Biofeedback

Biofeedback-Verfahren beruhen auf der Beobachtung, dass Menschen Körperreaktionen beeinflussen können, wenn sie diese zuvor bewusst wahrgenommen haben. So ist es zum Beispiel einfacher, seine Technik für eine bestimmte Sportart oder seinen Gesang zu verbessern, wenn man die eigenen Bewegungen auf einer Videoaufnahme sieht oder einen Mitschnitt von der Stimme hört. Dieses Prinzip überträgt das Biofeedback-Verfahren auf eigentlich unbewusst ablaufende Vorgänge wie die Muskelspannung, den Herzschlag oder eben die Atmung. Messgeräte machen dabei die entsprechenden Körperfunktionen in Form von Kurven oder akustischen Signalen sichtbar. Der Patient versucht dann, seine Körperfunktionen bewusst zu kontrollieren und in die gewünschte Richtung zu steuern.

Das Prinzip des Biofeedbacks funktioniert grundsätzlich, jedoch hängt der Behandlungserfolg stark von der ursprünglichen Diagnose ab. Die Motivation zur aktiven Mitarbeit und zum regelmäßigen Üben spielt eine wichtige Rolle. Unabhängig davon gibt es auch immer wieder Patienten, die am Erlernen des Biofeedback-Verfahrens scheitern.

GUT ZU WISSEN:

Beim Biofeedback bekommt der Patient eine Rückmeldung über eigentlich unbewusst ablaufende Körpervorgänge – mit dem Ziel, diese dann besser lenken zu können. Alexander Graham Bell, Mitentwickler der ersten Telefonapparate, hat so versucht, tauben Menschen das Sprechen zu ermöglichen.

Bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen ist die Erfolgsbilanz des Biofeedback-Verfahrens gemischt. Einzelne, kleinere Studien ergaben Hinweise darauf, dass Asthma-Patienten, die an Biofeedback-Sitzungen teilnahmen, weniger Medikamente brauchten und dass das Verfahren bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung die Beschwerden lindert. Bei der Behandlung von Asthma-Symptomen erwies sich Biofeedback bisher als unwirksam. Insgesamt ist das Verfahren jedoch bislang noch nicht ausreichend untersucht.

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Quellen:

Letzte Aktualisierung:

21.03.2012

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