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COPD-Deutschland e. V.│05.05.2021: 13. Symposium Lunge – Über den Schutz vor Corona und die Behandlung von Covid

Wie man sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 schützen und wie Covid-19 behandelt werden kann, erläutert Dr. Thomas Voshaar vom Lungen-und Thoraxzentrum Nordrhein im Krankenhaus Bethanien Moers in einem online-Vortrag auf dem Symposium Lunge am 4.9.2021. 

Das Virus SARS-CoV-2 ist insbesondere darauf spezialisiert, in menschliche Zellen der Atemwege bzw. der Lunge einzudringen. Dies geschieht vor allem über den sogenannten ACE-Rezeptor, der sich vor allem in der Nase, der Nasennebenhöhlen und im gesamten Tracheobronchialbereich sowie in den Lungenbläschen (Alveolen) findet. Das Virus dringt also in bestimmte Zellen der Atmungsorgane ein, vermehrt sich dort und wird dann wieder freigesetzt, indem wir es  mit der normalen Atmung wieder abatmen.

Diese Freisetzung des Virus wird durch Sprechen, Singen oder Schreien noch verstärkt. Die außerordentlich kleinen Tröpfchen, in denen sich die Viren bei der Abatmung aus unseren Lungen befinden, sind so klein (ca. 0,2-0,4 µm), dass sie sehr lange in der Luft in der Schwebe bleiben und sich z. B. mit der Dauer des Aufenthaltes in einem Raum stärker anreichern und so bei anderen Menschen mit der Atmung aufgenommen werden. So gelangen die Viren von Mensch zu Mensch und verbreiten sich sehr rasch. Insbesondere können sie so auch nahezu ungehindert mit der Atmung direkt und in hoher Konzentration in die Lunge gelangen. In einem solchen Fall werden die Menschen besonders schnell und schwer krank!

Hat man den Ausbreitungsmechanismus (Virustransmission) verstanden, so wird auch sofort klar, weshalb wir alle in Innenräumen einen wirksamen Mundschutz tragen sollten. Darüber hinaus sollten wir uns mit fremden Menschen so wenig wie möglich in Innenräumen aufhalten und wenn nur so kurz wie möglich. Darüber hinaus hilft eine intensive Lüftung oder sogenannte Luftreinigungsgeräte. Letztlich kommt es  darauf an, durch diese Maßnahme die Virusmenge in der uns umgebenden Luft zu reduzieren, damit es zu keinen weiteren Infektionen kommt.

Derzeit gehen wir davon aus, dass etwa 500 bis 2000 Viren nötig sind, um einen Menschen krank zu machen. Jede Form von Verdünnung der Viruskonzentration in unserer Umgebungsluft ist also hilfreich, um weitere Infektionen zu verhindern. Im Außenbereich gibt es kaum Infektionen, da der Raum um uns herum natürlich unbegrenzt ist und durch die geringsten Luftbewegungen (Wind) die Aerosole sehr rasch verteilt werden. Im Außenbereich reicht es, einen gewissen Abstand von z. B. eine Armlänge einzuhalten. 

Bei der Behandlung von Covid-19 stehen zahlenmäßig schwere Virus-Lungenentzündungen im Vordergrund. SARS-CoV-2-Viren können auch zu Veränderungen im Blutgefäßsystem führen und die Entwicklung von Thrombosen und Lungenarterienembolien begünstigen. Es können aber auch praktisch alle anderen Organe wie z. B.  die Nieren, das Herz, die Leber und auch die Haut und das Gehirn befallen sein.

Bei ausgedehnten Lungenentzündungen kommt es zu einer erschwerten Sauerstoffaufnahme (Hypoxämie). Bei vielen Patienten reicht es, hier mit einer Sauerstoffgabe gegenzusteuern. Andere Patienten benötigen vorübergehend eine Atemunterstützung z. B. durch eine CPAP- oder eine nicht- invasive Beatmungstherapie (NIV-Therapie). 

