Coronavirus – COVID-19/ SARS-CoV-2

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Das neuartige Coronavirus aus China (SARS-CoV-2), ist in aller Munde, immer mehr Menschen infizieren sich auch außerhalb Chinas. Auch in Deutschland gibt es inzwischen eine Reihe bestätigter Fälle. Was sollte man wissen und wo findet man verlässliche Informationen? 

Was ist das Coronavirus?

Coronaviren gehören zu einer großen Familie von Viren, die verschiedene Krankheiten verursachen können. Dies reicht von einer normalen Erkältung bis hin zu schwereren Infektionen wie dem schweren akuten Atemwegssyndrom (SARS), die auch zu einer Lungenentzündung führen können. Neben dem Menschen können diese Viren auch verschiedene Tiere infizieren.

"SARS-CoV-2", das neuartige Coronavirus ist ein neuer Stamm, der erstmals beim Menschen gefunden wurde. Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung wird gemäß Weltgesundheitsorganisation WHO als COVID-19 bezeichnet (Englisch für „coronavirus disease 2019“).

Neuartiges Coronavirus: Symptome, Ansteckung, Behandlung

Expertinnen und Experten gehen momentan davon aus, dass die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung bis zu 14 Tagen beträgt. In Einzelfällen wurde jedoch auch über sehr viel kürzere bzw. längere Inkubationszeiten (bis zu 24 Tage) berichtet.

Menschen, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben, sind nach aktuellem Wissensstand bereits in der Inkubationszeit ansteckend. Also noch bevor sich erste Symptome zeigen. Allerdings ist noch immer unklar, wann und wie lange infizierte Personen ansteckend sind.

Typische Symptome einer Coronavirus-Infektion sind laut WHO

  • Fieber,
  • Husten,
  • Kurzatmigkeit und Atembeschwerden,
  • Gliederschmerzen, Erschöpfung.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) leiden einige Personen auch an Durchfall.

Wie schwer die Symptome tatsächlich ausfallen, kann sich jedoch individuell unterscheiden. Bei einem Großteil der Infizierten scheint die Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus sehr mild zu verlaufen. So berichtet das RKI, dass die Infektion in China in vier von fünf Krankheitsfällen schwach verläuft.

Allerdings kann COVID-19 bei manchen Patienten auch einen schweren Verlauf nehmen, der zu Atemprobemen  und zu Lungenentzündungen führt. Ein solcher Verlauf trete vor allem bei älteren Personen oder Personen mit bestehender Vorerkrankung auf.

Covid-19: Behandlung

Eine Behandlung bzw. Medikamente, die ganz speziell gegen das neuartige Coronavirus gerichtet sind, gibt es bisher leider nicht. Sehr wirkungsvoll sind jedoch unterstützende Maßnahmen die die Auswirkungen der Infektion bekämpfen.

Je nach Schwere der Erkrankung gehören dazu zum Beispiel die Gabe von Sauerstoff, der Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, oder im Einzelfall Antibiotika, die jedoch nur zur Behandlung von bakteriellen Begleitinfektionen eingesetzt werden.

Da eine Infektion besonders Menschen mit bereits bestehenden Krankheiten schwächt, ist in diesem Fall auch eine gute Behandlung der bestehenden Grunderkrankungen wichtig.

Wie kann man sich vor einer Coronavirus-Ansteckung schützen?

Um die weitere Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit COVID-19 zu verhindern, sollte man sich besonders in Regionen, in denen es schon Infektionsfälle gibt, generell an einige Regeln halten:

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen  (20 bis 30 Sekunden, warmes Wasser, Seife)
  • Abdecken von Mund und Nase beim Husten und Niesen (in die Armbeuge niesen)
  • Meiden von engem Kontakt mit Personen, die Symptome zeigen (Mindestabstand 1 bis 2 Meter)

Auf der Seite www.infektionsschutz.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA finden Sie weitere Informationen zu:

Eine Impfung gegen das Coronavirus gibt es derzeit nicht. Das RKI berichtet auf seiner Seite, dass laut lokalen Medienberichten in China ab Ende April 2020 ein erster Impfstoffkandidat in einer klinischen Studie erprobt werden soll. Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, sei derzeit jedoch nicht absehbar.

