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COPD-Deutschland e. V.│18. Februar 2019: 12. Symposium - Lunge Ankündigung und Programmheft Symposium-Lunge 2019

Das diesjährige Symposium-Lunge findet am 07. September 2019 von 09:00 bis 17:00 Uhr bereits zum 12. Mal in Hattingen/NRW statt.

Das Motto lautet „COPD und Lungenemphysem - Prophylaxe, Diagnostik und Therapien“.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, wie z.B. die COPD und das Lungenemphysem sind weiterhin global auf dem Vormarsch. Allein in Deutschland waren laut WHO bereits im Jahr 2007 rund 6,8 Millionen Menschen an COPD erkrankt und die Zahl der Betroffenen, die unter Atemnot leiden, steigt von Tag zu Tag weiter an. Man spricht bereits heute von einer der Volkskrankheiten. 

Symptome des Lungenemphysems und der COPD, die früher auch als Raucherlunge bezeichnet wurden, sind zu Beginn vermehrter Auswurf und Husten, später dann Atemnot anfänglich nur bei Belastung, im fortgeschrittenen Stadium bereits im Ruhezustand. Im weiteren Verlauf stellen sich dann zunehmend Einschränkungen der Mobilität und der damit einhergehende Muskelverlust sowie weitere begleitende Folgeerkrankungen ein. Das alles führt in vielen Fällen zum Abbau und Verlust der sozialen Strukturen und nicht selten zu Gemütsstörungen, im schlimmsten Fall auch zu Depressionen. Die Auswirkungen der Erkrankungen auf die Psyche und die Lebensqualität sind bekannt und werden seit einigen Jahren zunehmend thematisiert und untersucht.

Hauptursache für das Lungenemphysem und die COPD, beides irreversible, also nicht rückführbare Erkrankungen, ist in 80 bis 90 Prozent das Rauchen. Darüber hinaus gibt es weitere, jedoch deutlich seltener auftretende Ursachen, wie z.B. der Gendefekt Alpha-1-Antitrypsinmangel sowie Feinstaubbelastung am Arbeitsplatz, das Einatmen von Giftstoffen und einige weitere Gründe.

Das Symposium-Lunge ist eine jährlich, Anfang September stattfindende ganztägige Veranstaltung, welche sich ausführlich mit chronischen Lungenerkrankungen befasst.

Das Herzstück des diesjährigen Kongresses, bilden - wie in jedem Jahr - die 10 Vorträge von namhaften Pneumologen, die über die verschiedenen Erkrankungen, Diagnoseverfahren sowie Therapie- und Prophylaxe-Maßnahmen patientenverständlich referieren. Im Anschluss an die Vorträge folgt eine Fragestunde, in der die, über den Tag von den Besuchern eingereichten schriftlich formulierten Fragen von den Fachleuten beantwortet werden.

Darüber hinaus werden, parallel zu den Vorträgen, fünf Workshops zu folgenden Themen angeboten:
„Atemtherapie, Reisen mit Langzeit-Sauerstofftherapie, Wege zur Rehabilitation, COPD und Ernährung, Bronchiektasen“. 

Fragen im Rahmen der Workshops sind erwünscht.
Außerdem werden unterschiedliche Serviceleistungen im Rahmen der umfangreichen begleitenden Fachausstellung kostenlos angeboten.

Das Programmheft zum Kongress können Interessierte hier kostenfrei bestellen:

Wir freuen uns auf Ihren Besuch am 07. September 2019

Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters. Dort finden Sie auch Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken, Filmbeiträge und DVD-Mitschnitte der zehn bisher durchgeführten Symposien.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge

Telefon: 02324 - 999 959

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│19. Oktober 2018: DVD zum 11. Symposium - Lunge 2018 jetzt erhältlich

Wer das Symposium-Lunge 2018 verpasst haben sollte kann sich das gesamte Programm mit kompletter Fragestunde und vielen Interviews jetzt in Form von Filmbeiträgen auf einer DVD ansehen, die beim COPD-Deutschland e.V. bestellt werden kann.

Patienten mit COPD oder anderen Lungenerkrankungen, die am 01. September 2018 nicht persönlich am Symposium-Lunge in Hattingen teilnehmen konnten, wie auch Besucher der Veranstaltung, die es nicht geschafft haben sich alle zehn Vorträge anzuhören, können sich das gesamte Programm jetzt in Form von Filmbeiträgen auf einer DVD ansehen.

Die DVD beinhaltet zudem die Begrüßungsansprachen, viele Interviews und Kurzstatements sowie die komplette Fragestunde.

Außerdem gibt es einen 23 minütigen Filmbeitrag mit Eindrücken zur Veranstaltung.

Im Einzelnen werden die 10 folgenden Themen behandelt:

  • COPD - Lungenemphysem - Alpha 1 - ACOS. Mögliche Ursachen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  • Diagnostische Verfahren zur Erkennung und Abgrenzung von Lungenerkrankungen.
  • Akute Exazerbation der COPD - Erkennung und Behandlung. Stationäre und Intensivstationäre Maßnahmen.
  • Welche medikamentösen Möglichkeiten stehen heute und in der Zukunft zur Behandlung der COPD und des Lungenemphysems zur Verfügung?
  • Atemtherapie und Lungensport: Anleitungen und Übungen zum Mitmachen.
  • Richtig inhalieren - Grundlagen. Mögliche Fehlerquellen bei der Anwendung und Optimierungsansätze.
  • Langzeit-Sauerstofftherapie - Für wen? Wie durchführen? Wie überwachen?
  • Welche Begleiterkrankungen können im Rahmen einer COPD mit oder ohne Lungenemphysem auftreten?
  • Pneumologische Rehabilitation: Zugangswege, Voraussetzungen, Therapiespektrum und Ziele der Maßnahme.
  • Aktuell zur Verfügung stehende bronchologische Maßnahmen zur Reduzierung der Lungenüberblähung.

Die DVD kann jetzt beim COPD - Deutschland e.V. unter folgendem Link gegen eine Schutzgebühr von sieben Euro bestellt werden: https://www.copd-deutschland.de/symposien-dvd-s

Die Gesamtspieldauer der DVD 2018 beträgt 334 Minuten.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│04. September 2018: 11. Symposium Lunge - Nachbetrachtung 11. Symposium - Lunge 2018

11. Symposium-Lunge in Hattingen Die langjährigen Symptome haben endlich einen Namen: COPD

Viele Besucher des 11. Symposium-Lunge sind bereits früh angereist, schon vor der Eröffnung ist der erste Parkplatz gefüllt, die Gäste warten auf Einlass. Dies spiegelt ein wenig den Wissensdurst wieder, der bei COPD-Betroffenen und ihren Angehörigen vorhanden ist. Wissensdurst nach fundierten und verständlich formulierten Informationen, aus erster Hand, von renommierten Lungenspezialisten dieser so komplexen Lungenerkrankung, nach Austausch mit anderen und nach konkreter Unterstützung, wie sie auf der größten Industrieausstellung dieser Art für Patienten angeboten wird.

Die meisten Betroffenen haben bereits eine viele Jahre vorliegende diffuse Symptomatik mit Husten, hartnäckigen Infekten, Müdigkeit, Luftnot etc., bevor sie den Arzt aufsuchen und die Diagnose mit dem sperrigen Namen COPD erhalten. „Der Rucksack, der mit dieser Erkrankung nun zu tragen ist, ist mal leichter, mal schwerer“, umschreibt Heike Lingemann, Organisatorin des Symposium Lunge, in ihrer Begrüßungsansprache den oft wellenförmigen Verlauf der COPD, der mit einer chronischen Verengung und Entzündung der Bronchien einhergeht und zu einer Zerstörung der Lungenbläschen führt.

Beschleuniger des Alterns der Lunge
In seinem Vortrag zu den medikamentösen Möglichkeiten heute und in der Zukunft zur Behandlung der COPD und des Lungenemphysems bzw. der Lungenüberblähung bezeichnet Professor Dr. Gernot G. U. Rohde vom Universitätsklinikum in Frankfurt die Veränderungen, die sich aufgrund der COPD am Lungengewebe entwickeln eindrücklich als „Beschleuniger des Alterns der Lunge“. Eine Beschleunigung, die jedoch durch medikamentöse, aber mehr noch durch nicht-medikamentöse Maßnahmen verlangsamt werden kann.

Nachvollziehbare Vergleiche lassen die immer noch unbekannte Erkrankung COPD greifbarer, ja verständlicher werden — und Verständnis ist ein entscheidender Schritt, um letztendlich als Betroffener bestmöglich handeln zu können.

Auch Professor Dr. Klaus F. Rabe, amtierender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) nutzt die Möglichkeit von Vergleichen in seinem Vortrag zur sogenannten Exazerbation, einem Ereignis der akuten Verschlechterung. „Eine akute Verschlechterung ist wie die Liebe: Wenn sie da ist, weiß jeder das sie es ist, genau beschreiben kann man sie jedoch immer nur unzureichend.“

In den letzten Jahrzehnten habe sich das wissenschaftliche Verständnis um die Lungenerkrankung deutlich erweitert, so Professor Rabe. So wisse man heute beispielsweise um die enorme Bedeutung einer gesund herangereiften Lunge, die sich etwa bis zum 21. Lebensjahr entwickelt. Eine schlechte Lungenfunktion hingegen erhöhe die Wahrscheinlichkeit von Infekten und sei wie ein Treiber für Exazerbationen.

Jeder Schritt zählt
Mit körperlicher Bewegung gegen das Voranschreiten der Erkrankung ankämpfen, ist ein immer wiederkehrendes Thema bei fast allen Vorträgen und in vielen Gesprächen. Auch Professor Rabe formuliert: „Während der Rehabilitationsphase nach einer Exazerbation zählt jeder Schritt.“

Im Foyer treffe ich Margot Weise aus Hemer wieder, die im vergangenen Jahr zum ersten Mal nach Hattingen gekommen ist, vom Symposium Lunge begeistert war und viele Informationen mitnehmen konnte. In ihrer Nähe gab es damals keine Selbsthilfegruppe. Gestärkt durch die Kontakte, hat Margot Weise inzwischen selbst eine Gruppe gegründet und ist zudem dabei, gemeinsam mit einer Atemphysiotherapeutin eine Lungensportgruppe aufzubauen. „Mein Leben und auch meine Erkrankung haben sich mit den Aktivitäten positiv entwickelt. Auch kann ich inzwischen mit meiner Familie leichter über die Erkrankung sprechen und erfahre viel Unterstützung.“

Mehr als 2.400 Gäste haben das diesjährige Symposium Lunge besucht - vor allem Betroffene, aber ebenso viele Angehörige, sowohl Ehepartner, wie auch Kinder von Betroffenen. Eine nicht unerhebliche Zahl von Physiotherapeuten, medizinischem Fachpersonal und sogar Ärzten war ebenfalls anzutreffen.

Das Fazit des diesjährigen Symposium Lunge lautet: der Bedarf an kompetenten patientengerecht aufbereiteten Informationen ist enorm groß. Wir freuen uns somit auf das 12. Symposium-Lunge am 07. September 2019 zum Thema „Prophylaxe, Diagnostik und Therapien“.

Hinweis
Eine Zusammenfassung aller Vorträge finden Sie in den nächsten Tagen auf den Internetseiten des Veranstalters COPD – Deutschland e.V. www.copd-deutschland.de und des Mitveranstalters Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland www.lungenemphysen-copd.de. Ein Videomitschnitt der Vorträge ist ab Ende Oktober 2018 erhältlich.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│24. August 2018: 11. Symposium Lunge - Ankündigung zum Symposium-Lunge 2018

„COPD und Lungenemphysem - Chronische Atemwegserkrankungen - Neueste Erkenntnisse und Zukunftsaussichten“ lautet das Motto des diesjährigen, bereits 11. Symposium Lunge.

Das Symposium-Lunge ist eine jährlich stattfindende ganztägige Veranstaltung zur Information über Möglichkeiten der Behandlung und Vorbeugung von COPD und weiteren Lungenerkrankungen, die von Patienten für Patienten durchgeführt wird.

Herzstück des diesjährigen Kongresses, der am Samstag, den 01. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen/NRW stattfindet, bilden - wie in jedem Jahr - die Vorträge von zehn namhaften Pneumologen, die über die verschiedenen Erkrankungen, Diagnoseverfahren sowie Therapie- und Prophylaxe-Maßnahmen referieren. Darüber hinaus werden sechs Workshops angeboten zu den Themen: „Atemtherapie, Transplantation. Langzeit-Sauerstofftherapie, Wege zur Rehabilitation, COPD und Ernährung“. Das aktuelle Programmheft können Interessierte bestellen unter: www.copd-deutschland.de/programmheft-bestellen. Fragen und Anregungen während der Vorträge und Workshops sind herzlich willkommen.

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsuntersuchung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland. Die Initiative dazu kam von Jens Lingemann, der als Selbstbetroffener zusammen mit seiner Frau Heike Lingemann für die Organisationsplanung und Durchführung der Symposien verantwortlich ist.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.

Für Betroffene, die eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Das erste Symposium-Lunge wurde Anfang September 2007 veranstaltet. Damals sind etwa 1.300 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland nach Hattingen gekommen. Die Besucherzahlen sind seither stetig angestiegen: Bei den Folgeveranstaltungen in den Jahren 2008-2017 kamen z.T. über 2.800 Besucher zum Symposium. Dies macht deutlich, welchen Stellenwert das Symposium-Lunge mittlerweile für Patienten mit Atemwegserkrankungen, deren Angehörigen und Interessierte hat und auch künftig haben wird, zumal auch die Anzahl der betroffenen Patienten laut Prognosen der WHO weiterhin ansteigen wird.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

Kostenloses Programmheft bestellen

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│10. August 2018: 11. Symposium Lunge - Methoden zur endoskopischen Lungenvolumenreduktion (ELVR)

Verschiedene Maßnahmen zur Verringerung einer Lungenüberblähung (Lungenemphysem) wird PD Dr. med. Daniela Gompelmann, Oberärztin Pneumologie und Beatmungsmedizin Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, in ihrem Vortrag auf dem Symposium 2018 vorstellen.

Das Ziel der so genannten endoskopischen Lungenvolumenreduktion (ELVR) ist eine Verringerung der Lungenüberblähung, die bei Patienten mit Lungenemphysem pathophysiologisch wesentlich zur Atemnot bei Belastung (Belastungsdyspnoe) beiträgt. Im Vergleich zur chirurgischen Lungenvolumenreduktion ist die ELVR mit einer geringeren Morbidität und Mortalität verbunden.

So stellt die ELVR bei ausgewählten Patienten, eine zusätzliche Therapieoption dar - insbesondere für Patienten mit einem schwergradigen Lungenemphysem, die trotz Ausschöpfens der leitliniengerechten konservativen Behandlung Symptome und eine erhebliche lungenfunktionelle Einschränkung aufweisen (FEV1 < 50%, RV >175%, Emphysemnachweis in der Multidetektor-Computertomographie). Seit 2017/2018 sind diese endoskopischen Interventionen als Therapie des Lungenemphysems in den GOLD-Empfehlungen und in der nationalen Leitlinie verankert.

Mittlerweile stehen diverse ELVR-Techniken zur Verfügung, die sich in ihrer Indikation, ihrem Wirkmechanismus, ihrer Reversibilität (Umkehrbarkeit) sowie dem Komplikationsspektrum unterscheiden. Die bekannteste ELVR-Methode ist die blockierende Ventiltherapie, die zugleich die einzige wieder umkehrbare (reversible) Methode darstellt. Daneben stehen die Coil-Therapie, die bronchoskopische Thermoablation sowie die polymerische Lungenvolumenreduktion zur Verfügung, die allesamt nicht-blockierende Verfahren darstellen und im Gegensatz zur Ventiltherapie nicht umkehrbar (irreversibel) sind.

Ein weiterer wesentlicher Unterscheid zwischen der blockierenden Ventilimplantation und den alternativen nicht-blockierenden Techniken ist ihre Abhängigkeit von der sog. interlobären Kollateralventilation. Diese erfolgt über Lungenlappen, die miteinander durch Parenchymbrücken verbunden sind. Während Ventile nur bei Patienten ohne interlobäre kollaterale Ventilation effektiv eingesetzt werden können, können die anderen ELVR-Techniken auch bei Patienten mit Kollateralventilation wirksam sein. Daher ist vor einer geplanten bronchoskopischen Intervention eine Überprüfung der Kollateralventilation unabdingbar.

Die Wirkungsweise und Effektivität der einzelnen Verfahren sowie mögliche Komplikationen wird Frau Dr. Gompelmann in Ihrem Vortrag näher erläutern.

Passend zu diesem Thema hat der COPD-Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: Bronchoskopische Lungenvolumenreduktion herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von PD Dr. med. Daniela Gompelmann, Oberärztin Pneumologie und Beatmungsmedizin Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

Kostenloses Programmheft bestellen

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│08. August 2018: 11. Symposium Lunge - Wie läuft eine pneumologische Rehabilitation ab?

Neben den Voraussetzungen für eine pneumologische Reha, wird Dr. med. Stefan Berghem, Ärztlicher Direktor am Fachklinikum Borkum, das Therapiespektrum und die Ziele der Maßnahmen in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 näher erläutern und Tipps zur Antragstellung geben.

Eine pneumologische Rehabilitation kommt für alle Patienten in Frage, die trotz konsequenter, auf die Beschwerden des Patienten angepasster Therapie, eine wesentliche Beeinträchtigung der Lebensqualität haben. Dies ist häufig neben COPD insbesondere bei Mukoviszidose, Asthma sowie vor und nach Lungenoperationen einschließlich Lungentransplantation der Fall.

Bei den Zugangswegen zur stationären Rehabilitation gibt es deutliche Unterschiede, abhängig davon, ob der Patient noch erwerbstätig, im erwerbsfähigen Alter oder bereits berentet ist. Damit der Antrag bewilligt wird, ist es wichtig, neben einer gründlichen Darstellung der Beschwerden auch aktuelle ärztliche Unterlagen beizufügen. Auch aus dem ärztlichen Befundbericht (Rentenversicherung) oder dem ärztlichen Verordnungsformular für die Rehabilitation (Krankenkasse) sollte hervorgehen, dass der Arzt eine Rehabilitation für medizinisch dringend erforderlich hält.

Bereits im Antragsverfahren kann schon eine bestimmte Klinik oder Klimazone angegeben werden, in der die Rehabilitation durchgeführt werden sollte. Wird der Rehabilitationsantrag vom Kostenträger abgelehnt, kann man formlos Widerspruch einlegen. Wenn bei der Auswahl der Klinik die gewünschte Region oder Klinik nicht berücksichtigt wird, kann man einen Antrag auf Klinikänderung (formloser Umstellungsantrag) stellen. Der Widerspruch sollte möglichst nachvollziehbar begründet werden. Dafür ist auch hilfreich, wenn der behandelnde Arzt nochmals in zwei bis drei Sätzen die Wichtigkeit unterstreicht.

Bei der stationären Rehabilitation handelt sich um ein mehrdimensionales Behandlungskonzept, bei dem neben der rein medizinischen Behandlung auch körperliches Training, Atemgymnastik, Entspannungsverfahren, Inhalationen und viele andere Therapien gemeinsam den Gesundungsprozess des Patienten unterstützen. Auf Grundlage der aktuellen Beschwerden und der Diagnose wird für jeden Patienten ein individueller Therapieplan festgelegt.

Nach Festlegung der Therapieziele mit dem Patienten werden gemeinsam Therapien ausgewählt, die hilfreich sind, um diese Ziele zu erreichen. Ein wesentlicher Therapiebaustein der Rehabilitation ist eine umfangreiche Patientenschulung zur jeweiligen Erkrankung, die auch psychologische Aspekte umfasst. Darüber hinaus werden sich im Regelfall im Therapieplan Atemgymnastik und Bewegungs-, bzw. Sporttherapien in Form von Lungensport finden. Häufig wird auch eine Inhalationstherapie, meist mit Sole/Salzlösung, hilfreich sein. Weitere therapeutische Angebote, die es in jeder Rehabilitationsklinik gibt, sind: unterschiedliche Formen der Entspannungstherapie, Tabakentwöhnung, psychologische Gruppen - und Einzelgespräche, Ernährungsberatung, Sozial- und Berufsberatung. Meist werden auch Ergotherapie und bei Bedarf eine Hilfsmittelberatung angeboten. Je nach Beschwerden und körperlicher Leistungsfähigkeit können auch unterschiedliche Krankengymnastik - Formen eingesetzt werden. Da die meisten Rehabilitationsfachkliniken in besonderen Klimazonen in Reinluftgebieten, oft auch in einem sogenannten Reizklima liegen, werden häufig auch klimatherapeutische Therapien im Freien durchgeführt.

Während der Rehabilitation wird in regelmäßigen Visiten das Ansprechen auf die Therapien und die Veränderung der Beschwerden überprüft. Je nach Verlauf wird der Therapieplan verändert oder die medikamentöse Behandlung angepasst. Am Ende der Rehabilitation wird ein Behandlungskonzept für die Zeit nach der Rehabilitation erstellt, eventuell werden auch schon in der Rehabilitationsklinik anschließende Therapien verordnet.

Quelle: Vortrag von Dr. med. Stefan Berghem, Ärztlicher Direktor am Fachklinikum Borkum auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

Kostenloses Programmheft bestellen

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│27. Juli 2018: 11. Symposium Lunge - Begleiterkrankungen bei COPD

Welche Begleiterkrankungen bei COPD mit oder ohne Lungenemphysem auftreten können, wird Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 darlegen.

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD stellt nach heutigen Erkenntnissen eine Systemerkrankung dar: Die ursprünglich von den Bronchien bzw. der Lunge ausgehende chronische Entzündung zieht den gesamten Organismus in Mitleidenschaft. Insbesondere Tabakkonsum als häufigster Risikofaktor für COPD führt auch zu einer Schädigung anderer Organe. Dies betrifft in besonderem Maße das Herz-Kreislaufsystem. Dementsprechend werden mehr als 50 % der Patienten mit COPD unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Dazu gehören Herzkranzgefäßveränderungen mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte sowie erhöhte Blutdruckwerte, die ihrerseits das Risiko für eine Herzerkrankung zusätzlich erhöhen. Dies kann letztlich eine Herzleistungsschwäche und/oder Herzrhythmusstörungen zur Folge haben. Ebenso werden häufiger Durchblutungsstörungen der Beine mit Schaufensterkrankheit oder Hirndurchblutungsstörungen beobachtet.

Das Herz kann aber auch durch die COPD selbst in Mitleidenschaft gezogen werden, indem es durch Veränderungen an den Lungengefäßen und Sauerstoffmangel zu einer Erhöhung des Blutdrucks in den Lungengefäßen kommt und damit einer Rechtsherzbelastung, einem sog. Cor pulmonale und nachfolgend Beinödemen. Weiterhin gibt es Hinweise, dass bei COPD-Patienten das Risiko für Schlaganfälle erhöht ist.

Durch die chronische Entzündung der Bronchien kann auch die Abwehrfunktion des Atemwegssystems beeinträchtigt sein, sodass häufiger Atemwegsinfekte auftreten. Chronisch-entzündliche Veränderungen haben außerdem häufiger auch einen hemmenden Einfluss auf die Blutbildung, so dass ein Mangel an roten Blutkörperchen auftreten kann.

Die durch die chronische Luftnot bedingte Abnahme der körperlichen Aktivität kann zu Muskelschwäche und Osteoporose führen. Letztere ist mit einem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen verbunden. Eine Höhenminderung aufgrund von Brüchen speziell im Bereich der Brustwirbelsäule verändert die Form des Brustkorbs und verschlechtert damit den Wirkungsgrad der Atemmuskulatur sowohl des Zwerchfells als auch der Atemhilfsmuskulatur. Hierdurch kann sich die Luftnot und entsprechend auch die Lungenfunktion verschlechtern.

