Minimalinvasive Chirurgie: Nahaufnahme von Chirurgen, die während eines Eingriffs in einem modernen Operationssaal Endoskope verwenden

Endoskopie: Was ist eine Bronchoskopie?

Eine Bronchoskopie oder Lungenspiegelung ist eine Methode zur Untersuchung der großen und kleinen Atemwege. Sie wird in einer Klinik ambulant oder während eines Krankenhausaufenthalts durchgeführt. 

Wissenschaftliche Beratung:
PD Dr. Judith Brock, Thoraxklinik Heidelberg, DZL

Warum wird eine Bronchoskopie durchgeführt?

Mit einer Bronchoskopie oder Lungenspiegelung ist es möglich, die Bronchien und deren Verzweigungen mit einem durch die Luftröhre eingeführten optischen Gerät – dem Bronchoskop – zu begutachten. Hier können Fachleute 

  • Auffälligkeiten in der Lunge direkt genauer ansehen, 
  • Proben entnehmen oder 
  • direkt Therapien durchführen. 

Bronchoskopien werden sowohl zur Diagnostik eingesetzt, um bestimmte Verdachtsdiagnosen abzuklären, als auch zur Therapie, also zur Behebung bestimmter Probleme.

Diagnostische Bronchoskopie

Die Bronchoskopie ist die wichtigste diagnostische Maßnahme bei Verdacht auf Lungenkrebs. Weitere Erkrankungen und Symptome, die mit einer Lungenspiegelung abgeklärt werden können, sind unter anderem:

  • chronischer Husten mit unklarer Ursache
  • Bluthusten (Hämoptysen)
  • interstitielle Lungenerkrankungen wie Lungenfibrose oder Sarkoidose
  • Rundherde, Raumforderungen oder vergrößerte Lymphknoten der Lunge mit Verdacht auf Lungenkrebs
  • vermutete Instabilität der Atemwege bei COPD
  • häufig wiederkehrende Infektionen und Lungenentzündungen oder vermutete Tuberkulose
  • vermutete Einengung der Luftröhre (sogenannte Trachealstenose)
  • Abklärung von Minderbelüftungen der Lunge (sogenannte Atelektase)
  • weitere Auffälligkeiten in der Computertomographie der Lunge, die abgeklärt werden müssen

Biopsie, Bonchoalveoläre Lavage (BAL) und mehr – Proben aus der Lunge

Bei einer diagnostischen Bronchoskopie können folgende Proben aus der Lunge entnommen werden: 

  • Gewinnung von Bronchialsekret zur mikrobiologischen Aufarbeitung und Keimdifferenzierung (Einbringen von steriler Kochsalzlösung und Auffangen des Sekrets)
  • Durchführung einer Bronchoalveolären Lavage (BAL) zur mikrobiologischen Aufarbeitung und Untersuchung der Zellzusammensetzung (zum Beispiel bei Lungenfibrose oder Sarkoidose): Einbringen von in der Regel ≥100ml Flüssigkeit und Auffangen der Lavage
  • Entnahme von Gewebeproben aus der Schleimhaut (endobronchial, das heißt sichtbar im Atemweg gelegen) oder aus der Peripherie der Lunge (sogenannte transbronchiale Gewebeproben)
  • Entnahme von Gewebeproben aus den Lymphknoten (sogenannter endobronchialer Ultraschall mit transbronchialer Nadelaspiration = EBUS-TBNA)

Therapeutische Bronchoskopie

Die Bronchoskopie kann auch zur Behebung bestimmter Probleme, also therapeutisch eingesetzt werden. Mögliche Therapien, die mit dem Bronchoskop durchgeführt werden, sind:

  • Behebung von Verengungen der Atemwege durch einen Tumor oder eine Raumforderung (sogenannte Tumorabtragung / Rekanalisation)
  • Entfernung von Fremdkörpern, die eingeatmet wurden 
  • Aufdehnung einer Atemwegsstenose (Trachelstenose)
  • Blutstillung (zum Beispiel durch Einträufeln von kaltem Wasser oder gefäßverengenden Wirkstoffen, Koagulation mit Strom oder Einlage von blockenden Materialien wie zum Beispiel Tupfer)
  • Behebung von Belüftungsstörungen durch Absaugen von Sekret
  • Implantation von Atemwegsstents zur Behebung von gutartigen oder bösartigen Verengungen der Luftröhre oder der Bronchien
  • Implantation von Ventilen bei COPD und Lungenemphysem
  • Durchführung moderner interventioneller Therapieverfahren bei COPD (zum Beispiel zur Behandlung der chronischen Bronchitis oder der Überblähung bei Lungenemphysem)
  • Durchführung von innovativen Ablationsverfahren bei Lungenkrebs 

Ist für die Bronchoskopie eine Narkose notwendig?

Die Lungenspiegelung kann prinzipiell unter lokaler Betäubung, mit leichter oder tiefer Sedierung oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Dies hängt davon ab, was in der jeweiligen Lungenspiegelung durchgeführt werden soll.

Das Einführen des Endoskops verursacht häufig einen Husten- und Würgereiz im Rachen. Um diesen zu unterdrücken, erhält die untersuchte Person eine lokale Betäubung durch ein Spray. Zusätzlich kann eine Sedierung mit Betäubungsmitteln erfolgen, sodass der Eingriff in einer Art Dämmerschlaf stattfindet.

Bei einer Lungenspiegelung mit einem starren Bronchoskop oder anderen aufwändigen Verfahren ist dagegen immer eine Vollnarkose notwendig.

Wie läuft die Bronchoskopie ab?

  1. Der Patient oder die Patientin liegt im Untersuchungsraum auf einer speziellen Liege und erhält Sauerstoff. Die Sauerstoffgabe bezeichnen Fachleute als Präoxygenierung. Sie dient dazu, die Lunge maximal mit Sauerstoff zu versorgen und sie von Stickstoff zu befreien. In der Regel liegt die untersuchte Person dabei in Rückenlage. Für Spezial-Untersuchungen kann es erforderlich sein, dass Lagerungskissen verwendet werden oder die Position etwas verändert wird. 
  2. Im Anschluss erfolgt je nach geplantem Verfahren eine lokale Betäubung von Rachen und Mund/Nase und/oder eine Sedierung mit einem leichten Beruhigungs- oder Schlafmittel. Bei Durchführen einer tiefen Sedierung oder Vollnarkose wird die Untersuchung in der Regel von einem Narkosearzt begleitet, der die Medikamente über einen Venenzugang verabreicht.
  3. Anschließend wird das Bronchoskop durch die Luftröhre in die Bronchien vorgeschoben. Der Arzt oder die Ärztin begutachtet die Atemwege, entnimmt Gewebe- oder Spülproben und kann gegebenenfalls Therapien durchführen.
  4. Nach Abschluss der entsprechenden diagnostischen und/oder therapeutischen Verfahren wacht der Patient oder die Patientin wieder auf und wird zur Überwachung in einen Aufwachraum verbracht. Dort wird auf mögliche Probleme oder Komplikationen nach der Bronchoskopie geachtet. Es kann auch sein, dass ein Röntgenbild angefertigt wird.
  5. Nach unauffälliger Überwachung wird die untersuchte Person entweder nach Hause entlassen oder auf Station weiterüberwacht

Während der Untersuchung kontrolliert das medizinische Personal kontinuierlich

  • die Herzfrequenz,
  • den Blutdruck und
  • die Sauerstoffsättigung.

Wie lange dauert eine Bronchoskopie?

Eine Bronchoskopie dauert in der Regel zwischen 5 und 60 Minuten. Die genaue Dauer hängt von der Art der Erkrankung und dem Zweck der Untersuchung ab. Da nach einer möglichen Narkose die Patient:innen aber noch etwas schlafen, kann es sein, dass ihnen die Zeit etwas länger vorkommt.

Welche Vorbereitung ist für die Bronchoskopie notwendig?

Die Bronchoskopie erfordert eine sorgfältige Vorbereitung, auch wenn sie ein risikoarmes Routineverfahren darstellt.

