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Lungensport

Vom Lungensport können Menschen mit Lungenkrankheiten wie Asthma, COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder auch Lungenfibrose in besonderer Weise profitieren. Die spezielle Bewegungstherapie verbessert zwar nicht die Lungenfunktion, führt aber zu einer besseren Leistungsfähigkeit der Muskulatur, des Bewegungsapparates und des Herz-Kreislauf-Systems. So ermöglicht die Teilnahme in einer Lungensportgruppe den betroffenen Patienten mehr Aktivität im Alltag, mehr soziale Kontakte und somit auch eine höhere Lebensqualität.

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. Klaus Kenn, Schön Klinik Berchtesgadener Land
Michaela Frisch, Espan-Klinik Bad Dürrheim

Vom Lungensport können Menschen mit Lungenkrankheiten wie Asthma, COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder auch Lungenfibrose in besonderer Weise profitieren. Die spezielle Bewegungstherapie verbessert zwar nicht die Lungenfunktion, führt aber zu einer besseren Leistungsfähigkeit der Muskulatur, des Bewegungsapparates und des Herz-Kreislauf-Systems. So ermöglicht die Teilnahme in einer Lungensportgruppe den betroffenen Patienten mehr Aktivität im Alltag, mehr soziale Kontakte und somit auch eine höhere Lebensqualität.

Wissenschaftliche Beratung:
Prof. Dr. Klaus Kenn, Schön Klinik Berchtesgadener Land
Michaela Frisch, Espan-Klinik Bad Dürrheim

Was ist Lungensport?

Lungensport umfasst die gesamte Bewegungstherapie bei Patienten mit Lungen- und/oder Atemwegserkrankungen – sowohl im ambulanten wie auch im stationären Bereich. Dabei versteht sich Lungensport aber nicht als Leistungssport, sondern als gezieltes Training, das für Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen spezielle angepasst und dosiert ist. Die Trainingsintensität sollte sich stets individuell nach dem aktuellen Krankheitsstatus der einzelnen Patienten richten.

Ob Betroffene am Lungensport teilnehmen können, muss im Vorfeld durch einen Facharzt oder eine Fachärztin beurteilt werden. Besonders Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, können eine Teilnahme am Lungensport im Wege stehen. Eine Lungensporteinheit dauert in der Regel zwischen 60 und 90 Minuten und wird von speziell ausgebildeten Übungsleitern abgehalten. Meist treffen sich die Lungensportgruppen einmal die Woche.

Was soll Lungensport bewirken?

Ziel aller Lungensport-Übungen ist es, die Atmung zu vertiefen, den Brustkorb zu mobilisieren und durch eine verbesserte Grundkondition den Alltag mit den chronischen Lungenkrankheiten besser bewältigen zu können. Das Training kann Betroffenen auch dabei helfen, Schonverhalten oder schädigende Atemgewohnheiten zu vermeiden. Weitere Ziele des Lungensports sind unter anderem

  • Atmung bewusst machen und wahrnehmen
  • Atemmuskelkraft verbessern
  • Körperliche Belastbarkeit steigern
  • Entspannungstechniken erlernen
  • Exazerbationen reduzieren
  • Atemnot (u.a. durch Belastung) reduzieren, Notfallverhalten einüben

Teilnehmerinnen und Teilnehmer können zudem beim Lungensport das richtige Treppensteigen erlernen. So kann das Training auch Unfällen und Stürzen vorbeugen.

Video: Pneumologische Reha bei Lungenerkrankungen - Tessa Schneeberger

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Transkript: Pneumologische Reha bei Lungenkrankheiten

Nach einer pneumologischen Rehabilitation erleben lungenkranke Patienten wissenschaftlich nachgewiesen weniger Atemnot, fühlen sich körperlich leistungsstärker und erfahren eine höhere Lebensqualität. Bei COPD-Patienten nach einer Exazerbation reduziert sich sogar das Risiko innerhalb der ersten Monate nach der erlebten Exazerbation eines erneuten Krankenhausaufenthaltes um 50%.

