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Deutsche Sauerstoff- und BeatmungsLiga LOT e. V.│31.08.2021: Neue Selbsthilfegruppe für Sauerstoff-Patienten in Fürstenfeldbruck

Für Menschen, die im Landkreis Fürstenfeldbruck auf eine Sauerstoff-Langzeittherapie und Unterstützung sowie Gleichgesinnte suchen, gibt es ein neues Angebot. Die Sauerstoff- und BeatmungsLiga LOT e.V. gründet eine neue Gruppe für den Landkreis Fürstenfeldbruck. Das erste Treffen findet am 22. September um 15 Uhr in Maisach im Vortragsraum der Saljol GmbH, Frauenstraße 32 statt.

In dieser Gruppe finden Menschen, die unter COPD, Lungenemphysemen oder anderweitigen Lungenkrankheiten leiden und auf Sauerstoff-Zugabe angewiesen sind, Hilfe zur Selbsthilfe sowie Ansprechpartner. So gibt es Unterstützung bei den Verhandlungen mit den Krankenkassen und Behörden, Tipps für den Alltag mit einem Sauerstoff-Konzentrator oder und Flüssigsauerstoff sowie Beratung und Hilfe bei Problemen. Zudem können sie mit Menschen in ähnlicher Situation in Kontakt treten, sich austauschen und so an einer stetig wachsenden Gruppe von Menschen in ähnlichen Situation teilhaben.

Weiterführende Informationen finden Sie online auf der Homepage der Sauerstoff- und BeatmungsLiga LOT e.V., www.sauerstoffliga.de. Falls Sie Fragen haben oder Informationen zur kommenden Ortsgruppe Fürstenfeldbruck möchten, wenden Sie sich bitte an den Gruppenleiter Harald F. Seidel, Telefon: 08146/998465, oder per E-Mail  fuerstenfeldbruck(at)sauerstoffliga.de. Um Anmeldung wird gebeten.

Über die Sauerstoff- und Beatmungsliga:

Die Sauerstoff- und BeatmungsLiga LOT e.V. ist eine Selbsthilfeorganisation für Menschen mit einer Langzeitsauerstoff- und Beatmungstherapie (englisch = long-term oxygen therapy), auch LOT genannt. Sie unterstützt bei allen bürokratischen, medizinischen und persönlichen Problemen, die bei der Nutzung von Sauerstoff-Geräten auftreten können. Gegründet wurde der bundesweit aktive Verein 1997 in Bad Reichenhall.

COPD-Deutschland e. V.│24.08.2021: 13. Symposium Lunge – Endoskopische Lungenvolumenreduktion - aktueller Stand

Welche Verfahren der Lungenvolumenreduktion für bestimmte COPD-Patienten eine Therapieoption darstellen, erläutert Dr. med. Franz Stanzel,Chefarzt an der Lungenklinik Hemer in seinem Online-Vortrag auf dem virtuellen Symposium Lunge am 4.9.2021.

Wenn bei einer COPD-Erkrankung Air-trapping und Überblähung aufgrund eines Lungenemphysems im Vordergrund stehen, können verschiedene Formen der endoskopischen Lungenvolumenreduktion (ELVR) als minimal-invasive Prozeduren eine Verbesserung erzielen.

Zunächst wird bei Patienten, die trotz Therapien und Maßnahmen symptomatisch bleiben, ein HR-CT durchgeführt, um das Emphysem zu charakterisieren (homogen oder heterogen) und das Ausmaß der Zerstörung und der Risse (lobären Fissuren) zu lokalisieren. Außerdem müssen Zusatzbefunde erfasst oder ausgeschlossen werden (Rundherde, Bronchiektasen oder Fibrose).

Eine Fissur gilt als komplett bei > 95 Prozent, als inkomplett bei < 80 Prozent, dazwischen als partiell komplett und kann auf eine fehlende beidseitige Belüftung (kollateraler Fluss) hinweisen. Eine weitere Methode zur Erfassung des kollateralen Flusses ist die Chartis-Messung, die bronchoskopisch über einen Katheter erfolgt. Diese ist insbesondere bei Patienten mit einer partiell kompletten Fissur sinnvoll, weil beim Nachweis eines fehlenden kollateralen Flusses Ventile eine Option darstellen.

Folgende Verfahren der Lungenvolumenreduktion stehen zur Verfügung:

Ventile sind Einweg-Ventile, die den Einstrom von Atemluft blockieren, aber den Ausstrom zulassen. Auch Sekrete können entweichen. Das Therapieprinzip umfasst die komplette Blockade eines Lappens, die im Extremfall zur Atelektase führen kann. Unter einer Atelektase versteht man einen kollabierten Lungenabschnitt, der mit wenig oder keiner Luft gefüllt ist. Der Ziellappen weist eine eingeschränkte Funktion auf, daneben eine fehlende kollaterale Ventilation. Dann kommt es zur Schrumpfung des Lappens und zur Volumenreduktion. Hauptkomplikation des Verfahrens ist der Pneumothorax, insbesondere wenn sich rasch eine Atelektase entwickelt.

Coils sind Spiralen aus Nitinol, die sich in der Lunge ausspannen und mechanisch eine Umformung des Lappens und eine Verbesserung der Rückstellkräfte bewirken. Diese werden meist beidseits in den am stärksten betroffenen Lappen bronchoskopisch eingebracht und sind unabhängig von kollateraler Ventilation. In der Regel sind 10 bis 12 Coils für einen Lappen notwendig. Ein zu großer Zerstörungsgrad des Lungengewebes im Ziellappen bedeutet, dass der Patient nicht für diese Form der ELVR geeignet ist. Ein Nachteil ist die faktische Irreversibilität des Verfahrens. Hauptkomplikationen sind allerdings Pneumonien und Blutungen.

Die thermische Dampfablation ist ein weiteres Verfahren der Volumenreduktion. Dabei wird heißer Wasserdampf in einen geschädigten Lungenabschnitt, meist ein Segment oder Subsegment, über einen Katheter appliziert. Darauf folgen Entzündung, Narbenbildung und dadurch Volumenminderung. Das Verfahren ist irreversibel und unabhängig von der kollateralen Ventilation.

Die biologische Lungenvolumenreduktion mit einer Art Kleber basiert auf einer Versiegelung eines Lungenabschnitts mit einem Polymer. Alles weitere ähnelt dem Dampf. Allerdings kann das Verfahren derzeit nur innerhalb einer Studie in wenigen Zentren durchgeführt werden.

Die Entscheidung, welches Verfahren der Lungenvolumenreduktion zum Einsatz kommt, sollte in einem multidisziplinären Team getroffen werden. Dabei muss auch die chirurgische Lungenvolumenreduktion einbezogen werden.

Quelle: Online-Vortrag von Dr. med. Franz Stanzel, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer auf dem virtuellen Symposium Lunge am 4.9.2021

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COPD-Deutschland e. V.│12.08.2021: 13. Symposium Lunge – Mit einer Langzeit-Sauerstofftherapie verreisen?

Was muss man beachten, wenn man mit einer Langzeit-Sauerstofftherapie verreisen möchte? Das erläutert Prof. Dr. Susanne Lang von der Medizinischen Klinik II an der Friedrich-Schiller-Universität Jena in ihrem Online-Vortrag auf dem virtuellen Symposium Lunge am 4.9.2021.

Bevor man als COPD-Patient mit einer Langzeit-Sauerstofftherapie (LOT) eine Reise plant, empfiehlt es sich Kontakt mit seinem Lungenfacharzt aufzunehmen, um die gesundheitliche Gefährdung durch die Reisestrapazen und die Situation vor Ort abzuschätzen. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die speziell im Ausland berücksichtigt werden müssen (Klima, Stromversorgung, medizinische Versorgung, technische Probleme, Anschlüsse etc.).

Als erstes ist die Frage zu klären wo es hingehen soll, da es einerseits spezialisierte Hotels mit Rundumversorgung gibt, andererseits in manchen Ländern schon Schwierigkeiten bestehen, eine stabile Stromversorgung zu gewährleisten. Die zweite Frage ist mit welchem Verkehrsmittel man reisen möchte. Zu guter Letzt ist auch die Dauer wichtig, die überbrückt werden muss.

Sauerstoff im Auto
Im Auto kann sowohl ein mobiler Konzentrator eingesetzt werden, der über einen Adapter am Zigarettenanzünder mit Strom versorgt wird, als auch Flüssigsauerstoff in Form einer Gasflasche. Es ist aufwendig, aber dennoch möglich, einen Sauerstofftank im Fond des Autos mitzuführen. Dabei muss aber auf einen sicheren Stand geachtet und für den nötigen Raum zur Verdunstung gesorgt werden.

Sauerstoff im Flugzeug
Während eines Fluges herrscht im Inneren des Flugzeugs ein Luftdruck, der ungefähr den natürlichen Bedingungen in 2500 Metern Höhe entspricht. Die Mitnahme von flüssigem Sauerstoff ist auf Flugreisen grundsätzlich nicht gestattet. Manche Fluggesellschaften bieten eine Sauerstoffversorgung an Bord an, die im Vorfeld gebucht werden muss und meist relativ teuer ist. Fast alle Fluggesellschaften erlauben aber die Nutzung mobiler Sauerstoffkonzentratoren (POC = portable oxygen concentrator). Eine Voraussetzung dafür ist, dass das Gerät von der FAA (Federal Aviation Administration) der nationalen Luftfahrtbehörde der USA zugelassen ist. Sie können die Flugphasen, in denen Sie einen POC benötigen festlegen, z.B. beim Rollen, starten, fliegen in Reiseflughöhe und landen und sollten dafür sorgen, dass Sie ausreichend aufgeladene Akkus mitführen, da Akkus an Bord nicht aufgeladen werden können. Zudem wird meist ein ärztliches Attest in englischer Sprache (Fit to Fly-Erklärung) gefordert, welches die Notwendigkeit und die Flugtauglichkeit bei Zuführung von zusätzlichem Sauerstoff bestätigt. Das Attest darf in der Regel nicht älter als 10 bis 14 Tage vor dem Abflug sein. Aus dem Attest muss hervorgehen, wie viele Liter Sauerstoff pro Minute benötigt werden. In dem Attest steht auch, ob der Sauerstoff stand-by oder kontinuierlich ist.

Urlaub auf dem Schiff
Es ist heutzutage möglich, Sauerstoff- und Beatmungsgeräte - meist nach vorheriger Anmeldung - auf ein Kreuzfahrtschiff mitzunehmen. Wie beim Fliegen beschränken einige Reedereien die Mitnahme auf bestimmte Geräte. Die Mitnahme von Sauerstoff bzw. Flüssigsauerstoff ist auf einigen Schiffen auf eine Höchstmenge begrenzt oder die Mitnahme von Flüssigsauerstoff aus Sicherheitsgründen überhaupt nicht gestattet. Einige Kreuzfahrtschiffe haben eigene Geräte für die Sauerstofftherapie an Bord, aber das ist eher die Ausnahme.

Kostenerstattung
Zum Teil übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Urlaubsversorgung. Dabei kommt es nicht darauf an, ob es sich um ein klassisches Urlaubsziel handelt. Schon der Besuch bei Freunden oder Familienangehörigen kann helfen, der sozialen Isolation durch die Sauerstoffpflichtigkeit zu entfliehen. Glücklicherweise bietet dies Industrie heutzutage zahlreiche Geräte und Hilfsmittel an, mit denen Patienten vielleicht nicht überall auf der Welt hinkommen können, aber doch die Freiheit des Reisens genießen können.

Quelle: Online-Vortrag von Prof. Dr. Susanne Lang von der Medizinischen Klinik II an der Friedrich-Schiller-Universität Jena auf dem virtuellen Symposium Lunge am 4.9.2021

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COPD-Deutschland e. V.│03.08.2021: 13. Symposium Lunge – COPD: Auswirkungen auf Alltag, Psyche und Lebensqualität

Psychische Beeinträchtigungen und krankheitsbezogene Ängste belasten viele COPD-Patienten. Wie sie mehr Lebensqualität erlangen können, erklärt Prof. Dr. Nikola Stenzel von der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) in ihrem Online-Vortrag auf dem virtuellen Symposium Lunge am 4.9.2021.

Eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) geht mit deutlichen körperlichen Beeinträchtigungen einher und hat meist gravierende Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen. Zusätzlich erlebt ein Teil der Betroffenen auch psychische Beeinträchtigungen. Nicht immer ist dabei das Vollbild einer psychischen Erkrankung (wie z.B. eine Depression oder Angststörung) vorhanden, häufig leiden die Betroffenen aber unter einzelnen Depressions- oder Angstsymptomen.

Vor dem Hintergrund der real existierenden Bedrohung durch die Erkrankung treten häufig auch „krankheitsbezogene Ängste“ auf. Damit sind die Ängste und Sorgen der Betroffenen vor der Symptomatik selbst oder auch vor deren Folgen für die Zukunft gemeint.

Inzwischen existiert eine ganze Reihe Untersuchungen, die sich mit den Folgen krankheitsbezogener Ängste beschäftigt haben. Diese zeigen, dass sich krankheitsbezogene Ängste nicht nur auf die Lebensqualität der Betroffenen auswirken, sondern auch den Umgang der Betroffenen mit der Erkrankung negativ beeinflussen können. Speziell Angst vor Atemnot und Angst vor körperlicher Aktivität können beispielsweise mit einer Vermeidung körperlicher Aktivität und einem allgemeinen Rückzug vom Alltagsleben einhergehen. Dies kann wiederum die Krankheitsbewältigung erschweren und zu weiteren Beeinträchtigungen führen.