Eine weitere Erkrankung, die häufiger bei COPD-Patienten beobachtet wird, ist die obstruktive Schlafapnoe. Dadurch werden Organe wie das Herz und das Gehirn phasenweise schlechter mit Sauerstoff versorgt. Sofern eine Übergewichtigkeit bei COPD besteht, mit Zunahme des Body-Mass-Index auf > 30 kg/m², kann sich zusätzlich ein sog. Obesitas-Hypoventilationssyndrom entwickeln, das seinerseits mit erhöhten Kohlendioxidwerten einhergeht. Eine extreme Variante stellt das Vorliegen sowohl einer COPD als auch einer Schlafapnoe und eines Obesitas-Hypoventilations-Syndroms dar.

Ein Teil der COPD-Patienten leidet allerdings nicht unter Übergewicht, sondern entwickelt eine fortschreitende Gewichtsabnahme, mitunter sogar sehr schnell (Kachexie), aufgrund von mangelndem Appetit oder einer mangelnden Verwertung der Nahrung. Hiermit verbunden ist oft ein fortschreitender Muskelabbau. Derartige Verläufe werden häufiger bei Patienten gesehen, die dem sog. „Pink-Puffer-Typ“ zuzuordnen sind und ein vorherrschendes und schweres Lungenemphysem haben.

Eine weitere, bei COPD häufiger beobachtete Erkrankung, ist die Refluxösophagitis, im Volksmund auch „Sodbrennen“ genannt. Dies gilt in gleicher Weise für den Diabetes mellitus, der durch seine Auswirkungen auf das Gefäßsystem die schädigenden Effekte des Tabakkonsums noch verstärkt.

Die anhaltenden, funktionellen Beeinträchtigungen durch COPD können auch zu depressiven Störungen führen. Ein Mangel an Motivation im Rahmen depressiver Verstimmungen wirkt sich zwangsläufig ungünstig auf die Tagesgestaltung und die zur Erhaltung der Muskelmasse so wichtige Mobilität aus.

Schließlich haben COPD-Patienten infolge eines langjährigen Tabakkonsums ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Als extrem seltene Erkrankung bei COPD mit Lungenemphysem kann eine Lungenfibrose vorliegen, ein Krankheitsbild, das CPFE („combined pulmonary fibrosis emphysema“ - also: kombinierte Lungenfibrose und Emphysem) genannt wird. Dieses ist durch eine unauffällige Lungenfunktion, aber durch eine schwere Gasaustauschstörung gekennzeichnet und erhöht das Risiko für die Entwicklung von Lungenhochdruck und bösartigen Lungentumoren.

Zusammenfassend wird aus der Vielzahl der genannten Begleiterkrankungen sichtbar, dass die COPD eine Systemerkrankung ist und nicht nur die Lunge betrifft. Die Behandlung muss deshalb über reine Maßnahmen wie die Anwendung von Inhalations-Sprays hinausgehen.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: COPD und mögliche Begleiterkrankungen herausgegeben, den Sie in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 30 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer, auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

Kostenloses Programmheft bestellen

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│20. Juli 2018: 11. Symposium Lunge - Wie wird eine Langzeitsauerstofftherapie durchgeführt?

Wie eine Langzeitsauerstoffbehandlung (LOT) durchgeführt und überwacht wird, erläutert Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Vorsitzender AG Lungensport in Deutschland e.V. und stellv. Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018.

Eine Langzeitsauerstoffbehandlung (LOT) bedeutet die zusätzliche Inhalation von Sauerstoff über möglichst viele, mindestens aber 16 Stunden pro Tag und ist mit folgenden Effekten für Patienten mit chronischen Lungenkrankheiten verbunden:

  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit
  • Abnahme der krankheitsbedingten Einschränkungen
  • Verbesserung der Lebenserwartung (bisher nur für COPD belegt).

Durch Messungen des Sauerstoffdrucks im Blut oder der Sauerstoffsättigung am Tage, in der Nacht oder unter Belastung wird die Flussrate (in Litern Sauerstoff pro Minute) festgelegt, die notwendig ist, um einen Sauerstoffdruck im Blut von mindestens 60mmHg zu erreichen bzw. eine Sauerstoffsättigung von > 90%. Sollten unter einer Sauerstoffbehandlung die Kohlendioxiddrucke im Blut kritisch ansteigen, sind eine Optimierung der medikamentösen Behandlung und eine nicht-invasive Beatmung zu erwägen.

Für die Auswahl des Gerätes zur Durchführung der LOT sind die notwendige Sauerstoff-Flussrate, die Mobilität des Patienten und auch dessen persönliche Präferenzen für das infrage kommende System zu berücksichtigen. In der Regel profitiert ein mobiler Patient von einem Flüssig-Sauerstoffsystem mit zuhause stehendem Reservoir (Tank) und leicht zu tragenden Behältern, die ihm auch außerhalb des Hauses genügend Sauerstoff für einige Stunden zur Verfügung stellen. Für Patienten, die sich überwiegend aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung zuhause aufhalten, kann der Sauerstoff über O2-Konzentratoren rund um die Uhr bereitgestellt werden.

Die Langzeit-Sauerstoffbehandlung verlangt Kenntnisse des Patienten über die Technik, die korrekte Nutzung mittels Schlauchsystemen und Nasenbrillen, mit und ohne Befeuchtung, sowie die Einsicht, dass der Sauerstoff nur so lange wirkt, wie er eingeatmet wird. Dies bedeutet, dass eine ganztägige Nutzung optimal ist und der Einsatz über weniger als 16 Stunden pro Tag keine positiven Langzeiteffekte bezüglich Steigerung der Lebenserwartung zeigt. Daher sind häusliche Kontrollen der korrekten Funktion des Gerätes und der korrekten Nutzung durch Geräteanbieter erforderlich. Nach einer Einweisung sollte die nächste Kontrolle nach spätestens vier Wochen erfolgen. Weitere Kontrollen sind im Verlauf erforderlich, für aktuelle Probleme mit dem Gerät sollte eine Hotline zum Gerätehersteller verfügbar sein.

Ärztliche Kontrollen sollten bei einem Pneumologen, der eine Blutgasanalyse durchführen kann, drei Monate nach Indikationsstellung und Ersteinstellung des Gerätes erfolgen, danach in sechsmonatigen Abständen verbunden mit der Möglichkeit, bei Problemen den die Therapie steuernden Arzt sofort zu erreichen.

Insbesondere bei Rauchern ist auf ein erhöhtes Risiko für häusliche Brände und Verbrennungen hinzuweisen. Ziel ist die Aufgabe jeglichen Tabakrauchens vor Beginn einer Langzeit- Sauerstofftherapie. Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland drei Patientenratgeber herausgegeben die Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Vorsitzender AG Lungensport in Deutschland e.V. und stellv. Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga e.V., auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW)

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

Kostenloses Programmheft bestellen

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│27. Juni 2018: 11. Symposium Lunge - Richtig inhalieren - was ist dabei zu beachten?

Mögliche Fehlerquellen bei der Anwendung von Inhalationsgeräten und Optimierungsansätze für die korrekte Inhalationstechnik wird Dr. med. Peter Haidl, Chefarzt Pneumologie II und Ärztlicher Direktor im Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 erläutern.

Eine erfolgreiche und damit wirkungsvolle Inhalationstherapie ist von zahlreichen Einflussfaktoren abhängig. Bevor der Wirkstoff das Bronchialsystem erreicht, muss der Mund-Rachenraum passiert werden. Durch die starke Richtungsänderung des Luftstroms aufgrund der anatomischen Gegebenheiten des Rachenraumes bleiben infolge der Schwerkraft bis zu 80% des Wirkstoffes im Rachen liegen. Dies kann gerade bei der Inhalation von Kortison zu unerwünschten Nebenwirkungen (Pilzbefall und Heiserkeit) führen. Um möglichst viel Medikament in die Bronchien einzuatmen, spielen u.a. die Größe und Verteilung der Medikamententröpfchen und das Atemmuster eine wichtige Rolle.

Inhalationssysteme liefern eine Mischung unterschiedlicher Tröpfchengrößen zwischen 1 und 5 µm. Je kleiner die Tröpfchen sind, umso leichter passieren diese den Mund-Rachenraum und können tiefer in die Lunge eindringen. Sind die Tröpfchen kleiner als 1 µm, werden diese zum großen Teil wieder ausgeatmet und tragen nicht zur Therapie bei. Große Tröpfchen (über 10 µm) bleiben im Rachen hängen und erreichen nicht die Bronchien.

Mindestens genauso wichtig ist das Atemmanöver: Je länger die Einatemzeit und je höher das Einatemvolumen ist, desto länger können die Medikamententröpfchen durch die Schwerkraft mit der Bronchialschleimhaut in Kontakt treten und sich niederschlagen. Dadurch wird dann die entsprechende Wirkung gewährleistet. Diese physikalischen Voraussetzungen sind der Grund, warum vor einer Inhalation tief ausgeatmet werden sollte. Dadurch wird das nachfolgende Einatemvolumen deutlich erhöht.

Dabei unterscheidet sich die Inhalationstechnik zum Beispiel von Dosieraerosolen (DA, Sprühkanistern) und Pulverinhalatoren erheblich. Bei der Auswahl ist zu prüfen, ob ein Patient den Beginn der Einatmung und den Zeitpunkt der Auslösung des Stromstoßes koordinieren kann (bedeutsam für Dosieraerosole) bzw. ob der Patient genügend Kraft besitzt, eine rasche und kräftige Einatmung durchzuführen. Dies ist bei Pulverinhalatoren erforderlich, um die Pulverpartikel ausreichend zu zerkleinern, damit diese die Lunge erreichen können. Bei betagten Patienten mit schwerer Atemwegsverengung sind Koordination und Einatemvermögen oft erheblich reduziert. Hier ist Verabreichung von Medikamenten mit Hilfe eines Verneblers zu erwägen.

Eine wirksame Inhalation benötigt also das Zusammenspiel unterschiedlicher physikalischer Prinzipien. Ziel ist immer die Wirksamkeit mit möglichst niedriger Dosis bei geringster Nebenwirkungsrate.
Neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Inhalationstherapie erleichtern die Anwendung der Inhalationssysteme und vermindern die Häufigkeit täglicher Inhalationen. Die Vielzahl der Systeme und Medikamente (einschließlich fester Kombinationen) erschweren allerdings den Überblick. Die richtige Schulung bei Erstverordnung und eine regelmäßige Überprüfung der Inhalationstechnik sind daher extrem wichtig. Eine große Hilfe für Patienten stellen die Videofilme der Deutschen Atemwegsliga zur korrekten Inhalationstechnik für alle verfügbaren Systeme dar: siehe https://www.atemwegsliga.de/richtig-inhalieren.html

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: Inhalieren bei COPD und Lungenemphysem... richtig inhalieren bedeutet profitieren herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. med. Peter Haidl, Chefarzt Pneumologie II und Ärztlicher Direktor im Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│20. Juni 2018: 11. Symposium Lunge - Atemtherapie und Lungensport - Übungen zum Mitmachen

Anleitungen zur Atemtherapie und Lungensport-Übungen zum Mitmachen stellt Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut Physiotherapie am Lungenzentrum (Reha Vital GmbH) Essen, auf dem Symposium Lunge 2018 vor.

Training ist ein entscheidender Baustein im komplexen Management der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Für COPD-Patienten gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten wie Lungensport, Atemphysiotherapie und Krankengymnastik. In Kombination mit der richtigen medikamentösen Therapie können diese aktiven Maßnahmen zu mehr Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden verhelfen.

Fehlende körperliche Aktivität führt hingegen zum Abbau der Muskulatur, wird die Betroffenen weiter schwächen und begünstigt das Aufkommen von Begleiterkrankungen wie Osteoporose oder einer Herz-Kreislauf-Schwäche. Damit sollten COPD-Patienten sich auf keinen Fall abfinden! Wichtig ist, dass Sie als betroffener Mensch aktiv werden und nicht darauf warten, dass Andere Ihnen helfen. Sie haben Ihre Zukunft selber in der Hand!

Für Menschen mit COPD ist die Lippenbremse die absolute Basisübung: Sie verlängert die Ausatmung und reduziert so die Atemfrequenz, hält die Atemwege außerdem länger offen und optimiert so den Luftstrom. Mit der einfachen Übung der Lippenbremse verbessern Sie die Atmung und verringern Ihr Gefühl von Atemnot. Ausgebildete Sport- oder Physiotherapeuten werden Ihnen helfen, die richtige Anwendung der Lippenbremse zu lernen. Wenn Sie gut mit der Lippenbremse umgehen können, nutzen Sie diese Technik wann immer Sie sich kurzatmig fühlen.

Bewegung hat immer einen positiven Effekt auf Ihre Erkrankung. Mithilfe eines strukturierten Trainings verbessern Sie Status und Funktion Ihrer Muskulatur und gewinnen an Ausdauerfähigkeit, Kraft und Koordination hinzu. Die Durchblutung Ihrer Lunge verbessert sich und die Sauerstoffaufnahme in die Blutbahn sowie die Sauerstoffversorgung der Muskulatur nimmt zu. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass sich ein erhöhter Blutdruck reduziert. Sie werden sich wieder besser bewegen können, verringern Ihre Atemnot und werden sich insgesamt leistungsfähiger und wohler fühlen. Im Klartext: Bewegung kann Ihnen enorm helfen und unterstützt die medikamentöse Therapie.

Entscheidend ist aber die regelmäßige Umsetzung. Denn Erfolg durch Training baut sich langsam auf. Für welches Sportprogramm Sie sich auch immer entscheiden - Spaß und Freude daran sollten nicht fehlen und werden sich motivierend auf Sie auswirken.

Sprechen Sie Ihren Arzt auf die Teilnahme an einer Lungensportgruppe, Atemphysiotherapie und gerätegestütztem Training an. Ihr Arzt kann Ihnen diese Leistungen verschreiben. Nach entsprechender Untersuchung und Abklärung Ihrer Beschwerden wird er Ihnen eine Vorordnung ausstellen. Für Leistungen wie Atemphysiotherapie, Lungensport und Krankengymnastik am Gerät übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Neuerdings besteht für COPD-Patienten sogar die Möglichkeit eine „Langfristgenehmigung“ für Atemphysiotherapie und Krankengymnastik am Gerät zu beantragen. Damit stellen Sie Ihre Therapie für mindestens ein Jahr sicher, ohne dass Sie ständig neue Verordnungen über Ihren Arzt beziehen müssen.

Übrigens: Für Betroffene mit einer sehr stark eingeschränkten Lungenfunktion (FEV1 < 35% des Sollwertes) kann der behandelnde Arzt Verordnungen für Atemtherapie nun auch budgetfrei ausstellen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber und wenden Sie sich an Ihren Physiotherapeuten.

Ärzte, Physiotherapeuten, Selbsthilfegruppen und Kostenträger unterstützen Sie bei der Suche und der Umsetzung eines geeigneten aktiven Therapieprogramms. Im Rahmen der Veranstaltung „Symposium Lunge 2018“ haben Sie die Möglichkeit mit vielen spezialisierten Leistungserbringern der Medizin direkt in Kontakt zu treten und sich zu informieren. Nutzen Sie diese Chancen - es geht um Ihre Gesundheit!

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „Lungensport, Medizinische Trainingstherapie und Atemtherapie bei COPD, Lungenemphysem und Lungenfibrose“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut Physiotherapie am Lungenzentrum (Reha Vital GmbH) Essen, auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
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Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│25. Mai 2018: 11. Symposium Lunge - Lunge Medikamentöse Möglichkeiten zur Behandlung der COPD

Verschiedene medikamentöse Optionen zur Therapie von COPD wird Univ.-Prof. Dr. med. Gernot G.U. Rohde von der Medizinischen Klinik 1 am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 vorstellen.

Die medikamentöse Therapie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) orientiert sich an der Stadien-Einteilung der COPD des Patienten. Die aktuellen Empfehlungen sehen zunächst die Bestimmung des Schweregrades der Atemwegsverengung (Atemwegsobstruktion) vor, wobei vier Grade - von leicht (FEV1 > 80%), mäßig (FEV1 50% - < 80%), schwer (FEV1 30% - < 50%) und sehr schwer (FEV1 < 30%) - unterschieden werden.

Weiterhin sollen die Symptome objektiv erfasst werden, z.B. mittels mMRC oder CAT-Score und die Anzahl und Schwere eventuell vorangegangener Exazerbationen. Therapieempfehlungen beziehen somit vor allem die Symptomlast und das Exazerbationsrisiko mit ein. Ziele der medikamentösen Therapie sind die Verminderung von Symptomen, der Häufigkeit und Schwere von Exazerbationen und die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und des Gesundheitsstatus.

In den letzten Jahren hat sich viel getan bei den Bronchodilatatoren, der Kombinationstherapie und auch im Bereich der entzündungshemmenden Therapieformen:

Bronchodilatatoren
Bei den atemwegserweiternden Medikamenten (Bronchodilatatoren) werden vor allem kurz- und langwirksame Betasympathomimetika (Beta2-Agonisten, SABA, LABA) sowie kurz- und langwirksame Anticholinergika (Antimuscarinica, Muskarinrezeptorantagonisten, SAMA, LAMA) unterschieden. Es hat sich gezeigt, dass die Kombination der inhalativen Bronchodilatatoren (SABA/SAMS und LABA/ LAMA) stärker wirksam ist als die Einzelsubstanzen bei der Verbesserung der Lungenfunktion und der Symptome. Einige LABA/LAMA Kombinationen reduzieren zusätzlich die Häufigkeit von Exazerbationen, auch im Vergleich zur häufig verwendeten Kombination aus inhalativen Kortikosteroiden (ICS) und LABA.

Inhalative Kortikosteroide
ICS sollen in Kombination erwogen werden, wenn trotz einer adäquaten Behandlung mit langwirksamen Bronchodilatatoren Exazerbationen auftreten. Die gilt auch für die neue sogenannte Tripeltherapie, also einer Kombination aus LABA/LAMA/ICS, wobei diese aktuell die größten Effekte bei der Verbesserung der Lungenfunktion, Symptome, Lebensqualität und der Verminderung von Exazerbationen zeigt.

Phosphodiesterase-4-Hemmer
Ein neues Wirkprinzip stellen die Phosphodiesterase-4-Hemmer (PGE4 Inhibitor) dar. Sie führen zu einer Zunahme von cAMP in den Zellen, was in der Folge zu einer verstärkten Entspannung der Atemwegsmuskulatur und zu einer Verminderung der Atemwegsentzündung führt. Aktuell steht hierzulande zur Behandlung von COPD nur ein Präparat in Tablettenform (Roflumilast) zur Verfügung. Es hat sich allerdings gezeigt, dass in der Praxis häufig Nebenwirkungen im Magen-Darmtrakt und auch ein signifikanter Gewichtsverlust auftreten, was in vielen Fällen zum Absetzen der Therapie führt. Daher werden sie aktuell nur für Patienten, die trotz einer Behandlung mit LABA/ICS oder LABA/LAMA/ ICS Exazerbationen entwickeln, und Symptome einer chronischen Bronchitis sowie eine schwere bis sehr schwere Atemflusseinschränkung aufweisen, empfohlen.

Des Weiteren wird Prof. Rohde in seinem Vortrag auch noch auf Makrolid-Antibiotika, Mukolytika, Alpha-1-Antitrypsin, Opiode und Impfungen näher eingehen.

Quelle: Vortrag von Univ.-Prof. Dr. med. Gernot G.U. Rohde von der Medizinischen Klinik 1 am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

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Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│16. Mai 2018: 11. Symposium Lunge - Diagnostische Verfahren zur Erkennung und Abgrenzung von Lungenerkrankungen

Über diagnostische Methoden zur Erkennung und Abgrenzung von Lungenerkrankungen wird Prof Dr. med. Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Universitätsmedizin Essen - Ruhrlandklinik, auf dem Symposium Lunge 2018 referieren.

Atemnot kann nicht nur bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auftreten, sondern ist auch Leitsymptom bei vielen anderen Erkrankungen der Lunge sowie des Herzens. Spezielle Untersuchungen helfen dabei zu unterscheiden, um welche Erkrankung es sich handelt und welche Therapiemaßnahmen für die Behandlung notwendig sind.

Das Arzt-Patienten-Gespräch umfasst das sorgfältige Erfragen von Beschwerden und die genaue Dokumentation der Krankheitsgeschichte des Patienten und gilt nach wie vor als wichtigster Bestandteil in der Erkennung von Erkrankungen. Wichtig dabei ist, dass die behandelnden Ärzte sich genügend Zeit für den ersten Arzt-Patienten-Kontakt nehmen. Allein durch eine sorgfältige Befragung und anschließende Untersuchung wird häufig schon frühzeitig ein Verdacht geäußert, welcher durch weitere gezielte Untersuchungen bestätigt werden kann.

Zur Messung der Lungenfunktion können zwei unterschiedliche Messverfahren angewendet werden: Zum einen die „einfache“ Lungenfunktion - mit Hilfe dieser schnellen Messung kann die Menge an Luft gemessen werden, die maximal ein- und ausgeatmet wird. Zusätzlich wird die Menge an Luft gemessen, die bei maximaler Anstrengung in 1 Sekunde ausgeatmet wird (sog. Sekundenluft bzw. FEV1-Wert). Diese Messgröße gibt einen Hinweis, ob die Funktion der Lunge beeinträchtigt ist. Dabei unterscheidet man zwischen einer Verengung der Atemwege (Obstruktion) oder einer Verkleinerung des Lungenvolumens (Restriktion).

Ohne den Nachweis einer Obstruktion sollte die Diagnose einer COPD nicht gestellt werden. Eine Obstruktion kann aber auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen, wie z.B. dem Asthma bronchiale auftreten. Zusätzlich hilft die Messung der Lungenfunktion, den Verlauf der Erkrankung zu erfassen und die Effektivität von medikamentösen Behandlungen zu überprüfen.

Zum anderen gibt es daneben noch die etwas aufwendigere Lungenfunktion, die sogenannte Bodyplethysmographie, welche in einer Messkabine durchgeführt wird. Diese Messung erfasst neben der Verengung der Atemwege auch die Menge an Luft, die nach kompletter Ausatmung in der Lunge verbleibt (sog. Residualvolumen).

Bei Patienten mit COPD ist eine Zunahme dieser Luftmenge zu beobachten, sie leiden dann an einer Überblähung der Lunge (Lungenemphysem). Gerade bei einer ausgedehnten Zerstörung des Lungengewebes im Rahmen eines Emphysems nimmt die Überblähung erheblich zu.

Des Weiteren wird Prof. Taube erläutern, wie eine Messung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit der Lunge (Diffusionskapazität) oder der Sauerstoffsättigung des Blutes (Blutgasanalyse) oder die Messung des Kohlendioxidpartialdrucks im Blut funktioniert und wie verschiedenen bildgebenden Verfahren (wie z.B. Röntgen der Lunge, des Rippenfells oder des Herzes und eine Computertomographie) ablaufen. Die Blutgasanalyse gibt dem Arzt zum Beispiel Auskunft darüber, ob eine Versorgung mit einer Langzeitsauerstofftherapie notwendig ist. Demgegenüber ist der Kohlendioxidpartialdruck im Blut besonders bei Patienten erhöht, bei denen es zu einem Versagen der Atemmuskulatur (Atemmuskelinsuffizienz) kommt. Ein deutlich erhöhter Kohlendioxidpartialdruck ist dabei ein Hinweis, dass bei dem Patienten eine Beatmungstherapie notwendig ist und eingeleitet werden muss.

