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Asthma bei Frühchen wächst sich später meist aus

Frühgeborene haben ein größeres Risiko, im Laufe ihrer Kindheit an Asthma zu erkranken, als Babies, die zum regulären Geburtstermin auf die Welt kommen. Die Frühchen haben aber gute Chancen, auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden wieder gesund und beschwerdefrei zu werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine groß angelegte dänische Studie an 1,7 Millionen Kindern, die im Zeitraum zwischen 1980 und 2009 geboren wurden. Die Studienergebnisse sind in der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift PLOS one veröffentlicht.

Frühgeborene, also Babies, die vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen, leiden nach ihrer Geburt oft unter Atemwegsproblemen, die meisten von ihnen erholen sich aber in den ersten Tagen oder Wochen nach der Geburt. Dennoch ist für sie das Risiko, in den Folgejahren an Asthma zu erkranken deutlich erhöht. Bislang war nicht klar, ob das erhöhte Asthmarisiko bis zum Erwachsenenalter bestehen bleibt und ob es in direktem Zusammenhang mit den Atemwegsbeschwerden direkt nach der Geburt zu sehen ist.

Die dänischen Wissenschaftler konnten nun zeigen, dass der Zusammenhang zwischen früher Geburt und einer kindlichen Asthmaerkrankung sehr deutlich ist. Je weiter die Babies vor ihrem eigentlichen Geburtstermin geboren wurden, desto höher war auch ihr Asthmarisiko. Mit zunehmendem Alter nahm dieser signifikante Zusammenhang aber wieder ab und verlor sich schließlich bis zum jungen Erwachsenenalter. 

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie war, dass nicht alleine die direkt nach der Geburt auftretenden Atemwegsprobleme der Frühchen als Risikofaktor für die spätere Asthmaerkrankung angesehen werden können. Andere mögliche Ursachen könnten auch Störungen in der weiteren Lungenentwicklung sowie mütterliche Risikofaktoren sein, die schon für die Frühgeburt verantwortlich waren.

Quelle:
Damgaard, A. et al.: Prematurity and Prescription Asthma Medication from Childhood to Young Adulthood: A Danish National Cohort Study. In: PLOSone 2015, 10(2): e0117253. doi:10.1371/journal. pone.0117253