Wissenschaftlich umstritten ist nach wie vor, wann Patienten mit einer schweren Virus-Lungenentzündung intubiert und künstlich (invasiv) beatmet werden müssen. In unserer Klinik gehen wir davon aus, dass eine Intubation und maschinelle Beatmung unbedingt so lange wie eben möglich vermieden werden muss, da die Komplikationen bei einem solchen Vorgehen überwiegen und die Sterblichkeit sehr hoch ist. 

Die wichtigste Maßnahme im Pandemiemanagement ist ohne jeden Zweifel die Impfung möglichst vieler Menschen in möglichst kurzer Zeit! Solange nicht der größte Teil der Menschen geimpft ist, findet das Virus weiterhin Wirte für seine Vermehrung und auch Gelegenheit für Mutationen. Angesichts der noch sehr eingeschränkten medizinischen Behandlungsmöglichkeiten sind Vermeidung einer Infektion, Impfungen und die Vermeidung einer Intubation zur Beatmung die wichtigsten Maßnahmen zur Senkung der Sterblichkeit.

Quelle: Vortrag von Dr. Thomas Voshaar vom Lungen-und Thoraxzentrum
Nordrhein im Krankenhaus Bethanien Moers in einem online-Vortrag auf dem Symposium Lunge am 4.9.2021

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Heike und Jens Lingemann
Email: symposium-org@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959
Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2021
https://www.copd-deutschland.de/symposium-2021

COPD-Deutschland e. V.│16.04.2021: 13. Symposium Lunge – Warum bleibt COPD oft lange unerkannt?

Erste Anzeichen einer COPD bzw. Möglichkeiten der Diagnose von chronisch-obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem wird Prof. Dr. med. Kurt Rasche vom HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal - Klinikum der Universität Witten/Herdecke in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2021 erläutern.

Bei der COPD stehen zwei Krankheitsbilder im Mittelpunkt, die entweder einzeln oder in Kombination (ca. 40%) auftreten können: die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem. Wirkliche Frühsymptome der COPD gibt es nicht. Treten die sog. „AHA“-Symptomen Auswurf (Sputum), Husten und Atemnot auf, liegt meistens schon eine nur bedingt rückgängig zu machende chronische Lungenerkrankung vor. 

Die häufig (zu) späte Diagnose einer COPD beruht u.a. darauf, dass die Symptome Husten und Auswurf sowohl von den Patienten wie auch manchen Ärzten bagatellisiert, also nicht ernst genommen werden, und dass das Symptom Luftnot nicht immer sofort Anlass zu einer Lungenfunktionsprüfung gibt.

Bestehen Atemnot, Husten und/oder Auswurf nicht nur vorübergehend, muss der Hausarzt aufgesucht werden. Sollte sich auf Grund der Krankheitsgeschichte, der körperlichen Untersuchung und/oder der Spirometrie der Verdacht auf eine COPD erhärten, so ist es sinnvoll, dass eine Überweisung zum Pneumologen erfolgt. Es sei denn, der Hausarzt hat auf Grund einer speziellen Weiterbildung ausreichende Erfahrung in der Diagnostik und Therapie von chronischen Lungenerkrankungen und ist in seiner Praxis auch enstprechend technisch ausgestattet. Die Regel wird aber eine weiterführende Untersuchung durch den Pneumologen sein.

Der Pneumologe wird bei der Erstunterschung zusätzlich zur Spirmetrie eine sog. Bodyplethysmographie zur Messung von Atemwegswiderstand und Lungenvolumen, sowie eine Blutgasanalyse zur Messung des Sauerstoff- und Kohlendioxiddrucks im Blut veranlassen. Ergänzt wird diese Untersuchung durch Messung der sog. Diffusionskapazität, die sehr wichtig in der Emphsemdiagnostik ist. Ergänzt werden diese Untersuchungen bei Bedarf durch einen Allergietest, spezielle Laboruntersuchungen sowie ggf. weiterführende Röntgendiagnostik.