Hilft zum Schutz vor dem Coronavirus eine Atemschutzmaske?

Beim Tragen einer Atemmaske (Mund-Nasen-Schutz) muss man generell den sogenannten Eigenschutz und den Fremdschutz unterscheiden.

So sei es laut RKI bisher nicht wissenschaftlich belegt, dass das Tragen einer Atemmaske in der Öffentlichkeit das eigene Ansteckungsrisiko maßgeblich senkt. Nur in besonderen Fällen, zum Beispiel bei der Pflege von erkrankten Personen, kann ein Mund-Nasen-Schutz das Infektionsrisiko der pflegenden Person verringern (Eigenschutz).

Im Hinblick auf den Fremdschutz kann es dagegen sinnvoll sein, als erkrankte Person eine Atemmaske zu tragen, wenn man im öffentlichen Raum unterwegs ist. Denn die Maske kann das Risiko, andere Menschen durch Tröpfchen anzustecken, durchaus verringern.  Allerdings nur, wenn sie auch richtig getragen wird. Laut RKI ist es wichtig, den Mundschutz

  • enganliegend zu tragen
  • bei Durchfeuchtung zu wechseln und
  • den Sitz der Maske während des Tragens (auch nicht unbewusst) zu verändern.

Woher kommt das neuartige Coronavirus?

Die ersten Fälle einer „viralen Lungenentzündung unbekannter Ursache“ wurden der Weltgesundheitsorganisation WHO am 31. Dezember 2019 aus der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei gemeldet. Ursprung ist wahrscheinlich ein Großhandelsmarkt für Meeresfrüchte und lebende Tiere.

Inzwischen gibt es auch in anderen Ländern bestätigte Infektionsfälle. Der erste Coronavirusfall in Deutschland wurde am 27. Januar 2020 bestätigt. Eine Übersicht zu aktuellen Fallzahlen und betroffenen Ländern finden Sie bei der Weltgesundheitsorganisation WHO hier (in Englisch): Novel Coronavirus (COVID-19) Situation

SARS-CoV-19: Reiseinformationen und Risikoeinschätzung

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Provinz Hubei. Sind Reisen nach China nicht zwingend nötig, sollten diese nach Möglichkeit verschoben werden.

Des Weiteren weist das Amt auf seiner Seite auch darauf hin, die Behörden des jeweiligen Landes bei einem Infektionsfall entscheiden, welche Maßnahmen ergriffen werden. Reisende sollten die Reise- und Sicherheitshinweise beachten und sich auch während ihres Aufenthaltes im Ausland informiert halten.

Die Entscheidung über eine Reise liege immer bei den Reisenden selbst. Die Reise- und Sicherheitsinformationen werden durch das Auswärtige Amt kontinuierlich an die aktuelle Lage angepasst und aktualisiert. Informationen finden Sie hier: Coronavirus / Covid-19: Informationen für Reisende und zu Rückholungen von Deutschen 

Das RKI stellt zudem Informationen zu aktuellen Risikogebieten bereit: COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2): Risikogebiete 

Coronavirus in Deutschland

Laut RKI muss mit einem Import von weiteren Fällen nach Deutschland gerechnet werden. Auch weitere Ansteckungen, Infektionsketten und Ausbrücke an weiteren Orten seien möglich.

Generell schätzen die Experten die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell aber weiterhin als gering bis mäßig ein. Allerdings sei eine weltweite Ausbreitung des Erregers wahrscheinlich. Zudem könne sich diese Einschätzung kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern, heißt es auf der Seite des Robert Koch-Instituts. (Stand 28.02.2020)

Wo finde ich weitere qualitätsgesicherte Informationen?

Wer sich eingehender über das neue Coronavirus informieren will, findet auf den folgenden Seiten mehr aktuelle Informationen (zum Teil in englischer Sprache):

Quellen:

Letzte Aktualisierung: 28.02.2020

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