Auch eine gedrückte, depressive Stimmung kann sich negativ auf die Lebensqualität auswirken und das Krankheitsverhalten der Betroffenen beeinflussen. Depressive Erkrankungen gehen häufig mit einer starken Antriebslosigkeit einher. Die Betroffenen haben oft das Gefühl, sich zu nichts aufraffen zu können und an nichts mehr Freude zu haben. Im Alltag ziehen sie sich von anderen Menschen zurück und sind häufig mutlos in Bezug auf ihre Erkrankung und deren Behandlung. Das kann insgesamt zu einer schlechteren Selbstfürsorge führen: Beispielsweise zeigen Untersuchungen, dass einige depressive Personen Medikamente nicht wie verordnet einnehmen, Arzttermine nicht wahrnehmen oder Rehabilitationsmaßnahmen eher abbrechen, da sie durch ihre psychische Situation einfach zu belastet sind.

Studien zu protektiven Faktoren und Ressourcen zeigen dagegen, dass soziale Unterstützung (z.B. durch Angehörige oder andere Betroffene) einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen haben kann – und das unabhängig vom aktuellen Krankheitsstadium. Die körperliche Verfassung der Betroffenen ist also nicht alleine maßgeblich für die Lebensqualität, sondern es spielen viele Faktoren eine Rolle.

Ein wichtiger erster Schritt für einen erfolgreichen Umgang mit psychischen Begleitsymptomen ist, dass die Betroffenen sich anderen Menschen gegenüber öffnen und von Ihren Beschwerden berichten. Psychische Symptome sind in unserer Gesellschaft leider immer noch stigmatisiert, so dass viele Menschen lange warten, bis sie sich Hilfe suchen. Dabei ist es grade im Kontext einer chronischen Erkrankung häufig, dass von Zeit zu Zeit Ängste auftreten oder sich Betroffene Sorgen um ihre Zukunft machen.

Für viele Menschen ist eine Selbsthilfegruppe ein gutes Forum, um sich erstmals zu öffnen. Der regelmäßige Austausch mit anderen Personen, die in einer ähnlichen Situation sind, wirkt häufig sehr entlastend. Aber auch medizinische Behandler können dabei helfen, eigene Ängste zu hinterfragen oder über Möglichkeiten informieren, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Sie können auch entscheiden, ab wann psychische Begleitsymptome eine zusätzliche Behandlung erfordern und in welchen Fällen Betroffene selbst gegen psychische Beschwerden entgegenwirken können.

Auch eine gute Selbstfürsorge kann sich positiv auf psychische Beschwerden auswirken. Viele Betroffene berichten, dass die Erkrankung in ihrem Leben einen sehr großen Raum eingenommen hat. Darüber sind eigene Interessen und Ziele häufig in den Hintergrund getreten oder haben sich verändert. Die Betroffenen müssen daher neu herausfinden, was ihnen im Alltag guttut und was unter den gegebenen Umständen auch umzusetzen ist. Auch hierbei kann eine offene Kommunikation mit Freunden und Angehörigen, aber auch mit anderen Betroffenen hilfreich sein. Wenn eine gute Selbstfürsorge gelingt, kann das wie eine Art „Puffer“ gegen psychische Beschwerden wirken.

Letztendlich spielen viele Faktoren für eine Aufrechterhaltung und Verbesserung der Lebensqualität eine Rolle. Die gute Nachricht ist, dass es deshalb auch viele Möglichkeiten gibt, psychischen Beschwerden entgegen zu wirken. Wichtig ist dabei die individuelle Perspektive: Was dem einen gut tut, muss nicht auch dem anderen helfen. Letztendlich sollten Betroffene versuchen, die besten Experten für sich selbst und ihre Erkrankung zu werden. Gemeinsam mit den Angehörigen und unterstützt von medizinischen Behandlern lässt sich im Allgemeinen viel bewirken.

Quelle: Online-Vortrag von Prof. Dr. Nikola Stenzel von der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) auf dem virtuellen Symposium Lunge am 4.9.2021

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COPD-Deutschland e. V.│13.07.2021: 13. Symposium Lunge – Was leistet die pneumologische Rehabilitation?

Welche positiven Effekte der Aufenthalt in einer pneumologischen Rehaklinik haben kann, schildert Martin Leibl, Facharzt für Innere Medizin und Lungenheilkunde und Ärztlicher Leiter der Nordseeklinik Westfalen im Nordseeheilbad Wyk auf Föhr, in seinem Online-Vortrag auf dem Symposium Lunge am 4.9.2021.

Wesentlicher Faktor einer leitlinienkonformen Basistherapie bei chronischen Lungenerkrankungen ist nach aktuellsten Erkenntnissen die Durchführung einer stationären pneumologischen Reha in Schwerpunktkliniken mit nachgewiesener wissenschaftlicher Expertise.

Ziele der Reha

In diesen Kliniken bietet sich die Gelegenheit intensiv mit den Patienten eine nachhaltige Verhaltensänderung zu etablieren. Ziel ist die Vorbereitung auf den professionellen Umgang und das Leben mit der jeweiligen Erkrankung im Alltag im Anschluss an die Maßnahme. Aufbauend auf einer fundierten Analyse der Erkrankung und der Aufklärung der Patienten, setzen die Kliniken dazu auf ganzheitliche Konzepte, die körperliche, mentale, ernährungswissenschaftliche und medikamentöse Aspekte aufeinander abstimmen.

Oberstes Ziel jeder Reha ist, die Steigerung der Lebensqualität bzw. die Stabilisation und die Sicherstellung der Teilhabe in allen Lebensbereichen. Diese Ziele sind erreichbar, wenn die Patienten Selbstverantwortung für ihr Leben und ihre Erkrankung übernehmen. Im Rahmen der Reha und danach können so die Selbstwirksamkeit und die Resilienz (d.h. psychische Widerstandskraft, um schwierige Lebenssituationen zu überstehen) kontinuierlich gesteigert werden und größtmögliche Erfolge erreicht werden.

Ablauf einer Reha

Zu Beginn erfolgt die umfangreiche Analyse bestehender Gesundheits- und Krankheitsaspekte sowie bestehender Chancen eine höchstmögliche Lebensqualität zu erfahren.

Patient, Arzt und Therapeuten erarbeiten eine Ablaufplan, damit jeder Betroffene individuell auf seine Erkrankung abgestimmt, Verhaltensoptionen und Verbesserungspotentiale erleben kann.

Am Ende der Reha werden alle Ergebnisse und gesammelten Erfahrungen mit dem betreuenden Arzt reflektiert. Im Anschluss ist der Patient in der Lage, seinen Plan für Zuhause selbst zu erstellen und in Zukunft eigenverantwortlich sein Gesundheitsverhalten weiter zu entwickeln.

Reha-Schwerpunkte

Während der Reha werden unterschiedliche Schwerpunktthemen berücksichtigt, die in Kombination zur nachhaltigen Gesundheitsvorsorge und zum bestmöglichen Umgang mit der jeweiligen Erkrankung führen. Dazu zählen: Raucherentwöhnung, Bewegung, Psychische Stärkung, Ernährung, Medikamentöse Behandlung und Inhalationstechnik.

Quelle: Online-Vortrag von Martin Leibl, Facharzt für Innere Medizin und Lungenheilkunde und Ärztlicher Leiter der Nordseeklinik Westfalen im Nordseeheilbad Wyk auf Föhr auf dem virtuellen Symposium Lunge am 4.9.2021.

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COPD-Deutschland e. V.│25.06.2021: 13. Symposium Lunge – Übungsanleitung für Lungensport und Atemtherapie

Praktische Anleitungen zum Mitmachen für Lungensport und Atemtherapie bieten die Physiotherapeuten Dr. Sebastian Teschler und Andrea Huhn in ihrem Online-Beitrag auf dem virtuellen Symposium Lunge am 4.9.2021.

Vielleicht kennen Sie das Gefühl: Der Weg die Treppe rauf, die Einkaufstasche in der Hand – und plötzlich bleibt die Luft weg. Es dauert eine ganze Weile, bis Sie wieder zu Atem kommen und das Engegefühl nachlässt. Sie leiden wahrscheinlich unter COPD, einer chronischen Lungenerkrankung.

COPD ist eine chronisch einengende (obstruktive) Erkrankung der Atemwege und der Lunge mit den Leitsymptomen Atemnot, Husten und Auswurf. Luftnot führt oft zu einer körperlichen Schonung und dadurch zu einem Rückgang der Muskulatur und Ausdauer, sodass alltägliche Tätigkeiten immer schwerer fallen. Körperliche Schonung führt außerdem insgesamt zu einem ungünstigen Krankheitsverlauf mit häufigeren akuten Verschlechterungen und Nebenerkrankungen.

Obwohl COPD nicht geheilt werden kann, können Sie den Symptomen von chronisch-obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem entgegenwirken und Ihr Wohlbefinden spürbar steigern. Atemtechnik, Bewegung und Training stellen dabei einen zentralen Baustein in der Therapie von COPD mit/ohne Lungenemphysem dar.

Das Training sollte individuell auf Sie mit Ihrer Lungenerkrankung abgestimmt sein und kann auf jedem Niveau stattfinden. Dafür sollten Sie eine Art der Bewegung finden, die Ihnen Spaß macht. Selbst wenn Sie sich in der Vergangenheit nie viel bewegt haben, wird es jetzt Zeit damit anzufangen. Atemphysiotherapie, gerätegestützte Krankengymnastik und Lungensport sind dafür geeignete Möglichkeiten.

Dabei brauchen Sie keine Angst vor Atemnot haben. Das Training wird so gestaltet, dass Sie keine Atemnot bekommen und diese auch im Alltag seltener wird. Außerdem erlernen Sie Atemtechniken wie die Lippenbremse und atemerleichternde Positionen, die Ihnen helfen, Atemnot in Alltagssituationen - sei es Treppensteigen, Schuhe Binden, der Haushalt oder das Anziehen - zu verringern.

Durch gezieltes Training kann die Ausdauer verbessert und Muskulatur aufgebaut werden. Die Lunge wird durch Bewegung besser durchblutet und belüftet, was auch insbesondere bei Sekret positiv wirkt. Durch Bewegung wird es gelockert und verflüssigt und kann danach leichter und schonender abgehustet werden. Durch Ausdauertraining können gesunde Anteile der Lunge besser genutzt werden und verhelfen Ihnen zu mehr Luft. Muskelaufbautraining führt dazu, dass die Muskulatur besser durchblutet und der Sauerstoff effizienter von den Muskeln genutzt werden kann.

Regelmäßiges Bewegen und Training reduziert die Anzahl der Infekte und akuter Verschlechterungen deutlich. Sie können durch Ihren Einsatz den Krankheitsverlauf stark verlangsamen und dabei Ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Daneben hat Bewegung starke positive Effekte auf Ihre allgemeine Gesundheit, zum Beispiel bei Bluthochdruck, Diabetes oder Osteoporose. Diese gehen häufig mit COPD und Lungenemphysem einher und können den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen.

Das Training kann in der Gruppe, an Geräten und in der individuellen Therapie von Ihrem Arzt verschrieben werden. Fragen Sie nach einem Rezept für Lungensport, gerätegestützte Krankengymnastik oder Atemphysiotherapie. Die Krankenkassen tragen hierfür die Kosten. Für Personen mit COPD gibt es außerdem die Möglichkeit einer „Langfristgenehmigung“. Dabei wird die Therapie für ein Jahr genehmigt, ohne, dass sie immer wieder neue Verordnungen vom Arzt beziehen müssen. Für Personen mit einer stark eingeschränkten Lungenfunktion (FEV1< 35% des Sollwerts) kann der Arzt die Therapie sogar budgetfrei ausstellen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten darüber.

Quelle: Online-Beitrag der Physiotherapeuten Dr. Sebastian Teschler und Andrea Huhn auf dem virtuellen Symposium Lunge am 4.9.2021

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COPD-Deutschland e. V.│21.06.2021: 13. Symposium Lunge – Aktuell verfügbare Medikamente zur Behandlung der COPD

Einen Überblick, welche Medikamente aktuell und künftig gegen COPD zur Verfügung stehen, gibt Priv.-Doz. Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt der Lungenklinik Hemer, in seinem online-Vortrag auf dem virtuellen Symposium Lunge am 4.9.2021.

Medikamente stellen einen wesentlichen Bestandteil in der Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) dar. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl pharmakologischer Substanzen mit sich daraus ergebenden Kombinationsmöglichkeiten.

Die medikamentöse Therapie der COPD orientiert sich an den auftretenden Symptomen wie Atemnot und Husten, am klinischem Krankheitsverlauf insbesondere hinsichtlich der Häufigkeit von akuten Verschlechterungen (Exazerbationen) und an der jeweiligen Lungenfunktionseinschränkung. Man unterscheidet 4 verschiedene Funktionsgradeinschränkungen, die bei einer Lungenfunktionsprüfung (anhand des ermittelten FEV1) festgelegt werden: von leicht (FEV1 > 80%), mäßig (FEV1 ? 50% - < 80%), schwer (FEV1 ? 30% - < 50%) bis sehr schwer (FEV1 < 30%).

Wesentliches Ziel der medikamentösen Therapie in Kombination mit Bewegungstherapie bzw. rehabilitativen Maßnahmen ist die Symptomlinderung, die Vermeidung häufiger und schwerer Exazerbationen, sowie eine Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit.