Die pneumologische Rehabilitation wird von einem multiprofessionellen Team, bestehend aus Ärzten, Fachärzten, Physiotherapeuten, Sporttherapeuten, Atmungstherapeuten und Psychologen betreut. Der Inhalt des Programms ist individuell auf die Bedürfnisse chronisch lungenkranker Patienten abgestimmt. Eine pneumologische Rehabilitation ist für die Patienten gedacht, die trotz adäquater Krankenbehandlung neben ihrer eingeschränkten Lungenfunktion weitere körperliche psychische oder soziale Auswirkungen erleben und nur noch eingeschränkt an ihrem Leben teilnehmen können. Vor allem COPD-Patienten, die eine Exazerbation erleiden, sollten möglichst frühzeitig - am besten noch während der Akutenphase - über die Möglichkeit der pneumologischen Rehabilitation aufgeklärt werden, denn hier kann eine umfassende und gut durchgeführte Reha-Maßnahme den nachfolgenden Verlauf maßgeblich verbessern.

Ein vorangegangener Krankenhausaufenthalt ist nicht zwingend notwendig. Bei COPD-Patienten, die eine stationär behandlungspflichtige Exazerbation erleiden, ist es jedoch ratsam, einen Reha-Antrag im Sinne einer Anschlussheilbehandlung noch direkt in der Klinik zu stellen.

Grundsätzlich kann eine pneumologische Rehabilitation alle vier Jahre bewilligt werden. Erfolgt ein vorzeitiger Reha-Antrag, sollte dieser entsprechend begründet werden, etwa mit einer Verschlechterung der Erkrankung oder einem neuen Dazukommen der Erkrankung. Falls Patienten in eine bestimmte Klinik zur Reha kommen möchten, sollte dieser Vorschlag im Antrag entsprechend ergänzt werden. Patienten haben laut dem Sozialgesetzbuch ein Wunsch- und Wahlrecht bezüglich der Klinik. Sollte dennoch der Reha-Antrag abgelehnt werden, lohnt sich für gewöhnlich ein Widerspruch, bei dem sich der Hausharzt oder Facharzt auf die Ablehnungsgründe beziehen sollte.

Für wen ist Lungensport geeignet?

Vom Lungensport können Patienten mit den unterschiedlichsten Lungenkrankheiten profitieren. Zielgruppe sind Betroffene mit

Auch für Patienten, die eine Sauerstoff-Langzeitherapie (LTOT) durchführen, ist der Lungensport grundsätzlich geeignet. Jedoch muss vor dem Training unbedingt durch einen Facharzt oder eine Fachärztin festgestellt werden, ob die Patienten die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllen. Details zu diesem Thema hat die Arbeitsgruppe Lungensport in Deutschland e.V. auf Ihrer Internetseite zusammengefasst: Voraussetzungen für die Teilnahme der Patienten

Wie wird Lungensport verordnet?

Sind die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Teilnahme am Lungensport gegeben, können die behandelnden Haus- oder Lungenfachärzte den Lungensport mit Hilfe des Formulars 56 „Antrag auf Kostenübernahme für Rehabilitationssport“ verordnen. Möglich sind 50 Einheiten in 18 Monaten oder 120 Einheiten in 36 Monaten. Die Verordnung muss dann mit der Bitte um Genehmigung bei der Krankenkasse eingereicht werden. Ist die Genehmigung erteilt, können sich die Betroffenen damit direkt an den Übungsleiter oder die Übungsleiterin einer Lungensportgruppe in ihrer Nähe wenden.

Ausnahmen:

  • Privatversicherte sollten bereits im Vorfeld mit den Übungsleitern und den zuständigen Kostenträgern Kontakt aufnehmen. 
  • Betroffene, die eine Rehabilitation für die Atemwegserkrankung über die Rentenversicherung durchführen, können den Lungensport von der Einrichtung direkt für sechs Monate verordnet bekommen. Kostenträger ist in diesem Fall die Rentenversicherung.

Video: Praktische Tipps für Lungensport und Rehabilitation - Michaela Frisch

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Transkript: Lungensport und Atemübungen für zu Hause

Nachdem früher Patienten sich immer geschont haben, wenn sie keine Luft bekommen haben, ist heute Stand der Wissenschaft, dass körperliches Training, Aktivität, Mobilität gleichbedeutend ist bei Asthma und COPD wie die medikamentöse Therapie und die Sauerstofflangzeittherapie. Und deshalb der wichtige Aufruf an alle Patienten mit Atemwegserkrankungen: Sie sollen, sie dürfen, eigentlich sie müssen sich bewegen!

