Blutgasanalyse

Blutgasanalyse
Blutgasanalyse. Bild: © Zarathustra / Fotolia.com

Die Blutgasanalyse (kurz BGA) zählt zur klinischen Standard-Diagnostik. Mit ihr wird die Gasverteilung (der sogenannte Partialdruck) von Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2), der Säure-Basen-Haushalt und der pH-Wert im Blut gemessen. Auch Parameter wie Hämoglobin-, Blutzucker- oder Laktatwerte werden heute häufig standardmäßig mitbestimmt.

Zur Blutgasanalyse wird arterielles Blut, etwa aus dem Ohrläppchen, der Unterarm- oder Oberschenkelarterie entnommen und in speziellen Analyseapparaten ausgewertet. Bei Lungenerkrankungen wie COPD, Asthma oder Mukoviszidose, die mit Atembeschwerden einhergehen, ist vor allem die Überwachung der Sauerstoffversorgung von Interesse. Auch der Säure-Basen-Haushalt kann über Lungenerkrankungen Aufschluss geben: Eine Übersäuerung ist auf einen erhöhten Anteil von gelöstem Kohlendioxid im Blut zurückzuführen, was wiederum auf Probleme mit der Sauerstoffaufnahme hindeuten kann.

Nicht jede Abweichung vom Normwert ist ein Grund zur Beunruhigung. COPD-Patienten haben zum Beispiel häufig einen erhöhten Kohlendioxid-Partialdruck, werden dadurch aber nicht weiter beeinträchtigt.



Blutgasanalyse
Normwerte der Blutgasanalyse
Schließen
Informationen zum Inhalt

Quellen:

  • Marco Monning: Blutgasanalyse - Teil 1. In: Intensiv - Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie, 2002; 10(2): 48-59 (Letzter Abruf: 25.11.2015)
  • Lungenärzte im Netz: Blutgasanalyse (Letzter Abruf: 25.11.2015)

Letzte Aktualisierung:

25.11.2015

Nach oben

zum Seitenanfang
Druckversion