Im Wesentlichen - und individuell angepasst - kommen langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) und langwirksamen Anticholinergika (LAMA), einzeln oder kombiniert, z.T. mit Gabe von inhalativen Corticosteroiden (ICS), aus den folgenden Medikamentengruppen zum Einsatz:

Bronchialerweiternde Substanzen, sogenannte Bronchodilatatoren

  • LAMA wie Tiotropium, Aclidinium
  • LABA wie Formoterol, Salmeterol, Indacaterol

Antientzündliche Substanzen

  • Inhalative Kortikosteroide (ICS)
  • systemische Steroide
  • Phosphodiesterase-4 Hemmer
  • Makrolid-Antibiotika

Außerdem stehen folgende Substanzen für die medikamentöse Therapie zur Verfügung:

  • Schleimlösende Substanzen (Mukolytika)
  • Opioide
  • Antibiotika
  • Alpha-1-Antitrypsin
  • Immunglobuline

Wichtige Forschungsansätze betreffen insbesondere eine gezieltere Hemmung der bronchialen Entzündung, um dadurch den Verlauf der Erkrankung günstig zu beeinflussen.

Quelle: Vortrag von Priv.-Doz. Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt der Lungenklinik Hemer auf dem virtuellen Symposium Lunge am 4.9.2021

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COPD-Deutschland e. V.│14.05.2021: 13. Symposium Lunge – Langzeiteffekte einer COVID-19-Erkrankung

Mögliche langfristige Auswirkungen einer Erkrankung an Covid-19 – sog. Long Covid - wird Prof. Dr. med. Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Ruhrlandklinik, in seinem Vortrag auf dem virtuellen Symposium Lunge schildern.

COVID-19 ist eine sehr komplexe Erkrankung, die die verschiedensten Organsysteme betreffen kann – am häufigsten die Lunge, wobei es nicht nur zu einer Schädigung der Lungenzellen, sondern auch der Gefäßzellen (Endothelzellen) kommen kann. Dabei zeigt sich teilweise auch das Bild eines akuten Lungenversagens. Des Weiteren können andere Organsysteme wie z. B. Herz, Niere, das Immunsystem und auch das zentrale Nervensystem von einer COVID-19-Erkrankung betroffen sein.

Selbst wenn die akute Erkrankung an Covid-19 Patienten bereits abgeklungen ist, können noch längerfristige Beschwerden und Probleme über Wochen oder sogar Monate hinweg auftreten und die Betroffenen erheblich einschränken und belasten. Dieses „Long-COVID-Syndrom“ ist noch nicht gut definiert, aber als mögliches Problem erkannt worden.

Wichtigste Risikofaktoren für einen langfristigen Verlauf (d.h. Beschwerden mehr als 28 Tage nach einer COVID-Infektion) sind offenbar die Schwere der Symptome und die Anzahl der betroffenen Organsysteme. Bei jüngeren Patienten waren häufiger Frauen betroffen, wohingegen bei älteren Patienten die Geschlechterverteilung nicht unterschiedlich war.

Auch Patienten, die mit einem leichten Verlauf die COVID-19-Erkrankung im häuslichen Umfeld überstanden haben, können längerfristig noch Beschwerden aufweisen. Dabei sind bei vielen der Patienten in den funktionellen Untersuchungen (Lungenfunktion, Blutgasanalyse) wie auch in den bildgebenden Untersuchungen (Computertomographie der Lunge) keine Veränderungen nachweisbar. Trotzdem berichten die Patienten glaubhaft über Atembeschwerden und eine Atemnot unter Belastung, die häufig mit einer Erschöpfung (Fatigue) kombiniert ist.

Die häufigsten Symptome, die bei Long-COVID-Syndrom genannt werden, sind Erschöpfung/Müdigkeit (Fatigue), Atembeschwerden unter Belastung, Husten, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Nervenstörungen, Depressionen und Angststörungen sowie Schlafstörungen.

Mögliche Therapieansätze richten sich nach den hauptsächlich betroffenen Organsystemen. Bei Patienten mit pulmonalen Beschwerden ohne Nachweis einer lungenfunktionellen Einschränkung kann durchaus eine Atemphysiotherapie hilfreich sein. Im Rahmen einer vorliegenden vorherrschenden Müdigkeitssymptomatik (Fatigue) sollten insbesondere zu Beginn Belastungssituationen vermieden werden, dann ist ein langsam gesteigertes Training sinnvoll.

Aktuell laufen mehrere Projekte, um auch die Ursachen für mögliche „Long-COVID-Verläufe“ zu erforschen. In den nächsten Monaten werden wir sicherlich noch sehr viel dazulernen, um mögliche Risikopatienten frühzeitig zu entdecken und auch, um unsere Behandlungsmöglichkeiten für diese Beschwerdesymptomatik deutlich zu verbessern.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Universitätsmedizin Essen – Ruhrlandklinik, in einem online-Vortrag auf dem Symposium Lunge am 4.9.2021

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COPD-Deutschland e. V.│05.05.2021: 13. Symposium Lunge – Über den Schutz vor Corona und die Behandlung von Covid

Wie man sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 schützen und wie Covid-19 behandelt werden kann, erläutert Dr. Thomas Voshaar vom Lungen-und Thoraxzentrum Nordrhein im Krankenhaus Bethanien Moers in einem online-Vortrag auf dem Symposium Lunge am 4.9.2021. 

Das Virus SARS-CoV-2 ist insbesondere darauf spezialisiert, in menschliche Zellen der Atemwege bzw. der Lunge einzudringen. Dies geschieht vor allem über den sogenannten ACE-Rezeptor, der sich vor allem in der Nase, der Nasennebenhöhlen und im gesamten Tracheobronchialbereich sowie in den Lungenbläschen (Alveolen) findet. Das Virus dringt also in bestimmte Zellen der Atmungsorgane ein, vermehrt sich dort und wird dann wieder freigesetzt, indem wir es  mit der normalen Atmung wieder abatmen.

Diese Freisetzung des Virus wird durch Sprechen, Singen oder Schreien noch verstärkt. Die außerordentlich kleinen Tröpfchen, in denen sich die Viren bei der Abatmung aus unseren Lungen befinden, sind so klein (ca. 0,2-0,4 µm), dass sie sehr lange in der Luft in der Schwebe bleiben und sich z. B. mit der Dauer des Aufenthaltes in einem Raum stärker anreichern und so bei anderen Menschen mit der Atmung aufgenommen werden. So gelangen die Viren von Mensch zu Mensch und verbreiten sich sehr rasch. Insbesondere können sie so auch nahezu ungehindert mit der Atmung direkt und in hoher Konzentration in die Lunge gelangen. In einem solchen Fall werden die Menschen besonders schnell und schwer krank!

Hat man den Ausbreitungsmechanismus (Virustransmission) verstanden, so wird auch sofort klar, weshalb wir alle in Innenräumen einen wirksamen Mundschutz tragen sollten. Darüber hinaus sollten wir uns mit fremden Menschen so wenig wie möglich in Innenräumen aufhalten und wenn nur so kurz wie möglich. Darüber hinaus hilft eine intensive Lüftung oder sogenannte Luftreinigungsgeräte. Letztlich kommt es  darauf an, durch diese Maßnahme die Virusmenge in der uns umgebenden Luft zu reduzieren, damit es zu keinen weiteren Infektionen kommt.

Derzeit gehen wir davon aus, dass etwa 500 bis 2000 Viren nötig sind, um einen Menschen krank zu machen. Jede Form von Verdünnung der Viruskonzentration in unserer Umgebungsluft ist also hilfreich, um weitere Infektionen zu verhindern. Im Außenbereich gibt es kaum Infektionen, da der Raum um uns herum natürlich unbegrenzt ist und durch die geringsten Luftbewegungen (Wind) die Aerosole sehr rasch verteilt werden. Im Außenbereich reicht es, einen gewissen Abstand von z. B. eine Armlänge einzuhalten. 

Bei der Behandlung von Covid-19 stehen zahlenmäßig schwere Virus-Lungenentzündungen im Vordergrund. SARS-CoV-2-Viren können auch zu Veränderungen im Blutgefäßsystem führen und die Entwicklung von Thrombosen und Lungenarterienembolien begünstigen. Es können aber auch praktisch alle anderen Organe wie z. B.  die Nieren, das Herz, die Leber und auch die Haut und das Gehirn befallen sein.

Bei ausgedehnten Lungenentzündungen kommt es zu einer erschwerten Sauerstoffaufnahme (Hypoxämie). Bei vielen Patienten reicht es, hier mit einer Sauerstoffgabe gegenzusteuern. Andere Patienten benötigen vorübergehend eine Atemunterstützung z. B. durch eine CPAP- oder eine nicht- invasive Beatmungstherapie (NIV-Therapie). 

Wissenschaftlich umstritten ist nach wie vor, wann Patienten mit einer schweren Virus-Lungenentzündung intubiert und künstlich (invasiv) beatmet werden müssen. In unserer Klinik gehen wir davon aus, dass eine Intubation und maschinelle Beatmung unbedingt so lange wie eben möglich vermieden werden muss, da die Komplikationen bei einem solchen Vorgehen überwiegen und die Sterblichkeit sehr hoch ist. 

Die wichtigste Maßnahme im Pandemiemanagement ist ohne jeden Zweifel die Impfung möglichst vieler Menschen in möglichst kurzer Zeit! Solange nicht der größte Teil der Menschen geimpft ist, findet das Virus weiterhin Wirte für seine Vermehrung und auch Gelegenheit für Mutationen. Angesichts der noch sehr eingeschränkten medizinischen Behandlungsmöglichkeiten sind Vermeidung einer Infektion, Impfungen und die Vermeidung einer Intubation zur Beatmung die wichtigsten Maßnahmen zur Senkung der Sterblichkeit.

Quelle: Vortrag von Dr. Thomas Voshaar vom Lungen-und Thoraxzentrum
Nordrhein im Krankenhaus Bethanien Moers in einem online-Vortrag auf dem Symposium Lunge am 4.9.2021

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Heike und Jens Lingemann
Email: symposium-org@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959
Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2021
https://www.copd-deutschland.de/symposium-2021

COPD-Deutschland e. V.│16.04.2021: 13. Symposium Lunge – Warum bleibt COPD oft lange unerkannt?

Erste Anzeichen einer COPD bzw. Möglichkeiten der Diagnose von chronisch-obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem wird Prof. Dr. med. Kurt Rasche vom HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal - Klinikum der Universität Witten/Herdecke in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2021 erläutern.

Bei der COPD stehen zwei Krankheitsbilder im Mittelpunkt, die entweder einzeln oder in Kombination (ca. 40%) auftreten können: die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem. Wirkliche Frühsymptome der COPD gibt es nicht. Treten die sog. „AHA“-Symptomen Auswurf (Sputum), Husten und Atemnot auf, liegt meistens schon eine nur bedingt rückgängig zu machende chronische Lungenerkrankung vor. 

Die häufig (zu) späte Diagnose einer COPD beruht u.a. darauf, dass die Symptome Husten und Auswurf sowohl von den Patienten wie auch manchen Ärzten bagatellisiert, also nicht ernst genommen werden, und dass das Symptom Luftnot nicht immer sofort Anlass zu einer Lungenfunktionsprüfung gibt.

Bestehen Atemnot, Husten und/oder Auswurf nicht nur vorübergehend, muss der Hausarzt aufgesucht werden. Sollte sich auf Grund der Krankheitsgeschichte, der körperlichen Untersuchung und/oder der Spirometrie der Verdacht auf eine COPD erhärten, so ist es sinnvoll, dass eine Überweisung zum Pneumologen erfolgt. Es sei denn, der Hausarzt hat auf Grund einer speziellen Weiterbildung ausreichende Erfahrung in der Diagnostik und Therapie von chronischen Lungenerkrankungen und ist in seiner Praxis auch enstprechend technisch ausgestattet. Die Regel wird aber eine weiterführende Untersuchung durch den Pneumologen sein.

Der Pneumologe wird bei der Erstunterschung zusätzlich zur Spirmetrie eine sog. Bodyplethysmographie zur Messung von Atemwegswiderstand und Lungenvolumen, sowie eine Blutgasanalyse zur Messung des Sauerstoff- und Kohlendioxiddrucks im Blut veranlassen. Ergänzt wird diese Untersuchung durch Messung der sog. Diffusionskapazität, die sehr wichtig in der Emphsemdiagnostik ist. Ergänzt werden diese Untersuchungen bei Bedarf durch einen Allergietest, spezielle Laboruntersuchungen sowie ggf. weiterführende Röntgendiagnostik.

Eine wichtige Aufgabe des Pneumologen ist u.a. die Abgrenzung der COPD zu einem Asthma bronchiale, weil sich hieraus andere Therapiekonsequenzen ergeben können. Auch wird der Pneumologe die erforderliche medikamentöse Therapie festlegen, die dann vom Hausarzt weitergeführt werden kann. Von größter Bedeutung ist die optimale Zusammenarbeit zwischen dem Hausarzt und dem Pneumologen, da die COPD eine chronische Erkrankung ist, deren Verlauf sowohl vom Hausarzt wie auch vom Pneumologen beeinflusst werden kann.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Kurt Rasche vom HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal - Klinikum der Universität Witten/Herdecke auf dem 13. Symposium Lunge, das am Samstag, den 04. September  2021 von 10 bis 15 Uhr online stattfindet.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Heike und Jens Lingemann
Email: symposium-org@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959
Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2021
https://www.copd-deutschland.de/symposium-2021

Quelle: COPD – Deutschland e.V.