In der Regel finden einige vorbereitende Untersuchungen statt, zum Beispiel

Verhaltensregeln zur Vermeidung von Komplikationen

Ein paar Verhaltensmaßnahmen von Patient:innen helfen zusätzlich, das Risiko von Komplikationen zu senken. Wer Medikamente einnimmt, die die Blutgerinnung vermindern (Gerinnungshemmer), sollte mit einer Lungenfachärztin oder einem Lungenfacharzt besprechen, ob und wie lange diese vor der Untersuchung pausiert werden müssen.

Je nachdem, ob die Untersuchung mit einer Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) oder mit einem leichteren Betäubungsmittel (Sedierung) durchgeführt wird, sind wenige Maßnahmen nötig:

  • Ab dem Tag vor der Untersuchung: nicht rauchen
  • Am Tag der Untersuchung: in der Regel mindestens sechs Stunden vorher nichts essen und trinken. Gegebenenfalls teilt der Narkosearzt / die Narkoseärztin auch andere zeitliche Vorgaben mit.
  • Die Medikamenteneinnahmen muss mit dem behandeln Arzt / der behandeln Ärztin oder dem Narkosearzt / der Narkoseärztin besprochen werden.

Was ist nach der Bronchoskopie zu beachten?

Um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen, wird die untersuchte Person nach der Bronchoskopie noch etwa ein bis zwei Stunden fachkundig überwacht.

Auch einige Stunden nach der Lungenspiegelung sollte die untersuchte Person weder essen und trinken noch rauchen: Durch die lokale Betäubung des Rachenraums besteht ein erhöhtes Risiko, sich zu verschlucken.

Nach einer Sedierung oder Vollnarkose ist zudem das Reaktionsvermögen einige Zeit eingeschränkt. Patienten und Patientinnen dürfen daher 24 Stunden nicht selbst Auto fahren.

Quiz: Was wissen Sie über die Bronchoskopie?

Wie gut kennen Sie sich mit der Bronchoskopie aus? Finden Sie es heraus mit unserem Quiz!

Wie sieht ein Bronchoskop aus?

Ein modernes Bronchoskop ist ein flexibler Schlauch mit einem Durchmesser von drei bis sechs Millimetern, der sich bis in Bronchialäste von nur wenigen Millimetern Durchmesser vorschieben lässt. Es gibt verschiedene Größen von Bronchoskopen, die unterschiedlich weit in die Atemwege vordringen können.

Das Bronchoskop wird über den Mund oder die Nase in die Luftröhre eingeführt. Das Gerät besitzt

  • entweder eine Glasfaseroptik oder 
  • am vorderen Ende einen kleinen Kamerachip mit Linsensystem sowie 
  • eine Kaltlichtquelle. 

Die Kamera sendet die Bildsignale direkt an einen angeschlossenen Monitor, wo sie vom Untersucher angesehen werden. 

Durch einen Arbeitskanal können Flüssigkeiten eingespritzt und abgesaugt oder kleine Spezialinstrumente eingeführt werden. Zu diesen Spezialinstrumenten zählen zum Beispiel Sauger, kleine Bürsten, Schlingen, Zangen, Kältesonden oder Laser. Damit können Fachleute zum Beispiel

  • Gewebeproben entnehmen, 
  • Blutungen stillen oder 
  • Fremdkörper entfernen.

Manche Geräte wie das sogenannte EBUS (endobronchialer Ultraschall) oder die sogenannte Minisonde (radiale EBUS-Sonde) besitzen darüber hinaus einen Ultraschallkopf, der eine Sonographie der Umgebung der Bronchien ermöglicht.

Neben dem flexiblen Bronchoskop gibt es auch ein starres Bronchoskop. Dabei sind die bildgebenden Teile in einem Edelstahlrohr verbaut. Das starre Bronchoskop wird immer über den Mund in die Atemwege eingeführt.

Wann wird das flexible und wann das starre Bronchoskop verwendet?

