Lungenemphysem: Behandlung

Die Therapie zielt darauf ab, einen Stillstand des Lungenemphysems zu erreichen und Beschwerden abzumildern. Voraussetzung hierfür ist der sofortige Rauchstopp sowie die Vermeidung von Passivrauch  und die reduzierte Belastung durch umwelt- und arbeitsplatzbedingten Feinstaub. Liegt ein Enzymmangelemphysem vor, kann ein humaner Alpha-1-Proteaseinhibitor den Mangel ausgleichen. 

GUT ZU WISSEN:

Ein frühzeitiger Behandlungsbeginn kann einem schlimmeren und schnelleren Verlauf entgegenwirken.

Bei fortgeschrittenem Lungenemphysem ist es möglich, das Lungenvolumen bronchoskopisch oder operativ zu verringern oder besonders große Blasen zu entfernen. Im Extremfall ist die Transplantation einer ganzen Lunge oder eines Lungenflügels erforderlich. Da Spenderorgane knapp sind, fällt zumeist eine gewisse Wartezeit bis zur Transplantation an. 

Ein Teil der Patienten mit weit fortgeschrittenem Lungenemphysem, kann auch von einer bronchoskopischen Lungenvolumenreduktion (LVR) profitieren, die entweder mit Ventilen oder einer Art Spiralen, den so genannten Coils durchgeführt wird. Bei beiden Verfahren ist eine große Sorgfalt und Expertise des durchführenden Zentrums unbedingt erforderlich. Im Deutschen Zentrum für Lungenforschung werden an verschiedenen Standorten hierzu klinische Studien durchgeführt.

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Quellen:

Letzte Aktualisierung:

20.10.2015

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