COPD-Deutschland e. V.│08.03.2021: 13. Symposium Lunge – erstmals virtuell

Mitteilung des Veranstalters
Aufgrund der Corona Pandemie ist es im Jahr 2021 nicht möglich, eine Veranstaltung im bisherigen Format für unsere Hochrisikogruppe anzubieten. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dazu entschlossen, das 13. Symposium-Lunge, welches am 04.09.2021 von 10:00 bis 15:00 Uhr stattfinden wird, erstmals in Form eines virtuellen Kongresses (im Internet) durchzuführen. 

In Anbetracht des Ansteckungsrisikos für alle Teilnehmenden und Mitarbeiter ist diese Form die für uns einzig richtige Wahl. Bei einem virtuell durchgeführten Kongress besteht zudem die Möglichkeit, vielen Interessierten, die bis dato nicht in der Lage waren einen Besuch in Hattingen zu realisieren, per Zuschaltung eine hochwertige Informationsveranstaltung anzubieten.

Natürlich wünschen wir uns nichts mehr, als so bald wie möglich zur Normalität überzugehen. Es ist jedoch relativ wahrscheinlich, dass uns diese Normalität noch eine geraume Zeit verwehrt bleiben wird. Sollten Sie an unserem Kongress teilnehmen wollen, würde uns das sehr freuen. Hier können Sie erste Informationen zum Kongress abrufen:
https://www.copd-deutschland.de/symposium-2021

Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir Sie informieren, wo Sie das Programmheft herunterladen bzw. bei Bedarf ausdrucken können.

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Heike und Jens Lingemann
Tel./AB: 02324-999959
symposium-org@copd-deutschland.de
13. Symposium-Lunge am 04. September 2021
https://www.copd-deutschland.de/symposium-2021

Quelle: COPD – Deutschland e.V.

COPD-Deutschland e. V.│22.04.2020: Online-Studie

"Die Corona-Pandemie: Auswirkungen auf Alltag, psychisches Befinden und Lebensqualität von COPD-Patienten"

Eine neue Umfrage der psychologischen Hochschule Berlin (PHB), der Schön Klinik Berchtesgadener Land, der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland, des COPD - Deutschland e.V., der Philipps Universität Marburg und dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL)

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) betrifft weltweit mehrere Millionen Menschen – mit steigender Tendenz. Die Erkrankung schränkt den Handlungsspielraum der Betroffenen deutlich ein und hat oft weitreichende Auswirkungen auf Alltag und Lebensqualität der PatientInnen. Zusätzlich berichten die Betroffenen immer wieder von psychischen Beeinträchtigungen.

Im Hinblick auf die Corona-Pandemie zählen COPD-Patienten zur Hochrisikogruppe. Um mehr darüber zu erfahren, welche Folgen die Corona-Pandemie in Kenntnis dessen für den Alltag, das psychische Befinden und die Lebensqualität von COPD-Patienten hat, startet die psychologische Hochschule Berlin (PHB) gemeinsam mit der Schön-Klinik Berchtesgadener Land, der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland, der COPD - Deutschland e.V. , der Philipps Universität Marburg und dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung eine groß angelegte, interdisziplinäre Studie. Das Forscherteam möchte herausfinden, welche Themen COPD-Betroffene in Bezug auf die Pandemie besonders bewegen und welche spezifischen Bedürfnisse COPD-Betroffene in dieser besonderen Zeit haben, die es dann in der Betreuung dieser Menschen zu berücksichtigen gilt.

Die Studie wird online durchgeführt, die Teilnahme ist selbstverständlich anonym. So rasch wie möglich sollen die dadurch gewonnenen Erkenntnisse dazu beitragen, den gesamten Behandlungsprozess von COPD-Patienten weiter zu optimieren.

hier geht es zur Onlinestudie

In der Vergangenheit durchgeführte Onlinestudien:

  • Ist die aktuelle Rehabilitation noch zeitgemäß? (2016 - 2017)
  • Krankheitsverarbeitung und Lebensqualität bei COPD-Patienten und ihren Partnern (2015 - 2017)
  • Auswirkungen auf Alltag, Psyche und Lebensqualität …nicht nur im fortgeschrittenen Stadium ... Studie 1 (2013 - 2014)
  • Harninkontinenz bei COPD (2011 - 2013)
  • Compliance-Umfrage (2010 - 2015)

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│10.03.2020: Ankündigung und Programmheft - Symposium-Lunge 2020

Das diesjährige Symposium-Lunge mit dem Motto „COPD und Lungenemphysem - Leben - MIT - der Krankheit - Von der Früherkennung bis zur erfolgreichen Therapie“ findet am 5. September 2020 von 9-17 Uhr bereits zum 13. Mal in Hattingen/NRW statt. Jetzt ist auch das Programmheft zur Veranstaltung erschienen.

Chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen, wie z.B. COPD und Lungenemphysem, sind weiterhin global auf dem Vormarsch: Allein in Deutschland waren laut WHO bereits im Jahr 2007 rund 6,8 Millionen Menschen an COPD erkrankt und die Zahl der Betroffenen, die unter Atemnot leiden, steigt weiter an.

Symptome des Lungenemphysems und der COPD, die im Volksmund auch als Raucherlunge bezeichnet werden, sind Auswurf und Husten mit zunehmender Atemnot, anfänglich nur bei Belastung, später auch im Ruhezustand. Im Verlauf kommen zunehmende Einschränkungen der Mobilität, ein damit einhergehender Muskelverlust hinzu sowie diverse Begleiterkrankungen. Das alles kann in vielen Fällen auch zum Verlust der sozialen Strukturen und Gemütsstörungen bis hin zu Depressionen führen.

Hauptursache für das Lungenemphysem und die COPD - beides irreversible, also nicht umkehrbare Erkrankungen - ist in 80 bis 90 Prozent das Rauchen. Darüber hinaus gibt es weitere, jedoch deutlich seltenere Ursachen, wie z.B. der Gendefekt Alpha-1-Antitrypsinmangel sowie Feinstaubbelastung am Arbeitsplatz oder das Einatmen von Giftstoffen.

Das Symposium-Lunge ist eine jährlich, Anfang September stattfindende ganztägige Veranstaltung, die sich ausführlich mit chronischen Lungenerkrankungen befasst.

Das Herzstück des diesjährigen Kongresses, bilden - wie in jedem Jahr - 10 Vorträge von namhaften Lungenfachärzten, die über die verschiedenen Erkrankungen, Diagnoseverfahren sowie Therapie- und Prophylaxe-Maßnahmen patientenverständlich referieren. Im Anschluss an die Vorträge folgt eine Fragestunde, in der die von den Symposiums-Besuchern eingereichten, schriftlich formulierten Fragen von den Fachleuten beantwortet werden.

Darüber hinaus werden, parallel zu den Vorträgen, vier Workshops zu folgenden Themen angeboten:

  • Sollten Exazerbationen grundsätzlich mit Antibiotika behandelt werden?
  • Praktische Tipps für den Umgang mit Atemnot. Was können Sie selber tun?
  • Langzeit-Sauerstofftherapie – Welche Versorgungsmöglichkeiten gibt es?
  • Schwerbehinderung und Pflegegeld bei COPD und Lungenemphysem

Zudem werden kostenlos unterschiedliche themenbezogene Gesundheitschecks angeboten.
Abgerundet wird das Ganze von einer umfangreichen Fachausstellung, auf der sich die Besucher mit Vertretern von Lungenfach- und Rehakliniken, Hilfsmittelherstellern, und Sauerstoffversorgern austauschen können.

Das Programmheft zum Kongress können Interessierte hier kostenfrei bestellen:

https://www.copd-deutschland.de/programmheft-bestellen.htmlhttps://www.copd-deutschland.de/programmheft-bestellen.html

Sämtliche Informationen zum 13. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters. Dort finden Sie auch Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken, Filmbeiträge und DVD-Mitschnitte der zehn bisher durchgeführten Symposien.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge

symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.desymposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de


Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

www.copd-deutschland.de/symposium-2020

COPD-Deutschland e. V.│23.10.2019: DVD des 12. Symposium-Lunge ab sofort erhältlich

Für alle, die nicht persönlich am Patientenkongress teilnehmen konnten, besteht mit der DVD die Möglichkeit, sämtliche Vorträge, die Fragestunde und die Interviews anzuschauen.

Mehr als 2500 Gäste besuchten am 07.09.2019 in Hattingen (NRW) das jedes Jahr im September stattfindende Symposium-Lunge. Wie in den zurückliegenden Jahren wurde das komplette Symposium-Lunge von einem professionellen Filmteam mit 4 Kameras in hochauflösender Qualität aufgezeichnet. Somit haben alle, die nicht persönlich am Kongress teilnehmen konnten, die Möglichkeit sämtliche Vorträge, die Fragestunde und die Interviews anzuschauen. Ebenso haben diejenigen, die vor Ort waren, aber nicht alle Vorträge angesehen konnten, die Möglichkeit dies nachzuholen.

Die Gesamtspieldauer der DVD bietet 346 Minuten erstklassige Informationen, darunter die folgenden Vorträge mit den Themen:

  • Asthma - COPD oder ACOS? Gemeinsamkeiten und Unterschiede
  • Unterschiedliche Formen des Lungenemphysems (COPD, Alpha-1, Altersemphysem)
  • COPD und möglicherweise auftretende Begleiterkrankungen
  • Akute Verschlimmerung (Exazerbation) der COPD - Erkennung und stationäre Behandlung
  • Atemtherapie und Lungensport-Übungen zum Mitmachen
  • Impfprophylaxe, Pneumokokken, Grippeschutz und weitere Impfungen
  • Wie wichtig ist die korrekte Durchführung der inhalativen Verabreichung von Medikamenten?
  • Welche unterschiedlichen Hilfsmittelgeräte sind aktuell zur Durchführung einer Langzeit-Sauerstofftherapie verfügbar?
  • Bei korrekter Durchführung kann die Nicht-invasive Beatmungstherapie (NIV) die Lebensqualität und Lebenserwartung steigern
  • Chirurgische und bronchologische Verfahren zur Verkleinerung des Lungenemphysems

sowie

  • die komplette Fragestunde,
  • 5 Interviews, 
  • die Eröffnungsrede und
  • díe Filmdokumentation


Die DVD kann ab sofort beim Herausgeber zum Preis von 8,00€ je DVD bestellt werden: www.copd-deutschland.de/symposien-dvd-s
Die Versandkosten innerhalb Deutschlands sind in der Schutzgebühr bereits enthalten.

Hinweis:
Es gibt noch kleinere Restbestände von DVDs der vergangenen Symposien.
Der Bedarf an kompetenten und patientenverständlichen Informationen nimmt weiter zu. Merken Sie sich daher schon jetzt den Termin des 13. Symposium-Lunge vor, welches am 05. September 2020 in Hattingen/NRW stattfinden wird.
Das Motto und Thema des 13. Patientenkongresses lautet:
„Leben – MIT – der Krankheit – Von der Früherkennung bis zur erfolgreichen Therapie“.

www.copd-deutschland.de/symposium-2020

Quelle: Jens Lingemann COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│09.09.2019: Nachbetrachtung - 12. Symposium-Lunge in Hattingen

Dramatisch steigende Erkrankungszahlen

Ein Anstieg der Erkrankungszahlen ist bei fast allen Lungenerkrankungen zu verzeichnen. Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), unter der das Lungenemphysem und die chronisch verengende Bronchitis zusammengefasst werden, ist die Entwicklung jedoch besonders dramatisch, wie das Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung dokumentiert. Im Zeitraum zwischen 2009 und 2017 erhöhte sich die Zahl der COPD-Diagnosen alleine in Deutschland um 25 Prozent (8. Juli 2019, Lungeninformationsdienst). COPD ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit.

Diese Situation spiegelte sich auch auf dem 12. Symposium Lunge am 07. September in Hattingen wider, der Wissensdurst der COPD-Betroffenen und ihren Angehörigen nach fundierten und verständlich formulierten Informationen ist enorm. Zumal die Erkrankung sehr komplex ist und sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenso wie die therapeutischen Möglichkeiten kontinuierlich weiterentwickeln.

Wie immer bildeten die 10 Vorträge von namhaften Lungenärzten das Herzstück des jährlich in Hattingen stattfindenden Kongresses für Patienten. In diesem Jahr waren es schwerpunktmäßig die Themen Prophylaxe, Diagnostik und Therapie.

Fünf Workshops umrahmten das Hauptprogramm. Aber auch für den Austausch mit anderen Betroffenen blieb Zeit, ebenso wie für die Möglichkeit, persönliche Anliegen innerhalb der Fragenstunde beantwortet zu bekommen oder konkrete Unterstützung auf der größten Informationsausstellung dieser Art für Patienten zu finden.    

Möglichst frühe Diagnose und gezielte Anwendung der Therapieoptionen

Symptome wie dauerhafter Husten, aber auch Auswurf, werden oftmals bagatellisiert. Selbst Atemnot unter Belastung wird zunächst häufig als „normale“ Alterserscheinung angesehen.
Länger andauernde Beschwerden sind jedoch ernst zu nehmen und sollten abgeklärt werden.

Eine umfassende Diagnostik bildet dabei die Grundlage für die anschließenden Therapiemaßnahmen. Wenngleich Professor Dr. Christian Taube, Essen in seinem Vortrag einräumte, dass eine klare Unterscheidung beispielsweise zwischen den Erkrankungsbildern Asthma und COPD nicht immer möglich sei. Zudem gebe es Patienten mit nachweisbaren Komponenten beider Erkrankungen.