In den meisten Fällen erfolgt eine Bronchoskopie mit einem flexiblen Bronchoskop, das biegsam ist und sich in verschiedene Richtungen abwinkeln lässt. Von einer starren Bronchoskopie sprechen Fachleute, wenn zur Schienung der Luftröhre ein starres Rohr eingelegt wird – über dieses kann dann starres Instrumentarium oder ein flexibles Bronchoskop eingeführt werden. 

Sowohl das flexible als auch das starre Bronchoskop haben Vor- und Nachteile. Welches Verfahren im Einzelfall am besten geeignet ist, hängt von den individuellen Voraussetzungen der Patient:innen und den Gegebenheiten in der Bronchoskopie-Einheit ab. 

Gibt es bei einer Bronchoskopie Risiken?

Die Bronchoskopie ist eine risikoarme, wenn auch nicht vollkommen risikofreie Methode. Unangenehm zwar, aber für gewöhnlich nicht gefährlich, sind zum Beispiel

  • Nasenbluten, 
  • Husten, 
  • Heiserkeit und 
  • Halsschmerzen 

als Reaktion auf eine Lungenspiegelung.

Bei Biopsien kommt es manchmal zu leichten, in der Regel harmlosen Blutungen und Blutbeimengungen im Sputum (sog. Hämoptysen). Selten treten stark blutende Verletzungen auf, die endoskopisch behandelt werden müssen. 

Sehr selten werden bei der Probenentnahme (insbesondere bei der transbronchialen Biopsie) Lungenbläschen verletzt, was zu einem Pneumothorax (Kollabieren der Lunge) führen kann. 

Besondere Vorsicht ist aber angebracht bei Menschen mit 

  • ausgeprägten Lungenfunktionsstörungen,
  • schwerer Herzmuskelschwäche, 
  • akutem Herzinfarkt und 
  • Blutgerinnungsstörungen. 

Hier müssen die behandelnden Ärzt:innen zwischen Nutzen und Risiko der Bronchoskopie abwägen.

Neue Entwicklungen in der Bronchoskopie

In der Bronchoskopie gibt es viele neue Entwicklungen und Spezialverfahren, die meist nur in spezialisierten Zentren zum Einsatz kommen. Der Lungenfacharzt beziehungsweise die Lungenfachärztin können beraten, welche Verfahren im individuellen Fall in Frage kommen. 

Im Folgenden informieren wir über neue Entwicklungen in zwei ausgewählten Bereichen:

Bronchoskopische Therapien bei COPD

Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) gibt es verschiedene Erscheinungsformen (Phänoytpen):

  • Während einige Betroffene vor allem über Husten und Verschleimung berichten (chronische Bronchitis), 
  • haben andere Personen häufige Verschlechterungen der COPD (Exazerbationen) oder 
  • leiden vorwiegend an einer starken Überblähung bei einem Lungenemphysem

Für diese Erscheinungsformen sind inzwischen einige therapeutische Verfahren bereits etabliert oder in Studien verfügbar.

Endoskopische Lungenvolumenreduktion

Am besten etabliert sind Lungenvolumenreduktionsverfahren. Sie dienen der Verringerung des Lungenvolumens bei Menschen mit COPD, Lungenemphysem und starker Überblähung. Die am meisten geschädigten Bereiche in der Lunge können zum Beispiel 

  • Ventile, 
  • Wasserdampf, 
  • Coils oder 
  • Atemwegsstents 

in die Lunge eingebracht werden, um das Lungenvolumen an dieser Stelle zu reduzieren und/oder die Ausatmung zu erleichtern. 

Bevor diese Verfahren angewandt werden, prüfen Fachleute zunächst mithilfe einiger vorbereitender Untersuchungen, ob die geplante Methode für die Patientin oder den Patienten geeignet ist.

Auch bei der chronischen Bronchitis und häufigen Exazerbationen werden verschiedene bronchoskopische Therapien versucht, derzeit vorwiegend im Rahmen von Studien.

Ausführlichere Informationen zur Lungenvolumenreduktion

Navigationsbronchoskopie

Bei einer Computertomographie der Lunge, beispielsweise im Rahmen des Lungenkrebsscreenings oder aus anderen Gründen, können sogenannte Rundherde in der Lunge entdeckt werden. Diese sind höchstens drei Zentimeter groß.