In den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dass es bei Patienten mit COPD sinnvoll ist, die körperliche Belastbarkeit in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Dazu gehören unter anderem ein 6-Minuten-Gehtest oder ein Belastungstest auf dem Fahrrad. Diese Methoden erfassen die Belastungsfähigkeit der Patienten, ob eine erschwerte Atmung unter Belastung auftritt als hinweisendes Kriterium auf die Erkrankung.

Passend zu diesem Thema hat der COPD-Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel „Diagnostik bei obstruktiven Lungenerkrankungen“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof Dr. med. Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Universitätsmedizin Essen - Ruhrlandklinik auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

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COPD-Deutschland e. V.│11. Mai 2018: 11. Symposium Lunge - COPD, Lungenemphysem, ACOS und Alpha 1

Mögliche Ursachen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Lungenerkrankungen COPD, Lungenemphysem, ACOS und Alpha 1 wird Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin Medizinische Klinik II am SRH Wald-Klinikum in Gera, in ihrem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 erläutern.

Unter obstruktiven Lungenerkrankungen versteht man Erkrankungen, die mit einer Enge der Atemwege einhergehen und Atemnot, Husten und Auswurf verursachen können. Das Spektrum der Erkrankungen reicht vom Lungenemphysem, mit der angeborenen Variante des Alpha-1-Protease-Inhibitor-Mangels, über die COPD und seine Mischform ACOS bis hin zum allergischen Asthma. Man kann diese Erkrankungen besser verstehen, wenn dem man die zugrunde liegenden Ursachen betrachtet.

Die Enge der Atemwege hat zwei wesentliche Ursachen: eine Entzündung im Bereich der kleinen Atemwege und eine Zerstörung von Lungengewebe. Verschiedene Schadstoffe, allen voran Tabakrauch, aber auch Silikate, Fein- und Quarzstaub können zu entzündlichen Veränderungen des Lungengewebes führen. Die elastischen Fasern der Lunge werden zerstört. Infolge des Umbaus der Lunge wird das Atemorgan etwas steifer. Durch den emphysematischen Umbau werden die kleinsten Bronchien zusammengedrückt. Die Luft kann beim Ausatmen nicht mehr entweichen. Die Folge ist eine Überblähung der Lungen (Emphysem).

Im Extremfall entstehen auf diese Weise große funktionslose Emphysemblasen. Da die Wände dieser Blasen verdickt sind, kann der Gasaustausch nicht mehr reibungslos stattfinden. Bemerkbar machen sich die Steifheit der Lunge und der Bronchialkollaps als Atemnot. Meist reicht die Kapazität der Lunge anfangs noch aus, um in Ruhe keine Atemnot zu haben. Bei Belastung merkt der Patient jedoch die zunehmende Überblähung der Lunge und hat Atemnot. Bei zunehmender Zerstörung der Lunge kommt es zu Sauerstoffmangel oder sogar zum Versagen der Atmung.

Viele (aber bei weitem nicht alle) Patienten mit COPD haben auch Symptome einer chronischen Bronchitis. Beim bronchitischen Typ kann der zähe Schleim zur Atemnot und häufigen Infekten beitragen. Da Patienten mit COPD auch typische Begleiterkrankungen haben (z.B. Osteoporose, Herzerkrankung), kann man einen komorbiden Typ identifizieren, für den die alleinige Behandlung der Lungenerkrankung nicht ausreicht.

Es gibt auch Patienten, die sowohl Merkmale einer COPD als auch eines Asthma bronchiale haben. Der Mischform ACOS (Asthma-COPD-Overlap-Syndrom) gemeinsam ist eine bestehende Verengung der Atemwege (Atemwegsobstruktion), die sich auch durch den Einsatz von Medikamenten nicht mehr vollständig zurückbildet.

Auch die Ursachen des Alpha-1-Protease-Inhibitor-Mangels (Alpha 1) sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Therapie der vier Lungenerkrankungen COPD, Lungenemphysem, ACOS und Alpha 1 wird Prof. Lang in ihrem Vortrag genauer erläutern.

Passend zu diesen Themen hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland zwei Patientenratgeber mit den Titeln: „Lungenemphysem - COPD - Definition, Diagnostik und Therapien“ sowie „Alpha-1-Antitrypsinmangel.... eine Wikinger-Krankheit?“ herausgegeben, die Sie in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 30 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin Medizinische Klinik II am SRH Wald-Klinikum in Gera, auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│06. März 2018: Ankündigung zum Symposium-Lunge 2018

„COPD und Lungenemphysem - Chronische Atemwegserkrankungen - Neueste Erkenntnisse und Zukunftsaussichten“ lautet das Motto des diesjährigen, bereits 11. Symposium Lunge.

Das Symposium-Lunge ist eine jährlich stattfindende ganztägige Veranstaltung zur Information über Möglichkeiten der Behandlung und Vorbeugung von COPD und weiteren Lungenerkrankungen, die von Patienten für Patienten durchgeführt wird.

Herzstück des diesjährigen Kongresses, der am Samstag, den 01. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen/NRW stattfindet, bilden - wie in jedem Jahr - die Vorträge von zehn namhaften Pneumologen, die über die verschiedenen Erkrankungen, Diagnoseverfahren sowie Therapie- und Prophylaxe-Maßnahmen referieren. Darüber hinaus werden sechs Workshops angeboten zu den Themen: „Atemtherapie, Transplantation. Langzeit-Sauerstofftherapie, Wege zur Rehabilitation, COPD und Ernährung“. Das aktuelle Programmheft können Interessierte hier kostenlos bestellen.

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsuntersuchung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Für Betroffene, die eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Das erste Symposium-Lunge wurde Anfang September 2007 veranstaltet. Damals sind etwa 1.300 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland nach Hattingen gekommen. Die Besucherzahlen sind seither stetig angestiegen: Bei den Folgeveranstaltungen in den Jahren 2008-2017 kamen z.T. über 2.800 Besucher zum Symposium. Dies macht deutlich, welchen Stellenwert das Symposium-Lunge mittlerweile für Patienten mit Atemwegserkrankungen, deren Angehörigen und Interessierte hat und auch künftig haben wird, zumal auch die Anzahl der betroffenen Patienten laut Prognosen der WHO weiterhin ansteigen wird.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland. Die Initiative dazu kam von Jens Lingemann, der als Selbstbetroffener für die Organisationsplanung und zusammen mit seiner Frau für die Leitung der Symposien verantwortlich ist.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.

Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters. Dort finden Sie auch Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken, Filmbeiträge und DVD-Mitschnitte der zehn bisher durchgeführten Symposien.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
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Telefon: 02324 - 999 959

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Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│13. November 2017: Der Welt COPD Tag 2017 findet in diesem Jahr am 15. November statt

Das diesjährige, von der GOLD Initiative ausgewählte Motto lautet:  „Die vielen Gesichter der COPD"

Der Welt-COPD-Tag wurde im November 2002 von der Globalen Initiative für chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Diseases) abgekürzt – GOLD - ins Leben gerufen und wird seitdem jedes Jahr Mitte November in Zusammenarbeit mit Ärzten und COPD-Patientengruppen auf der ganzen Welt organisiert.

GOLD wurde 1997 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und vom National Institute of Health (NH) gegründet, um das Bewusstsein für chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) zu schärfen, die COPD-Versorgung weltweit zu verbessern und die Diagnose und Behandlung von COPD zu optimieren sowie auf die Hauptursache der Erkrankungen, das Rauchen, hinzuweisen. Die Versorgungsleitlinien für COPD, die unter anderem auch die Einteilung der Schweregrade bestimmen, wurden ebenfalls von GOLD festgeschrieben und sind eine große Hilfe für Ärzte und Patienten.

Nach Einschätzung der Experten der GOLD Initiative im Jahre 2014 ist die COPD eine häufige, vermeidbare und behandelbare Erkrankung und charakterisiert durch eine Einengung (Obstruktion) der Atemwege mit Behinderung des Atemstroms. Verstärkt kommt es dabei auch zu Entzündungsprozessen in den Atemwegen und im Lungengewebe zumeist als Reaktion auf die Einatmung schädlicher Partikel (Nikotin) und Gase. Akute Verschlimmerungen, sogenannte Exazerbationen und Begleiterkrankungen (Komorbiditäten), tragen maßgeblich zur Schwere der COPD bei.

Schätzungen der WHO aus dem Jahr 2007 gingen davon aus, dass allein in Deutschland rund 6,8 Millionen und weltweit etwa 210 Millionen Menschen an einer COPD erkrankt waren. Damit muss bereits von einem globalen Problem gesprochen werden, denn inzwischen ist die COPD schon die vierthäufigste, krankheitsbedingte Todesursache. Von den zehn häufigsten zum Tod führenden Krankheiten, ist COPD weiterhin die einzige, deren Häufigkeit konstant zunimmt.

Der Begriff COPD (chronic obstructive pulmonary disease) steht für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Der Sammelbegriff COPD bezeichnet eine Gruppe von Krankheiten der Lunge. In erster Linie sind die COPD (chronisch-obstruktive Bronchitis) und das Lungenemphysem zu nennen.

Es wurde nachgewiesen, dass circa 80-90 Prozent der COPD-Patienten Raucher oder ehemalige Raucher sind.  Rauchen ist also zweifelsfrei die Hauptursache für die COPD und das Lungenemphysem. Weitere Ursachen können Belastungen am Arbeitsplatz, Feinstaub sowie andere, zum Beispiel nicht adäquat behandelte Lungengrunderkrankungen oder Gendefekte sein.

Symptome des Lungenemphysems und der COPD sind zu Beginn vermehrter Auswurf und Husten, später dann Atemnot (auch als AHA Effekt bezeichnet) anfänglich nur bei Belastung, im fortgeschrittenen Stadium bereits im Ruhezustand. Bei einer großen Zahl von COPD-Patienten entwickelt sich im Verlauf der Krankheit auch ein Lungenemphysem, eine irreversible Überblähung der belüfteten Räume der Lunge, die zu einer Zerstörung der kleinsten Lungenbläschen führt und nachhaltige Atemnot hervorruft.

Zunehmend können sich Einschränkungen der Mobilität, der damit einhergehende Muskelverlust sowie Begleiterkrankungen einstellen.

Das alles kann zum Abbau und Verlust der sozialen Strukturen und nicht selten zu Gemütsstörungen, im schlimmsten Fall auch zu Depressionen führen. Die Auswirkungen der Erkrankungen auf die Psyche und die Lebensqualität sind bekannt und wurden in den letzten Jahren zunehmend thematisiert und untersucht. Unter anderem in zwei gemeinsam von der Schön Klinik Berchtesgadener Land, der Philipps-Universität Marburg Abteilung für Psychotherapie und der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland durchgeführten Studien.

Positiv ist, dass heute eine breite Palette unterschiedlichster Therapieoptionen zur Behandlung der Symptome einer COPD mit oder ohne Lungenemphysem zur Verfügung steht. Hier sind neben der medikamentösen Therapie, Lungensport und Atemtherapie auch medizinische Rehabilitationsmaßnahmen und bronchologische Volumenreduktionsmaßnahmen zu nennen. Sehr wichtig ist auch die Prophylaxe in Form von Schutzimpfungen.

Der wichtigste Faktor den weiteren Verlauf der Erkrankung im Sinne des Erkrankten positiv zu beeinflussen ist jedoch der sofortige und dauerhafte Stopp des Rauchens. Wenn dieses nicht gelingt sind alle zuvor genannten Optionen ad absurdum geführt.

Dezidierte Informationen zum gesamten Themenkomplex bieten Ihnen unsere Homepage: https://www.lungenemphysem-copd.de und die in Kooperation mit dem COPD - Deutschland e.V. herausgegebenen 21 Patientenratgeber.

Um die Betroffenen, Angehörigen und die Bevölkerung zu informieren und aufzuklären, veranstalten der COPD-Deutschland e.V. in Kooperation mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einmal im Jahr in Hattingen (NRW) das Symposium-Lunge. Am 02.09.2017 waren mehr als 2400 Besucher aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland zum mittlerweile 10. Symposium-Lunge in die Gebläsehalle des Westfälischen Industriemuseums der Henrichshütte nach Hattingen gekommen.

Für das kommende Jahr können Sie sich bereits den Termin des 11. Symposium-Lunge vormerken, welches am Samstag, den 01. September  2018  von 9:00-17:00 Uhr erneut in Hattingen  stattfinden wird. Das 11. Symposium Lunge wird unter dem folgenden Motto stehen:
COPD und Lungenemphysem
Chronische Atemwegserkrankungen - Neueste Erkenntnisse und Zukunftsaussichten

Interessierte richten ihre Anfragen bezüglich des 11. Symposiums Lunge 2018 bitte direkt an die Organisationsleitung. Organisationsbüro 11. Symposium Lunge
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de

Jens Lingemann
Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│02. Oktober 2017: Nachbetrachtung 10. Symposium - Lunge 2017

10 Jahre Symposium Lunge in Hattingen

„Entstanden aufgrund einer Idee von Jens Lingemann, selbst Betroffener und Vorsitzender des COPD - Deutschland e.V., und getrieben von dem Wunsch nach mehr Information für Patienten“, so schilderte Heike Lingemann während Ihrer Begrüßungsansprache des Symposiums Lunge 2018 die Entwicklung der Veranstaltung. In jedem einzelnen Symposium stecke ganz viel Herzblut, immer mit dem Ziel vor Augen, dass letztendlich die Patienten die Erkrankung beherrschen sollen und nicht umgekehrt, die Erkrankung die Patienten.

10 Jahre Symposium Lunge, das Jubiläum einer Veranstaltung, die bundesweit einzigartig ist und sich zu einem Magnet für Patienten, Angehörige und Interessierte entwickelt hat. Dies sei jedoch nur möglich gewesen aufgrund des Vertrauens und der Wertschätzung der Referenten, so Heike Lingemann.

Prof. Dr. Helmut Teschler vom Westdeutschen Lungenzentrum Ruhrlandklinik, Essen der das Symposium-Lunge in Hattingen von der ersten Stunde an als Moderator und Referent begleitete verabschiedete sich. Im kommenden Jahr wird die Moderation von Professor Dr. Susanne Lang, SRH Waldklinikum, Gera, ebenfalls Referentin der ersten Stunde, übernommen.

Mehr als 2.400 Gäste aus Deutschland und den benachbarten Ländern konnten in diesem Jahr in Hattingen gezählt werden. Der weiteste Gast reiste sogar aus Australien an, da in Australien eine ähnliche Veranstaltung nach dem Muster des Symposium-Lunge etabliert werden soll.

Insgesamt 34 Aussteller präsentierten sich, boten vielfältige Informationen und Gesundheitschecks. Auch das LuFuMobil war wieder vor Ort, um die aufwendigen Lungenfunktionsmessungen kostenfrei anzubieten. Insgesamt 94 Messungen konnten, über den Tag verteilt, vorgenommen werden.
Neben der Vortragsveranstaltung in der Gebläsehalle wurden in diesem Jahr insgesamt sechs Workshops durchgeführt.

Atmung ist Lebenselexier

Vortrag Prof. Dr. Helmut Teschler, Essen
„Symptome und Diagnostik einer COPD mit oder ohne Lungenemphysem"

„Atmung ist Lebenselexier und feingetunt eingestellt“, so Professor Teschler. Liegt eine COPD und/oder Lungenemphysem vor, ist das System Atmung nachhaltig gestört.

Wissenschaftlich definiert ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD, als eine häufige, vermeidbare und behandelbare Erkrankung, die charakterisiert ist durch eine persistierende Obstruktion, d.h. dauerhafte Verengung, der Atemwege, die gewöhnlich progressiv, also fortschreitend, verläuft und die assoziiert ist mit einer verstärkten chronischen Entzündung in den Atemwegen und der Lunge, hervorgerufen durch Einwirkung schädlicher Partikel oder Gase. Akute Verschlechterungen (Exazerbationen) und Begleiterkrankungen
(Komorbiditäten) tragen zur Schwere der Erkrankung individueller Patienten bei.

Ein Lungenemphysem kann als irreversible „Weitung“ der unteren Atemwege bezeichnet werden. Wissenschaftlich betrachtet, sind bei einem Lungenemphysem die Lungenbläschen (Alveolen), an denen der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid stattfindet, teilweise zerstört und überdehnt, so dass ihre innere Oberfläche verkleinert wird. In der Folge ist die Ausatmung erschwert, da die kleinen Bronchien, welche in die Lungenbläschen münden, in sich zusammenfallen. Außerdem kommt es zu einer zunehmenden Überblähung der Lunge - die bei Belastung zunimmt.

Zur Symptomatik von COPD/Lungenemphysem zählen vor allem Atemnot (Dyspnoe), chronischer Husten mit oder ohne Auswurf, eine reduzierte Leistungsfähigkeit, hörbare Atemnebengeräusche (Giemen) sowie häufigere oder länger anhaltende bronchiale Infekte.

Die Basisdiagnostik in Form einer einfachen Spirometrie (Lungenfunktionsmessung) führt in der Regel der Hausarzt durch. Die sogenannte Bodyplethysmographie, das derzeit bestmögliche Verfahren zur Lungenfunktionsmessung, zur weiterführenden Diagnose und Differentialdiagnose (Abgrenzung von möglichen anderen Erkrankungen) sollte durch den Lungenfacharzt (Pneumologe) vorgenommen werden.

Häufig würden vorliegende Symptome jedoch nicht intensiv genug abgefragt, formulierte Professor Teschler. Dies sei einer von vielen Gründen, warum nach wie vor eine Dunkelziffer der Betroffenen von schätzungsweise 40% vorliege. Eine weitere Problematik sei, dass begleitende Symptome oder Erkrankungen oftmals weder vom Patienten noch vom Arzt thematisiert werden. Hierzu zählen beispielsweise Angst oder Inkontinenz.

Hinsichtlich Diagnostik und Therapie der COPD zeichnen sich derzeit mehrere Entwicklungen ab. So werde vermutlich die Computertomopgraphie (CT) zukünftig der Goldstandard für die Emphysemdiagnostik werden, die medikamentöse Therapie der COPD insgesamt erfahre zudem eine immer stärkere Individualisierung, zeigte Professor Teschler auf.

Aktuelle Neuerung

Innerhalb des therapeutischen Behandlungskonzeptes bei COPD stehen Maßnahmen der Trainings-/Physiotherapie mit an oberster Stelle. Seit Ende letzten Jahres liegt ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) über eine Änderung der Heilmittel-Richtlinie im Hinblick auf die Anpassung der Regelungen zum langfristigen Heilmittelbedarf vor. Diese Änderungen ermöglichen eine Verordnung außerhalb der Regelleistungen für chronisch obstruktive Lungenerkrankungen in folgenden Fällen:

Kennziffer chronisch obstruktive Lungenkrankheiten

  • J44.00 chronische obstruktive Lungenkrankheit mit akuter Infektion der unteren Atemwege: FEV1< 35% des Sollwertes
  • J44.10 chronische obstruktive Lungenkrankheit mit akuter Exazerbation (akuten Verschlechterung), nicht näher bezeichnet: FEV1 < 35% des Sollwertes
  • J44.80 sonstige nicht näher bezeichnete chronische obstruktive Lungenkrankheit: FEV1 <% des Sollwerte

Wichtig zu wissen ist darüber hinaus, dass diese Verordnung das Budget des Arztes nicht belastet. Somit besteht keine Begrenzung der Verordnung für den Arzt und es ist keine Bewilligung der Krankenkasse erforderlich!

Selbsthilfe ein wichtiger Faktor in der Versorgungsstruktur

Professor Teschler hob in seinem Vortrag zudem den Stellenwert der Selbsthilfe hervor und forderte Patienten auf, sich der Selbsthilfe anzuschließen, da durch organisierte Patienten - ähnlich dem Schwarmverhalten in der Natur - mehr erreicht werden könne. So habe COPD - Deutschland e.V. beispielsweise bereits in der Vergangenheit sehr viel bewegt und sei zudem ein glaubwürdiger, verlässlicher, konstruktiver Gesprächspartner für alle Akteure aus dem Bereich des Gesundheits- und Versorgungswesens. Alleine die vielfältig herausgegebenen Ratgeber und DVDs seien inzwischen Bestseller.

Begleiterkrankungen zu wenig beachtet

Vortrag Professor Dr. Winfried J. Randerath, Solingen
„Welche Begleiterkrankungen können im Rahmen einer COPD auftreten und deren weiteren Verlauf beeinflussen?“

Bereits in der aktuellen wissenschaftlichen Definition werden Begleiterkrankungen, die mit der Erkrankung COPD einhergehen können, beschrieben - siehe Beitrag von Professor Teschler. „Im praktischen Alltag werden Begleiterkrankungen jedoch viel zu wenig beachtet. Sie stehen einfach zu wenig im Blickfeld“, berichtet Professor Randerath, Solingen.

Dies kann fatale Folgen haben, da COPD Patienten mit Begleiterkrankungen eine wesentlich schlechtere Prognose haben, so Randerath. Mit dieser Aussage wolle er keine Ängste schüren, vielmehr gelte es eine frühe Erkennung und rechtzeitige Einleitung einer Therapie als Ziel in den Fokus zu rücken.

Begleiterkrankungen bei COPD sind häufig, bedrohlich und belastend. Eine gezielte Suche ist daher notwendig. Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Mangel an Mobilität und häusliche Isolation sollten unbedingt vermieden werden. Von Begleiterkrankungen betroffen sein, können COPD Patienten in allen Stadien, wobei Patienten mit einer deutlichen Entzündung, niedrigem FEV1-Wert, schwerem Emphysem und gehäuften Krankenhausaufenthalten, die höchste Rate an Ausbruchsphasen von Begleiterkrankungen verzeichnen.

Neben der Lungenentzündung (Pneumonie) und dem Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) stellen das Herz-Kreislaufsystem betreffende Erkrankungen, den wichtigsten Faktor dar. Wobei als Ursache für das häufige Zusammentreffen mit der COPD, vorhandene, den ganzen Körper betreffende, Entzündungen derzeit wissenschaftlich diskutiert werden, die von den Atemwegen und dem Lungengewebe ausgehen und möglicherweise auch für gefäßverengende Prozesse (Arteriosklerose) verantwortlich sind.

Weitere häufig auftretende Begleiterkrankungen einer COPD sind:

  • Osteoporose und Muskelabbau
  • Diabetes mellitus
  • Obstruktive Schlafapnoe
  • Depression

Der direkte Weg zum Problem

Vortrag Dr. Thomas Voshaar, Moers
„Inhalative Verabreichung von Medikamenten - Fehlerquellen und Optimierungsmöglichkeiten"

Inhalationen bei Lungenerkrankungen seien der direkte Weg zum Problem und wirken ungefähr so schnell, wie eine Injektion in die Vene, formulierte Dr. Voshaar während seines Vortrages. Die Auswahl der Inhalationssubstanzen und Inhalationsgeräte, die in Deutschland zur Verfügung stehe, sei weltweit die größte. Dies solle man jedoch als Chance betrachten und die Möglichkeiten nicht einengen - auch wenn die Vielzahl durchaus eine Herausforderung für jeden Arzt darstelle, so Voshaar. Er betonte jedoch, dass zwar die Unterschiede der Inhalationssysteme sehr groß seien, die Unterschiede der zu inhalierenden Substanzen seien jedoch begrenzt.

Wichtig sei daher die Schulung der Patienten im Umgang mit dem individuell ausgewählten Inhalationssystem. Hier bestünden große Defizite. Die in Studien erreichten positiven Effekte bei einer kontrollierten Verabreichung der Inhalation, würden im normalen Alltag nie erreicht, was auf häufige fehlerhafte Anwendungen zurückzuführen ist.