Dass eine COPD viele Gesichter haben kann, dokumentierte auch Professor Dr. Dr. Robert Bals, Bad Homburg. „Grundsätzlich werden zwei Genotypen unterschieden: der Atemwegs- und der Emphysem-Typ. Der Atemwegs-Typ ist durch eine Bronchitis und vor allem Husten und Auswurf gekennzeichnet, der Emphysem-Typ durch eine Strukturumwandlung des Lungengewebes und dem damit einhergehenden Symptom der Atemnot.

Alleine diese Ausführungen verdeutlichten, dass die vorhandenen therapeutischen Maßnahmen individuell auf das Krankheitsbild des einzelnen Patienten auszurichten sind.

Die Inhalationstherapie nimmt einen zentralen Stellenwert in der Behandlung ein. „Für den Effekt der inhalativen Therapie und damit den Behandlungserfolg ist die korrekte Anwendung von überragender Bedeutung“, so Dr. Thomas Voshaar, Moers.

Insgesamt zielen Therapiemaßnahmen vor allem darauf ab, akute Verschlechterungen (Krankheitsschübe) zu vermeiden bzw. diese rechtzeitig zu erkennen, formulierte Professor Dr. Gernot G. U. Rohde, Frankfurt am Main, da diese vornehmlich für eine progressive rasche Entwicklung der COPD verantwortlich sind.

Zudem ist die Diagnose in einem möglichst frühen Stadium der Erkrankung entscheidend, um durch das Therapiekonzept und den gleichzeitigen Rauchstopp ein Fortschreiben möglichst zu verhindern bzw. zu verlangsamen. Einmal verlorenes Lungengewebe bzw. Lungenkapazität kann nicht zurückgeholt werden.

Symposium Lunge

Mehr als 2500 Gäste haben das diesjährige Symposium Lunge besucht. Neben Betroffenen waren gleichermaßen Angehörige und Interessierte anzutreffen. Eine nicht unerhebliche Zahl von Physiotherapeuten, medizinischem Fachpersonal, wie auch einige Ärzte besuchten ebenfalls die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Veranstaltung

Eine Zusammenfassung aller Vorträge finden Sie in den nächsten Tagen auf den Internetseiten des Veranstalters COPD – Deutschland e.V. www.copd-deutschland.de und des Mitveranstalters Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland www.lungenemphysen-copd.de.

Ein Videomitschnitt der Vorträge ist ab Ende Oktober 2019 erhältlich

Der Bedarf an kompetenten patientengerecht aufbereiteten Informationen wird weiter zunehmen. Notieren Sie sich daher schon jetzt den Termin des 13. Symposium Lunge in Hattingen am 05. September 2020 mit dem Schwerpunkt „Leben – MIT – der Krankheit – Von der Früherkennung bis zur erfolgreichen Therapie“.

Das Symposium Lunge ist eine jährlich im September stattfindende, ganztägige Veranstaltung, die von Patienten für Patienten durchgeführt wird. Initiator des Symposium Lunge ist Jens Lingemann, selbst Betroffener und Vorsitzender des COPD – Deutschland e.V. der gemeinsam mit seiner Frau Heike die Veranstaltung organisiert.

Sabine Habicht und Jens Lingemann
Hattingen, 07. September 2019

© COPD-Deutschland e.V.
Der Abdruck bzw. die Weiterverwertung dieses Artikels oder Teilen daraus in Print/Onlinemedien bedürfen der vorherigen schriftlichen Genehmigung des COPD-Deutschland e.V. und sind nur mit der oben genannten Quellangabe gestattet

COPD-Deutschland e. V.│23.08.2019: Ankündigung Symposium-Lunge 2019

„COPD und Lungenemphysem - Prophylaxe, Diagnostik und Therapien“ lautet das Motto des diesjährigen, mittlerweile 12. Symposium-Lunge

Das Symposium-Lunge ist eine jährlich im September stattfindende, ganztägige Veranstaltung, die von Patienten für Patienten durchgeführt wird.

Herzstück des diesjährigen Kongresses, der am Samstag, den 07. September 2019 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen/NRW stattfindet, bilden - wie in jedem Jahr - die 10 Vorträge von namhaften Pneumologen. Themen der Veranstaltung sind in diesem Jahr:

  • Die Erkrankungen COPD,
  • Lungenemphysem,
  • Alpha 1 Mangel,
  • Die Erkrankungen ACOS und Asthma,
  • mögliche Begleiterkrankungen,
  • Akute Verschlimmerung (Exazerbation) und stationäre Behandlung,
  • Lungensport und Atemtherapie,
  • Impfprophylaxe,
  • inhalative Verabreichung von Medikamenten
  • Hilfsmittelgeräte zu Durchführung einer Langzeit-Sauerstofftherapie
  • Nicht-invasive Beatmungstherapie (NIV) kann Lebensqualität und Lebenserwartung steigern
  • Chirurgische und bronchologische Verfahren zur Verkleinerung des Lungenemphysems

https://www.copd-deutschland.de/symposium-2019/programm-2019

Darüber hinaus werden 5 Workshops angeboten zu den Themen: Praktische Tipps für den Umgang mit Atemnot. Was können Sie selber tun? Reisen mit Langzeit-Sauerstofftherapie. Welche Möglichkeiten gibt es? Ernährung bei chronischen Atemwegserkrankungen Pneumologische Rehabilitation: Zugangswege, Voraussetzungen, Therapiespektrum und Ziele der Maßnahme Was sind Bronchiektasen? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Aufgrund der großen Resonanz, finden die Workshops in diesem Jahr erstmals im Foyer statt. https://www.copd-deutschland.de/symposium-2019/workshops-2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos verschiedene Tests und Gesundheitschecks durchführen zu lassen: https://www.copd-deutschland.de/symposium-2019/gesundheitschecks-2019

Veranstalter des Symposium-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland. Die Initiative dazu kam von Jens Lingemann, der als Betroffener zusammen mit seiner Frau Heike Lingemann die Symposien plant und durchführt.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich. Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Das erste Symposium-Lunge fand im September 2007 statt. Etwa 1.300 Besucher waren aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten

Ausland nach Hattingen gekommen. Bei den Folgeveranstaltungen in den Jahren 2008 - 2018 kamen teilweise mehr als 2.800 Besucher zum Symposium.

Diese Besucherzahlen macht deutlich, welchen Stellenwert das Symposium-Lunge mittlerweile für Patienten mit Atemwegserkrankungen, deren Angehörige und Interessierte hat und dies auch künftig haben wird, zumal die Anzahl der Betroffenen laut Prognosen der WHO weiterhin zunehmen soll.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken, Filmbeiträge und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung.

Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: Jens Lingemann COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│23.08.2019: 12. Symposium-Lunge - Chirurgische und bronchologische Verfahren zur Verkleinerung des Lungenemphysems

Chirurgische und bronchologische Verfahren zur Verkleinerung eines Lungenemphysems wird Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Vorsitzender der AG Lungensport in Deutschland e.V. im Facharztforum Fürth, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 vorstellen.

Das schwere Lungenemphysem wird in der Lungenfunktionsuntersuchung anhand eines erhöhten Residualvolumens festgestellt, also des Lungenvolumens, welches nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt. Liegt dieses über 175 % des Wertes, der bei Lungengesunden gemessen wird, spricht man von einem schweren Lungenemphysem. Für diese Patientinnen und Patienten mit schwerem Emphysem bestehen nach Ausschöpfung aller medikamentöser und nichtmedikamentöser Maßnahmen, insbesondere der pneumologischen Rehabilitation, die Möglichkeit einer chirurgischen Entfernung oder endoskopischen Ausschaltung überblähter Lungenbezirke.

Die chirurgische Lungenvolumenreduktion (LVRS) beim Lungenemphysem beinhaltet die Entfernung von stark emphysematös veränderten Lungenbezirken mit dem Ziel, die Überblähung zu vermindern und dadurch die Atemnot zu lindern, die Lungenfunktion zu verbessern und die Leistungsfähigkeit der Atemmuskeln zu steigern. Gegenüber der medikamentösen Therapie verbessert die LVRS bei Patienten mit schwerem oberlappenbetontem Lungenemphysem und geringer Belastbarkeit nach präoperativer Rehabilitation Belastbarkeit und Lebenserwartung. Es können nur Patienten für die LVRS berücksichtigt werden, bei denen präoperativ eine Rehabilitation erfolgte und alle medikamentösen Therapieoptionen ausgeschöpft wurden. Weiterhin ist eine mehrmonatige Abstinenz des Tabakrauchens erforderlich.

Ziel der bronchologischen (endoskopischen) Lungenvolumenreduktion (LVRB) ist die Verringerung der Überblähung bei schwerem Emphysem unter Vermeidung der bei den chirurgischen Verfahren deutlich höheren Sterblichkeit. Durch die Verminderung der Überblähung werden die Funktion von Lunge und Atemmuskeln verbessert, die Atemnot gelindert sowie Belastbarkeit und Lebensqualität gesteigert. Für die LVRB wurden endobronchiale Ventile, endobronchial applizierbare Klammern aus Nitinolstahl (Coils), Stents, heißer Dampf sowie Hydrogelschaum in Frage.

In Deutschland werden in Abhängigkeit von der Emphysemverteilung in den beiden Lungen, die durch eine Dünnschichtcomputertomographie (HR-CT) mit Hilfe unterschiedlicher Softwareprogramme analysiert werden kann, in erster Linie Ventile und Coils implantiert. Von großer Bedeutung für die Auswahl des Verfahrens ist die Unterscheidung zwischen einem heterogenen (unterschiedlich stark ausgeprägtes Emphysem in verschiedenen Lungenbezirken) und einem homogenen Emphysem (gleichmäßige Verteilung des Emphysems in verschiedenen Lungenabschnitten). Bei homogenem Emphysem werden in erster Linie Coils, beim heterozygoten Emphysem vorwiegend Ventile eingesetzt.

Die besten Ergebnisse bei der endobronchialen Ventilapplikation werden bei heterogenem Emphysem erreicht, wenn keine Luftverbindung zwischen benachbarten Lappen (kollaterale Ventilation) besteht. Bei Patienten mit geringer kollateraler Ventilation und erhaltenen Lappengrenzen lassen sich Lebensqualität, körperliche Belastbarkeit und Lungenfunktion deutlich besser und nachhaltiger steigern als bei Patienten, bei denen keine erhaltene Lappengrenzen bzw. eine kollaterale Ventilation vorhanden sind. Hauptkomplikation der Ventilimplantation ist der nach dem Eingriff auftretende Pneumothorax in bis zu 25% der Fälle.

Endobronchiale Coils, die in etwa Klammern oder Heftzwecken aus Nitinolstahl entsprechen, wurden entwickelt, um mechanisch das emphysematös veränderte Lungengewebe zu komprimieren und dadurch Gewebsspannungen in der Umgebung des Emphysems wiederherzustellen. Ziel ist es, in den

behandelten Lungenlappen 10-14 Coils zwischen den Segmentbronchien und der Pleura zu implantieren. Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen nach Implantation von Coils sind leichte Blutungen, die in der Regel spontan zum Stillstand kommen und nur in den seltensten Fällen interventionsbedürftig sind.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „ Nicht-invasive Beatmung  - BiPAP bei COPD und Lungenemphysem - Was ist notwendig, was ist medizinisch sinnvoll?“ herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können.  (Ausstellungsplan siehe Seiten 14-15)

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Vorsitzender der AG Lungensport in Deutschland e.V. im Facharztforum Fürth auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 - 17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann 
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│07.08.2019: 12. Symposium-Lunge - Nicht-invasive Beatmungstherapie kann die Lebensqualität und -erwartung steigern

Die positiven Effekte einer nicht-invasiven Beatmungstherapie (NIV) für COPD-Patienten, deren Atemmuskulatur überlastet ist, erläutert PD Dr. med. Thomas Köhnlein, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin, Pneumologe und Schlafmedizin im Facharztzentrum Teuchern, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019.

Bei Patienten mit der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD führt die ständige Verengung (Obstruktion) der Atemwege dazu, dass die Belastung der Atemmuskulatur stark ansteigt: Jeder Atemzug der Betroffenen ist mit erhöhtem Kraftaufwand verbunden. Wenn die Kapazität der Atemmuskulatur nicht mehr ausreicht, kommt es zu einer unbewussten Abflachung der einzelnen Atemzüge und zu einer erhöhten Atemfrequenz. Allerdings wird durch die schnellere, abgeflachte Atmung weniger Sauerstoff aufgenommen und vor allem wird das Kohlendioxid, das kontinuierlich im Körper entsteht, nicht mehr vollständig abgeatmet. Das Kohlendioxid kann sich im Körper ansammeln und dann zahlreiche Stoffwechselvorgänge empfindlich stören. Konkret bedeutet das für die Patienten eine noch schlechtere körperliche Belastbarkeit und eine höhere Anfälligkeit für Infekte und Exazerbationen.

Die einzige Therapie für die überlastete Atemmuskulatur ist eine mechanische Beatmung. Bei Patienten mit schwerer COPD erfolgt das heute meistens in Form von nicht-invasiver Beatmung (NIV): Mit Hilfe von Masken, die im Bereich von Mund und Nase luftdicht abschließen, können die Patienten für einige Stunden täglich mit einem speziellen Beatmungsgerät zu Hause (außerklinisch) beatmet werden. Nach bisherigem Wissen profitieren nur Patienten mit weit fortgeschrittenem Krankheitsbild von dieser Therapieform, eine Verallgemeinerung auf alle COPD-Patienten ist nach heutigem Wissensstand nicht möglich.