Eine wichtige Aufgabe des Pneumologen ist u.a. die Abgrenzung der COPD zu einem Asthma bronchiale, weil sich hieraus andere Therapiekonsequenzen ergeben können. Auch wird der Pneumologe die erforderliche medikamentöse Therapie festlegen, die dann vom Hausarzt weitergeführt werden kann. Von größter Bedeutung ist die optimale Zusammenarbeit zwischen dem Hausarzt und dem Pneumologen, da die COPD eine chronische Erkrankung ist, deren Verlauf sowohl vom Hausarzt wie auch vom Pneumologen beeinflusst werden kann.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Kurt Rasche vom HELIOS Universitätsklinikum Wuppertal - Klinikum der Universität Witten/Herdecke auf dem 13. Symposium Lunge, das am Samstag, den 04. September  2021 von 10 bis 15 Uhr online stattfindet.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Heike und Jens Lingemann
Email: symposium-org@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959
Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2021
https://www.copd-deutschland.de/symposium-2021

Quelle: COPD – Deutschland e.V.

COPD-Deutschland e. V.│08.03.2021: 13. Symposium Lunge – erstmals virtuell

Mitteilung des Veranstalters
Aufgrund der Corona Pandemie ist es im Jahr 2021 nicht möglich, eine Veranstaltung im bisherigen Format für unsere Hochrisikogruppe anzubieten. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dazu entschlossen, das 13. Symposium-Lunge, welches am 04.09.2021 von 10:00 bis 15:00 Uhr stattfinden wird, erstmals in Form eines virtuellen Kongresses (im Internet) durchzuführen. 

In Anbetracht des Ansteckungsrisikos für alle Teilnehmenden und Mitarbeiter ist diese Form die für uns einzig richtige Wahl. Bei einem virtuell durchgeführten Kongress besteht zudem die Möglichkeit, vielen Interessierten, die bis dato nicht in der Lage waren einen Besuch in Hattingen zu realisieren, per Zuschaltung eine hochwertige Informationsveranstaltung anzubieten.

Natürlich wünschen wir uns nichts mehr, als so bald wie möglich zur Normalität überzugehen. Es ist jedoch relativ wahrscheinlich, dass uns diese Normalität noch eine geraume Zeit verwehrt bleiben wird. Sollten Sie an unserem Kongress teilnehmen wollen, würde uns das sehr freuen. Hier können Sie erste Informationen zum Kongress abrufen:
https://www.copd-deutschland.de/symposium-2021

Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir Sie informieren, wo Sie das Programmheft herunterladen bzw. bei Bedarf ausdrucken können.

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Heike und Jens Lingemann
Tel./AB: 02324-999959
symposium-org@copd-deutschland.de
13. Symposium-Lunge am 04. September 2021
https://www.copd-deutschland.de/symposium-2021

Quelle: COPD – Deutschland e.V.

COPD-Deutschland e. V.│22.04.2020: Online-Studie

"Die Corona-Pandemie: Auswirkungen auf Alltag, psychisches Befinden und Lebensqualität von COPD-Patienten"

Eine neue Umfrage der psychologischen Hochschule Berlin (PHB), der Schön Klinik Berchtesgadener Land, der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland, des COPD - Deutschland e.V., der Philipps Universität Marburg und dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL)

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) betrifft weltweit mehrere Millionen Menschen – mit steigender Tendenz. Die Erkrankung schränkt den Handlungsspielraum der Betroffenen deutlich ein und hat oft weitreichende Auswirkungen auf Alltag und Lebensqualität der PatientInnen. Zusätzlich berichten die Betroffenen immer wieder von psychischen Beeinträchtigungen.

Im Hinblick auf die Corona-Pandemie zählen COPD-Patienten zur Hochrisikogruppe. Um mehr darüber zu erfahren, welche Folgen die Corona-Pandemie in Kenntnis dessen für den Alltag, das psychische Befinden und die Lebensqualität von COPD-Patienten hat, startet die psychologische Hochschule Berlin (PHB) gemeinsam mit der Schön-Klinik Berchtesgadener Land, der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland, der COPD - Deutschland e.V. , der Philipps Universität Marburg und dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung eine groß angelegte, interdisziplinäre Studie. Das Forscherteam möchte herausfinden, welche Themen COPD-Betroffene in Bezug auf die Pandemie besonders bewegen und welche spezifischen Bedürfnisse COPD-Betroffene in dieser besonderen Zeit haben, die es dann in der Betreuung dieser Menschen zu berücksichtigen gilt.

