Sechs-Minuten-Gehtest

Sechs-Minuten-Gehtest
Sechs-Minuten-Gehtest. Bild: © Angie Lingnau / Fotolia.com

Ein einfach durchzuführender und gleichzeitig recht aussagekräftiger Test ist der sogenannte Sechs-Minuten-Gehtest. Über einen Zeitraum von sechs Minuten geht der Patient möglichst schnell auf einer ebenen Strecke, zum Beispiel auf einem langen Krankenhaus- oder Praxisflur. Am besten geeignet ist ein "Rundkurs" ohne abrupten Richtungswechsel. Die zurückgelegte Distanz wird mit einem mitgeführten Distanzmessrad oder anhand der abgesteckten Strecke gemessen. Der Patient darf - wenn nötig - zwischendurch anhalten, er sollte grundsätzlich aber so schnell und so weit laufen, wie es ihm sein aktueller Gesundheitszustand erlaubt. Ein Pfleger oder Therapeut sagt jede vergangene Minute an, damit die verbleibende Testzeit für den Patienten leichter einzuschätzen ist. Gesunde, untrainierte Personen schaffen normalerweise 700 bis 800 Meter in der vorgegebenen Zeit. Mit dem Alter sinkt die Länge der zurückgelegten Strecke, auch schneiden Frauen generell eher etwas schlechter ab als Männer. Laut einer im Jahr 2004 veröffentlichten Studie blieben alle Patienten mit schwerer COPD unterhalb einer Distanz von 250 Metern.

Der Sechs-Minuten-Gehtest kann durch parallel durchgeführte Puls-, Blutdruck- und Sauerstoffsättigungsmessungen ergänzt werden. Die Ergebnisse geben auch Einblick in den Verlauf einer Lungenerkrankung.

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Letzte Aktualisierung:

25.11.2015

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