Diese Therapieform ist für den Patienten gewöhnungsbedürftig und muss individuell mithilfe eines Atmungstherapeuten angepasst werden. Dazu ist in der Regel ein stationärer Aufenthalt von drei bis fünf Tagen erforderlich. Aus einer riesigen Auswahl von Beatmungsmasken muss für den individuellen Patienten die richtige gefunden werden. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Beatmungsgeräten und Einstellungsmöglichkeiten, die ebenfalls nur durch klinische Testung optimal auf den Patienten angepasst werden können. Die entscheidende Untersuchung, ob die Beatmungseinstellung passt, ist die Messung der Blutgase durch eine kleine Blutprobe. Die Handhabung der Gerätschaften ist für den geschulten Patienten einfach. Die Beatmungsmaske kann jederzeit selbständig an- und abgelegt werden.

Während der maschinellen Beatmung übernimmt das Beatmungsgerät die Arbeit des Zwerchfells. Das Zwerchfell und die weiteren Atemmuskeln werden dadurch in einen Ruhe- und Erholungszustand versetzt. Die Theorie geht davon aus, dass ähnlich wie bei einem Wanderer, der nach einer langen Gehstrecke eine Pause einlegt und seine Beinmuskeln entspannt, auch das Zwerchfell von einer „Auszeit“ profitiert. Wenn die Muskeln nicht beansprucht werden, können sie sich erholen und nach einiger Zeit mit frischer Kraft wiedereingesetzt werden. Im Falle der Atemmuskulatur sollte also nach einer Beatmungsphase von ca. 6 Stunden eine regenerierte Atempumpe zur Verfügung stehen. Der Patient soll dann während seiner normalen Spontanatmung ohne Maske von größerer körperlicher Leistungsfähigkeit und deutlich weniger Luftnot profitieren.

Studien zufolge ist die Langzeit-NIV eines der wenigen Verfahren im Bereich der pneumologischen Therapien, für das ein deutlich positiver Effekt auf die Gesamtsterblichkeit gezeigt werden konnte. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die Lebensqualität in der Kontrollgruppe gleichbleibt, während die Angaben der beatmeten Patienten auf eine relevante (und statistisch signifikante) Besserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität hinweisen. Außerdem führt die Beatmung tendenziell zu einer besseren körperlichen Leistungsfähigkeit, der sich mit zunehmender Dauer der Beatmung noch verstärkt.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „ Nicht-invasive Beatmung  - BiPAP bei COPD und Lungenemphysem - Was ist notwendig, was ist medizinisch sinnvoll?“ herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können.  (Ausstellungsplan siehe Seiten 14-15)

Quelle: Vortrag von PD Dr. med. Thomas Köhnlein, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin, Pneumologe und Schlafmedizin im Facharztzentrum Teuchern auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann 
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│26.07.2019: 12. Symposium-Lunge - Welche unterschiedlichen Hilfsmittelgeräte sind aktuell zur Durchführung einer Langzeit-Sauerstofftherapie verfügbar?

Welche Hilfsmittelgeräte aktuell für eine Langzeit-Sauerstofftherapie zur Verfügung stehen, wird Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin der Medizinischen Klinik II am SRH Wald-Klinikum Gera und Präsidentin der Mitteldeutschen Gesellschaft für Pneumologie und Thoraxchirurgie e.V., in ihrem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 erläutern.

Voraussetzung für die Verordnung der richtigen Geräte und Hilfsmittel sind eine ärztliche Untersuchung mit Bestimmung der Blutgase und der Sauerstoffsättigung in Ruhe, unter körperlicher Belastung und eventuell auch während des Nachtschlafes.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Langzeit-Sauerstofftherapie?

Konzentratoren reichern Sauerstoff aus der Umgebungsluft an. Dazu benötigen sie Strom über eine Steckdose (Standgeräte) oder über Akku (mobile Geräte). Je nach Typ machen sie mehr oder weniger Geräusche beim Betrieb. Stationäre Geräte wiegen meist zwischen 8 und 19 kg und können gerollt werden. Sie liefern eine Sauerstoffzufuhr von bis zu 10 Litern pro Minute.

Sauerstoffgasdruckflaschen: Kleine Sauerstoffflaschen werden wenig mobilen Versicherten meist als Ergänzung der Versorgung mit Heimkonzentrator überlassen. Der Vorrat in der Sauerstoffflasche bestimmt den Bewegungsspielraum des Nutzers. Flüssigsauerstoff muss in Tanks verschlossen werden, da er sich an der Luft schnell verflüchtigt. Die Tanks gibt es in kleiner Größe (für den häuslichen Gebrauch) bis zu sehr großer Ausführung (z.B. für Kliniken). Die häuslichen Systeme verfügen über einen Aufsatz, über den ein kleines mobiles Gerät gefüllt werden kann, das je nach Größe und Flussrate bis zu 20 Stunden Mobilität gewährleistet. Da aus den Tanks ständig kleinere Mengen an Flüssigsauerstoff verdampfen, müssen sie immer wieder nachgefüllt werden, auch wenn sie nicht regelmäßig genutzt werden. Der logische Nachteil mobiler Flüssigsauerstoffgeräte im Vergleich zu den Konzentratoren besteht also in dem zwingend notwendigen Zugang zu einer Flüssigsauerstoff-Nachfüllstation.

Art der Sauerstoffgabe 
Die Gabe von Sauerstoff über die Nase durch eine Sonde ist die mit Abstand häufigste Anwendungsform. Daneben gibt es auch Sauerstoffmasken oder in Einzelfällen kann Sauerstoff über eine Trachealkanüle gegeben werden. Verschiedene Angebote für den individuellen Bedarf sind ebenfalls verfügbar, wie weiche Sonden, Brillen mit eingearbeitetem Schlauch, Zuführungsschläuche etc. Für Patienten mit hohem Sauerstoffbedarf stehen Reservoirsysteme zur Verfügung. Bei Problemen mit der Trockenheit, die durch den Luftstrom entsteht, können Befeuchter eingesetzt werden.

Demandsysteme 
Mit Hilfe eines Sparventils bzw. Atemtriggers kann die Nutzungsdauer einer Sauerstofflasche verlängert werden. Demandsysteme kommen auch bei Mobilkonzentratoren und tragbaren Flüssigsauerstoffbehältern zum Einsatz. Es werden feinfühlige elektronische und schwerer auslösende pneumatische Demandsysteme unterschieden, die Sauerstoff nur bei Bedarf abgeben. Daher wird empfohlen, verschiedene Demandsysteme auf deren Eignung zum Auslösen zu testen. Im Zweifelsfall kommt nicht mehr genug Sauerstoff aus dem Gerät. Daher muss immer eine individuelle Testung der Oxygenierung (in Ruhe und unter Belastung) erfolgen, bevor ein Demandsystem verwendet wird.

Es sollte beachtet werden, dass die Einstellung von einem Gerät nicht ohne erneute Testung auf ein anderes übertragen werden kann. Aufgrund der unterschiedlichen Geräteeigenschaften ist es auch nicht ausreichend, den Ruhebedarf eines Patienten an Sauerstoff zu ermitteln und den Bedarf unter Belastung mit einem Pauschalwert festzulegen.

Welche Fragen sollte man stellen, um die richtige Versorgung zu finden?

  • Reicht ein Konzentrator oder ist Flüssigsauerstoff nötig?
  • Wieviel Mobilität ist vorhanden?
  • Welches Gewicht kann man tragen?
  • Wie viele Stunden muss das Gerät am Stück durchhalten?
  • Kann ein Demandsystem verwendet werden? Sauerstoff nur nachts?
  • Wird eine Urlaubsversorgung gewünscht? Fliegen, Autofahren?

Passend zu diesem Thema hat der COPD-Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland drei Patientenratgeber herausgegeben, die Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können. (Ausstellungsplan siehe Seiten 14-15).

Quelle: Vortrag Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin der Medizinischen Klinik II am SRH Wald-Klinikum Gera und Präsidentin der Mitteldeutschen Gesellschaft für Pneumologie und Thoraxchirurgie e.V., auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann 
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│16.07.2019: 12. Symposium-Lunge - Wie wichtig ist die korrekte Durchführung der inhalativen Verabreichung von Medikamenten?

Wie wichtig die korrekte Durchführung der Inhalation von Medikamenten ist, wird Dr. med. Thomas Voshaar, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Medizinischen Klinik III im Lungenzentrum Krankenhaus Bethanien Moers, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 darlegen.

Die Inhalationstherapie hat einen zentralen Stellenwert bei der Asthma- wie auch der COPD-Behandlung. Für den Effekt der inhalativen Therapie und damit dem Behandlungserfolg von überragender Bedeutung ist die korrekte Anwendung des verordneten Systems. Da für die Wirkung des inhalierten Arzneimittels allein die im Bronchialsystem deponierte Dosis entscheidend ist und diese in einem Höchstmaß von einem adäquaten Inhalationsmanöver mit dem Inhalationssystem abhängt, liegt hier der Schlüssel zu den klinischen Effekten. Inadäquate Nutzung führt zu einer schlechteren Symptomkontrolle, häufigeren Besuchen in Notfallambulanzen und häufigeren Exazerbationen, letztlich also zu einer erhöhten Belastung für den Patienten, aber auch für das gesamte Gesundheitssystem. Jedes Inhalationssystem erfordert ein anderes (quasi systemspezifisches) „optimales“ Inhalationsmanöver.

Ein weiterer bedeutsamer Einflussfaktor für die Wirkstoffdeposition ist in der individuellen Anatomie der Rachen- und Kehlkopfanatomie zu sehen. Von Seiten des Inhalationssystems bestimmen die physikalischen Faktoren Teilchengröße, Teilchengeschwindigkeit und die Einatemtiefe die Deposition und damit auch die Wirkung.

Bei Trockenpulversystemen sind Dosisabgabe (in Prozent der abgemessenen oder der am Mundstück freigesetzten Dosis) und Teilchengröße immer - unter den Systemen aber in unterschiedlichem Ausmaß - vom Einatemfluss durch das System abhängig. Daher kann unter Berücksichtigung der vorgenannten physikalischen Einflussgrößen und der anatomischen Unterschiedlichkeit der Rachen- und Kehlkopfanatomie nie die tatsächlich erreichte Wirkstoffdeposition vorausgesagt werden.

Die sich ergebenden Therapieeffekte werden klinisch beurteilt und die Behandlung wird ggf. angepasst, auch im Sinne einer Dosisanpassung. Wird also bei einem „stabil“ eingestellten Patienten das Inhalationssystem gewechselt, so stellt dies eine bedeutsame Veränderung der Behandlung dar und es muss mit klinischen Auswirkungen (Über- oder Untertherapie) gerechnet werden.

Es gilt auch zu bedenken, dass eine spürbar wirksame Therapie einer der wichtigsten Faktoren für eine gute Therapietreue (Adhärenz bzw. Compliance) ist. Wenn ein Medikament spürbar hilft, wird man eher geneigt sein, es auch konsequent weiter zu nutzen. Gleiches gilt für die Vertrautheit des Patienten mit einem Inhalationssystem. Vertrautheit schafft Sicherheit und ist damit wesentlich für den Therapieerfolg.

Der Austausch eines Inhalationssystems stellt in einer etablierten und gut eingestellten Behandlung einen erheblichen Eingriff in die Patientenbetreuung und die Therapie dar und kann ggf. nur medizinisch begründet werden. Ein Austausch in der Apotheke sollte nicht erfolgen.

Obwohl es inzwischen eine Reihe sehr einfach zu bedienender Inhalationssysteme gibt, existiert nicht DAS ideale Gerät, mit dem jeder Patient in gleicher Weise gut zurechtkommt. Darüber hinaus gibt es kein Gerät, dass sich im eigentlichen Sinne von allein erklärt. Daher sind bei der Erstverordnung eine intensive Unterweisung und Schulung erforderlich. Auch bei späteren Arztbesuchen sollte immer wieder einmal die korrekte Handhabung des Inhalationsgerätes überprüft werden.

Passend zu diesem Thema hat der COPD-Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „Inhalieren bei COPD und Lungenemphysem...richtig inhalieren bedeutet profitieren“ herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können (Ausstellungsplan: siehe Seiten 14-15).

Quelle: Vortrag von Dr. med. Thomas Voshaar, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Medizinischen Klinik III im Lungenzentrum Krankenhaus Bethanien Moers, auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│28.06.2019: 12. Symposium-Lunge - Impfprophylaxe gegen Pneumokokken und Grippeviren

Über Pneumokokken, Grippeschutz und weitere Impfungen wird Prof. Dr. med. Kurt Rasche, Direktor der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am HELIOS Klinikum Wuppertal, Klinikum der Universität Witten/Herdecke und Leiter des DKG-zertifizierten Lungenkrebszentrums "Bergisches Lungenzentrum", das Publikum in seinem Vortrag auf dem Symposium Lungen 2019 aufklären.

Akute Exazerbationen bei COPD sind in mehr als 50 % der Fälle durch Infekte mit Viren oder Bakterien verursacht. Hierbei spielen als bakterielle Erreger die Pneumokokken - das sind die häufigsten Erreger der bakteriell bedingten Lungenentzündung - und als Viren die Grippeviren (Influenzaviren) eine entscheidende Rolle. Zu den wichtigsten Vorbeugemaßnahmen (Prophylaxe) gehören die Pneumokokken-Impfung und die Grippeschutzimpfung. Diese Impfungen können zwar nicht immer den Krankheitsausbruch verhindern, aber in jedem Fall die Schwere des Krankheitsverlaufes lindern.