Die Studie wird online durchgeführt, die Teilnahme ist selbstverständlich anonym. So rasch wie möglich sollen die dadurch gewonnenen Erkenntnisse dazu beitragen, den gesamten Behandlungsprozess von COPD-Patienten weiter zu optimieren.

hier geht es zur Onlinestudie

In der Vergangenheit durchgeführte Onlinestudien:

  • Ist die aktuelle Rehabilitation noch zeitgemäß? (2016 - 2017)
  • Krankheitsverarbeitung und Lebensqualität bei COPD-Patienten und ihren Partnern (2015 - 2017)
  • Auswirkungen auf Alltag, Psyche und Lebensqualität …nicht nur im fortgeschrittenen Stadium ... Studie 1 (2013 - 2014)
  • Harninkontinenz bei COPD (2011 - 2013)
  • Compliance-Umfrage (2010 - 2015)

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│10.03.2020: Ankündigung und Programmheft - Symposium-Lunge 2020

Das diesjährige Symposium-Lunge mit dem Motto „COPD und Lungenemphysem - Leben - MIT - der Krankheit - Von der Früherkennung bis zur erfolgreichen Therapie“ findet am 5. September 2020 von 9-17 Uhr bereits zum 13. Mal in Hattingen/NRW statt. Jetzt ist auch das Programmheft zur Veranstaltung erschienen.

Chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen, wie z.B. COPD und Lungenemphysem, sind weiterhin global auf dem Vormarsch: Allein in Deutschland waren laut WHO bereits im Jahr 2007 rund 6,8 Millionen Menschen an COPD erkrankt und die Zahl der Betroffenen, die unter Atemnot leiden, steigt weiter an.

Symptome des Lungenemphysems und der COPD, die im Volksmund auch als Raucherlunge bezeichnet werden, sind Auswurf und Husten mit zunehmender Atemnot, anfänglich nur bei Belastung, später auch im Ruhezustand. Im Verlauf kommen zunehmende Einschränkungen der Mobilität, ein damit einhergehender Muskelverlust hinzu sowie diverse Begleiterkrankungen. Das alles kann in vielen Fällen auch zum Verlust der sozialen Strukturen und Gemütsstörungen bis hin zu Depressionen führen.

Hauptursache für das Lungenemphysem und die COPD - beides irreversible, also nicht umkehrbare Erkrankungen - ist in 80 bis 90 Prozent das Rauchen. Darüber hinaus gibt es weitere, jedoch deutlich seltenere Ursachen, wie z.B. der Gendefekt Alpha-1-Antitrypsinmangel sowie Feinstaubbelastung am Arbeitsplatz oder das Einatmen von Giftstoffen.

Das Symposium-Lunge ist eine jährlich, Anfang September stattfindende ganztägige Veranstaltung, die sich ausführlich mit chronischen Lungenerkrankungen befasst.

Das Herzstück des diesjährigen Kongresses, bilden - wie in jedem Jahr - 10 Vorträge von namhaften Lungenfachärzten, die über die verschiedenen Erkrankungen, Diagnoseverfahren sowie Therapie- und Prophylaxe-Maßnahmen patientenverständlich referieren. Im Anschluss an die Vorträge folgt eine Fragestunde, in der die von den Symposiums-Besuchern eingereichten, schriftlich formulierten Fragen von den Fachleuten beantwortet werden.

Darüber hinaus werden, parallel zu den Vorträgen, vier Workshops zu folgenden Themen angeboten:

  • Sollten Exazerbationen grundsätzlich mit Antibiotika behandelt werden?
  • Praktische Tipps für den Umgang mit Atemnot. Was können Sie selber tun?
  • Langzeit-Sauerstofftherapie – Welche Versorgungsmöglichkeiten gibt es?
  • Schwerbehinderung und Pflegegeld bei COPD und Lungenemphysem

Zudem werden kostenlos unterschiedliche themenbezogene Gesundheitschecks angeboten.
Abgerundet wird das Ganze von einer umfangreichen Fachausstellung, auf der sich die Besucher mit Vertretern von Lungenfach- und Rehakliniken, Hilfsmittelherstellern, und Sauerstoffversorgern austauschen können.