Eigentlich sollte man täglich Übungen für sich machen, sowohl Atemübungen wie Übungen zum Muskelaufbau. Das heißt, jeder Patient sollte alle Lehrlaufzeiten in seinem Alltag nutzen, um immer Übungen zu machen. Jede Übung, jede Treppenstufe, jeder Meter, den man geht, ist ein Weg zur stabilen Gesundheit und hilft damit zur Krankheitsbewältigung. Je öfter, je besser. Nicht mit Zwang, aber jede Minute ist für die eigene Gesundheit!

Lungensport ist eine Mischung aus körperlichem Training, das heißt Ausdauertraining und Muskelaufbautraining, gepaart mit Schulung, Entspannungsübungen, Dehnungsübungen. Es gehört ein Alltagstraining mit dazu und vor allem, ganz wichtig: Es ist ein Erfahrungsaustausch unter Betroffenen, denn oft nimmt man die Tipps von Mitbetroffenen doch eher an wie von uns Lungensportübungsleitern. Und generell: Reden Sie mit Ihrem Arzt, vor allem mit Ihrem Pneumologen. Der hat vielleicht schon Kontakt zu einer Lungensportgruppe, mit der er zusammenarbeitet. Ansonsten finden Sie eine Lungensportgruppe unter www.lungensport.org auf der Homepage der AG Lungensport.

Lungensport kann sowohl vom Hausarzt wie vom Lungenfacharzt über das sogenannte Formular 56 verordnet werden. Da gibt es einmal die Möglichkeit mit 50 Einheiten in 18 Monaten und 120 Einheiten in 36 Monaten. Mit dem Formular 56 sollte man dann zur Krankenkasse gehen, wenn es geht persönlich. Ansonsten bleibt der Postweg. Nach Genehmigung der Krankenkasse, mit der Kostenübernahme kann man am Lungensport teilnehmen. Eine weitere Möglichkeit ist, wenn man über die Rentenversicherung Bund oder Land eine Rehabilitationsmaßnahme in einer Rehabilitationsfachklinik für Atemwegserkrankungen macht, kann dort der Lungensport für 6 Monate verordnet werden.

Wo finde ich Lungensport in meiner Nähe?

Lungensportgruppen sind über ganz Deutschland verteilt, allerdings leider noch nicht flächendeckend. Derzeit gibt es bereits über 1500 Gruppen - Tendenz steigend. Die Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e.V. stellt auf ihrer Internetseite ein Lungensportregister mit interaktiver Deutschlandkarte zur Verfügung, über das Interessierte eine Lungensportgruppe in ihrer Nähe finden können.

Was macht man beim Lungensport?

Das Lungensport-Training mit ausgebildeten Übungsleitern gliedert sich in klar strukturierte Einheiten. Welche Übungen oder Maßnahmen in jeder Einheit durchgeführt werden, richtet sich aber nach der individuellen Situation der einzelnen Teilnehmer. Grundsätzlich lässt sich eine Lungensporteinheit in folgende Phasen gliedern:

  • Aufwärmphase (zum Beispiel Peak-Flow-Messung, Schulung, Aufwärmgymnastik mit oder ohne Gerät)
  • Gymnastikphase (Ausdauer/  Kräftigung/ Koordination/ Dehnung usw.)
  • Entspannungsphase

Zwei Übungen für ein kleines Heimprogramm

Hinweis: Bitte besprechen Sie vor Übungsantritt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, ob die Trainingseinheiten für Sie geeignet sind.

1) Im Sitzen oder Stehen – je nach körperlicher Verfassung bzw. Leistungsfähigkeit:

  • Beide Arme in Schulterhöhe zur Seite strecken.
  • Die Handinnenflächen zeigen nach vorne (oder: nach unten). Beide Arme in kleinen schnellen oder großen langsamen Bewegungen vor und zurück (oder: auf und ab) bewegen, zusätzlich mit den Beinen auf der Stelle gehen.
  • Die Hände zur Faust schließen, wieder öffnen; dabei mit beiden Armen kleine Achter
  • beschreiben, zusätzlich im Wechsel ein Bein mit der Ferse nach vorne setzen.
  • Beide Arme beschreiben einen Kreis, ein Bein gebeugt abheben, in der Luft mit dem Knie eine Acht „schreiben“.

2) Übung mit einem Hand- oder Geschirrtuch:

  • Das Handtuch schulterbreit greifen und vor dem Brustbein / auf Schulterhöhe halten, mit der Ausatmung das Handtuch auseinander ziehen, mit der Einatmung wieder lösen.
  • Das Handtuch schulterbreit greifen, mit der Einatmung am Körper entlang hochführen und mit der Ausatmung über vorne wieder nach unten führen („einen Kreis vor dem Körper beschreiben“ kombiniert mit der Atmung).
  • Das Handtuch schulterbreit greifen, die Arme mit dem Tuch zur Decke hoch strecken, mit der Einatmung zur Decke hoch schieben und mit der Ausatmung wieder lösen.

