Gewebespende, drei Viertel wären bereit, ihre Patienten sogar zu einer Entscheidung zur Organ- und Gewebespende zu motivieren. Dies ist umso wichtiger, als den Medizinern eine Schlüsselfunktion als Vertrauenspersonen und Informationsquelle für Organ- und Gewebespenden zukommt: Das Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin ziehen 60 Prozent der Deutschen sogar dem Gespräch mit Familienangehörigen vor.

Als Hilfestellung für ein Informationsgespräch mit dem Patienten wünscht sich eine deutliche Mehrheit der Ärzte einen Gesprächsleitfaden mit Anregungen und Kommunikationshilfen für Patientengespräche zum Thema. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung plant nun, entsprechende Materialien zu erarbeiten.

Quellen:


Pressemeldung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 03.06.2011

Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Befragung von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zum Thema Organ- und Gewebespende. Zusammenfassung der Ergebnisse“ (Juni 2011)

Organspendeausweis als interaktives Online-Formular