Das Programmheft zum Kongress können Interessierte hier kostenfrei bestellen:

https://www.copd-deutschland.de/programmheft-bestellen.htmlhttps://www.copd-deutschland.de/programmheft-bestellen.html

Sämtliche Informationen zum 13. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters. Dort finden Sie auch Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken, Filmbeiträge und DVD-Mitschnitte der zehn bisher durchgeführten Symposien.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge

symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.desymposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de


Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

www.copd-deutschland.de/symposium-2020

COPD-Deutschland e. V.│23.10.2019: DVD des 12. Symposium-Lunge ab sofort erhältlich

Für alle, die nicht persönlich am Patientenkongress teilnehmen konnten, besteht mit der DVD die Möglichkeit, sämtliche Vorträge, die Fragestunde und die Interviews anzuschauen.

Mehr als 2500 Gäste besuchten am 07.09.2019 in Hattingen (NRW) das jedes Jahr im September stattfindende Symposium-Lunge. Wie in den zurückliegenden Jahren wurde das komplette Symposium-Lunge von einem professionellen Filmteam mit 4 Kameras in hochauflösender Qualität aufgezeichnet. Somit haben alle, die nicht persönlich am Kongress teilnehmen konnten, die Möglichkeit sämtliche Vorträge, die Fragestunde und die Interviews anzuschauen. Ebenso haben diejenigen, die vor Ort waren, aber nicht alle Vorträge angesehen konnten, die Möglichkeit dies nachzuholen.

Die Gesamtspieldauer der DVD bietet 346 Minuten erstklassige Informationen, darunter die folgenden Vorträge mit den Themen:

  • Asthma - COPD oder ACOS? Gemeinsamkeiten und Unterschiede
  • Unterschiedliche Formen des Lungenemphysems (COPD, Alpha-1, Altersemphysem)
  • COPD und möglicherweise auftretende Begleiterkrankungen
  • Akute Verschlimmerung (Exazerbation) der COPD - Erkennung und stationäre Behandlung
  • Atemtherapie und Lungensport-Übungen zum Mitmachen
  • Impfprophylaxe, Pneumokokken, Grippeschutz und weitere Impfungen
  • Wie wichtig ist die korrekte Durchführung der inhalativen Verabreichung von Medikamenten?
  • Welche unterschiedlichen Hilfsmittelgeräte sind aktuell zur Durchführung einer Langzeit-Sauerstofftherapie verfügbar?
  • Bei korrekter Durchführung kann die Nicht-invasive Beatmungstherapie (NIV) die Lebensqualität und Lebenserwartung steigern
  • Chirurgische und bronchologische Verfahren zur Verkleinerung des Lungenemphysems

sowie

  • die komplette Fragestunde,
  • 5 Interviews, 
  • die Eröffnungsrede und
  • díe Filmdokumentation


Die DVD kann ab sofort beim Herausgeber zum Preis von 8,00€ je DVD bestellt werden: www.copd-deutschland.de/symposien-dvd-s
Die Versandkosten innerhalb Deutschlands sind in der Schutzgebühr bereits enthalten.

Hinweis:
Es gibt noch kleinere Restbestände von DVDs der vergangenen Symposien.
Der Bedarf an kompetenten und patientenverständlichen Informationen nimmt weiter zu. Merken Sie sich daher schon jetzt den Termin des 13. Symposium-Lunge vor, welches am 05. September 2020 in Hattingen/NRW stattfinden wird.
Das Motto und Thema des 13. Patientenkongresses lautet:
„Leben – MIT – der Krankheit – Von der Früherkennung bis zur erfolgreichen Therapie“.

www.copd-deutschland.de/symposium-2020

Quelle: Jens Lingemann COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│09.09.2019: Nachbetrachtung - 12. Symposium-Lunge in Hattingen

Dramatisch steigende Erkrankungszahlen

Ein Anstieg der Erkrankungszahlen ist bei fast allen Lungenerkrankungen zu verzeichnen. Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), unter der das Lungenemphysem und die chronisch verengende Bronchitis zusammengefasst werden, ist die Entwicklung jedoch besonders dramatisch, wie das Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung dokumentiert. Im Zeitraum zwischen 2009 und 2017 erhöhte sich die Zahl der COPD-Diagnosen alleine in Deutschland um 25 Prozent (8. Juli 2019, Lungeninformationsdienst). COPD ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit.