Videos: Atemphysiotherapie für zu Hause

mit Sabine Weise

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Transkript: Atemphysiotherapie: Übungen zur Mobilisation der Brustwirbelsäule

Die Mobilisation der Brustwirbelsäule ist besonders wichtig, denn jede Veränderung dieser Brustwirbelsäule verändert auch die Stellung der Rippen und bewegt somit den Brustkorb und auch die Lungen.

Wenn wir anfangen, dann sollten wir uns in eine gute Ausgangsstellung bringen, am liebsten auf einem Hocker. Wenn Sie auf einem Stuhl sitzen, dann setzen Sie sich auf die vordere Sitzfläche, damit die Lehne nicht im Weg ist. Die Beine sollten hüftbreit auseinander sein, die Füße fest auf dem Boden unter den Knien und wenn die Füße fest auf dem Boden unter den Knien sind, dann können Sie die Wirbelsäule gut aufrichten und dies ist sehr... das ist sehr wichtig für diese Übung, denn eine gebeugte Wirbelsäule blockiert die Bewegung. Die Schultern sollten locker auf dem Brustkorb liegen. Und um das noch mal selber auszuprobieren, ziehen wir vielleicht alle mal die Schultern Richtung Ohren und lassen sie dann locker auf den Brustkorb sinken. Die Hände sollten sich jetzt seitlich neben dem Brustbein befinden. Ob Sie sie über Kreuz oder so hinlegen, ist egal. Die Atmung sollte während dieser Übungsserien unabhängig von dem Bewegungsrhythmus fließen und das Tempo können Sie langsam und ruhig bis zum Bewegungsende machen oder eben auch zügig und relativ schnell. Noch mal, wir beginnen jetzt mit der Rotationsbewegung der Brustwirbelsäule und dafür ist die Aufrichtung ganz besonders, denn die Beugehaltung würde die Rotationsbewegung blockieren. Haben Sie das Gefühl, dass ein Faden hier Ihre Wirbelsäule wie ein Marionettenfaden nach oben zieht? Jetzt beginnen wir mit der Drehung. Der Kopf sollte im Raum stehen bleiben. Um das zu gewährleisten, ist es sehr sinnvoll, wenn Sie einen einen Punkt mit den Augen fixieren, den Sie beibehalten. Und jetzt machen Sie erstmal eine weite langsame Drehung, unterm Kopf und überm Becken, weit hin und her. Und das kann jetzt auch zügig passieren. Unterm Kopf und überm Becken locker hin und her. Das machen Sie vielleicht mal zehn Mal zu jeder Seite.

Das mobilisiert Ihre Rippen, Ihren unteren Brustkorb und damit auch die Lungen. Und um das festzustellen, nehmen Sie jetzt vielleicht Ihre Hände und machen bei der Mobilisation... fassen Sie mal Ihren Brustkorb unten an und dann werden Sie sehen: Eine Seite wird eng, die andere Seite wird breit. Dabei heben und senken sich sogar auch die Rippen. Das heißt, kommen in Ein- und Ausatemstellung. Und jetzt bleiben wir mal rechts hinten stehen und dann werden Sie vielleicht merken, die rechte Brustkorbseite ist jetzt eng geworden und die linke Brustkorbseite hat sich weit aufgedehnt. Noch mal, noch mal ungefähr zehn Mal. Das ist eine schöne Übung, die man so täglich beim Aufstehen am Bettrand oder vor dem Frühstück noch durchziehen kann, so dass Sie, ja, mobil... Die ganzen Strukturen, nicht nur die Rippen, sondern eben auch die Interkostal-, die Zwischenrippenmuskeln, alles wird dabei aktiviert und gedehnt. Kurz zwischenatmen.