Rundherde können sowohl gutartig als auch bösartig sein. Um dies abzuklären, kann eine Gewebeentnahme notwendig sein. Da die Rundherde klein und oft in den Außenbereichen der Lunge zu finden sind, sind sie häufig mit normalen Bronchoskopen nicht erreichbar. Hier können verschiedene Navigationsverfahren einzeln oder in Kombination eingesetzt werden. 

Es gibt verschiedene Navigationsverfahren, die es dem Untersucher oder der Untersucherin erleichtern, den Rundherd aufzufinden und sicher Gewebeproben zu entnehmen.

Bronchoskopie mit Ultraschallsonde

Kleine Rundherde können Fachleute mit einer radialen Ultraschallsonde, die mit dünnen oder ultradünnen Bronchoskopen kombiniert wird, darstellen und Proben entnehmen. 

Gegebenenfalls kann auch ein sogenanntes Guide Sheat sinnvoll sein. Das ist eine Führungshülse, die eine optimale Positionierung des Biopsie-Geräts ermöglicht. Solche transbronchialen Biopsien werden in der Regel unter Durchleuchtung durchgeführt, um Komplikationen zu vermeiden.

Virtuelle Bronchoskopie

Bei einer virtuellen Bronchoskopie wird eine Computertomographie vor der Untersuchung in eine Software eingespeist, die automatisch einen Weg (Pfad) zum zu untersuchenden Rundherd berechnet und den Untersucher oder die Untersucherin dabei unterstützt, die richtigen Abzweigungen zu finden.

Robotisch-assistierte Bronchoskopie und Cone-Beam CT

Die neuesten Entwicklungen in der Navigationsbronchoskopie sind die robotisch-assistierte Bronchoskopie und das Verwenden eines Cone-Beam CT.

Die robotisch-assistierte Bronchoskopie verläuft mit Unterstützung durch künstliche Intelligenz, um einen genauen Pfad in der Lunge zu planen und zielsicher an den richtigen Ort zu gelangen. 

Wenn der Rundherd nicht eindeutig sichtbar ist, wird ein Cone-Beam CT durchgeführt, das anzeigt, ob das Biopsie-Gerät zum Zeitpunkt der Probenentnahme am richtigen Ort liegt. 

Mit diesen innovativen Verfahren werden kleinste Rundherde in der Lunge angesteuert und biopsiert. Das Verfahren ist aufwändig und kostenintensiv, sodass es derzeit nur in wenigen Zentren angeboten wird.

Weitere endoskopische Untersuchungen

Probenentnahme aus der Lunge

Thorakoskopie

Die Thorakoskopie ist eine endoskopische Untersuchung, bei der ein Gerät (hier Laparoskop) zur Probenentnahme in den Körper eingeführt wird.

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Anstechen der Pleurahöhle

Pleurapunktion

Bei der Pleurapunktion wird durch Anstechen der Thoraxwand Flüssigkeit aus der Pleurahöhle entnommen. Sie wird z.B. bei einem Pleuraerguss oder Pneumothorax durchgeführt.

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Weitere Untersuchungen bei Lungenkrankheiten

Ausführliche Anamnese

Voruntersuchung

Am Anfang der Diagnosestellung steht die Anamnese, ein ausführliches Gespräch über die Krankheitsgeschichte. Es folgen Abklopfen und Abhören des Brustkorbs.

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Elektro-Kardiogramm

EKG

Ein Elektro-Kardiogramm (EKG) misst die elektrische Aktivität des Herzens und zeichnet sie in Form von Kurven auf. Es kann zum Beispiel Hinweise auf Lungenhochdruck liefern.

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Belastungstest bei Lungenerkrankungen

6-Minuten-Gehtest

Der 6-Minuten-Gehtest ist ein einfach durchzuführender und gleichzeitig aussagekräftiger Test zur Belastungsuntersuchung von Menschen mit chronischen Lungenkrankheiten.

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Spirometrie und Co.