Wie viel Wirkstoff in der Lunge ankommt hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • von der Anatomie des Rachens und Kehlkopfes - die bei jedem Menschen so individuell ist wie ein Fingerabdruck
  • von der Größe der inhalierten Partikel
  • von der Einatmungsgeschwindigkeit (Inspirationsfluss) - wobei zu beachten ist, dass mehr Wirkstoff bei einer langsamen Einatmung in die Lunge gelangt

Treibgasbetriebene Dosieraerosole

  • Hohe Austrittsgeschwindigkeit
  • Kurze Freisetzung
  • Langsames Inspirationsmanöver schwierig

Bei Dosieraerosolen sei wichtig, so Voshaar, dass es zwischen Inhalationssystemen mit alter FCKW-Technologie und neuer HFA (Galenik und Ventiltechnik) zu unterscheiden gelte. Bei der neueren HFA Technik sei die Inhalationwolke langsamer und breiter, sanfter und wärmer und mache keinen Kältereiz am Rachen.

Dr. Voshaar empfiehlt bei einem Dosieraerosol unbedingt die Verabreichung unter Zuhilfenahme eines Spacers. Ein Spacer erleichtert die Koordination, vermindert die Rachendeposition und erhöht die bronchiale Deposition.

Bei einem Spacer gilt zu beachten: Immer nur ein Hub im System! Dann drei langsame und tiefe Atemzüge, dann einen weiteren Hub in das System und erneut drei langsame und tiefe Atemzüge.

Respimat

Der Respimat ist das Hightec Gerät ohne Treibgas, so Voshaar. Die Sprühwolke sei sehr viel langsamer als bei einem Dosieraerosol, die Technik überragend und erleichtere zudem die Koordination.

Pulverinhalation

Bei Pulverinhalatoren handelt es sich im Prinzip um „verklebtes“ Pulver, das zunächst geteilt werden muss, bevor die Partikel an den eigentlichen Wirkort gelangen, beschreibt Voshaar. Daher muss bei einer Pulverinhalation von Beginn an sehr kräftig inhaliert werden, womit sich die Pulverinhalation gänzlich von der Inhalation eines Dosieraerosol Sprays unterscheidet.

Zunächst gilt es eine Einatmgeschwindigkeit aufzubauen, erst dann folgt ein „Klick“ und die Dosisauslösung. Patienten müssen zunächst lernen, mit welcher Atemgeschwindigkeit eingeatmet werden muss, bevor die Auslösung erfolgt. Zum Erlernen der richtigen Einatemgeschwindigkeit können spezielle Geräte, sogenannte Inhalationstrainer, eingesetzt werden.
Pulverinhalationssysteme unterteilen sich in atemzugkontrollierte Systeme mit Feedback-Mechanismen sowie Einzelkapsel-Pulverinhalationssysteme.

Düsen- und Ultraschallvernebler

Die Dauer einer Inhalation über einen Vernebler beträgt etwa 15-20 Minuten. Vernebler werden bei Kleinkindern bis zum 4. Lebensjahr eingesetzt, bei Patienten, die mit den vorab genannten Inhalationsgeräten nicht zurecht kommen, bei schwerer Exazerbation oder Anfall/Status oder die Verwendung einer freien Kombination von Wirkstoffen (und Trägerlösung).

Grundsätzlich rät Dr. Voshaar eine Inhalation niemals schnell, quasi nebenbei durchzuführen, sondern diese immer in Ruhe und konzentriert vorzunehmen. Tief einatmen und dann ganz entspannt vollkommen ausatmen. „Stellen Sie eine Liebesbeziehung zu Ihrem Inhalationssystem her.“

  • Pulversysteme: Vom Start weg kräftig einatmen
  • Kontrollsystem: So kräftig, dass gerade der „Klick“ ausgelöst wird
  • Kapselsysteme: Kräftig, lange und tief
  • Treibgassysteme: So langsam und tief wie möglich
  • Spacer: So langsam und tief wie möglich, mehrere Atemzüge

Cortison nur bei speziellen Patientengruppen

Vortrag Dr. Urte Sommerwerck, Wuppertal
„Cortison - Notwendigkeit, Nutzen, Nebenwirkungen“

Cortison (Cortisol) ist ein Hormon, welches vom Körper selbst in der Nebennierenrinde aus Cholesterin produziert wird. Ein Hormon ist ein Botenstoff zur Übertragung von Signalen zur Auslösung von Reaktionen im Stoffwechsel.

Corticoid ist ein Synonym für Glucocorticoid, auch Glukokortikoid geschrieben und Steroide. Synthetisch hergestellt werden können Glukokortikoide als Medikamente, die Cortison-ähnlich wirken.

Mit Cortison können alle entzündlichen Erkrankungen im Körper prinzipiell behandelt werden. Wobei Cortison keine Krankheit heilen kann, es bessert nur die aktuelle Situation einer Erkrankung. Nach Abklingen der Entzündung bzw. der Symptome muss die Therapie mit anderen Medikamenten fortgesetzt werden.

Die Wirkung von Cortison beginnt erst nach 15 Minuten bis einigen Tagen nach Einnahme, da Cortison - wie bereits aufgezeigt - als Botenstoff verschiedene Vorgänge im Körper zunächst aktiviert.

Inhalative Glukokortikoide werden bei COPD in großem Umfang eingesetzt:

  • COPD III, IV (C, D)
  • FEV1 <50 % und
  • Exazerbation mit systemischen Steroiden (in Tablettenform) und/oder Antibiotika

Eine Langzeittherapie mit Tabletten ist nicht empfohlen, da potenziell schwerwiegende unerwünschte Wirkungen, wie z. B. die Zunahme von Lungenentzündungen, auftreten können.

  • ACOS - Asthma-COPD-Overlap-Syndrom

Medizinische Aspekte, die Sie wissen sollten:

  • Inhalative Therapie: Mund nach der Einnahme ausspülen, da Cortison leicht im Rachen hängen bleibt und Soor (Pilz) verursacht, Zähne putzen oder etwas essen
  • Hochdosierte Therapie: über einen kurzen Zeitraum ( z. B. maximal 14 Tage) - hier sind keine Besonderheiten von Seiten des Patienten zu beachten
  • Cortisonlangzeittherapie - ist bei COPD selten angezeigt:
    • Regelmäßige Effektivitätskontrollen durch den behandelnden Arzt
    • Regelmäßige Kontrollen der Nebenwirkungen (z. B. Blutzucker, Augenarzt, Gewicht)
    • Vermeidung Gewichtszunahme (z. B. Diät, bei Wassereinlagerungen Diuretikum)
    • Niemals Therapie abbrechen ohne Arztkonsultation

Empfehlungen für ärztliche Kontrollen im Falle einer Cortisonlangzeittherapie:

  • Von Beginn an - Osteoporoseprophylaxe
  • Jeden Monat - Kontrolle von Aussehen, Blutdruck

Fragen nach: Medikamenten, Rückenschmerzen, Infekten

  • Alle 3 Monate - Blutentnahme und Urinstatus
  • Alle 12 Monate - Ergometer-EKG
  • DXA-Knochendichtemessung
  • Röntgen-Thorax

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Cortison sind mögliche Wechselwirkungen, sprechen Sie daher immer vor einer Cortisongabe mit Ihrem Arzt über Ihre aktuelle Medikamentensituation!

  • Es bestehen Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln.
  • Wechselwirkungen mit NSAR/Antirheumatika/Schmerzmitteln - erhöhtes Risiko von Magen-Darm-Geschwüren
  • Wechselwirkung bei Patienten mit Diabetes, Herzerkrankung, Bluthochdruck
  • Bei Einnahme von Abführmitteln verstärkt sich der Kalium- und Magnesiumspiegel

Unterstützung der überlasteten Atemmuskulatur

Vortrag PD Dr. Thomas Köhnlein, Leipzig
„Nicht-invasive Beatmung bei COPD und Lungenemphysem“

Eine nicht-invasive, d.h. außerklinische Beatmung (NIV) über eine Maske ist in erster Linie eine Therapie der Atemmuskeln, schilderte PD Dr. Köhnlein.

Diese Therapieform kommt bei einer akuten Atemnot oder einer chronischen Atemnot zum Einsatz. Eine akute Atemnot kann durch eine Herzerkrankung bedingtes Lungenödem oder eine akut exazerbierte COPD, d.h. eine akute Verschlechterung notwendig werden. Bei dieser Indikation wird eine nicht-invasive Beatmung oftmals nur vorübergehend notwendig.

Bei Einsatz einer NIV aufgrund einer chronischen Atemnot kann die Ursache eine COPD sein oder andere Erkrankungen wie z. B. eine neuromuskuläre Erkrankung, schwere Kyphoskoliose oder ein postuberkulöses Syndrom. Ein möglicher weiterer Grund kann ein Weaning sein, d.h. die Entwöhnung von einer Beatmung mittels Tubus hin zu einer nicht-invasiven Beatmung mittels Maske.

Langfristig angewendete nicht-invasive Beatmung reduziert bei chronisch stabilen, hyperkapnischen COPD Patienten die Gesamtsterblichkeit, verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit und die gesundheitsbezogene Lebensqualität.

Unmittelbar nach einer akut-beatmungpflichtigen Exazerbation muss im Einzelfall entschieden werden, ob und wann eine dauerhafte Beatmung eingeleitet werden soll.

Die erfassten klinischen Messungen im Beatmungsgerät könnten in Zukunft frühzeitige Hinweise auf Verschlechterung der zugrundeliegenden Erkrankung geben.

Lungenvolumenreduktion zur Verkleinerung des Lungenemphysems

Vortrag Prof. Dr. Heinrich Worth, Fürth
„Ventile, Coils, Lungenvolumenreduktion - Maßnahmen zur Verkleinerung des Lungenemphysems“

Bei Vorliegen eines schweren Lungenemphysems werden die Lungenbläschen der betroffenen Lungenareale zerstört und die Lungenlappen überblähen allmählich, so das das Atemzugvolumen abnimmt und sich der Bewegungsspielraum des Zwerchfells vermindert. Das Ausweitungsvermögen der gesünderen Areale wird geringer. Anatomisch betrachtet wird auch das Herz durch das Emphysem zusammengedrückt und dadurch dessen Pumpleistung eingeschränkt, so Professor Worth.

Die medikamentöse Therapie kann eine Überblähung verhindern. Fast noch wichtiger sind jedoch nicht-medikamentöse Maßnahmen, schildert Worth während seines Vortrages. Manchmal kann auch das Training der Atemmuskulatur hilfreich sein. Darüber hinaus sind die Effekte einer pneumologischen Rehabilitation nachweislich größer als die einer endoskopischen Lungenvolumenreduktion.

Vor jeder Lungenvolumenreduktion sollten daher zunächst alle konservativen medikamentösen und nicht medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden.

Zur endoskopischen Lungenvolumenreduktion (LVR) stehen derzeit in ausgewiesenen Zentren die Ventilapplikation sowie Implantation von Coils zur Verfügung. Ziel der LVR ist die Verminderung der Überblähung und somit Verbesserung der Lungenfunktion sowie Funktion der Atemmuskeln. Wodurch die Atemnot unter Belastung vermindert, die Leistungsfähigkeit gesteigert und die Lebensqualität verbessert werden kann. Weitere kontrollierte Studien sind jedoch notwendig, um die Verfahren mit hinreichender Sicherheit und Wirksamkeit zu etablieren.

Verordnung einer Langzeit-Sauerstofftherapie

Vortrag Dr. Michael Westhoff, Hemer
„Medizinische Voraussetzungen zur Verordnung der Langzeit-Sauerstofftherapie und korrekte Umsetzung der Therapie durch den Patienten“

Ziel einer Sauerstofftherapie ist, das Angebot an Sauerstoff in der Lunge zu erhöhen, damit der Sauerstoffpartialdruck im Blut wieder ansteigen kann, so dass für Belastungen oder auch in Ruhephasen wieder genügend Sauerstoff zur Verfügung steht.

Darüber hinaus soll die Atemmuskulatur entlastet und die Verengung der Blutgefäße aufgrund des Sauerstoffmangels in den Atemwegen gemindert werden. Das hat zur Folge, dass die Lungenbezirke wieder besser durchblutet und das Herz entlastet wird.

Verordnung einer Langzeit-Sauerstofftherapie (LOT) bei COPD Patienten in Ruhe:

  • pO2 < 55 mmHg (Sauerstoffpartialdruck)
  • pO2 55-60 mmHg und Cor pulmonale (Herzbelastung durch Lungenhochdruck)/Polyglobulie („dickes Blut“, Erhöhung der Zahl der roten Blutkörperchen)

Als arterieller Sauerstoffpartialdruck (pO2 oder paO2) wird der Teildruck (Partialdruck) des im Blut gelösten Sauerstoffs als Anteil am Gesamtdruck aller im Blut gelösten Gase bezeichnet. Der Sauerstoffpartialdruck ist wichtig für den Sauerstofftransport des Blutes.

Die Diagnostik erfolgt in Form einer Sauerstoffsättigungsmessung (Pulsoximeter) und einer Blutgasanalyse (BGA) in Form einer Belastungs-Blutgasanalyse und einer nächtlichen Blutgasanalyse über das Ohrläppchen.

Schwieriger wird die Entscheidung hinsichtlich einer Verordnung einer LOT, wenn Patienten nur in der Nacht oder aber unter Belastung einen Sauerstoffmangel entwickeln. Derzeit liegen hierzu keine eindeutigen wissenschaftlich fundierten Empfehlungen vor. Neuere Leitlinien halten bei einem alleinigen und nur mäßigen Sauerstoffmangel in der Nacht und ebenso einem Sauerstoffmangel nur unter Belastung die Verordnung einer LOT für nicht erforderlich.

Bei akuten Verschlechterungen (Exazerbationen) erfolgt keine regelhafte LOT-Verordnung.

Viren und Bakterien sind „Wegbereiter“

Vortrag Prof. Dr. Susanne Lang, Gera
„Impfprophylaxe, Pneumokokken, Grippeschutz und weitere Impfungen“

Nachweislich führen Atemwegsinfekte zu mehr Notfallbehandlungen als andere chronische Erkrankungen. Etwa die Hälfte aller Exazerbationen bei COPD gehen mit viralen oder bakteriellen Infekten einher. Grund genug also, alle vorbeugenden Maßnahmen einer Vorbeugung zu ergreifen.

Maßnahmen, die die körpereigene Abwehr stärken:

  • regelmäßig Sport und Bewegung
  • Kneippsche Anwendungen wie z. B. Sauna/Wechselduschen
  • Schutzimpfungen (z. B. Grippeschutzimpfung jährlich im Herbst!)
  • Antioxidantien (z. B. Vitamin C, Vitamin E)
  • Phytoptherapeutika (z. B. Extrakt aus Echinacea purpurea, Contramutan)
  • Immunstimulantien (z. B. Broncho Vaxom, Luivac)

Für COPD Patienten werden grundsätzlich die Impfung gegen Grippe (jährlich Oktober/November) und gegen Pneumokokken empfohlen.

Durch eine Grippeimpfung kann das Risiko an Grippe zu erkranken bei Patienten mit COPD bis zu 7fach gesenkt werden. Die Wirksamkeit einer Pneumokokkenimpfung wird mit 50-70% angegeben.

Hinsichtlich der Pneumokokkenimpfung empfiehlt Professor Lang zuerst den Impfstoff Prevenar13 zu verabreichen und dann Pneumovax, da sich gezeigt habe, dass die Immunantwort auf eine Impfung mit dem Polysaccharidimpfstoff nach einer vorherigen Impfung mit der Konjugatvakzine deutlich größer sei, als nach einer Vorimpfung mit dem Polysaccharidimpfstoff.

Mögliche weitere Impfungen

  • Keuchhusten (Pertussis), Wirksamkeit 80-90 Prozent, höchstens 10 Jahre

Erwachsene sollen die nächste fällige Impfung einmalig als Tdap-Kombinationsimpfung erhalten.

  • Act-HibR-Impfstoff (Haemophilus-Influenzae-Typ-b (Hib)

Ab einem Alter von 5 Jahren ist eine Hib-Impfung nur in Ausnahmefällen indiziert z. B. nach Entfernung der Milz

  • RSV-Impfung - Impfstrategien gegen RSV Infektionen

...unsere Analyse zeigte, dass es effektiver ist, Kinder unter 5 Jahren zu impfen, um RSV Infektion bei Kindern und älteren Menschen zu verhindern, als direkt ältere Menschen gegen RSV zu impfen...

Unerwünschte Impfreaktionen sind insbesondere kurzfristige, leichtere Lokal- und Allgemeinreaktionen wie Schmerzen an der Injektionsstelle oder grippeartige Beschwerden.

„Manchmal habe ich das Gefühl anderen beim Leben zuzusehen...“

Dr. Tessa Schneeberger, Schönau
„ COPD: Auswirkungen auf Alltag, Psyche und Lebensqualität...nicht nur im fortgeschrittenen Stadium“

Eine Patientin von Dr. Schneeberger brachte es auf den Punkt, sie schilderte, dass sie sich "...manchmal so fühle, als ob sie anderen beim Leben zuschaue...“. Psychische Begleitsymptome bei COPD-Patienten sind ein gänzlich unterschätztes Phänomen und können erheblichen Einfluss auf Krankheitsverlauf, Lebensqualität und Gesamtprognose des Betroffenen haben.

Neben Angststörung (allgemein/krankheitsspezifisch), Panikstörung und Depressivität/Depression spielt das Schamgefühl in Zusammenhang z. B. mit einer Sauerstofftherapie, den Krankheitssymptomen Atemnot, Husten, Auswurf etc. und dem „Image“ von COPD eine wichtige Rolle.

Erste Untersuchungen dokumentieren, dass bis zu 80% der COPD Patienten depressive Symptome aufweisen. Wobei Angst und Depression keine Frage des COPD-Stadiums, sondern in allen Stadien gleichermaßen vertreten sind. Auch sogenannte End of Life (EoL) Ängste bei COPD sind unabhängig vom COPD-Stadium. 69 % der untersuchten Patienten gaben jedoch an, dass sie noch nie mit jemandem über diese Ängste gesprochen hätten.

Hauptsymptom bei COPD ist eindeutig die Atemnot. Atemnot und Angst können kaum voneinander getrennt betrachtet werden und läuten in der Regel den Teufelskreis der Angst im Alltag ein: die Inaktivitätsspirale. Denn Atemnot bei Belastung, verbunden mit Angst vor Atemnot, führt zu körperlicher Schonung, dies wiederum zu abnehmender Kondition und letztendlich zu noch mehr Atemnot und einem stetigen Leistungsabfall.

Von der aktuellen GOLD-Leitlinie aufgezeigte Auswege aus diesem Teufelskreis können eine pneumologische Rehabilitation, eine Verhaltens- und Entspannungstherapie sein.

Auch Angehörige und Lebenspartner sollten nicht vergessen. Einerseits leiden sie ebenfalls unter den Ängsten und der Atemnot ihrer Partner, andererseits stellen sie einen wichtigen Motivationsfaktor dar. Untersuchungen konnten zeigen, dass COPD Patienten mit einem körperlich aktiven Partner, selbst ebenfalls wesentlich aktiver sind.

Gleichermaßen haben soziale Bindungen Einfluss auf die körperliche und psychische Lebensqualität. Die Teilnahme an einer Selbsthilfe- und/oder Lungensportgruppe fördert die soziale Einbindung erheblich.

Praktische Übungen zum Mitmachen

Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Essen
Atemtherapie und Lungensport

Bewegung - trotz Atemnot - ist ein Erfolgsfaktor bei COPD. Regelmäßiger Sport und Bewegungsübungen können den bereits beschriebenen Teufelskreis jedoch deutlich verlangsamen. Wie dies funktioniert zeigte in diesem Jahr Dr. Teschler und Frau Finger mit praktischen Übungen zum Mitmachen.

Ausgerichtet wird das Training stets an die individuelle persönliche Leistungsfähigkeit.

Individuelle Fragestunde

Auch in diesem Jahr zeigte sich einmal mehr, welchen Stellenwert die Möglichkeit individuelle persönliche Fragen zu stellen, bei den Teilnehmern des Symposiums Lunge einnimmt. Selbst nach einem langen Tag mit Vorträgen und Workshops war der Saal um 16.00 Uhr noch mehr als zur Hälfte höchst interessierter Gäste gefüllt. Dabei reichten die Themen vom Reflux über die Entzündung, die Inhalation bis zum operativen Eingriff und der Indikation Schlafapnoe bis zu Bronchiektasen.

Workshops

Neben der Vortragsveranstaltung in der Gebläsehalle wurden insgesamt sechs Workshops angeboten, mit der Möglichkeit von noch mehr Interaktion zwischen Vortragendem und Teilnehmern. Alle Workshops wurden intensiv besucht, die Veranstaltungsräume waren gut gefüllt. Rege Diskussionen mit den Referenten fanden statt, die sich oftmals weit über den eigentlichen Zeitrahmen hinauszogen.

Hinweise:

Den 22 minütigen Filmbeitrag können Sie sich hier anschauen.

Ein Videomitschnitt des gesamten 10. Symposium-Lunge ist ca. ab Ende Oktober 2017 erhältlich und kann dann als DVD beim Veranstalter bestellt werden.

Eine Zusammenfassung sämtlicher Vorträge finden Sie hier

Die Planung für das 11. Symposium Lunge welches am Samstag, den 01. September 2018 wie gewohnt in Hattingen stattfinden wird, ist so gut wie abgeschlossen. Alle bereits verfügbaren Informationen entnehmen Sie bitte den Kongresswebseiten die in den kommenden Monaten fortlaufend erweitert werden.

Sabine Habicht und Jens Lingemann Hattingen, 01. Oktober 2017

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│28. August 2017: 10. Symposium Lunge - Kostenlose Lungenfunktionsmessungen auf dem Symposium Lunge

Im Rahmen des 10. Patientenkongresses Symposium-Lunge wird das LufuMobil am 02. September 2017 in Hattingen kostenlose Lungenfunktionsmessungen (Lufu) für Besucher durchführen.

Symptome des Lungenemphysems und der COPD sind zu Beginn vermehrter Auswurf und Husten, später dann Atemnot anfänglich nur bei Belastung im fortgeschrittenen Stadium bereits im Ruhezustand. Im weiteren Verlauf stellen sich dann zunehmend Einschränkungen der Mobilität und ein damit einhergehender Muskelverlust sowie weitere begleitende Folgeerkrankungen ein. Das alles führt in vielen Fällen zum Abbau und Verlust der sozialen Strukturen und nicht selten zu Gemütsstörungen im schlimmsten Fall auch zu Depressionen.

Ursache für das Lungenemphysem und die COPD- beides irreversible, also nicht rückführbare Erkrankungen - ist in 80 bis 90 Prozent das Rauchen. Grund genug hier zur Aufklärung beizutragen und erfolgreiche Wege, rauchfrei zu werden, aufzuzeigen. Darüber hinaus gibt es weitere, jedoch deutlich seltener auftretende Ursachen, wie ein Gendefekt (Alpha-1-Antitrypsin-Mangel), Feinstaubbelastungen am Arbeitsplatz, das Einatmen von Giftstoffen und einige weitere Gründe.

Frühzeitig diagnostiziert, kann diese Erkrankung behandelt, ihrem Fortschreiten entgegengewirkt und damit die Lebensqualität der Betroffenen langfristig verbessert werden. Mit einem zehnminütigen Lungenfunktionstest (Lufu) ist es möglich, Lungenkrankheiten frühzeitig zu erkennen. Kostenlose Lungenfunktionsmessungen werden im Rahmen des 10. Symposiums Lunge am Samstag, den 02. September 2017 von 09.00-17.00 Uhr vor dem LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen (Werksstrasse 31-33) wie auch schon in den zurückliegenden Jahren angeboten.