Diese Situation spiegelte sich auch auf dem 12. Symposium Lunge am 07. September in Hattingen wider, der Wissensdurst der COPD-Betroffenen und ihren Angehörigen nach fundierten und verständlich formulierten Informationen ist enorm. Zumal die Erkrankung sehr komplex ist und sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenso wie die therapeutischen Möglichkeiten kontinuierlich weiterentwickeln.

Wie immer bildeten die 10 Vorträge von namhaften Lungenärzten das Herzstück des jährlich in Hattingen stattfindenden Kongresses für Patienten. In diesem Jahr waren es schwerpunktmäßig die Themen Prophylaxe, Diagnostik und Therapie.

Fünf Workshops umrahmten das Hauptprogramm. Aber auch für den Austausch mit anderen Betroffenen blieb Zeit, ebenso wie für die Möglichkeit, persönliche Anliegen innerhalb der Fragenstunde beantwortet zu bekommen oder konkrete Unterstützung auf der größten Informationsausstellung dieser Art für Patienten zu finden.    

Möglichst frühe Diagnose und gezielte Anwendung der Therapieoptionen

Symptome wie dauerhafter Husten, aber auch Auswurf, werden oftmals bagatellisiert. Selbst Atemnot unter Belastung wird zunächst häufig als „normale“ Alterserscheinung angesehen.
Länger andauernde Beschwerden sind jedoch ernst zu nehmen und sollten abgeklärt werden.

Eine umfassende Diagnostik bildet dabei die Grundlage für die anschließenden Therapiemaßnahmen. Wenngleich Professor Dr. Christian Taube, Essen in seinem Vortrag einräumte, dass eine klare Unterscheidung beispielsweise zwischen den Erkrankungsbildern Asthma und COPD nicht immer möglich sei. Zudem gebe es Patienten mit nachweisbaren Komponenten beider Erkrankungen.

Dass eine COPD viele Gesichter haben kann, dokumentierte auch Professor Dr. Dr. Robert Bals, Bad Homburg. „Grundsätzlich werden zwei Genotypen unterschieden: der Atemwegs- und der Emphysem-Typ. Der Atemwegs-Typ ist durch eine Bronchitis und vor allem Husten und Auswurf gekennzeichnet, der Emphysem-Typ durch eine Strukturumwandlung des Lungengewebes und dem damit einhergehenden Symptom der Atemnot.

Alleine diese Ausführungen verdeutlichten, dass die vorhandenen therapeutischen Maßnahmen individuell auf das Krankheitsbild des einzelnen Patienten auszurichten sind.

Die Inhalationstherapie nimmt einen zentralen Stellenwert in der Behandlung ein. „Für den Effekt der inhalativen Therapie und damit den Behandlungserfolg ist die korrekte Anwendung von überragender Bedeutung“, so Dr. Thomas Voshaar, Moers.

Insgesamt zielen Therapiemaßnahmen vor allem darauf ab, akute Verschlechterungen (Krankheitsschübe) zu vermeiden bzw. diese rechtzeitig zu erkennen, formulierte Professor Dr. Gernot G. U. Rohde, Frankfurt am Main, da diese vornehmlich für eine progressive rasche Entwicklung der COPD verantwortlich sind.

Zudem ist die Diagnose in einem möglichst frühen Stadium der Erkrankung entscheidend, um durch das Therapiekonzept und den gleichzeitigen Rauchstopp ein Fortschreiben möglichst zu verhindern bzw. zu verlangsamen. Einmal verlorenes Lungengewebe bzw. Lungenkapazität kann nicht zurückgeholt werden.

Symposium Lunge

Mehr als 2500 Gäste haben das diesjährige Symposium Lunge besucht. Neben Betroffenen waren gleichermaßen Angehörige und Interessierte anzutreffen. Eine nicht unerhebliche Zahl von Physiotherapeuten, medizinischem Fachpersonal, wie auch einige Ärzte besuchten ebenfalls die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Veranstaltung

Eine Zusammenfassung aller Vorträge finden Sie in den nächsten Tagen auf den Internetseiten des Veranstalters COPD – Deutschland e.V. www.copd-deutschland.de und des Mitveranstalters Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland www.lungenemphysen-copd.de.