Möglichst freier Sitz. Beine, hüftbreit. Füße fest auf dem Boden. Wirbelsäule aufgerichtet. Schultern liegen locker auf dem Brustkorb und diesmal sollen jetzt die Hände so neben das Brustbein, dass sie das Brustbein so links und rechts wie so ein grober Kamm praktisch festhalten. Und jetzt bewegen Sie die Wirbel, die Brustwirbelsäule im Sinne der Seitneigung. Die Augenachse bleibt horizontal, sowie auch die Beckenachse. Unter dem Kopf und über dem Becken bewegen Sie nur den Brustkorb hin und her. Unter dem Kopf und über dem Becken, hin und her. Das ist eine Mobilisationsübung im Sinne der Seitneige, die nicht belastend ist, kein Krafttraining, sondern eine reine Mobilisationsübung. Dabei werden die Strukturen des Brustkorbs, auch die passiven Strukturen, Bindegewebsstrukturen bewegt und natürlich auch die Lunge. Und insofern sind diese beiden Übungen durchaus auch ganz sinnvoll, wenn Sekret in der Lunge besteht. Also so 10 bis 20 Mal, sowohl die Seitneige als auch die Rotation nach dem Aufstehen. Bei der Seitneige kann man auch noch mal spüren, was da... wie sich da die Rippen anfühlen. Die fühlen sich so ein bisschen an wie eine Ziehharmonika. Auf der einen Seite werden sie zusammengedrückt und auf der anderen Seite auseinander gebracht.

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Transkript: Atemphysiotherapie: Atemerleichternde Positionen und PEP-Atmung

Nach ein bisschen körperlicher Aktivität kann es sein, dass der eine oder andere in Atemnot kommt. Dann wäre, vor allen Dingen, wenn wir Kräftigungsübung machen würden, eine atemerleichternde Körperstellung sehr wichtig. Die zeichnet sich aus, dass die Arme abgestützt sind. Die können auf den Oberschenkeln abgestützt werden, sie können in der Taille abgestützt werden, man kann sich auch auf dem Kopf abstützen oder wo auch immer. Und wenn man forciert nach einer Anstrengung atmet, dann können Patienten mit Atemwegsenge zur Überblähung neigen, zur zusätzlichen dynamischen Überblähung und deswegen ist eine PEP-Atmung da sehr sinnvoll.

PEP steht für "positive expiratory pressure", also positiver Ausatemdruck. Das hält die Atemwege offen durch einen Rückstau, der durch eine Bremse am Mund erzeugt wird. Die wohl bekannteste PEP-Atmung ist die Lippenbremse. Sie entwickelt aber nur einen geringen PEP. Man kann das ein bisschen vergrößern, indem man den Fausttunnel nimmt zur Erhöhung des Ausatemdrucks. Den würde man... da würde man die Faust bündig über den Mund legen und dort reinblasen und es müssten sich die Wangen aufblasen. Den kann man so strukturieren, dass er sehr eng ist. Dann hat man einen hohen Widerstand. Oder man kann ihn auch ein bisschen lockerer machen.

So würde das...

Wenn man einen höheren PEP braucht, man kann auch kleine Röhrchen nehmen oder Geräte, die vom Handel angeboten werden.

Die Dosierte Lippenbremse ist sicher die bekannteste PEP-Technik und wenn ich meine Patienten frage, dann höre ich also sehr unterschiedlichste Ausführungsarten und vielleicht machen wir die gerade alle noch mal zusammen. Bei entspannten Wangen und locker aufeinanderliegenden Lippen möglichst ruhig durch die Nase ein kleines Atemzugvolumen einatmen. Und die Lippen... und jetzt durch die locker aufeinander liegenden Lippen ausströmen lassen. Und dabei kann so ein kleines "P" entstehen.

Dabei blähen sich die Wangen und die Oberlippen. Und das, was man hier so als Blähung sieht, das ist eben auch in den Atemwegen dann zu spüren, die dann aufgebläht werden durch diese Technik. Vielleicht spüren Sie das sogar ein bisschen in dem Zäpfchenbereich im Rachen. Bei der Lippenbremse sollte der Atemrhythmus nicht beeinflusst werden.

Trainingstipps

  • immer auf die Atmung achten, nicht die Luft anhalten oder in eine Pressatmung verfallen
  • bewusst die Lippenbremse einsetzen: durch locker aufeinander liegende Lippen langsam und ruhig ausatmen, nicht pressen; es sollte kein Atemgeräusch entstehen

Mit einer Einheit Lungensport in der Woche sollte allerdings das Thema Bewegung nicht für den Rest der Woche erledigt sein. Vielmehr können Patienten zum Erhalt ihrer Lebensqualität jede Möglichkeit nutzen, um im Alltag zu trainieren.

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Letzte Aktualisierung: 19.02.2018

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