Herzstück des diesjährigen Kongresses, der am Samstag, den 2. September 2017 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen/NRW stattfindet, bilden - wie in jedem Jahr - die Vorträge von zehn namhaften Pneumologen, die über die verschiedenen Lungenerkrankungen, Diagnoseverfahren sowie Therapie- und Prophylaxe-Maßnahmen referieren. Darüber hinaus werden sechs Workshops angeboten beispielsweise zum Thema: - Anleitungen und praktische Tipps zur Langzeit-Sauerstofftherapie - und zum Thema: - Atemtherapie und Lungensport: Ihre Fragen - unsere Antworten - mit dem - Extra: Gemeinsam Entspannen. Eine Phantasiereise für Lungenkranke. - Fragen und Anregungen während der Workshops sind herzlich willkommen. Wie immer wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus werden viele kostenlose Serviceleistungen angeboten.

Veranstalter des Symposium-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland. Die Initiative dazu kam von Jens Lingemann, der als Selbstbetroffener für die Organisationsplanung und zusammen mit seiner Frau für die Leitung der Symposien verantwortlich ist. Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich. Für Betroffene, die eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Das erste Symposium-Lunge wurde Anfang September 2007 veranstaltet. Damals kamen rund 1.300 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland nach Hattingen. Die Teilnehmerzahl erhöhte sich stetig mit jeder Folgeveranstaltung und erreichte im Jahr 2016 erstmals mehr als 2800 Besucher. Diese Besucherzahl macht deutlich, welchen Stellenwert das Symposium Lunge mittlerweile für Patienten mit Atemwegserkrankungen, deren Angehörige und Interessierte hat und dies auch künftig haben wird, zumal die Anzahl der Betroffenen laut Prognosen der WHO weiterhin zunehmen soll.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-org@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2017

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 9 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 10. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│11. August 2017: 10. Symposium Lunge - Psychische Auswirkungen einer COPD auf die Lebensqualität

Welche Auswirkungen die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD auf Alltag, Psyche und Lebensqualität haben kann, wird Prof. Dr. med. Klaus Kenn, Chefarzt der Abteilung Pneumologie, Allergologie, Schlafmedizin in der Schön Klinik Berchtesgadener Land in Schönau am Königsee und Professor für Pneumologische Rehabilitation an der Philipps Universität Marburg, in seinem Vortrag auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017 erläutern.

Vor allem Depressionen wurde in Studien als wesentliches psychisches Problem von COPD-Patienten beleuchtet. Neuere Daten rücken außerdem Angst- und Panikstörungen in den Fokus. Mit Blick auf die Bedrohlichkeit des Hauptsymptoms der COPD, der Atemnot, kann es nicht überraschen, dass sich ein gegenseitiges Bedingen bzw. Verstärken von körperlichem (Atemeinschränkung) und psychischem Befinden (Not beim Atmen) manifestiert. Wir wissen, dass sich im Verlauf einer fortschreitenden COPD Atemnot, Angst und Depression im Sinne eines Teufelskreises verselbstständigen können. Bei COPD-Patientinnen treten Ängste allgemein häufiger, früher und in stärkerer Intensität auf, als in einer altersgleichen Normalbevölkerung.

Vor was fürchten sich Patienten? Wir selbst haben einen speziellen Fragebogen, den COPD-Angst-Fragebogen (CAF) mit 27 Items entwickelt, der es ermöglicht, die Inhalte der erlebten Ängste abzufragen. Dabei zeigen sich vier Hauptthemen: Angst vor dem Fortschreiten der COPD (Progredienzangst), Angst vor sozialer Ausgrenzung, Angst vor Atemnot (Dyspnoe) und Angst vor körperlicher Aktivität. Diese Ängste waren vom COPD-Schweregrad unabhängig. Weiterhin fand sich, dass speziell Ängste vor körperlicher Aktivität und vor Dyspnoe der körperlichen Aktivität im Wege stehen, so dass dadurch die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit erheblich eingeschränkt werden.

Angst und Depressionen manifestieren sich bereits in den frühen Stadien der COPD. Dies, obwohl die körperlichen Einschränkungen bei den Betroffenen im COPD-Stadium I und II nur wenig spürbar gewesen sein dürften. Möglicherweise ist bereits die erste Konfrontation mit der Diagnose COPD und insbesondere mit dem Begriff - Emphysem - für die Patienten besonders schockierend. COPD-Patienten leiden zudem oft unter Ängsten, die sich auf die Endphase des Lebens (EoL aus dem Englischen - End of Life- Fear) beziehen. Dabei scheint weniger der Tod selbst als vielmehr die Art des Sterbens für Patienten mit wiederkehrender Atemnot ein beängstigendes Problem darzustellen. Neben der unmittelbaren Befürchtung, qualvoll zu ersticken (91%) gaben erstaunlicherweise 78% der Untersuchten in unserer Klinik Angst vor Schmerzen für die EoL-Phase an.

Die meisten Patienten geben an, nie mit den behandelnden Ärzten über Ängste gesprochen zu haben. Zudem fühlten sie sich deutlich zu wenig über ihre Erkrankung informiert. Dabei scheint der COPD-Patient im klinischen Alltag eher eine stumme Rolle zu spielen. Somit wird auf Ärztlicher Seite entsprechend keine psychische Problematik vermutet. Eine nie veröffentlichte Deutsche Untersuchung soll gezeigt haben, dass die COPD als Erkrankung sowohl bei Patienten als auch bei Ärzten in sehr schlechtes - Image - hat. Die Betroffenen rechnen erst gar nicht mit Mitgefühl. Vielleicht liegt es auch daran, dass insbesondere sauerstoffpflichtige COPD-Patienten ihre Erkrankung als peinlich und beschämend erleben.

Bereits geringe Maßnahmen in Form von zweimaliger Verhaltenstherapie können zu einer erheblichen Abnahme von Angst und Depression führen. Auch die Verordnung von angstlösenden Medikamenten in niedrigen Dosierungen kann in ausgewählten Fällen bereits zu einer spürbaren Besserung der psychischen Symptome führen. Im Falle unerträglicher Atemnot kann schon ein kurzes Gespräch mit einem Patienten mit der Zusage einer niedrig dosierten Morphintherapie eine perspektivische Entlastung bieten. Allein das Ansprechen solcher Themen, das Relativieren oft übersteigerter Zukunftsängste und insbesondere Behandlungszusagen für die Zukunft entlasten Patienten oft enorm. Man kann dies als eine Art - End of Life-Vertrag - mit dem Arzt bezeichnen.

Der COPD-Deutschland e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem- COPD Deutschland einen Patientenratgeber zum Thema: COPD - Auswirkungen auf Alltag, Psyche und Lebenqualität herausgegeben, die Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Klaus Kenn, Chefarzt der Abteilung Pneumologie, Allergologie, Schlafmedizin in der Schön Klinik Berchtesgadener Land in Schönau am Königsee und Professor für Pneumologische Rehabilitation an der Philipps Universität Marburg, auf dem 10. Symposium Lunge am Samstag, den 2. September 2017 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
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Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2017

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 9 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 10. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│28. Juli 2017: 10. Symposium Lunge - Welche Impfungen sind für Lungenpatienten empfehlenswert?

Über die Wirkungsweise von Impfungen und Impfempfehlungen wird Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin an der Medizinischen Klinik II am SRH Wald-Klinikum in Gera, in ihrem Vortrag auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017 sprechen.

Exazerbationen bei COPD sind durch eine Zunahme der Beschwerden (Atemnot, Husten, Auswurf) definiert, die mit einer intensiveren Medikation (z.B. Antibiotika) behandelt werden müssen. Virale oder bakterielle Infekte machen etwa die Hälfte aller Exazerbationen aus. Es ist also naheliegend vorbeugende Maßnahmen gegen Infekte einzusetzen, um Exazerbationen zu vermeiden. Impfungen sind unser mächtigstes Instrument zur frühzeitigen Bekämpfung von Infekten, da unser Immunsystem die erste Barriere für Infekte darstellt und in der Lage ist, Bakterien und Viren schon vor Beginn der eigentlichen Krankheitsphase zu bekämpfen.

Wie die Impfung funktioniert
Das Ziel einer aktiven Impfung ist, das Immunsystem für bestimmte Erreger „scharf zu machen“ und so einen langfristig wirksamen Schutz aufzubauen. In der Regel werden abgetötete Erreger oder Bruchstücke der Krankheitserreger, die selbst keine ernsthafte Erkrankung mehr verursachen können, verwendet. Diese Erreger oder Bruchstücke werden den Abwehrzellen präsentiert. Der Körper kann nicht unterscheiden zwischen toten und lebenden Keimen, „glaubt“ quasi an eine Infektion und stellt die Abwehrzellen scharf. Das Immunsystem reagiert darauf mit der Bildung von Antikörpern und so genannten Gedächtniszellen. Im Falle einer späteren echten Infektion kann das Immunsystem über die Gedächtniszellen schon frühzeitig die Abwehr organisieren und verhindern, dass die Krankheit überhaupt erst ausbricht oder wenigstens dafür sorgen, dass die Krankheit milder verläuft. Für den Aufbau des wirksamen Impfschutzes sind in vielen Fällen wiederholte Teilimpfungen nötig. Man spricht dann von Grundimmunisierung. Bei einigen Impfungen hält der Schutz ein Leben lang an, andere Impfungen müssen in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden.

Impfreaktionen
Nach einer Impfung kann es zu Rötung, Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle kommen. Daneben können auch Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Unwohlsein auftreten. Diese Beschwerden sind durch die erwünschte Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff bedingt und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab. Schwerwiegende Komplikationen durch Impfungen sind sehr selten.

Für Patienten mit COPD werden die Impfungen gegen Grippe und gegen Pneumokokken von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen.

Weitere Impfungen?
Es wäre natürlich wünschenswert wenn wirksame Impfstoffe auch gegen andere, häufige bakterielle Erreger wie Moraxella catarrhalis, Hämophilus influenzae oder Rhinoviren zur Verfügung ständen. Solche Impfungen sind jedoch in ihrer Wirksamkeit umstritten und können aktuell nicht generell empfohlen werden. Die Impfung gegen Rhinoviren hatte vor Jahren sogar zu Todesfällen geführt und wird erst durch die Neuentwicklung geeigneter Impfstoffe in den letzten Jahren weder in Studien eingesetzt. Eine Impfung gegen Tuberkulose wird nicht empfohlen, da die Ansteckungsgefahr in Deutschland sehr gering ist.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: Impfprophylaxe bei COPD herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin an der Medizinischen Klinik II am SRH Wald-Klinikum in Gera auf dem 10. Symposium Lunge am Samstag, den 2. September 2017 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 9 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 10. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│14. Juli 2017: 10. Symposium Lunge - Medizinische Voraussetzungen zur Verordnung der Langzeit-Sauerstofftherapie und korrekte Umsetzung der Therapie durch den Patienten

Warum und wann eine Sauerstofftherapie für COPD-Patienten erforderlich wird und wie diese dann durchzuführen ist, wird Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer, in seinem Vortrag auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017 erklären.

COPD, und speziell eine emphysematöse Veränderung der Lunge (Lungenemphysem), kann bei schweren Verlaufsformen entweder zu einem Sauerstoffmangel, oder in Fällen mit geschwächter Atempumpe zu einer Kombination aus Sauerstoffmangel und erhöhtem Kohlendioxidspiegel im Blut führen.

Warum Sauerstofftherapie?
Ziel einer Sauerstofftherapie ist, das Angebot an Sauerstoff in der Lunge zu erhöhen, damit der Sauerstoffpartialdruck im Blut wieder ansteigen kann und für Belastungen oder auch in Ruhephasen wieder genügend Sauerstoff zur Verfügung steht. Außerdem sollen die Atemmuskulatur entlastet und die Auswirkung eines Sauerstoffmangels in den Atemwegen auf die Blutgefäße (Verengung aufgrund Sauerstoffmangel) abgemildert werden, so dass Lungenbezirke wieder besser durchblutet werden, mit der Folge einer Entlastung des Herzens. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die regelmäßige Sauerstoffanwendung auch zu einer Lebensverlängerung bei COPD führt. Eine Abhängigkeit von Sauerstoff kann hingegen nicht entstehen.

Wann Sauerstofftherapie?
Für die Einleitung einer Sauerstofflangzeittherapie (LTOT) gibt es klare Indikationen, die bei der Verordnung zu berücksichtigen sind: Grundsätzlich bei einem Sauerstoffpartialdruck (PaO2) unter 55 mmHg in Ruhe - und dafür muss eine Blutgasanalyse, meist beim Lungenfacharzt, durchgeführt werden. Unter der LTOT versteht man eine mehr als 16-stündige Anwendung von Sauerstoff. Mittlerweile gehen die Empfehlungen dahin, den Sauerstoff kontinuierlich über 24 h Sauerstoff anzuwenden.

In bestimmten Situationen kann die Sauerstofftherapie auch schon verordnet werden, wenn der Sauerstoffpartialdruck unter 60 mmHg liegt. Hierfür bedarf es aber zusätzlicher Untersuchungen, wie z.B. eines Herzultraschalls, mit dem festgestellt wird, ob ein erhöhter Blutdruck in den Lungengefäßen als Folge der COPD vorliegt. Auch wenn klinische Zeichen der Herzbelastung vorliegen, wie z.B. geschwollen Beine, kann bei einem PaO2 unter 60 mmHg Sauerstoff verordnet werden.

Bei gegebener Indikation zur Sauerstofftherapie ist die Sauerstoffflussrate für die Ruhe, die Belastung und die Nacht festzulegen. Ein zu hoher Sauerstofffluss ist zu vermeiden, da es bei anfälligen Patienten zu Erhöhungen des Kohlendioxids im Blut kommen kann.

Wie Sauerstofftherapie?
Die Grundversorgung ist die Sauerstofflangzeittherapie mit einem Konzentrator, der als Standgerät nach Hause geliefert wird, aber keine mobile Versorgung zulässt. Hier muss bei noch vorhandener Mobilität zusätzlich eine mobile Sauerstoffeinheit verordnet werden. Dabei können entweder Sauerstoffdruckgasflaschen oder mobile Konzentratoren zum Einsatz kommen.

Eine andere Alternative ist die Versorgung mit Flüssigsauerstoff. Hier wird ein großer Tank aufgestellt, der je nach Bedarf bzw. in regelmäßigen Abständen wieder mit Sauerstoff befüllt wird. Aus diesem Tank kann für die mobile Versorgung Sauerstoff in kleinere transportable Einheiten (sog. Stroller) abgefüllt werden.

Für Patienten, bei denen es unter den hohen Flussraten zu starken Austrocknungserscheinungen der Atemwege, speziell der Nasenschleimhäute kommen kann, gibt es mittlerweile die Möglichkeit einer Versorgung mit Nasalem-High-Flow-Sauerstoff. Darunter versteht man eine Kombination aus einem Befeuchter mit einer Vorrichtung, die hohe Sauerstoffkonzentrationen und -Flussraten ermöglicht, wodurch zusätzlich ein günstiger Effekt auf die Atmung erzielt werden kann. Diese Geräte sind allerdings nicht mobil einsetzbar.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland drei Patientenratgeber herausgegeben, die Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer, in seinem Vortrag auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017, auf dem 10. Symposium Lunge am Samstag, den 2. September 2017 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Telefon: 02324 - 999 959

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 9 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 10. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│2. Juli 2017: 10. Symposium Lunge - Ventile, Coils, Lungenvolumenreduktion - Maßnahmen zur Verkleinerung des Lungenemphysems

Maßnahmen zur Volumenreduktion eines Lungenemphysems wird Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Vorsitzender AG Lungensport in Deutschland e.V. und stellv. Vorsitzender Deutsche Atemwegsliga e.V., in seinem Vortrag auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017 erläutern.

Die chirurgische Volumenreduktion der Lungenüberblähung beim Lungenemphysem (LVRS), beinhaltet die Entfernung von stark emphysematös veränderten (aufgeblähten) Lungenarealen mit dem Ziel, die überblähung zu vermindern, die Atemnot zu lindern, die Lungenfunktion zu verbessern und insbesondere die Leistungsfähigkeit der Atemmuskulatur durch Verminderung der überblähung zu verbessern. Gegenüber der medikamentösen Therapie verbessert die LVRS bei Patienten mit schwerem oberlappenbetontem Emphysem und geringer Belastbarkeit nach präoperativer Rehabilitation die Belastbarkeit und Lebenserwartung der Patienten. Demgegenüber führt die LVRS im Vergleich zur medikamentösen Therapie zu einer höheren Sterblichkeit bei Patienten mit schwerem Emphysem, wenn die Lungenfunktion sehr stark eingeschränkt ist und ein über die Lunge gleichmäßig (homogen) verteiltes Emphysem besteht.

Wie auch bei der Lungentransplantation können somit nur Patienten für die Operation berücksichtigt werden, bei denen präoperativ eine Rehabilitation erfolgte und alle medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapieoptionen ausgeschöpft wurden. Weiterhin ist eine mehrmonatige Rauchabstinenz zwingend erforderlich.

Bei der endoskopischen Lungenvolumenreduktion kommen in Abhängigkeit von der Emphysemverteilung (homo- oder heterogen) unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Während bei der ungleichmäßigen (heterogenen) Emphysemverteilung mittlerweile mehrere Techniken der endoskopischen LVR zur Verfügung stehen, gestaltet sich der Therapieansatz des homogenen Emphysems schwieriger, ist nicht etabliert und sollte außerhalb von Studien nicht durchgeführt werden.

Vor jeder Lungenvolumenreduktion sollten die konservativen medikamentösen und nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten unter Einschluss einer pneumologischen Rehabilitation ausgeschöpft sein. Von den genannten Verfahren stehen derzeit an mehreren Zentren nur die endobronchiale Ventilapplikation sowie die Implantation von Coils zur Verfügung.

Endobronchiale Ventilapplikation
Der Wirkungsmechanismus besteht in der Entblähung des zu behandelnden überblähten Lungenbereichs durch Verhinderung der regionalen Einatmung bei gleichzeitiger Möglichkeit zur Entleerung während der Ausatmung und Drainage von Sekreten. Die besten Ergebnisse werden bei heterogenem, oberlappenbetontem Emphysem erreicht, mit keiner oder geringfügig vorhandener - Belüftung über benachbarte Lappen (sog. kollaterale Ventilation). Bei Patienten mit geringer kollateraler Ventilation und erhaltenen Lappengrenzen lassen sich Lebensqualität, körperliche Belastbarkeit (gemessen an der 6-Minuten-Gehstrecke, und Einsekundenkapazität) deutlich und nachhaltig steigern - und zwar erheblich besser als bei Patienten, bei denen keine erhaltenen Lappengrenzen vorhanden sind bzw. eine kollaterale Ventilation vorhanden ist.

Coils
Coils, die in etwa Heftzwecken aus Nitinolstahl entsprechen, wurden entwickelt, um mechanisch das emphysematös veränderten Lungengewebe zu komprimieren und dadurch Gewebespannungen in der Umgebung des Emphysems wiederherzustellen. Ziel ist es, in den behandelten Lungenlappen 10 bis 14 Coils zwischen den Segmentbronchien und den Pleuren gleichmäßig zu implantieren. Das Verfahren ist unabhängig vom Vorliegen einer kollateralen Ventilation, das Entfernen (Explantation) von Coils ist allerdings im Gegensatz zu Ventilen in der Regel nicht möglich.

Mehrere kontrollierte Studien zeigten ebenfalls eine Verbesserung von Lebensqualität, der Belastbarkeit und der Lungenfunktion. Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen im Verlauf nach Coilimplantation sind leichte Blutungen, die in der Regel spontan zum Stillstand kommen. Ausschlusskriterien für eine Coilimplantation sind Patienten mit Anzeichen einer bestehenden Lungeninfektion, mit bekannter Nickel-Titan-Allergie, ferner Patienten die ein erhöhtes Blutungsrisiko besitzen, Patienten mit pulmonaler Hypertonie und Patienten mit großblasigen Lungenveränderungen.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „Bronchoskopische Lungenvolumenreduktion“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Vorsitzender AG Lungensport in Deutschland e.V. und stellv. Vorsitzender Deutsche Atemwegsliga e.V., auf dem 10. Symposium Lunge am Samstag, den 2. September 2017 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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COPD-Deutschland e. V.│19. Juni 2017: 10. Symposium Lunge - Nicht-invasive Beatmung bei COPD und Lungenemphysem

Den Sinn und Zweck einer Nicht-invasiven Beatmung (NIV) für Patienten mit COPD und Lungenemphysem wird Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Köhnlein, Chefarzt der Robert-Koch Klinik in Leipzig, in seinem Vortrag auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017 näher erläutern.

Im Vergleich zu Gesunden ist bei Patienten mit COPD und schwerem Lungenemphysem jeder Atemzug mit deutlich mehr Kraftaufwand verbunden. Dadurch ist die Atemmuskulatur überlastet. Um einen Zusammenbruch der Atemtätigkeit zu verhindern, kommt es zu einer unbewussten Abflachung der einzelnen Atemzüge. Durch die abgeflachte Atmung wird allerdings weniger Sauerstoff aufgenommen, und vor allem das Kohlendioxid, das kontinuierlich im Körper entsteht, wird nicht mehr vollständig abgeatmet. Das Kohlendioxid kann sich im Körper ansammeln und dann zahlreiche Stoffwechselvorgänge empfindlich stören. Konkret bedeutet das eine weitere Verschlechterung der COPD, eine schlechtere körperliche Belastbarkeit und höhere Anfälligkeit für Infekte und Exazerbationen.

Die Nicht-invasive Beatmung (NIV) ist ein Verfahren, das der überlasteten Atemmuskulatur Unterstützung anbietet: Mit Hilfe von Masken, die im Bereich von Mund und Nase luftdicht abschließen, können die Patienten für einige Stunden mit einem speziellen Beatmungsgerät zu Hause beatmet werden. Zuvor wird das Beatmungsgerät während eines kurzen stationären Aufenthalts individuell auf die Bedürfnisse des Patienten eingestellt und dann ärztlich verordnet.

Die Handhabung der Gerätschaften ist einfach. Die Beatmungsmaske kann jederzeit vom Patienten selbst an- und abgelegt werden. Während der maschinellen Beatmung übernimmt das Beatmungsgerät die Arbeit des Zwerchfells. Das Zwerchfell und die weiteren Atemmuskeln werden dadurch in einen Ruhe- und Erholungszustand versetzt. Die Theorie geht davon aus, dass ähnlich wie bei einem Wanderer, der nach einer langen Gehstrecke eine Pause einlegt und seine Beinmuskeln entspannt, auch das Zwerchfell von einer - Auszeit - profitiert. Wenn die Muskeln nicht beansprucht werden, können sie sich erholen und nach einiger Zeit mit frischer Kraft wieder eingesetzt werden. Im Falle des Zwerchfells sollte also nach einer Beatmungsphase von ca. sechs Stunden eine regenerierte Atempumpe zur Verfügung stehen. Der Patient soll während seiner Spontanatmung ohne Maske von größerer körperlicher Leistungsfähigkeit und deutlich weniger Luftnot profitieren.

Seit den 1990er Jahren wurde in klinischen Studien die Effizienz dieser Therapie untersucht. Für wichtige klinische und physiologische Ziel-Parameter wie Sterblichkeit, Krankenhausaufnahmen, Lebensqualität und Hyperkapnie konnten in zwei aktuellen, größeren Studien günstige Effekte gefunden werden.