Eine Impfung erfolgt mit abgetöteten Erregern oder Bruchstücken der Erreger. Diese können keine wirkliche Erkrankung mehr hervorrufen, aber das Immunsystem dazu anregen, auf den jeweiligen Keim spezialisierte Abwehrzellen zu produzieren, die dann eine Art Gedächtnis haben und jederzeit bei Eindringen des Erregers in der Lage sind, Antikörper zu bilden. Häufig müssen diese Impfungen wiederholt werden, um die Grundimmunisierung aufrecht zu erhalten.

Einzelheiten zu den Empfehlungen für die Impfungen gegen Pneumokokken und Grippeviren, aber auch gegen Gürtelrose (Herpes zoster) und Frühsommermeningoenzephaltis (FSME), sowie zu den verfügbaren Impfstoffen und den am meisten gefährdeten Risikogruppen wird Prof. Rasche in seinem Vortrag näher ausführen.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: "Impfprophylaxe bei COPD" herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 (Ausstellungsplan siehe Seiten 14-15) kostenlos abholen können.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Kurt Rasche, Direktor der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am HELIOS Klinikum Wuppertal, Klinikum der Universität Witten/Herdecke und Leiter des DKG-zertifizierten Lungenkrebszentrums Bergisches Lungenzentrum auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│18.06.2019: Neuer Patientenratgeber erschienen 'Atemnot durch Lungenüberblähung ... Lungenemphysem verstehen und handeln'

...mehr Wissen über das Lungenemphysem

Bisher werden in der Patientenliteratur, aber meist auch in der wissenschaftlichen Literatur, COPD und Lungenemphysem gemeinsam dargestellt.

Viele Patienten kennen jedoch nur unzureichend die Abgrenzungen und Gemeinsamkeiten der Krankheitsbilder.

Dennoch ist einem „nur“ als Lungenemphysem diagnostizierten Patienten oft nicht klar, dass seine Erkrankung übergeordnet als COPD bezeichnet wird und fühlt sich bei der Benennung einer COPD nicht angesprochen.

Dass nicht die chronische obstruktive Bronchitis, sondern insbesondere das Lungenemphysem Auslöser für die Atemnot ist, wissen ebenfalls nur wenige der Betroffenen.

Der neue Ratgeber arbeitet speziell die besonderen Merkmale und Charakteristika des Lungenemphysems heraus, um so ein besseres Verständnis für die Erkrankung, die damit einhergehenden Veränderungen und dessen Behandlungsoptionen zu ermöglichen.

Inhalte

Folgende Themen finden Sie im neuen Ratgeber:

  • Symptom Atemnot 
  • Strukturelle Veränderungen der Lunge
  • Körperliche Veränderungenik?
  • Verschiedene Formen des Lungenemphysems
  • Diagnostische Möglichkeiten
  • COPD und/oder Lungenemphysem 
  • Therapieoptionen
  • Lungenvolumenreduktion
  • Atmung, Mobilität und Lebensqualität
  • Selbsthilfe

12. Symposium-Lunge
Passend zum Ratgeber finden Sie Vortragsthemen beim 12. Symposium-Lunge, welches am 07. September 2019 von 09:00 bis 17:00 Uhr erneut in Hattingen/NRW stattfinden wird:

„Unterschiedliche Formen des Lungenemphysems (COPD, Alpha-1, Altersemphysem)“
Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Robert Bals, Homburg 
und 
„Chirurgische und bronchologische Verfahren zur Verkleinerung des Lungenemphysems“
Professor Dr. med. Heinrich Worth, Fürth
Herausgeber des Ratgebers ist die Patienten-Bibliothek.
Medienpartner ist der COPD - Deutschland e.V.

Der Ratgeber kann ab sofort beim COPD - Deutschland e.V. und bei der Patienten Bibliothek angefordert werden.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│14.06.2019: 12. Symposium-Lunge - Atemtherapie und Lungensport: Übungen zum Mitmachen

Techniken zur Verringerung von Atemnot und Verbesserung der Lebensqualität durch Atemtherapie und Lungensport wird Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut bei der Reha Vital GmbH Essen, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 vorstellen.

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) geht mit einer Abnahme der körperlichen Belastbarkeit und Lebensqualität einher. Atemnot, Husten und Auswurf dominieren oft den Alltag. Doch Atemtechniken und körperliches Training können Patienten helfen, einer weiteren Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes entgegenzuwirken.

Um festsitzendes Husten-Sekret zu lockern und leichter abhusten zu können, gibt es spezielle Techniken und Hilfsmittel, die im Rahmen spezialisierter Atem-Physiotherapie vermittelt werden. Atemnot lässt sich am besten mit einer Atemtechnik namens „Lippenbremse“ begegnen, deren Ausführung Dr. Teschler im Vortrag genauer erläutern wird. Auch Übungen zum Mitmachen werden angeboten. Dank der Lippenbremse wird die Ausatmung verlängert und die Atemwege werden offengehalten. Die Lippenbremse sollten Patienten vor allem in Situationen benutzen, von denen sie wissen, dass diese anstrengend werden - wie z.B. Bergaufgehen, sich Anziehen oder Einkaufstaschen tragen. Besonders wichtig ist es, die Lippenbremse dann zu benutzen, wenn Angst oder Panik aufkommen sollte. Betroffene sollten sich in diesen Momenten ganz auf die Ausatmung mit der „Lippenbremse“ konzentrieren.

Wer außer Atem kommt, kann sich mit atemerleichternden Körperpositionen wie „Torwartstellung“ und „Kutschersitz“ Linderung verschaffen. Dabei wird Ihr Hauptatemmuskel - das Zwerchfell - durch die sogenannten Atemhilfsmuskeln in seiner Funktion unterstützt. Auch hier kann die Lippenbremse unterstützend wirken. Atemtechniken und atemerleichternde Körperpositionen helfen insbesondere bei Belastung besser Luft zu bekommen.

Um zu mehr Ausdauer und Leistungsfähigkeit zu gelangen, sind regelmäßige Bewegung und körperliches Training erforderlich. Körperliches Training kann zu einer Verminderung von Atemnot und akuten Krankheitsschüben führen und so zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes und der Vermeidung von Krankenhausaufenthalten beitragen. Außerdem fördert Training das eigene Selbstbewusstsein. Ausdauertraining beeinflusst nicht nur das Herz-Kreislaufsystem günstig, es wirkt auch hervorragend Bluthochdruck entgegen. Bewegungsverbesserung und Schmerzlinderung sind weitere positive Effekte körperlichen Trainings. Auch Gangunsicherheiten lassen sich durch Training vorteilhaft beeinflussen und nicht zuletzt bildet Training eine wichtige Grundlage zur Gewichtsreduktion. Speziell ausgebildete Sport- und Physiotherapeuten sorgen dafür, dass das Training sicher und in der richtigen Dosierung verläuft. Übungen und Intensität eines Trainings werden individuell auf die Patienten abgestimmt.

Sprechen Sie Ihren Arzt auf die Teilnahme an einer Lungensportgruppe, Atemphysiotherapie und Krankengymnastik am Gerät an. Ihr Arzt kann Ihnen diese Leistungen verschreiben. Nach entsprechender Untersuchung und Abklärung Ihrer Beschwerden wird er Ihnen eine Vorordnung ausstellen. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten.

Für Betroffene mit einer sehr stark eingeschränkten Lungenfunktion (FEV1 < 35% des Sollwertes) kann der behandelnde Arzt Verordnungen für Atemtherapie nun auch budgetfrei ausstellen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber und wenden Sie sich an Ihren Physiotherapeuten.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „Lungensport, Medizinische Trainingstherapie und Atemtherapie...bei COPD, Lungenemphysem und Lungenfibrose“ herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können.

Quelle: Vortrag von Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut bei der Reha Vital GmbH Essen, auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│04.06.2019: Neuer Patientenratgeber erschienen Pneumologische Rehabilitation - Schwerpunkt COPD/Lungenemphysem

Aufklärungsbedarf:

Viele Betroffene mit Atemwegserkrankungen, die zur Teilnahme an einer pneumologischen Rehabilitation (PR) berechtigt wären, haben noch nie an einer solchen Maßnahme teilgenommen. Dabei kann die PR das Leben mit einer Lungenkrankheit nachgewiesenermaßen verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der europäischen Lungenstiftung ELF.

Eine pneumologische Rehabilitation (PR) umfasst Trainings- und Schulungsprogramme, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit chronischen Lungenkrankheiten zugeschnitten sind. Ziel einer solchen Maßnahme ist es, die körperlichen, seelischen und auch sozialen Krankheitsfolgen zu reduzieren. Die PR ist eine der wichtigsten nicht-medikamentösen Behandlungsmethoden, um die Symptome, die körperliche Belastbarkeit und auch die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern.

...mehr wissen und die erforderlichen Wege kennen:

Um auch selbst im Hinblick auf die Beantragung einer Rehabilitationsmaßnahme aktiv zu werden oder mit dem behandelnden Facharzt über Details sprechen zu können, sind umfassende Informationen notwendig:

  • Was sollte ich als Patient grundsätzlich zur pneumologischen Rehabilitation wissen?
  • Was kann eine Rehabilitationsmaßnahme leisten?
  • Was erwartet mich in einer Rehabilitationsklinik?
  • Wie verläuft der Aufenthalt?
  • Welche Einzelmaßnahmen werden durchgeführt?
  • Wie finde ich eine für meine Erkrankung geeignete Reha-Klinik?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie im neuen Patientenratgeber auf: 
www.copd-deutschland.de/patientenbroschueren.html

Ebenso werden die erforderlichen Wege, um eine Rehabilitationsmaßnahme zu erhalten, erläutert:

  • Welche Anträge müssen gestellt werden?
  • Wer ist für die Beantragung zuständig und was ist bei einer Antragsstellung zu beachten? 
  • Was sollte bei der Antragsbegründung berücksichtigt werden? 
  • Was kann ich tun, wenn eine Rehabilitationsmaßnahme negativ beschieden wird?

Das Ziel einer jeden Rehabilitation ist, die positiven Effekte auch nach dem Reha-Aufenthalt möglichst langfristig zu bewahren. Die Rubrik Nachsorge geht daher der Frage nach, welche Maßnahmen zu einer Langfristigkeit beitragen.

Adressmaterial, Literatur- und Internethinweise runden die Inhalte ab.

Herausgeber des Ratgebers ist die Patienten-Bibliothek.
Medienpartner ist der COPD - Deutschland e.V.
Beachten Sie die dort hinterlegten Versandinformationen.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│31.05.2019: 12. Symposium - Wie akute Verschlechterungen der COPD behandelt werden

Wie sich akute Verschlimmerungen (Exazerbationen) bei COPD-Patienten erkennen und stationär behandeln lassen, wird Prof. Dr. med. Rohde vom Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 darlegen.

Die akute Verschlechterung (Exazerbation) der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD ist der aktuellen Leitlinie zufolge definiert als eine über mindestens zwei Tage anhaltende Verschlimmerung der Atemwegsbeschwerden mit der Notwendigkeit einer Intensivierung der Therapie (Vogelmeier et al. 2018). Die wesentlichen Symptome sind eine Zunahme der Luftnot, des Hustens und/oder des Auswurfes.

Bei der Erkennung einer Exazerbation ist es wesentlich, diese von anderen, möglichen Ursachen für eine Zunahme der Symptome abzugegrenzen. Hierzu zählen die akute Linksherzschwäche, akute Durchblutungsstörungen des Herzens, ein Blutgerinnsel in den Lungenarterien (Lungenembolie), eine Lungenentzündung und der Pneumothorax (Zusammenfallen eines Lungenflügels).

Zur medikamentösen Therapie einer Exazerbation stehen atemwegserweiternde Medikamente (Bronchodilatoren), Kortisontabletten oder -Spritzen und gegebenenfalls Antibiotika bei Hinweis auf eine bakterielle Infektion zur Verfügung. Bei Patienten mit unzureichender Atmung wird zunächst zusätzlich Sauerstoff, z.B. über eine Nasensonde, Nasenbrille oder eine Maske verabreicht. Hierbei ist es wichtig, die Blutgaswerte engmaschig zu kontrollieren, um einen möglichen Anstieg des Kohlendioxids (CO2) im Blut rasch zu erkennen, der zu einer Übersäuerung des Blutes führen kann, die mit schwergradigen Störungen des Stoffwechsels, zunehmender Benommenheit bis hin zum Koma und einer weiteren Schwächung der Atmung verbunden ist.

Im Fall einer drohenden oder bestehenden Übersäuerung des Blutes ist die Einleitung einer Beatmung notwendig. Bei der nicht-invasiven Beatmung über eine Gesichtsmaske (Nasen- oder Nasen-Mund-Maske) wird die Atmung durch eine Maschine unterstützt, wobei in den meisten Fällen der Patient diese Unterstützung durch seine eigene Atmung steuern kann. Besteht jedoch eine zu starke Benommenheit oder ist der Patient nicht in der Lage, diese Therapie zu tolerieren, kommt die Einleitung einer invasiven Beatmung in Betracht. Hier wird der Patient dann in ein sogenanntes künstliches Koma versetzt und es wird ein Beatmungsschlauch in die Luftröhre eingeführt, worüber der Patient dann maschinell beatmet wird.

