Exhalat-Analyse

Luftblasen
Quelle: C.Biedermann/fotolia.com

Bei einer Exhalat-Analyse wird die Luft, die eine Person ausatmet, auf verschiedene biochemische Parameter hin untersucht. Diese Ausatemluft – das Exhalat – besteht zu einem großen Teil aus Wasserdampf und darin gelösten Stoffwechselprodukten. Sie können durch Kühlung kondensiert und analysiert werden. Zur Gewinnung des Exhalats atmet der Patient über ein Mundstück durch ein Ventil, das Ein- und Ausatemluft voneinander trennt. Die Ausatemluft wird über eine Kühlfalle geleitet und das so gewonnene Kondensat auf bestimmte Substanzen hin analysiert. Gut untersuchte Krankheitsmarker sind unter anderem Stickstoffmonoxid (NO) und Wasserstoffperoxid (H2O2). Sie sind Marker für Entzündungen der Atemwege und eignen sich gut zur Überprüfung des Erfolgs einer Therapie, zum Beispiel bei Asthmatikern.

In der Forschung gibt es seit einigen Jahren vermehrt Ansätze, um sogenannte Biomarker für bestimmte Lungenerkrankungen im Exhalat zu identifizieren und damit eine Früh- oder Differenzialdiagnose beziehungsweise Krankheitsprognose möglich zu machen. Es wurden bereits eine Reihe vielversprechender Biomarker charakterisiert, die in den kommenden Jahren auf ihre Wertigkeit überprüft werden und künftig bei der nichtinvasisven Diagnose von Lungenkrankheiten wie Lungenkrebs oder COPD eine wichtige Rolle spielen werden.

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Quellen:

Letzte Aktualisierung:

25.11.2015

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