Passend zu diesem Thema hat der COPD-Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: Nicht-invasive Beatmung - BiPAP bei COPD und Lungenemphysem herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Köhnlein, Chefarzt der Robert-Koch Klinik in Leipzig, auf dem 10. Symposium Lunge am Samstag, den 2. September 2017 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

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Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│2. Juni 2017: 10. Symposium Lunge - Atemtherapie und Lungensport

Praktische Atemtherapie-Übungen zum Mitmachen wird Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut in der Abteilung Physiotherapie am Lungenzentrum (Reha Vital GmbH) in Essen, auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017 vorstellen.

Atemnot ist ein zentrales Problem bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und hält viele Betroffene davon ab, sich regelmäßig zu bewegen. Im Krankheitsverlauf werden die Bronchien immer enger und die Anzahl der funktionierenden Lungenbläschen, die zum Gasaustausch in der Lunge benötigt werden, nimmt ab. Das hat zur Folge, dass weniger Luft in die Lunge und weniger Sauerstoff ins Blut aufgenommen werden. Selbst leichte Aktivität, kurze Wege und kleine Treppen stellen auf einmal ein Problem dar.

Viele Betroffene vermeiden bereits zu Beginn der Erkrankung regelmäßige Aktivität. Bewegungsmangel hat aber eine schlechte Auswirkung auf die Muskulatur. Man kann sagen, die Muskeln schwinden förmlich. Damit verlieren Sie Kraft, Ausdauer und Leistungsfähigkeit. Dadurch schränkt sich Ihre Beweglichkeit weiter ein und die Atemnot nimmt zu. Viele COPD-Patienten fühlen sich einfach unwohl und verlieren die Freude an vielen Dingen, die Ihnen wichtig sind. Einen solchen Teufelskreis sollten Sie nicht zulassen.

Sport und Atemphysiotherapie helfen Ihnen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Die richtige Atemtechnik und Fitness helfen, Ihre körperliche Leistungsfähigkeit und vor allem Ihr Wohlbefinden zu verbessern. Wenn Sie sich regelmäßig bewegen oder gar gezielt trainieren, können Sie Ihren Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, eine Verschlechterung Ihrer Erkrankung kann hinausgezögert werden. Auch Folgeerkrankungen durch Bewegungsmangel können Sie entgegenwirken.

Haben Sie also keine Angst vor körperlichem Training und Belastung! Sport- und Physiotherapeuten helfen Ihnen, mit Atemnot umzugehen und das richtige Maß für ein Training zu finden, von dem Sie profitieren. Und nach kurzem Anlauf wird Ihnen das wohlmöglich sogar Spaß machen.

Am Anfang steht kein komplexes Fitnesstraining, sondern einfache Übungen, die auf Ihre körperliche Situation abgestimmt werden: Atemphysiotherapie ist eine Form der Physiotherapie, die für lungenkranke Menschen entwickelt wurde. Speziell ausgebildete Physiotherapeuten zeigen Ihnen Atemtechniken und Übungen, die auf Ihren individuellen Gesundheitszustand abgestimmt sind, und helfen Ihnen dabei, diese in Ruhe und unter Belastung gezielt einzusetzen. Ziel ist es, Ihre Atmung zu verbessern, Sie auf Belastung und Training vorzubereiten und Ihre Leistungsfähigkeit und Ihr Wohlbefinden zu steigern. Sie werden lernen, Ihren Atem wahrzunehmen und zu lenken, Ihre Atemwege von Schleim zu befreien, richtig zu husten, Ihre Lunge zu entlüften und mit Atemnot umzugehen.

Lungensport ist neben der medikamentösen Behandlung eine anerkannte und wichtige Säule der Therapie chronischer Lungen- und Atemwegserkrankungen. Fachleute waren lange der Meinung, dass nur Patienten mit einer leichten bis mittelschweren COPD von einem Training profitieren. Heute weiß man, dass auch bei fortgeschrittenem Schweregrad und starker körperlicher Einschränkung ein Training hilft.

In einer Lungensportgruppe trainieren Sie unter Aufsicht eines qualifizierten Trainers. Dieser berücksichtigt die Schwere Ihrer Beeinträchtigung sowie eventuell vorhandene Begleiterkrankungen wie etwa Osteoporose, Diabetes oder auch Bewegungseinschränkungen. Daher können Sie mit jedem Schweregrad teilnehmen, auch wenn Sie eine Sauerstofflangzeittherapie durchführen.

Besonders wenn Sie schwer betroffen sind, nutzt ein intensives gerätegestütztes Kraft- und Ausdauertraining. Schnell werden Sie merken, wie die körperliche Leistungsfähigkeit steigt und sich Ihr Wohlbefinden verbessert. Eine trainierte Muskulatur stützt nicht nur die Gelenke und verbessert die Atmung - sie verleiht mehr Sicherheit und Standfestigkeit bei allem, was Ihr Alltag von Ihnen abverlangt. Außerdem profitieren Sie durch Krafttraining von einer Steigerung der Stoffwechselaktivität und nicht zuletzt einer Stärkung des Skelettsystems. Damit können Sie einer Reihe von Folgeerkrankungen wie z.B. Osteoporose vorbeugen.

Auch Ausdauerübungen haben eine positive Wirkung auf den Körper und können Bestandteil Ihres Trainingsplans sein. Unter Ausdauertraining versteht man zum Beispiel Ergometertraining, Fahrradfahren, Walken, Schwimmen und ähnliche ausdauernde Bewegungsformen. Ausdauertraining hat positive Effekte auf die Atmung, das Herz-Kreislauf-System, und den Fettstoffwechsel.

Ausgerichtet wird Ihr Training an Ihre persönliche Leistungsfähigkeit, wobei Einschränkungen berücksichtigt werden. Wichtig zu beachten sind Ihre Atmung und der Sauerstoffgehalt im Blut. Geben Sie der Lunge in jedem Fall die Möglichkeit mit der Atmung hinterherzukommen.

Wie Sie zukünftig aktiv werden, sollten Sie immer gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Atemphysiotherapie, Lungensport und gerätegestütztes Training können verordnet werden. Sprechen sie mit Ihrem Arzt, halten Sie Kontakt mit Selbsthilfegruppen und lassen Sie sich von Sport- und Physiotherapeuten beraten.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel „Lungensport, Medizinische Trainingstherapie und Atemtherapie...bei COPD, Lungenemphysem und Lungenfibrose“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut in der Abteilung Physiotherapie am Lungenzentrum (Reha Vital GmbH) in Essen, auf dem 10. Symposium Lunge am Samstag, den 2. September 2017 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-org@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2017

Kostenloses Programmheft bestellen

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 9 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 10. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│19. Mai 2017: 10. Symposium Lunge - Cortison - Nutzen, Notwendigkeit und Nebenwirkungen

Welchen Nutzen Cortison hat und wie sich unerwünschte Nebenwirkungen verhindern lassen, wird Dr. med. Urte Sommerwerck, Leitende Oberärztin in der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am Helios-Klinikum Wuppertal, in ihrem Vortrag auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017 erläutern.

Cortison hat im Körper viele Aufgaben: Es mobilisiert Energiereserven und bewirkt den Abbau von Eiweiß. Dadurch kommt es zur Blutzuckersteigerung und zur Fettfreisetzung. Cortison sichert die Herzkreislauffunktion und steuert den Wasserelektrolythaushalt. Die Zellteilung wird verlangsamt und allgemein werden immunologische und allergische Prozesse unterdrückt.

Sehr segensreich kann die Therapie mit Cortison bei durch Krebstherapiemittel ausgelöstem Erbrechen sein. Auch bei durch Metastasen bedingtem Hirnödem entfaltet sich eine große Wirkung. Grundsätzlich können alle entzündlichen Erkrankungen im Körper mit Cortison behandelt werden. Dazu gehören z. B. Rheuma, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, eine Leber- oder Nierenentzündung, Multiple Sklerose oder Gefäßentzündungen. Im Bereich der Lunge ist der Einsatz von Cortison vor allem bei Asthma bronchiale oder COPD gebräuchlich. Nach Lungentransplantation ist eine Immunsuppression ohne Cortison undenkbar. Cortison kann allerdings keine Krankheit heilen, es bessert nur die aktuelle Situation einer Erkrankung. Nach Abklingen der Entzündung bzw. der Symptome muss die Therapie mit anderen Medikamenten fortgesetzt werden.

Die Wirkung von äußerlich zugeführtem Cortison setzt erst 15 Minuten bis einige Tage nach der Einnahme ein, weil Cortison ein Hormon ist, das im Körper verschiedene Vorgänge aktiviert. In der Regel werden pro Tag 8-25 mg Cortisol von der Nebennierenrinde (NNR) ausgeschüttet, bei Stress bis zu 300 mg. Die hormonelle Steuerung erfolgt über einen Regelkreis der NNR mit dem Hypothalamus im Gehirn und der Hirnanhangdrüse. Bei externer Cortisonzufuhr wird dieser Regelkreis unterdrückt und der Körper kann nicht sofort wieder das körpereigene Cortisol in ausreichender Menge zur Verfügung stellen. Deshalb sollte bei längerem Cortisongebrauch über 5-10 mg/Tag eine nur sehr langsame Verringerung der Dosis (sog. Ausschleichen) erfolgen. Trotzdem sollte auf lange Sicht angestrebt werden, das Cortison komplett abzusetzen.

Cortison kann sowohl lokal als auch systemisch (über Tabletten oder intravenös) eingesetzt werden. Vom Hautarzt kennen Sie die Salben bei Entzündungen der Haut. Bei den Lungenerkrankungen stehen die Inhalativa im Vordergrund. Bei normaler Dosierung kommt es dabei nicht zu systemischen (d.h. den gesamten Körper betreffenden) Nebenwirkungen, allerdings sollte nach Inhalation immer der Mund ausgespült werden oder die Zähne geputzt werden.

Bei längerer Behandlung können systemische Nebenwirkungen, die sich auf den gesamten Körper auswirken, aber auftreten. Dazu gehört das Cushing-Syndrom mit Vollmondgesicht, Stiernacken, Gesichtsrötung und brüchigen Hautfalten. Weiterhin kann es zu einem Blutdruckanstieg und zu einer Erhöhung der Blutfette kommen. Durch den Blutzuckeranstieg kann sich eine Zuckerkrankheit entwickeln. Auch eine Gewichtszunahme wird von vielen Patienten beklagt - Ursache ist meist ein deutlicher Heißhunger unter Cortisoneinnahme. Es kommt zu Wassereinlagerungen ins Gewebe, erhöhter Infektanfälligkeit und einer zunehmenden Knochenschwäche (Osteoporose), die bei längerer Einnahme von Cortison unbedingt mit Kalzium und Vitamin D behandelt werden sollte.

Der Teufelskreis der Immobilität entwickelt sich z.B. bei COPD-Patienten aufgrund einer durch Cortison bedingten Muskelschwäche insbesondere der Arme und Beine (Extremitäten). Zudem bildet sich eine Pergamenthaut aus mit punktförmigen Einblutungen ins Gewebe (petechiale Einblutungen).

Um den Teufelskreis zunehmender Immobilität erst gar nicht entstehen zu lassen, sollte Cortison nur kurzfristig hochdosiert, langfristig niedrigdosiert und dann ausgeschlichen werden.

Patienten können einiges dazu beitragen, um Nebenwirkungen einzudämmen: Zum Beispiel in Bewegung bleiben! Dazu bieten sich Lungensportgruppen an. Aber auch ein täglicher Spaziergang kann helfen. Beenden Sie außerdem das Rauchen und schränken Sie den Alkoholkonsum ein. Zur Vorbeugung von Knochenschwäche (Osteoporose) empfiehlt sich neben der Bewegung die Aufnahme von Milchprodukten sowie eine Kalzium-/Vitamin D-Substitution, gegebenenfalls auch die Gabe von Knochenaufbaustoffe (Bisphosphonaten). Außerdem empfiehlt sich eine ausgewogene Ernährung.

Wenn Sie regelmäßig Cortison einnehmen müssen, sollten Sie sich auch regelmäßig eine ärztliche Kontrolle wahrnehmen. Ihr Hausarzt kann die meisten einfachen Untersuchungen durchführen. Wichtig ist, dass Sie einen Ansprechpartner haben, der Sie kennt und Veränderungen und die von Ihnen geschilderte Symptome (wie z.B. Rückenschmerzen, Infektneigung) berücksichtigen kann.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland den Patientenratgeber mit dem Titel: Cortison - Wundermittel oder Teufelszeug? herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. med. Urte Sommerwerck, Leitende Oberärztin in der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am Helios-Klinikum Wuppertal, auf dem 10. Symposium Lunge am Samstag, den 2. September 2017 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-org@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2017

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 9 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 10. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│4. Mai 2017: 10. Symposium Lunge - Was bei der Inhalation von Medikamenten zu beachten ist

Über häufige Fehlerquellen beim Inhalieren von Medikamenten sowie Möglichkeiten zur Optimierung spricht Dr. med. Thomas Voshaar, Ärztlicher Direktor und Chefarzt am Lungenzentrum im Krankenhaus Bethanien in Moers, in seinem Vortrag auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017

Obstruktive Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD werden primär mit einer inhalativen Therapie bzw. durch die inhalative Verabreichung von Arzneimitteln therapiert. Im Lauf der letzten Jahre hat es auf diesem Gebiet zahlreiche Weiterentwicklungen gegeben, welche die Therapie noch wirksamer gemacht haben. Den großen Erfolgen der inhalativen Therapie stehen aber leider seit Jahren unverändert auch Anwendungsprobleme gegenüber. Trotz aller Weiterentwicklungen gibt es bisher kein Inhalationssystem, dass sich von allein erklärt. So ist in jedem Fall eine intensive Schulung auf das verordnete Inhalationssystem erforderlich. Neben der primären Einweisung in die richtige Handhabung der einzelnen Systeme wird dringend empfohlen, Handhabung und insbesondere Inhalationsmanöver auch bei der ersten Wiedervorstellung beim Hausarzt oder Facharzt zu überprüfen und ggf. die Handhabung durch erneute Schulung zu korrigieren. Die wiederholte Überprüfung bzw. Schulung trägt erheblich zum Erfolg der Therapie bei.

Auch die Zufriedenheit eines Patienten mit seinem Inhalationsgerät ist förderlich für eine regelmäßige Anwendung der verordneten Inhalationstherapie. Therapietreue (compliance) ist wiederum ist auch für den Langzeitverlauf der Erkrankung entscheidend, ebenso z.B. bei der COPD für die Vermeidung akuter Verschlechterungen (akute Exazerbationen). Demgegenüber führt eine fehlerhafte Anwendung des verordneten Inhalationssystems zu einer schlechteren Kontrolle der Symptome, zu häufigeren akuten Exazerbationen, zu häufigeren Krankenhausaufenthalten und zu häufigeren Notfallvorstellungen in klinischen Ambulanzen. All dies haben verschiedene Studien aufgezeigt.

Deshalb müssen folgende Empfehlungen ausgesprochen werden:

  • Intensive Ersteinweisung in die richtige Handhabung jedes Inhalationssystems und eine wiederholte Überprüfung der korrekten Anwendung sind unerlässlich für eine wirksame Therapie.
  • Fehler bei der Inhalation verringern die Wirksamkeit der Therapie bis hin zu einem Nulleffekt.
  • Ist der Patient unzufrieden mit seinem Inhalationsgerät oder kann durch wiederholte Schulung eine korrekte Handhabung nicht sichergestellt werden, so sollte auf ein anderes System gewechselt werden.
  • Vor jeder Erweiterung der Therapie (Therapieeskalation) sollte zunächst das Inhalationsmanöver mit dem vorhandenen System überprüft werden.

Grundsätzlich muss allen Patienten geraten werden, jede Gelegenheit zur Überprüfung der Anwendung ihrer Inhalationssysteme zu nutzen bzw. eine solche Überprüfung auch von sich aus einzufordern.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „Inhalieren bei COPD und Lungenemphysem...richtig inhalieren bedeutet profitieren“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. med. Thomas Voshaar, Ärztlicher Direktor und Chefarzt am Lungenzentrum im Krankenhaus Bethanien in Moers, auf dem 10. Symposium Lunge am Samstag, den 2. September 2017 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 9 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 10. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│24. April 2017: 10. Symposium Lunge - Mögliche Begleiterkrankungen von COPD

Welche Begleiterkrankungen den weiteren Verlauf einer COPD beeinflussen können, wird Prof. Dr. med. Wilfried J. Randerath, Chefarzt im Krankenhaus Bethanien in Solingen an der Klinik für Pneumologie und Allergologie und im Zentrum für Schlaf- und Beatmungsmedizin, in seinem Vortrag auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017 darlegen.

Der Verlauf einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) wird durch Begleiterkrankungen wesentlich mit beeinflusst. Auch bei fortgeschrittener COPD-Erkrankung (Lungenfunktionsmessung mit FEV1-Wert < 60 %) können nur 40 % der Todesfälle der COPD selbst zugeordnet werden. Neben Lungenentzündung und Lungenkrebs treten häufig Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Als Ursache werden durch COPD bedingte Entzündungsprozesse diskutiert, die von den Atemwegen und dem Lungengewebe ausgehend den ganzen Körper betreffen können (sog. systemische Inflammation) und z.B. auch für arteriosklerotische Prozesse (Arterienverkalkung) mitverantwortlich gemacht werden. Insofern wird die Prognose für COPD-Patienten nicht selten durch Herz- oder Gefäß-bedingte Komplikationen geprägt. Aber auch umgekehrt wird der Verlauf akuter oder chronischer Herzerkrankungen durch eine begleitende COPD ungünstig beeinflusst.

Herz-Gefäß-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Patienten mit leichter bis mäßiger COPD. Mit zunehmendem Schweregrad erlangt die COPD selbst höhere Relevanz als Todesursache. Unter COPD-Patienten ist bei 20-22% von zusätzlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszugehen, die unter Personen ohne COPD bei nur 9% zu erwarten sind. Mehrere Studien zeigen mit COPD ein etwa zweifach-erhöhtes Risiko für das Auftreten von Angina pectoris und Herzinfarkt sowie Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch unabhängig vom Rauchen. Dieses Risiko steigt bei höherem Schweregrad der COPD, wenn Verschlechterungen einer COPD (sog. Exazerbationen) auftreten, insbesondere bei Patienten mit gleichzeitiger koronarer Herzkrankheit.

COPD ist auch mit einem fast dreimal höheren Risiko für einen akuten Schlaganfall verbunden. Auch eine Herzschwäche kann sich einstellen, da deren wichtigste Ursachen - koronare Herzkrankheit und Bluthochdruck - bei COPD-Patienten gehäuft auftreten. Patienten mit schwerem Lungenemphysem bekommen infolge der durch die Überblähung bedingten Füllungsbehinderung des Herzens oft auch ein sog. Cor pulmonale (Lungenhochdruck). 12 bis 14 % der COPD-Patienten zeigen zudem Herzrhythmusstörungen, vor allem Vorhofflimmern.

Bei der COPD treten noch weitere die Lebensqualität und Lebenserwartung einschränkende Erkrankungen häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung: Dazu gehören Diabetes mellitus, Osteoporose, Muskelschwäche, Depressionen, Refluxkrankheit (GERD), chronische Nierenschwäche, Blutmangel (Entzündungsanämie) und das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom. All diese Begleiterkrankungen können Einfluss auf die Krankheitsentwicklung der COPD-Patienten nehmen.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „COPD und mögliche Begleiterkrankungen“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof Dr. med. Wilfried J. Randerath, Chefarzt im Krankenhaus Bethanien in Solingen an der Klinik für Pneumologie und Allergologie und im Zentrum für Schlaf- und Beatmungsmedizin, auf dem 10. Symposium Lunge am Samstag, den 2. September 2016 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2017

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 9 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 10. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│7. April 2017: 10. Symposium Lunge - Symptome und Diagnostik einer COPD mit oder ohne Lungenemphysem

Welche Beschwerden bei COPD auftreten und wie Ärzte die Krankheit erkennen und charakterisieren, wird Prof. Dr. med. Helmut Teschler, Ärztlicher Direktor des Westdeutschen Lungenzentrums Ruhrlandklinik am Universitätsklinikum Essen, in seinem Vortrag auf dem 10. Symposium Lunge am 2. September 2017 erläutern.

Kennzeichnende Beschwerden einer COPD sind chronischer Husten, gesteigerte Schleimbildung (Auswurf bzw. Sputum), Atemnot, Verengung der Atemwege und eingeschränkter Gasaustausch. COPD lässt sich als eine Krankheit definieren, die durch eine fortschreitende, auch nach der Gabe von Medikamenten (wie Bronchodilatatoren und/oder Corticosteroiden) nicht vollständig umkehrbare Atemwegsverengung auf der Basis einer chronischen Bronchitis und/ oder eines Lungenemphysems gekennzeichnet ist.

Eine chronische Bronchitis liegt dann vor, wenn Husten und Auswurf über wenigstens drei Monate in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren bestehen. Demgegenüber besteht bei der chronisch-obstruktiven Bronchitis eine ständige Atemwegsverengung.

Das Lungenemphysem wird pathologisch-anatomisch definiert als eine nicht mehr umkehrbare Erweiterung und Zerstörung der Luftbläschen in den unteren Atemwegen. Mit Hilfe der Computertomographie des Brustkorbs (Thorax-CT) lässt sich erkennen, welcher Bereich in der Lunge von der Zerstörung am meisten betroffen ist und dementsprechend eine Charakterisierung des Emphysems vornehmen. Man unterscheidet das zentrilobuläre (zentroazinäre) Emphysem, panlobuläre (panazinäre), paraseptale Emphysem und das bullöse Lungenemphysem.

Zur Symptomatik der COPD gehören neben Atemnot (72,5%) und chronischem Husten (58,7%) mit Auswurf (63,6%) und ohne Auswurf (36,4%) auch eine verringerte Leistungsfähigkeit, hörbares Giemen (41,7%) sowie häufigere oder länger anhaltende bronchiale Infekte, im Spätstadium auch Gewichtsabnahme. Das Auftreten mindestens eines der genannten Symptome zusammen mit einem Risikofaktor (in der Regel Rauchen) begründet den Verdacht auf eine COPD und sollte Anlass zur gezielten Diagnostik sein.

Während die Basisdiagnostik der COPD meist durch den Hausarzt erfolgt, ist für die weiterführende Diagnose und Differentialdiagnose in der Regel ein Lungenfacharzt (Pneumologe) zuständig. Lungenfachärzte und Spezialkliniken verfügen über geeignete Untersuchungsmethoden und -Geräte, wie etwa die Ganzkörperplethysmographie (GKP) und die Diffusionskapazitätsmessung (DLCO oder TLCO), Spiroergometrie, 6-Minuten-Gehtest (6MWD).

Die Diagnose COPD richtet sich primär nach den Beschwerden des Patienten, in erster Linie aber nach den Ergebnissen der Lungenfunktionsprüfung. Der Schweregrad der Erkrankung wird anhand des FEV1-Werts (= forciertes exspiratorisches Volumen in einer Sekunde, auch „Einsekundenluft“ genannt) aus der Lungenfunktionsmessung bestimmt (dargestellt in Prozent vom Sollwert gemäß der sog. GOLD-Kriterien). Weitere wichtige Kriterien sind die krankheitsbezogene Lebensqualität anhand des CAT-Scores (CAT = COPD Assessment Test) und das Ausmaß der Atemnot (Dyspnoegrad 1-5 gemäß MRC-Skala).

