Akute Lungenschäden: Diagnose

Diagnostisch wird bei akuten Lungenschäden und Lungenvesagen zunächst verfahren wie bei einer Lungenentzündung: Erste Hinweise liefern die vorliegenden Symptome und eine  Untersuchung von Herz und Lunge. Besteht dann ein Verdacht auf Lungenentzündung, werden im nächsten Schritt eine Röntgenuntersuchung und Labordiagnostik wie Speicheluntersuchungen und Blutbild durchgeführt. Entzündungszeichen sind im Röntgenbild als „Verschattungen“ zu sehen.

IN KÜRZE:

Bei der akuten Lungenschädigung und dem akuten Lungenversagen ermöglicht der Sauerstoffgehalt des Blutes wichtige diagnostische Hinweise.

Bei der zentral-venösen Blutgasanalyse bestimmt man die Sättigung und den Partialdruck von Sauerstoff und Kohlendioxid. Diese Werte können frühezeitig Hinweise auf ein beginnendes Lungenversagen geben. Der Sauerstoffpartialdruck im arteriellen Blut ist beim ARDS im Verhältnis zum Sauerstoffanteil der Atemluft < 200mmHg. In späteren Phasen des ARDS dient das Röntgenbild des Brustraums dazu, den Verlauf der Erkrankung zu protokollieren. Auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Computertomografie, aber auch ein mikrobiologisches Monitoring zum Beispiel mittels Rachensekret und Katheter-Urin dienen dazu, den Herd (zum Beispiel Sepsis) für die Entstehung von ARDS aufzudecken.

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Informationen zum Inhalt

Quellen:

  • Engelmann, L. : Diagnostik und Intensivtherapie bei Sepsis und Multiorganversagen. -   Steinkopff Verlag 2006

Letzte Aktualisierung:

21.11.2011

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