Lungenfunktion

Lungenfunktionstests untersuchen den Zustand und die Funktion der Lunge. Bei Lungenerkrankungen sind die gemessenen Werte in meist typischer Weise verändert.

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Untersuchung der Ausatemluft

Exhalat-Analyse

Bei einer Exhalat-Analyse wird die Ausatemluft auf Biomarker hin untersucht, die auf Lungenerkrankungen wie COPD oder Lungenkrebs hinweisen können.

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Die Gasverteilung im Blut

Blutgasanalyse

Die Blutgasanalyse misst die Gasverteilung von Sauerstoff und Kohlendioxid, den Säure-Basen-Haushalt und pH-Wert im Blut und kann Hinweise auf Lungenkrankheiten liefern.

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Der Blick ins Körperinnere

Bildgebung der Lunge

Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, CT, MRT oder Szintigraphie erlauben einen Blick in das Innere der Atemwege und der Lunge.

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Zellen unter dem Mikroskop

Zytologie

Die Zytologie dient der Suche nach krankhaften Veränderungen von Zellen aus der Lungenschleimhaut, die Hinweise auf einen Tumor liefern.

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Quellen

  • Brock, J.: Bronchoskopie: Robotisch assistierte Bronchoskopie. In: Pneumonews 2024, 4
  • Brock, J., Gompelmann, D.: Hilfe übers Bronchoskop: Symptomorientierte Interventiologie bei COPD. In: Pneumonews 2022, 14 (4): 27 – 34
  • Bruinen, A. R. C. et al.: Cone beam computed tomography for navigational bronchoscopy. In: J Thorac Dis. 2025, 17 (8): 6254 – 6264
  • De Pace, C. C. et al: The evolution of interventional pulmonology from rigid bronchoscopy to robotics. In: Panminerva Med. 2025, 67 (3): 187 – 198
  • Deutsches Ärzteblatt: Robotik in der Bronchoskopie: Chancen und Grenzen. Online-Meldung vom 30.03.2026
  • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (Hrsg.): S2k-Leitlinie Sicherheit der diagnostischen flexiblen Bronchoskopie bei Erwachsenen, Langversion 1.0, Stand: 03/2025
  • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (Hrsg.): S1 Leitlinie Interdisziplinäre Diagnostik interstitieller Lungenerkrankungen im Erwachsenenalter, Langversion 1.1, Stand: 01/2023
  • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (Hrsg.): S2k-Leitlinie Fachärztliche Diagnostik und Therapie der COPD 2026, Langversion 5.2., Stand: 02/2026
  • Fernandez-Bussy, S. et al.: Endoscopic Ablation for Malignant Lung Lesions: Current Techniques, Unmet Needs, and Future Directions. In: Respiration 2026, 105 (3): 381 – 396
  • Herth, F. J. F. et al.: Endoscopic Lung Volume Reduction: An Expert Panel Recommendation - Update 2019. In: Respiration 2019, 97 (6): 548 – 557
  • Herth, F. J. F. et al.: Endoscopic Options for Moderate COPD, Chronic Bronchitis, and Uncontrolled Asthma. In: Semin Respir Crit Care Med. 2022, 43 (4): 552 – 558 
  • Korevaar, D.A. et al.: ERS/ESGE/ESTS clinical practice guidelines on endobronchial and oesophageal endosonography for the diagnosis and staging of lung cancer. In: Eur Respir J. 2026, 21: 2600097
  • Nguyen, P., Shah, P. L.: Contemporary Concise Review 2024: New Techniques in Interventional Pulmonology. In: Respirology 2025, 30 (8): 697 – 704
  • Slebos, D.J. et al.: Endobronchial Valves for Endoscopic Lung Volume Reduction: Best Practice Recommendations from Expert Panel on Endoscopic Lung Volume Reduction. In: Respiration 2017, 93 (2): 138 – 150
  • Springer Medizin Podcast vom 27.01.2023 mit Prof. Dr. med. Daniela Gompelmann und Dr. med. Judith Brock: Hilfe übers Bronchoskop bei COPD – neue Verfahren im Überblick

Letzte Aktualisierung: 15.07.2026

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