Auch die Häufigkeit der schubweisen Verschlechterung (Exazerbation genannt) ist ein wichtiges Diagnose- und Prognosekriterium. Prognostisch bedeutsam ist dabei die Exazerbationsrate im zurückliegenden Jahr.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „Diagnostik bei obstruktiven Lungenerkrankungen“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Helmut Teschler, Ärztlicher Direktor des Westdeutschen Lungenzentrums Ruhrlandklinik am Universitätsklinikum Essen, auf dem 10. Symposium Lunge am Samstag, den 2. September 2016 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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COPD-Deutschland e. V.│24. Januar 2017: Ankündigung zum Symposium-Lunge 2017 am 2. September 2017 in Hattingen/NRW

„COPD und Lungenemphysem“ lautet das Motto des diesjährigen, mittlerweile 10. Symposium Lunge, das am 2. September 2017 von 9-17 Uhr in Hattingen für Patienten veranstaltet wird.

Das Symposium-Lunge ist eine jährlich stattfindende ganztägige Veranstaltung, die von Patienten für Patienten durchgeführt wird. Herzstück des diesjährigen Kongresses, der am Samstag, den 2. September 2017 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen/NRW stattfindet, bilden - wie in jedem Jahr - die Vorträge von zehn namhaften Pneumologen, die über die verschiedenen Lungenerkrankungen, Diagnoseverfahren sowie Therapie- und Prophylaxe-Maßnahmen referieren.

Zum Beispiel über:

  • die inhalative Verabreichung von Medikamenten - Fehlerquellen und Optimierungsmöglichkeiten
  • die Notwendigkeit, Nutzen und Nebenwirkungen von Cortison
  • Maßnahmen zur Verkleinerung des Lungenemphysems (Ventile, Coils, Lungenvolumenreduktion)
  • Medizinische Voraussetzungen zur Verordnung der Langzeit-Sauerstofftherapie und korrekte Umsetzung der Therapie durch den Patienten Sauerstofflangzeittherapie
  • nicht-invasive Beatmung bei COPD mit oder ohne Lungenemphysem.

Darüber hinaus werden sechs Workshops angeboten, beispielsweise zum Thema: „Anleitungen und praktische Tipps zur Langzeit-Sauerstofftherapie“ und zum Thema: „Atemtherapie und Lungensport: Ihre Fragen - unsere Antworten“ mit dem „Extra: Gemeinsam Entspannen. Eine Phantasiereise für Lungenkranke.“ Fragen und Anregungen während der Workshops sind herzlich willkommen.
Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland. Die Initiative dazu kam von Jens Lingemann, der als Selbstbetroffener für die Organisationsplanung und zusammen mit seiner Frau für die Leitung der Symposien verantwortlich ist.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.

Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Das erste Symposium-Lunge wurde Anfang September 2007 veranstaltet. Damals kamen rund 1.300 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland nach Hattingen. Die Teilnehmerzahl erhöhte sich stetig mit jeder Folgeveranstaltung und erreichte im Jahr 2016 erstmals mehr als 2800 Besucher. Diese Besucherzahl macht deutlich, welchen Stellenwert das Symposium-Lunge mittlerweile für Patienten mit Atemwegserkrankungen, deren Angehörige und Interessierte hat und dies auch künftig haben wird, zumal die Anzahl der Betroffenen laut Prognosen der WHO weiterhin zunehmen soll.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 9 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2017

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│27. Oktober 2016: DVD zum 9. Symposium Lunge erhältlich

Bereits 6 Wochen nach dem 9. Symposium Lunge ist am 26.10.2016 die DVD zur Veranstaltung erschienen.

Damit können wir sowohl all denen, die am 10. September nicht persönlich in Hattingen dabei sein konnten, als auch den Besuchern, welche es nicht geschafft haben sich am Veranstaltungstag alle Vorträge anzuhören, das gesamte Programm nun in Form von Filmbeiträgen anbieten.

Auf der, von einem professionellen Filmteam erstellten DVD, sind die 10 Vorträge, die Begrüßungsansprachen, viele Interviews und Kurzstatements sowie die komplette Fragestunde. Außerdem gibt es einen 20 minütigen Filmbeitrag mit Eindrücken zur Veranstaltung.

Im Einzelnen werden die 10 folgenden Themen behandelt:

- Mögliche Ursachen für COPD und Lungenemphysem. Erste Anzeichen, wie sollte der Betroffene reagieren?
- Untersuchungsmethoden zur Diagnostik einer COPD mit oder ohne Lungenemphysem
- COPD und möglicherweise auftretende Begleiterkrankungen
- Therapietreue des Patienten - Ein Schlüssel zum Erfolg
- Atemtherapie mit praktischer Anleitung
- Nicht-invasive Beatmungstherapie (NIV) steigert die Lebensqualität und Lebenserwartung
- Operative und bronchologische Verfahren zur Behandlung des Lungenemphysems
- COPD: Auswirkungen auf Alltag, Psyche und Lebensqualität ... nicht nur im fortgeschrittenen Stadium
- Wege zur medizinischen Rehabilitation. Was kann eine Reha leisten?
- Medizinische Voraussetzungen zur Verordnung der Langzeit-Sauerstofftherapie und korrekte Umsetzung der Therapie durch den Patienten

Die Gesamtspieldauer der DVD beträgt 312 Minuten

Die DVD kann beim COPD - Deutschland e.V. unter folgendem Link bestellt werden:
https://www.copd-deutschland.de/symposien-dvd-s

COPD-Deutschland e. V.│13. September 2016: Nachberichterstattung zum 9. Symposium Lunge

Mit COPD leben

Die mehr als 2.800 Besucher des 9. Symposium Lunge in der Gebläsehalle des Westfälischen Landesmuseums Heinrichshütte in Hattingen verdeutlichen den großen Bedarf an Information und Austausch. COPD und Lungenemphysem sind chronisch entzündliche, progredient verlaufende Lungenerkrankungen, die mit belastenden Symptomen wie Atemnot, Husten und Auswurf einhergehen.

Mit der Erkrankung leben, muss daher das Ziel eines Betroffenen sein.

„Fragen stellen, sich austauschen, Anwendungen oder neue Geräte zeigen lassen, nur so kann ich optimal mit meiner Erkrankung umgehen. All das bietet mir das Symposium-Lunge. Ich kann nur jedem raten, aktiv und eigenverantwortlich mit COPD umzugehen“, schilderte Hans Weismann, der aus Freiburg angereist war.

Symposium Lunge: Einzigartig im deutschsprachigen Raum
Als Jens Lingemann, Organisator und selbst Betroffener vor 10 Jahren zusammen mit seiner Frau Heike das erste Symposium Lunge ins Leben rief, war noch nicht klar, dass sich die Veranstaltung zu einem Magnet mit jährlich wachsenden Teilnehmerzahlen entwickeln würde. Klar war jedoch, dass Information der Schlüssel für einen besseren Umgang mit der Erkrankung ist.

Veranstalter des Symposium Lunge ist der COPD - Deutschland e.V. dessen Vorsitzender Jens Lingemann ist.

In Hattingen hatten Patienten und Interessierte die Möglichkeit, die größte Industrieausstellung für COPD in Deutschland zu besuchen, an Workshops teilzunehmen, sich mit anderen auszutauschen und Vorträge von hochrangigen Lungenspezialisten zu hören. Ganz besonders hervorzuheben: die Möglichkeit, in den direkten Austausch mit den Ärzten zu treten. Die diesjährige Fragestunde war außerordentlich gut besucht und jeder Teilnehmer konnte konkrete Antworten mit nach Hause nehmen.

Den Termin des 10. Symposium-Lunge, welches am 02. September 2017 an selber Stelle stattfindet, sollte man sich bereits jetzt im Kalender notieren.

Risiko COPD...mehr als Rauchen
„Die chronisch verengende Lungenerkrankung, kurz COPD genannt, wurde lange Zeit fast synonym als Raucherkrankheit bezeichnet. Inzwischen wissen wir, dass die Zusammenhänge, die zu einer COPD führen können, wesentlich komplexer sind“, formulierte Professor Dr. Helmut Teschler, Essen Moderator und Referent des 9. Symposium Lunge in Hattingen. Auch wenn Rauchen nach wie vor der wichtigste Risikofaktor für die Entwicklung einer COPD ist, können beispielsweise Ausreifungsstörungen der Lunge, die möglicherweise durch eine Frühgeburt oder asthmatische Erkrankung im Kindesalter hervorgerufen werden, die Entwicklung einer COPD im Erwachsenenalter begünstigen. Zudem kann ein genetischer Einfluss wie ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel ein Lungenemphysem auslösen.

Auch die Auswirkungen von Feinstäuben auf die Lunge müssen mehr öffentliche Präsenz erhalten. So seien die aktuellen Grenzwerte für Feinstaub in der EU ein nicht hinzunehmender Skandal, forderte Teschler.

Dunkelziffer COPD bei 40 Prozent
„Noch immer erhalten die meisten COPD-Patienten erst im fortgeschrittenen Stadium die Diagnose. Die Dunkelziffer der nicht erkannten und somit nicht behandelten Patienten liege derzeit bei etwa 40 Prozent “, so Teschler. „Im Hinblick auf das Thema Früherkennung sind wir derzeit zwar auf dem Weg, aber noch lange nicht angekommen.“

Maßnahmen, die bei einem vorliegenden hohen Risiko für eine COPD in der täglichen Praxis angewandt werden können, gilt es zu implementieren.

Heute sei es so, dass in der Regel erst bei einem massiven Auftreten von Atemnot, Husten und Auswurf (AHA-Syndrom) eine Diagnostik erfolgt und Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Mitwirkung des Patienten
Die Mitwirkung des Patienten bezeichnete Professor Dr. Heinrich Worth, Fürth, als entscheidend für die Behandlung. Medizinisch wird die Mitwirkung als Compliance benannt.

Letztendlich sei statt einer passiven Befolgung ärztlicher Anweisungen die partnerschaftliche Kooperation zwischen Arzt und Patient der Schlüssel für ein optimales Management der chronischen Atemwegserkrankung, so Worth.

Nicht-invasive Beatmungstherapie
Die nicht-invasive Beatmung (NIV) ist ein Verfahren, das dem überlasteten Zwerchfell Unterstützung anbietet und eine ergänzende Therapieoption für COPD-Patienten im fortgeschrittenen Stadium darstellt, referierte PD Dr. Thomas Köhnlein, Leipzig.

Ist das Zwerchfell überlastet, atmen Patienten häufig schneller, aber nicht mehr so tief durch.

In 2014 konnte erstmals eine Studie von Köhnlein veröffentlicht werden, die sowohl relevante Verbesserungen in der Lebensqualität, der körperlichen Leistungsfähigkeit und auch der Lebenserwartung erzielte. Aktuell bestätigt werden konnten diese Daten nun in einer weiteren Studie, die in London auf dem ERS-Kongress präsentiert wurden.

Welche Auswirkungen diese außerordentlichen Effekte auf das Gesamtkonzept der COPD-Behandlung haben werden, wird die Zukunft zeigen.

Hinweis:
Eine ausführliche Nachbetrachtung finden Sie in den nächsten Tagen auf den Internetseiten des Veranstalters:
COPD - Deutschland e.V. www.copd-deutschland.de sowie des Mitveranstalters:
der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland www.lungenemphysen-copd.de.

Ein Videomitschnitt der Vorträge und Veranstaltung kann ab Ende November 2016 auf der Homepage des COPD - Deutschland e.V. bestellt werden.

COPD-Deutschland e. V.│02. September 2016: 9. Symposium Lunge - Korrekte Umsetzung einer Langzeit-Sauerstofftherapie

Was Lungenpatienten zur korrekten Umsetzung einer Langzeit-Sauerstofftherapie beachten müssen, wird Prof. Dr. Kurt Rasche, Direktor der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin im Bergischen Lungenzentrum am HELIOS Klinikum Wuppertal, in seinem Vortrag auf dem 9. Symposium Lunge am 10. September 2016 erläutern.

Unter Langzeit-Sauerstofftherapie (abgekürzt: LTOT aus dem Englischen: long term oxygen therapy)versteht man die dauerhafte Gabe von Sauerstoff über mindestens 16 Stunden mit dem Ziel einer Verbesserung der Lebensqualität und Überlebensdauer der Patienten. Eine LTOT wird bei allen Krankheiten angewandt, die zu Sauerstoffmangel führen. Dieses sind vor allem chronische Lungenerkrankungen (wie COPD) und Herzerkrankungen, aber auch Störungen der Atmung im Schlaf.

Die Sauerstoffunterversorgung schränkt zum einen die körperliche Leistungsfähigkeit der Patienten erheblich ein, die über Luftnot bei geringster Belastung oder sogar in Ruhe sowie allgemeine Schwäche und schnelle Erschöpfbarkeit klagen. Zum anderen kommt es durch den erniedrigten Sauerstoffgehalt des Blutes im Lungenkreislauf (sog. kleiner Kreislauf) zu einer Erhöhung des Lungenblutdrucks, der wiederum zu einer vermehrten Belastung der rechten Herzkammer führt. Diese wird auf Dauer überlastet und zunehmend schwächer, es entsteht eine Rechtsherzschwäche (Rechtsherzinsuffizienz). Sie ist z. B. an Ödemen (Gewebswasseransammlungen) im gesamten Körper, vor allem im Bereich der Fußknöchel zu erkennen. Zusätzlich kann der Sauerstoffmangel - ähnlich wie bei einem Höhenaufenthalt - zu einer Vermehrung der roten Blutkörperchen führen, was zunächst grundsätzlich positiv wäre. Ab einer gewissen Menge von roten Blutkörperchen verändern sich aber die Fließeigenschaften des Blutes - es wird dicker und verklumpt leichter, was zu Thrombosen u.ä. führen kann. Eine künstliche Erhöhung der Sauerstoffkonzentration durch die Langzeit-Sauerstofftherapie kann diese Entwicklungen im Körper verhindern oder zumindest aufhalten.

Bei verordnungsgemäßer regelmäßiger Anwendung ist der therapeutische Nutzen einer Langzeit-Sauerstofftherapie eindeutig: Verbesserung der Mobilität des Patienten, Steigerung seiner Lebensqualität und geistigen Leistungsfähigkeit, wirksame Entlastung der rechten Herzhälfte und damit Lebensverlängerung. Leider benützen aber nur etwa die Hälfte der Patienten den Sauerstoff wie verordnet! Die Gründe für diese Therapie-Untreue (englisch: non-compliance) sind vielfältig: Manche Patienten empfinden subjektiv keinen Nutzen oder ihnen ist die Behandlung zu unpraktisch, bei anderen stehen Nebenwirkungen wie die Reizung der Schleimhäute im Vordergrund oder sie haben ein Schamgefühl wegen der nach außen sichtbaren Behinderung. All diese Gründe müssen vom behandelnden Arzt bereits bei der Verordnung angesprochen und auch - soweit möglich - gelöst werden. Nur so kann sich der volle gesundheitliche Nutzen der Langzeit-Sauerstofftherapie entfalten. Die vielfach von Patienten angenommene Sorge, man könne sich zu früh vom Sauerstoff abhängig machen und müsse daher die Sauerstofftherapie möglichst selten anwenden, ist übrigens völlig unbegründet und sogar falsch! Bestehen die Voraussetzungen für eine Sauerstofftherapie, so kann sie gar nicht häufig genug in der richtigen Dosierung angewandt werden.

Zur Messung der Sauerstoffversorgung des Körpers wird eine Bestimmung der Sauerstoffwerte im Blut vorgenommen. Diese Bestimmungsmethode heißt Blutgasanalyse, bei der u. a. der sog. arterielle Sauerstoff-Partialdruck (PaO2) gemessen wird.

Zur Durchführung einer LTOT zu Hause gibt es verschiedene Geräte. Das einfachste Gerät ist der Standard-Sauerstoffkonzentrator, der selbstständig Sauerstoff aus der Raumluft produziert, aber meist groß und schwer ist, sodass er nur die Sauerstoffversorgung in Ruhe gewährleisten kann. Patienten, die ihre Wohnung verlassen können, benötigen daher sog. mobile Systeme. Hier stehen kleinere, transportable Druckgasflaschen zur Ergänzung der Therapie mit dem Sauerstoffkonzentrator zur Verfügung. Diese Sauerstoffflaschen werden aber nur noch sehr selten verordnet. Die bessere Alternative ist ein Flüssigsauerstoffsystem. Dieses besteht aus einem größeren Tank (in dem sich stark abgekühlter und somit flüssiger Sauerstoff befindet) und einer mobilen, tragbaren Flasche (die an dem großen Tank beliebig häufig aufgeladen werden kann). Der Sauerstofftank muss ungefähr alle zwei Wochen gefüllt oder gewechselt werden. Als weitere mobile Geräte stehen heute auch kleine tragbare, Akku-betriebene Sauerstoffkonzentratoren zur Verfügung, die allerdings derzeitig noch sehr teuer sind und deren Kosten nur von einzelnen Kostenträgern übernommen werden. Welches System sich für den betreffenden Patienten am besten eignet, muss individuell entschieden werden.

Neben den eigentlichen Sauerstoffgeräten ist die Art der Übertragung des Sauerstoffs für den Patienten noch von Wichtigkeit. Hierbei stellt die sog. Nasensonde- oder -brille die Standardversorgung dar. Auch stehen Mund-Nasen-Masken zur Verfügung, wenn der Betroffene eine stark behinderte Nasenatmung hat und/oder ausgeprägter Mundatmer ist. Kosmetisch günstiger können auch Sauerstoffzuleitungen sein, die in ein Brillengestell integriert sind. In einzelnen Fällen kommt auch die sog. transtracheale Sauerstoffgabe (über einen kleinen Dauerkatheter, der in die Luftröhre eingebracht wird) in Frage.

Mögliche Nebenwirkungen der LTOT sind zwar bei korrekter Anwendung gering, können aber auftreten. Es kann z. B. bei höheren Sauerstoff-Flussraten zu einer Austrocknung der Nasenschleimhäute kommen. Dieser Nebenwirkung kann durch Anwendung eines Atemluftbefeuchters und zusätzliche Pflege der Schleimhäute mit Nasensalben entgegengewirkt werden. Der Atemluftbefeuchter wiederum birgt bei fehlender Hygiene die Gefahr einer Besiedlung mit Bakterien und Pilzen, die zu Infektionen in den Atemwegen des Patienten darstellen können. Wird die Sauerstoff-Flussrate zu hoch gewählt, kann es zu einer Hemmung der Atmung des Betroffenen mit Erhöhung des Kohlendioxid-Wertes im Blut und hieraus folgender Narkose-ähnlicher Wirkung kommen. Deswegen muss die vom Arzt festgelegte Sauerstoffmenge auch stets wie bei einem Medikament eingehalten werden. Schließlich muss bedacht werden, dass Sauerstoff Feuer jeglicher Art erheblich anfachen kann. Deswegen kann die Benutzung von offenem Feuer oder Brand in der Nähe von Sauerstoff nicht nur lebensgefährlich für den Betroffenen sondern auch für seine Umgebung sein.

Der COPD-Deutschland e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem- COPD Deutschland drei Patientenratgeber zum Thema Langzeit- Sauerstofftherapie herausgegeben, die Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. Kurt Rasche, Direktor der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin im Bergischen Lungenzentrum am HELIOS Klinikum Wuppertal, auf dem 9. Symposium Lunge am Samstag, den 10. September 2016 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2016

Das Programmheft können Sie hier kostenlos bestellen.

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.

Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 8 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 9. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│18. August 2016: 9. Symposium Lunge - Welche Reha-Möglichkeiten es für Lungenpatienten gibt

Was zur Genehmigung einer stationären oder ambulanten Rehabilitationsmaßnahme erforderlich ist, wird Prof. Dr. Susanne Lang, Chefärztin Medizinische Klinik II am SRH Wald-Klinikum Gera, in ihrem Vortrag auf dem 9. Symposium Lunge am 10. September 2016 darlegen.

Während Rehabilitationsmaßnahmen in den meisten europäischen Ländern nahezu ausschließlich im ambulanten Bereich angeboten werden, hat sich in Deutschland überwiegend die stationäre Form der Versorgung durchgesetzt. So gibt es in der Bundesrepublik 389 Orte, die auf der Liste deutscher Kurorte verzeichnet sind. Nach dem gleichen Konzept aufgebaute ambulante Angebote sind hingegen nach wie vor nur in großen Städten verfügbar.

Die stationäre Rehabilitation wird dadurch definiert, dass neben den klassischen Therapiesäulen „Atemphysiotherapie - körperliches Training - Patientenschulung“ auch psychologische Betreuung, Ernährungsberatung, Inhalationen mit Kurmitteln (z.B. Sole), Tabakentwöhnung, Sozial- und Berufsberatung, Hilfsmittelberatung und verschiedene Wasseranwendungen (Kneipp, Bäder, Sauna, Schwimmen) angeboten werden. Für manche Patienten kann ein Ortswechsel zudem sinnvoll sein. So eignen sich für Allergiker Gegenden mit wenig Pollenflug (Gebirge und Seeklima) oder für Patienten mit beruflichem oder privatem Stress ein Ausbrechen aus dem gewohnten Umfeld.

Gute ambulante Angebote ergänzen die stationäre Rehabilitation und sind unzweifelhaft von großem Nutzen. Es gibt eine große Anzahl von Patienten, die mit der örtlichen Lungensportgruppe, einer Selbsthilfegruppe und den Schulungsangeboten der niedergelassenen Lungenärzte gut zurechtkommen.

Am besten ist sicherlich die Kombination von einer stationären Rehabilitationsmaßnahme und danach weiteren ambulanten Angeboten, die zur Änderung der Lebensgewohnheiten und einem gesundheitsbewussterem Leben beitragen. Nur so verpufft der Effekt der stationären Rehabilitation nicht und der Patient verfällt nicht wieder in den alten Trott, sondern behält den neu gewonnenen Schwung bei.

Die deutsche Gesetzgebung sieht verschiedene Zugangswege für die Genehmigung einer stationären Rehabilitationsmaßnahme vor. Das eine Prinzip ist „Reha vor Rente“, d.h. Rehabilitationsmaßnahmen für Berufstätige, bei denen die Gefahr besteht, dass sie durch ihre Erkrankung in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind und nicht mehr arbeiten können. Die Bezahlung solcher Maßnahmen ist daher an die Arbeitsfähigkeit geknüpft und kann z.B. nicht von Patienten beantragt werden, die sich bereits im Ruhestand befinden. Voraussetzung ist, dass die Erwerbstätigkeit erheblich gefährdet bzw. gemindert ist und sie durch die Maßnahme wesentlich gebessert oder wieder hergestellt werden kann. Medizinische Rehabilitation bei Menschen im Erwerbsalter (vor Altersrente oder Erwerbsminderungs-Rente) ist (fast) immer eine Leistung der Deutschen Rentenversicherung. Bei beruflicher Reha unmittelbar im Anschluss an eine medizinische Reha ist ebenfalls die Deutsche Rentenversicherung zuständig, während bei beruflicher Reha von jungen Menschen (noch keine 15 Versicherungsjahre) die Bundesagentur für Arbeit einspringt. Eine Besonderheit stellen Berufskrankheiten, Arbeits- und Wegeunfälle dar, die über die Berufsgenossenschaften versorgt werden.