Ist auch diese Maßnahme nicht ausreichend, um eine ausgeglichene Blutgassituation zu erreichen, besteht die Möglichkeit, CO2-Auswaschverfahren, wie zum Beispiel iLA (interventional lung assist) oder eine ECMO (extrakorporale Membranoxygenierung) einzusetzen.

Eine relativ neue Technik, um möglichst viel Sauerstoff über die Lungen zuzuführen, ist der sogenannte High-Flow-Sauerstoff. Hierbei wird ein befeuchtetes und erwärmtes Luft-Sauerstoff-Gemisch über Nasenkanülen mit einer hohen Flussrate von 20 - 60 Liter/min gegeben. Die hohen Flussraten bedingen eine geringgradige Erhöhung des Druckes in den oberen Atemwegen. Die Folge ist auch eine gewisse Auswaschung von CO2, weshalb unter einer High-Flow-Sauerstoffgabe kein Anstieg sondern eher ein Abfall des CO2 und auch eine Abnahme der Atemarbeit erreicht werden können. Die Erwärmung (37 Grad Celsius) sowie die Befeuchtung (Wassergehalt von 44mg H2O/ml) bedingen außerdem eine gute Verträglichkeit ohne Austrocknung und Entzündung der Schleimhäute (Vogelmeier et al. 2018). Diese Technik kann daher auch gut mit dem CO2-Auswaschverfahren iLA kombiniert werden.

Quelle: Vortrag von Univ.-Prof. Dr. med. Gernot G.U. Rohde, Leiter des Schwerpunkts Pneumologie/Allergologie an der Medizinischen Klinik 1 am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│15.05.2019: 12. Symposium - COPD und potenzielle Begleiterkrankungen

Welche Begleiterkrankungen bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD auftreten können, wird Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 erläutern.

Fast jeder COPD-Patient weist mindestens eine, etwas mehr als die Hälfte aller COPD-Patienten sogar vier oder mehr Begleiterkrankungen auf. Ihr gehäuftes Auftreten wird neben dem Rauchen durch chronische Entzündungsreaktionen und vorzeitige Alterungsmechanismen, aber auch durch körperliche Inaktivität erklärt.

Insgesamt leiden etwas mehr als 50 % der COPD-Patienten unter einer oder mehreren Formen einer Herzkreislauferkrankung. So geht die COPD mit einem 2,5-fach höheren Gesamtrisiko für jegliche Herzkreislauferkrankung, wie koronare Herzerkrankung (mit und ohne Herzinfarkt), Herzrhythmusstörungen, Herzleistungsschwäche, peripher-arterielle Verschlusskrankheit einher. Aufgrund von arteriosklerotischen Gefäßveränderungen, oft als Folge des Rauchens, können Durchblutungsstörungen der Beine mit belastungsabhängigen Schmerzen („Schaufensterkrankheit“) auftreten. Außerdem ist das Risiko für Schlaganfälle tendenziell erhöht.

Die COPD kann allein durch eine schwere Lungenüberblähung eine verminderte Blutfüllung und insbesondere bei Belastungen eine unzureichende Pumpleistung des Herzens verursachen. Weiterhin kann sich über eine langsam entwickelnde Verengung der Lungengefäße, begünstigt durch einen chronischen Sauerstoffmangel, eine Blutdruckerhöhung in den Lungengefäßen und eine Rechtsherzbelastung (sog. Cor pulmonale) einstellen.

Die chronische Entzündung der Bronchien kann die Abwehrfunktion des Atemwegssystems beeinträchtigen, sodass gehäuft Atemwegsinfekte auftreten. Gelegentlich besteht ein Mangel an Abwehrstoffen, sog. Immunglobulinen.

Die chronische Luftnot hat, häufig schon in frühen Stadien und dann oft noch unbemerkt, eine Abnahme der körperlichen Aktivität zur Folge. Mitunter wird diese durch eine Muskelschwäche infolge längerdauernder Kortisontherapie verstärkt. Der jährliche Verlust an Muskelmasse steigt bei körperlich sehr inaktiven Patienten um den Faktor 5. Inaktivität, Kortisontherapie und Vitamin-D-Mangel können außerdem zu einer Osteoporose und einem erhöhten Knochenbruchrisiko führen.

Bei Vorliegen einer obstruktiven Schlafapnoe kommt es im Nachtschlaf zu wiederholten Einengungen des Rachenbereichs, sodass weniger oder gar kein Sauerstoff in die Lunge bzw. den Körper gelangt. Über eine Entzündungssteigerung in den Atemwegen kann die Schlafapnoe die COPD ungünstig beeinflussen. Eine weitere Variante ist das sog. Obesitas-Hypoventilations-Syndrom (OHS), das durch starkes Übergewicht (Body-Mass-Index > 30 kg/m²) und erhöhte Kohlendioxidwerte gekennzeichnet ist. Eine Extremvariante ist die Kombination aus COPD, Schlafapnoe und OHS.

Einzelne COPD-Patienten entwickeln über entzündliche Mechanismen, aber auch durch Appetitmangel oder mangelnde Nahrungsverwertung eine fortschreitende Gewichtsabnahme („Kachexie“). Der damit verbundene Muskelabbau beeinträchtigt die Ausdauerleistung und verursacht allgemeine Schwäche, sowie vermehrt Luftnot. Derartige Verläufe werden häufiger bei schwerem Lungenemphysem beobachtet und sind mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert.

Häufig leiden COPD-Patienten unter einer Refluxösophagitis („Sodbrennen“). Ihr Auftreten wird durch Kortisoneinnahme begünstigt. Dies gilt auch für den Diabetes mellitus, dessen Auswirkungen auf die Gefäße die schädigenden Effekte des Rauchens verstärkt. Etwa 50 % der COPD-Patienten leiden unter einem metabolischen Syndrom mit Diabetes, hohem Blutdruck und Fettstoffwechselstörung.

Chronisch entzündliche Veränderungen können einen hemmenden Einfluss auf die Blutbildung haben. So wird in etwa 17 % ein Mangel an roten Blutkörperchen beobachtet. Verständlicherweise wirkt sich dies ungünstig auf die Belastbarkeit aus.

Als Folge eines langjährigen Nikotinkonsums besteht im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein etwa 4-fach höheres Risiko für Lungenkarzinome, die eine der führenden Todesursachen von Patienten mit COPD sind.

Die Luftnot und eingeschränkte Mobilität, oft mit zusätzlicher Sauerstoffabhängigkeit, das Vorliegen von Begleiterkrankungen, aber auch das Alleinsein können zu depressiven Störungen führen. Diese wirken sich zwangsläufig ungünstig auf die Tagesgestaltung und die zur Erhaltung der Muskelmasse so wichtige Mobilität aus.

COPD ist also aufgrund der Begleiterkrankungen, die zusätzlich zur Lungenerkrankung auftreten, als eine „Systemerkrankung“ anzusehen. So ist die Sterblichkeit von COPD-Patienten nur in 40 % durch die COPD allein bedingt. Um die Prognose der übrigen 60 % zu verbessern, ist neben einer gezielten Diagnostik eine konsequente Behandlung der Komorbiditäten erforderlich. Diese stellt nämlich einen wesentlichen Bestandteil der COPD-Therapie dar, die über die reine Anwendung von „Sprays“ hinausgehen.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „COPD und mögliche Begleiterkrankungen“ herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können. (Ausstellungsplan siehe Seiten 14-15).

Quelle: Vortrag von Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer, auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann 
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│08.05.2019: 12. Symposium - Unterschiedliche Formen des Lungenemphysems

Über verschiedene Arten von Lungenemphysemen (COPD, Alpha-1, Altersemphysem) wird Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Robert Bals, Direktor der Klinik für Innere Medizin V (Abteilung Pneumologie, Allergologie und Beatmungsmedizin) an der Universitätsklinikum des Saarlandes in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 sprechen.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) hat viele Gesichter hinsichtlich des Beginns der Erkrankung und der unterschiedlichen Ausprägung der Beschwerden bis hin zum variablen Verlauf. Für eine bessere Diagnostik und insbesondere eine personalisierte Therapie wäre es von großer Bedeutung, mehr über die verschiedenen Typen der COPD Bescheid zu wissen. An einem detaillierten Wissen um die Mechanismen der Krankheitsentstehung mangelt es aber bei COPD, weil molekulare Zusammenhänge noch unklar sind und Ansätze zur regenerativen Medizin erst in den Kinderschuhen stecken.

Grundsätzlich werden zwei Genotypen unterschieden: der Atemwegs- und der Emphysem-Typ. Der Atemwegs-Typ ist durch eine Bronchitis und vor allem durch Husten und Auswurf gekennzeichnet. Der Emphysem-Typ zeichnet sich vor allem durch eine Strukturumwandlung des Lungengewebes aus (Lungenemphysem), Hauptbeschwerde ist hier die zunehmende Atemnot bei Belastung. Trotz dieser Einteilung in diese beiden Erscheinungsformen besteht hier keine personalisierte Therapie. Die Behandlung entspricht den aktuellen Leitlinien.

Eine Sonderform stellt die Lungenerkrankung im Rahmen eines Alpha-1-Antitrypsin Mangels dar, der durch die Bestimmung der Blutspiegels festgestellt wird. In den meisten Fällen erfolgt dann noch eine genaue Gendiagnostik (Genotypisierung). Dies ist eine seltene Erkrankung mit ca. 10.000 Betroffenen in Deutschland. Hier kommt es auch ohne Rauchen in einigen Fällen zur Entwicklung einer Lungenerkrankung. Wenn Betroffene zusätzlich rauchen, tritt stets eine Lungenerkrankung auf, die im Vergleich zu konventionellen COPD bereits ab dem 40. Lebensjahr beginnen kann. Es ist entscheidend, die Erkrankung zu diagnostizieren, da neben einer Beratung hinsichtlich des Lebensstils und Kinderwunsches auch eine gezielte Therapie durch Zufuhr des fehlenden Eiweiß durchgeführt werden kann.

Ein Altersemphysem im eigentlichen Sinn gibt es nicht. Es wurde jedoch in einigen Studien festgestellt, dass sich bei hochbetagten Personen das Lungengewebe verändert. Hier bilden sich die Lungenbläschen etwas zurück, was zu einem etwas eingeschränkten Gasaustausch führen kann.

Durch die genaue Analyse der Entstehung und Charakterisierung einzelner Phänotypen wird es auch im Bereich der COPD möglich sein, deutlich verbesserte diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zu schaffen. Wichtig ist es insbesondere, frühe Verlaufsformen der COPD zu identifizieren, um dann den Betroffenen darzulegen, dass das Beenden des Rauchens eine wichtige Maßnahme ist. Des Weiteren werden Medikamente entwickelt werden, die ein Fortschreiten der Erkrankung (Progression) bremsen können. Insbesondere die regenerative Medizin wird hier zukünftig eine große Rolle spielen.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Robert Bals, Direktor der Klinik für Innere Medizin V, (Abteilung Pneumologie, Allergologie und Beatmungsmedizin) an der Universitätsklinikum des Saarlandes, auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann 
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│19. Oktober 2018: DVD zum 11. Symposium - Lunge 2018 jetzt erhältlich

Wer das Symposium-Lunge 2018 verpasst haben sollte kann sich das gesamte Programm mit kompletter Fragestunde und vielen Interviews jetzt in Form von Filmbeiträgen auf einer DVD ansehen, die beim COPD-Deutschland e.V. bestellt werden kann.

Patienten mit COPD oder anderen Lungenerkrankungen, die am 01. September 2018 nicht persönlich am Symposium-Lunge in Hattingen teilnehmen konnten, wie auch Besucher der Veranstaltung, die es nicht geschafft haben sich alle zehn Vorträge anzuhören, können sich das gesamte Programm jetzt in Form von Filmbeiträgen auf einer DVD ansehen.

Die DVD beinhaltet zudem die Begrüßungsansprachen, viele Interviews und Kurzstatements sowie die komplette Fragestunde.

Außerdem gibt es einen 23 minütigen Filmbeitrag mit Eindrücken zur Veranstaltung.

Im Einzelnen werden die 10 folgenden Themen behandelt:

  • COPD - Lungenemphysem - Alpha 1 - ACOS. Mögliche Ursachen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  • Diagnostische Verfahren zur Erkennung und Abgrenzung von Lungenerkrankungen.
  • Akute Exazerbation der COPD - Erkennung und Behandlung. Stationäre und Intensivstationäre Maßnahmen.
  • Welche medikamentösen Möglichkeiten stehen heute und in der Zukunft zur Behandlung der COPD und des Lungenemphysems zur Verfügung?
  • Atemtherapie und Lungensport: Anleitungen und Übungen zum Mitmachen.
  • Richtig inhalieren - Grundlagen. Mögliche Fehlerquellen bei der Anwendung und Optimierungsansätze.
  • Langzeit-Sauerstofftherapie - Für wen? Wie durchführen? Wie überwachen?
  • Welche Begleiterkrankungen können im Rahmen einer COPD mit oder ohne Lungenemphysem auftreten?
  • Pneumologische Rehabilitation: Zugangswege, Voraussetzungen, Therapiespektrum und Ziele der Maßnahme.
  • Aktuell zur Verfügung stehende bronchologische Maßnahmen zur Reduzierung der Lungenüberblähung.

Die DVD kann jetzt beim COPD - Deutschland e.V. unter folgendem Link gegen eine Schutzgebühr von sieben Euro bestellt werden: https://www.copd-deutschland.de/symposien-dvd-s

Die Gesamtspieldauer der DVD 2018 beträgt 334 Minuten.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

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