Am Anfang steht der Antrag, der vom Patienten eingereicht werden kann. Prinzipiell kann eine präventive Rehabilitation alle vier Jahre erfolgen. Sollte es aber aus medizinischen Gründen dringend notwendig sein, kann der Antrag auch früher gestellt werden. Im Oktober 2015 hat der Gemeinsame Bundesausschuss eine Änderung der Rehabilitationsrichtlinie beschlossen, die die Verordnung von Reha einfacher macht. Ab dem 1. April 2016 ist die Verordnung in Kraft und die Ärzte müssen nur mehr ein Formular statt zweier ausfüllen. Zudem hat die Politik die Rolle der Rehabilitation gewürdigt und zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

Das zweite Prinzip für die Bewilligung von Reha-Anträgen lautet „Reha vor Pflege“. Dies bedeutet, dass die drohende Pflegebedürftigkeit durch Rehabilitationsmaßnahmen vermieden werden soll. So wäre ein Patient, der bereits Pflegestufe 2 hat, naturgemäß nicht mehr für eine solche Maßnahme geeignet. Ganz grundsätzlich muss ein Patient soweit mobil sein, dass er an den angebotenen Therapien auch aktiv teilnehmen kann. Dieser Aspekt wird als positive Rehaprognose bezeichnet und ist eine der grundsätzlichen Voraussetzungen für die Genehmigung. Für diese Art der Reha sind die Krankenkassen zuständig, an die auch der Antrag gestellt werden muss.

Der dritte Zugangsweg für Rehamaßnahmen ist die so genannte Anschlussheilbehandlung, die - wie es das Wort schon sagt - im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt erfolgen muss. Bezahlt wird diese Maßnahme von der Krankenkasse. Manche privaten Kassen schließen jedoch solche Maßnahmen aus. Wer hierfür in Frage kommt, ist in einem Katalog von Krankheiten aufgelistet (z.B. COPD, Asthma, Lungenfibrose, Lungenoperationen etc.). Ihr behandelnder Krankenhausarzt wird Sie in der Regel auf diese Möglichkeit hinweisen und den Antrag stellen. Im Unterschied zur Rehabilitation ist die Anschlussheilbehandlung zeitnah an den Krankenhausaufenthalt angeschlossen und wird in aller Regel innerhalb von 14 Tagen nach Entlassung oder auch direkt danach durchgeführt.

Daneben gibt es die ambulanten Angebote, die vom behandelnden Arzt verordnet werden können und spezielle Angebote der Krankenkassen, die bei der Krankenkasse erfragt werden können. Bei der Antragsstellung sollte man beachten, dass der medizinische Dienst der Krankenkassen vier Schlüsselkriterien definiert hat, die für einen erfolgreichen Antrag entscheidend sind und die Prof. Lang in ihrem Vortrag näher erläutern wird.

Der Arzt sollte aufschreiben, welches Ziel mit der Rehabilitation verbunden ist. Solche Ziele können eine Verminderung der Atemnot, Verbesserung der Selbstversorgung, Verbesserung der Fähigkeit Treppen zu steigen, Verlängerung der Gehstrecke, Verminderung von Depressivität, Optimierung der Krankheitsbewältigung, Schulungsmaßnahmen wie Raucherentwöhnung, Bekämpfung von Übergewicht oder Fehlernährung, Verbesserung der Sekretmobilisation etc. sein.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. Susanne Lang, Chefärztin Medizinische Klinik II am SRH Wald-Klinikum Gera, auf dem 9. Symposium Lunge am Samstag, den 10. September 2016 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

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Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2016

Das Programmheft können Sie hier kostenlos bestellen.

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.

Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 8 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 9. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│03. August 2016: 9. Symposium Lunge - Auswirkungen der COPD auf Alltag, Psyche und Lebensqualität

Wie sich eine COPD auf die Psyche und Lebensqualität auswirken kann, wird Prof. Dr. Nikola Stenzel von der Psychologischen Hochschule Berlin in ihrem Vortrag auf dem 9. Symposium Lunge am 10. September 2016 erörtern.

Ein großer Teil der Patienten mit der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) erlebt auch psychische Beeinträchtigungen. Nicht immer ist dabei das Vollbild einer Depression oder Angststörung vorhanden, aber viele Patienten leiden unter einzelnen Depressions- oder Angstsymptomen. Einer großen Untersuchung zufolge weisen ca. 40% der COPD-Patienten eine erhöhte Depressivität auf, ca. 36% leiden unter einer erhöhten Ängstlichkeit. In mehreren Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass das Ausmaß von Angst und Depression nicht unbedingt vom Schweregrad der COPD-Erkrankung abhängig ist. Beispielsweise traten in einer aktuellen Untersuchung Ängste bei COPD-Patienten in den Stadien I und II ebenso häufig auf, wie in den Stadien III und IV. Auch depressive Syndrome wurden bereits in frühen Stadien ebenso häufig berichtet wie in höheren Schweregraden (III und IV). Möglicherweise findet bei den meisten Betroffenen schon in einem frühen Stadium (beispielsweise nach der Mitteilung der Diagnose) eine Bewertung der Erkrankung statt, die sich in der Folge nicht mehr maßgeblich verändert.

Vor dem Hintergrund der real existierenden Bedrohung durch die Erkrankung treten häufig auch „krankheitsbezogene Ängste“ auf. Damit sind die Ängste und Sorgen der Betroffenen vor der Symptomatik selbst oder auch vor deren Folgen für die Zukunft gemeint. Im Rahmen einer Studie, die Prof. Dr. Nikola Stenzel und ihre Mitarbeiter in Kooperation mit der SHG Lungenemphysem-COPD Deutschland durchgeführt haben, ließen sich die krankheitsspezifischen Ängste der Studienteilnehmer mit COPD folgendermaßen zusammenfassen:   

- Angst vor dem Fortschreiten der Erkrankung (Progredienzangst)   

- Angst vor sozialer Ausgrenzung   

- Angst vor Atemnot   

- Angst vor körperlicher Aktivität   

- Schlafbedingte Beschwerden (z.B. aufgrund von Husten, Kurzatmigkeit)

Betroffene, die in einer Partnerschaft lebten, berichteten außerdem von Sorgen, den Partner durch die Erkrankung zu sehr zu belasten. Auch die Nutzung von Langzeit-Sauerstoff ging bei einigen Teilnehmern mit Ängsten einher: Einige Betroffene berichteten von Sorgen, wegen des Sauerstoffgeräts negativ bewertet zu werden, oder von Scham, es in der Öffentlichkeit zu benutzen. Manche Teilnehmer gaben sogar an, die Anwendung eines Sauerstoffgerätes in der Öffentlichkeit generell zu vermeiden.

Spezifische Sorgen und Ängste, die direkt auf die Symptome der COPD und ihre Folgen bezogen sind, sind angesichts der Schwere der Erkrankung zunächst einmal als eine naheliegende und „normale“ Reaktion anzusehen. Sind die Sorgen und Ängste in Bezug auf die Erkrankung jedoch sehr stark ausgeprägt, können sie selbst zu einer Belastung werden und die Lebensqualität der Betroffenen zusätzlich beeinträchtigen. Beispielsweise kann Angst vor Atemnot dazu führen, dass die Betroffenen körperliche Aktivität vermeiden. Die Betroffene ziehen sich in der Folge immer mehr vom Alltagsleben zurück, was wiederum zu weiteren Beeinträchtigungen führen kann.

Behandler (z.B. Ärzte, Physiotherapeuten) sollten auch bei Betroffenen, die sich noch in einem frühen Stadium der Erkrankung befinden, auf mögliche psychische Beeinträchtigungen achten, um behutsam in eine Kommunikation eintreten und so einer Chronifizierung der Ängste entgegen wirken zu können. Untersuchungen zeigen, dass viele Betroffene sich scheuen, ihren Arzt selbst anzusprechen. Behandler können jedoch wichtige Ansprechpartner sein, um Ängste zu relativieren oder Betroffene über Möglichkeiten zu informieren, wie das Allgemeinbefinden positiv zu beeinflussen ist.

Die Betroffenen selbst sollten versuchen, sich aktiv Unterstützung zu holen, falls sie bemerken, dass Sorgen und Ängste Überhand nehmen. Auch eine Selbsthilfegruppe kann hilfreich sein, um sich über die Erkrankung und ihre Folgen auszutauschen. Selbsthilfegruppen stellen zudem häufig Newsletter und Ratgeber zur Verfügung, die praxisnahe und aktuelle Informationen zur Erkrankung vermitteln.

Darüber hinaus können auch Familienmitglieder und Partner einen wichtigen Beitrag leisten. Allerdings müssen Angehörige häufig erst selbst einmal lernen, wie sie den Patient am besten unterstützen können. Dafür ist eine offene Kommunikation zwischen Betroffenen und Angehörigen wichtig. Die Angehörigen wiederum sollten darauf achten, dass die Sorge um den Erkrankten nicht allein auf ihnen lastet, sondern sich auch gegenüber Ärzten und Pflegekräften öffnen und die Verantwortung mit ihnen teilen.

Passend zum Thema COPD und Psyche hat der COPD-Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „COPD: Auswirkungen auf Alltag, Psyche und Lebensqualität ... nicht nur im fortgeschrittenen Stadium“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. Nikola Stenzel, Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin (VT) an der Psychologischen Hochschule Berlin, auf dem 9. Symposium Lunge am Samstag, den 10. September 2016 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW). 

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2016

Das Programmheft können Sie hier kostenlos bestellen.

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.

Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 8 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 9. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│22. Juli 2016: 9. Symposium Lunge - Verschiedene Verfahren zur Behandlung eines Lungenemphysems

Unterschiedliche operative und bronchologische Verfahren zur Behandlung des Lungenemphysems wird Prof. Dr. Felix Herth, Medizinischer Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor der Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, in seinem Vortrag auf dem 9. Symposium Lunge am 10. September 2016 näher erläutern.

Patienten mit Lungenemphysem, das wie die chronisch-obstruktive Bronchitis zu den chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen gehört, sind durch ihre Atemnot bei körperlicher oder psychischer Anstrengung (Belastungsdyspnoe) schon bei geringster Belastung maximal eingeschränkt. Im weiteren Verlauf kann es zu einem Atempumpenversagen kommen. Bereits in den 50er Jahren des vergangenen Jahrtausends kamen Überlegungen zum Tragen, die Situation der Patienten, die eine ungleichmäßige (inhomogene) Verteilung des Lungenemphysems aufweisen, durch ein Entfernen (Resektion) der am meisten überblähten Areale zu verbessern. Ziel ist es, die Instabilität der Atemwege und die Überblähung durch eine Verkleinerung der Lunge zu optimieren. Dadurch sollen die Rückstellkräfte der Lunge verbessert werden und auch eine Verbesserung der Atemmechanik kann sich einstellen, was zu einer längeren Belastbarkeit der Patienten führt.

Dieses Prinzip der chirurgischen Verkleinerung hat sich mittlerweile etabliert und wird heutzutage bei ganz speziellen Emphysemtypen erfolgreich angewandt. Als schonenderes, alternatives Verfahren für die chirurgische Volumenreduktion hat sich außerdem in den vergangenen Jahren die endoskopische Lungenvolumenreduktion (ELVR) entwickelt. Somit können Patienten mit fortgeschrittenem Lungenemphysem entweder eine chirurgische Volumenreduktion oder verschiedene endoskopische Verfahren angeboten werden. Dabei kann quasi für jeden Patienten anhand seines Phänotyps - der im CT evaluiert wird - in interdisziplinären Gesprächen zwischen Thoraxchirurgen, Pneumologen und Radiologen entschieden werden, welches Verfahren am ehesten zu einer Verbesserung führt. Grundsätzlich stellt die richtige Patientenselektion einen entscheidenden Faktor für den Erfolg dar.

Bei der ELVR werden heutzutage zwei unterschiedliche Therapieprinzipien angewandt. Zum einen die blockierenden Verfahren mittels Einwegventilen, zum anderen die nicht-blockierenden, irreversiblen Verfahren mittels Spiralen oder Dampfapplikation. Diese Verfahren werden Patienten angeboten, die eine Überblähung (Residualvolumen, also die in der Lunge verbleibende Luftmenge, die nicht ausgeatmet werden kann) von über 200% (in der Bodyplethysmographie nach Bronchospasmolyse-Test) aufweisen und ein inhomogenes Lungenemphysem im durchgeführten HR-CT zeigen. Demgegenüber sind diese Verfahren für Patienten mit einer geringgradigeren Überblähung nicht geeignet. Geändert hat sich zwischenzeitlich die Situation bei Alpha-1-Antitrypsin induzierten Emphysem: War dies ursprünglich ein Ausschlusskriterium, gilt auch dieser Typ des Emphysems heutzutage als behandelbar mittels der endoskopischen Lungenvolumenreduktion (ELVR) mit Ventilen.

Derzeit wird für Patienten in weniger fortgeschrittenen COPD-Stadien die Targeted Lung Denervation (TLD) in Studien untersucht, befindet sich aber noch in der Phase der klinischen Prüfung und wurde daher noch nicht auf dem Markt eingeführt. Dabei handelt es sich um ein weiteres bronchoskopisches Verfahren, bei dem die überaktiven Nervenbahnen der Atemwege behandelt werden. Ähnlich wie Medikamente aus der Gruppe der Anticholinergika zielt auch TLD auf die parasympathisch beeinflussten Nervenleitungen der Lungen ab. Diese so genannte Ablativtherapie unterbindet parasympathische Signale an die gesamte Lunge durch das Unterbrechen von Nervenbahnen mittels einer gezielt und präzise eingesetzten, abgekühlten Hochfrequenzenergie. Eine solche parasympathische Denervierung führt zu einer sanften Muskelentspannung im gesamten Bronchialbaum, wodurch blockierte Atemwege geöffnet und die Atmung verbessert werden können. Dies kann sie zu einer anhaltenden Verbesserung der Lungenfunktion bei COPD-Patienten beitragen.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland den Patientenratgeber mit dem Titel: „Bronchoskopische Lungenvolumenreduktion“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. Felix Herth, Medizinischer Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor der Thoraxklinik, Universitäts Klinikum Heidelberg, auf dem 9. Symposium Lunge am Samstag, den 10. September 2016 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
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symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2016

Das Programmheft können Sie hier kostenlos bestellen.

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.

Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 8 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 9. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│08. Juli 2016: 9. Symposium Lunge - Effekte einer Nicht-invasiven Beatmungstherapie (NIV)

Bei Patienten mit fortgeschrittener COPD lassen sich mit einer nicht-invasiven Beatmungstherapie (NIV) Verbesserungen der Lebensqualität, der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Lebenserwartung erzielen. Einzelheiten dazu wird Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Köhnlein, Chefarzt der Robert-Koch Klinik in Leipzig, in seinem Vortrag auf dem 9. Symposium Lunge am 10. September 2016 berichten.

Außer den Veränderungen in der Lunge kommt es bei Patienten mit fortgeschrittener chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) auch zu Veränderungen an der so genannten Atempumpe. Damit werden die Muskeln und das Brustkorb-Skelett bezeichnet. Der wichtigste „Atmungsmuskel“ ist das Zwerchfell. Wenn das Zwerchfell über Monate und Jahre eine Lunge mit COPD-Veränderungen bewegen muss, kann es zu Ermüdungserscheinungen kommen. Das Zwerchfell kann mit der vom Patienten geforderten Leistung nicht mehr mithalten und der Patient erleidet Luftnot. Anfangs tritt diese Atemnot nur bei Belastung (z.B. Treppensteigen) auf, später auch in Ruhe. Dann besteht die einzige Möglichkeit, die Atempumpe zu unterstützen, in maschineller Beatmung.

Die Nicht-invasive Beatmung (NIV) ist ein Verfahren, das dem überlasteten Zwerchfell Unterstützung anbietet: Mit Hilfe von Masken, die im Bereich von Mund und Nase luftdicht abschließen, können die Patienten für einige Stunden mit einem speziellen Beatmungsgerät zu Hause beatmet werden. Die Handhabung der Gerätschaften ist einfach. Die Beatmungsmaske kann jederzeit vom Patienten selbst an- und abgelegt werden. Während der maschinellen Beatmung übernimmt das Beatmungsgerät die Arbeit des Zwerchfells. Das Zwerchfell wird dadurch in einen Ruhe- und Erholungszustand versetzt. Die Theorie geht davon aus, dass - ähnlich wie bei einem Wanderer, der nach einer langen Gehstrecke eine Pause einlegt und seine Beinmuskeln entspannt - auch das Zwerchfell von einer „Auszeit“ profitiert. Wenn die Muskeln nicht beansprucht werden, können sie sich erholen und nach einiger Zeit mit frischer Kraft wieder eingesetzt werden. Im Falle des Zwerchfells wird i.d.R. nach einer Beatmungsphase von ca. 6 Stunden eine regenerierte Atempumpe zur Verfügung stehen. Der Patient soll dann während der normalen Atmung ohne Beatmungsgerät (Spontanatmung ohne Maske) von größerer körperlicher Leistungsfähigkeit und deutlich weniger Luftnot profitieren.

Die nicht-invasive Beatmung ist nicht neu: Bereits in den 1930er Jahren wurden in Deutschland Beatmungsversuche mit Gesichtsmasken unternommen. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich allerdings die so genannte invasive Beatmung durch. Dazu wird der Patient in eine Art Vollnarkose versetzt, und die Beatmung erfolgt über einen Beatmungstubus, der über einen Schnitt (invasiv) in die Luftröhre des Patienten eingesetzt wird. Mitte der 1980er Jahre erlebte dann die nicht-invasive Beatmung eine Neuentdeckung: Es stellte sich nämlich heraus, dass bei COPD-Patienten oftmals schwerwiegende Probleme rund um die invasive Beatmung auftreten. Deshalb wurde nach Alternativen gesucht. In den 1990er Jahren nahm die Entwicklung von Beatmungsmasken und tragbaren Beatmungsgeräten einen raschen Aufschwung, der bis heute ungebrochen weitergeht.

Es wurden eine Reihe von kleineren Studien durchgeführt, die einen Nutzen der dauerhaften, außerklinischen nicht-invasiven Beatmung bei schwerer COPD nahelegten. Allerdings fehlte bis vor kurzem eine wissenschaftlich allgemein akzeptierte, klinische Studie mit einer größeren Patientengruppe über einen ausreichen langen Beobachtungszeitraum. Im Jahr 2003 wurde in der DIGAB (Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung) der Entschluss gefasst, eine große, multizentrische Studie zur dauerhaften Heimbeatmung bei Patienten mit schwerer COPD und Atempumpeninsuffizienz zu starten (siehe Lancet Respir Med 2014, Band 2/10, Seite: e17-e18).

Darin konnte gezeigt werden, dass die Langzeit-NIV eines der wenigen Verfahren im Bereich der pneumologischen Therapien ist, mit der eine höhere Lebenserwartung erreicht werden kann.

Außerdem ließ sich nach Angaben der beatmeten Patienten eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität und der körperlichen Leistungsfähigkeit nachweisen. Zusammenfassend lässt sich aus dieser größten und umfassendsten klinischen Studie zum langfristigen Einsatz von nicht-invasiver Beatmung bei Patienten mit fortgeschrittener COPD sagen, dass mit diesem Verfahren relevante Verbesserungen der Lebensqualität, der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Lebenserwartung zu erzielen sind.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: Nicht-invasive Beatmung - BiPAP bei COPD und Lungenemphysem herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.Quelle: Vortrag von Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Köhnlein, Chefarzt der Robert-Koch Klinik in Leipzig auf dem 9. Symposium Lunge am Samstag, den 10. September 2016 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2016

Das Programmheft können Sie hier kostenlos bestellen.

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.

Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 8 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 9. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│24. Juni 2016: 9. Symposium Lunge - Training für die Lunge - ein Muss bei COPD!

Was Atemtherapie, Lungensport und Muskelaufbautraining bezwecken und beinhalten, wird Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut am Lungenzentrum Essen in seinem Vortrag auf dem 9. Symposium Lunge am 10. September 2016 erörtern.

Spezielle Angebote der Sport- und Physiotherapie - wie Atemtherapie, Lungensport und Muskelaufbautraining - sind wichtige Ergänzungen der medikamentösen Behandlung und können COPD-Patienten zu mehr Leistungsfähigkeit und Lebensqualität verhelfen.

Atemtechniken: Durch gezieltes Training können Sie Atemnot reduzieren, lernen mit Ihrer Erkrankung umzugehen und die Funktion und den Zustand Ihrer Muskulatur zu verbessern. Lernen Sie die Atemfrequenz, die Atemtiefe und die Atmungsart selbst willentlich zu beeinflussen!

Bei COPD ist die Ausatemphase oft sehr kurz, die Atemfrequenz hoch und die Atemtiefe flach. Die „Lippenbremse“ verlängert die Ausatmung und reduziert so die Atemfrequenz. Sie hält die Atemwege länger offen und optimiert den Luftstrom. Mit der einfachen Übung der Lippenbremse verbessern Sie die Atmung und verringern Ihr Gefühl von Atemnot. Ausgebildete Sport- oder Physiotherapeuten werden Ihnen helfen, die richtige Anwendung der Lippenbremse zu lernen. Wenn Sie gut mit der „Lippenbremse“ umgehen können, nutzen Sie diese Technik wann immer Sie sich kurzatmig fühlen.

Durch Ihre Grunderkrankung und den daraus resultierenden Luftstau in der Lunge werden die Atemmuskeln in Ihrer Funktion behindert. Der Hauptatemmuskel ist das Zwerchfell, das Brust und Bauchraum voneinander trennt. Durch die Lungenüberblähung wird das Zwerchfell ständig nach unten gedrückt und kann sich nicht ausreichend zusammenziehen. Auch die Zwischenrippenmuskulatur ist verkürzt. Diese primären Atemmuskeln sind also quasi bereits in Einatemposition, bevor überhaupt eine Einatmung begonnen hat. Das kann Ihr Gefühl verstärken, das Sie nicht genügend Luft in die Lungen bekommen. Zu den Atemhilfsmuskeln zählen unter anderem der Kopfdreher, sowie Teile der Brust- und Rückenmuskulatur. Im Normalfall sind die Atemhilfsmuskeln nicht maßgeblich an der Einatmung beteiligt. Sie greifen erst dann ein, wenn die primären Atemmuskeln nicht ausreichend arbeiten können - so wie es bei der COPD der Fall ist.

Eine gute Körperhaltung ist die Basis für Atemübungen und hilft, die Atmung zu verbessern. Zwerchfell und Atemmuskulatur können ungehindert arbeiten. So gibt es einige Körperhaltungen, die Ihnen das Atmen besonders erleichtern. Die Atemmuskeln müssen dabei möglichst wenig Arbeit leisten. Sie können sich dabei entspannen. Diese Übungen sind ideal, wenn Sie nach körperlicher Anstrengung eine Pause brauchen.

Atemtherapie mit praktischer Anleitung: Auf dem Symposium Lunge bieten Dr. Teschler und sein Team der Physiotherapie am Lungenzentrum Essen allen Patienten eine Teilnahme an aktiven Übungen in der Mittagspause an. In diesen Workshops erhalten Sie wichtige Tipps zu Hilfsmitteln und Eigenübungen.

Persönliche Informationen und Beratung bekommen Sie am Infostand in den Räumen der Industrieausstellung. Sprechen Sie Ihren Arzt auf die Teilnahme an einer Lungensportgruppe, Atemtherapie und gerätegestütztem Training an. Wenden Sie sich an Sport- und Physiotherapeuten, fragen Sie nach geeigneten Therapieeinrichtungen bei Ihrer Krankenkasse und nutzen Sie die Kontakte und Informationsangebote der Selbsthilfegruppen. So können Sie gezielt nach Möglichkeiten zur Verbesserung Ihrer persönlichen Situation suchen.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „Lungensport, Medizinische Trainingstherapie und Atemtherapie...bei COPD, Lungenemphysem und Lungenfibrose“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut am Lungenzentrum Essen, auf dem 9. Symposium Lunge am Samstag, den 10. September 2016 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2016

Das Programmheft können Sie hier kostenlos bestellen.

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.

Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 8 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 9. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

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