Ein Videomitschnitt der Vorträge ist ab Ende Oktober 2019 erhältlich

Der Bedarf an kompetenten patientengerecht aufbereiteten Informationen wird weiter zunehmen. Notieren Sie sich daher schon jetzt den Termin des 13. Symposium Lunge in Hattingen am 05. September 2020 mit dem Schwerpunkt „Leben – MIT – der Krankheit – Von der Früherkennung bis zur erfolgreichen Therapie“.

Das Symposium Lunge ist eine jährlich im September stattfindende, ganztägige Veranstaltung, die von Patienten für Patienten durchgeführt wird. Initiator des Symposium Lunge ist Jens Lingemann, selbst Betroffener und Vorsitzender des COPD – Deutschland e.V. der gemeinsam mit seiner Frau Heike die Veranstaltung organisiert.

Sabine Habicht und Jens Lingemann
Hattingen, 07. September 2019

© COPD-Deutschland e.V.
Der Abdruck bzw. die Weiterverwertung dieses Artikels oder Teilen daraus in Print/Onlinemedien bedürfen der vorherigen schriftlichen Genehmigung des COPD-Deutschland e.V. und sind nur mit der oben genannten Quellangabe gestattet

COPD-Deutschland e. V.│23.08.2019: Ankündigung Symposium-Lunge 2019

„COPD und Lungenemphysem - Prophylaxe, Diagnostik und Therapien“ lautet das Motto des diesjährigen, mittlerweile 12. Symposium-Lunge

Das Symposium-Lunge ist eine jährlich im September stattfindende, ganztägige Veranstaltung, die von Patienten für Patienten durchgeführt wird.

Herzstück des diesjährigen Kongresses, der am Samstag, den 07. September 2019 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen/NRW stattfindet, bilden - wie in jedem Jahr - die 10 Vorträge von namhaften Pneumologen. Themen der Veranstaltung sind in diesem Jahr:

  • Die Erkrankungen COPD,
  • Lungenemphysem,
  • Alpha 1 Mangel,
  • Die Erkrankungen ACOS und Asthma,
  • mögliche Begleiterkrankungen,
  • Akute Verschlimmerung (Exazerbation) und stationäre Behandlung,
  • Lungensport und Atemtherapie,
  • Impfprophylaxe,
  • inhalative Verabreichung von Medikamenten
  • Hilfsmittelgeräte zu Durchführung einer Langzeit-Sauerstofftherapie
  • Nicht-invasive Beatmungstherapie (NIV) kann Lebensqualität und Lebenserwartung steigern
  • Chirurgische und bronchologische Verfahren zur Verkleinerung des Lungenemphysems

https://www.copd-deutschland.de/symposium-2019/programm-2019

Darüber hinaus werden 5 Workshops angeboten zu den Themen: Praktische Tipps für den Umgang mit Atemnot. Was können Sie selber tun? Reisen mit Langzeit-Sauerstofftherapie. Welche Möglichkeiten gibt es? Ernährung bei chronischen Atemwegserkrankungen Pneumologische Rehabilitation: Zugangswege, Voraussetzungen, Therapiespektrum und Ziele der Maßnahme Was sind Bronchiektasen? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Aufgrund der großen Resonanz, finden die Workshops in diesem Jahr erstmals im Foyer statt. https://www.copd-deutschland.de/symposium-2019/workshops-2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos verschiedene Tests und Gesundheitschecks durchführen zu lassen: https://www.copd-deutschland.de/symposium-2019/gesundheitschecks-2019

Veranstalter des Symposium-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland. Die Initiative dazu kam von Jens Lingemann, der als Betroffener zusammen mit seiner Frau Heike Lingemann die Symposien plant und durchführt.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich. Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Das erste Symposium-Lunge fand im September 2007 statt. Etwa 1.300 Besucher waren aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten

Ausland nach Hattingen gekommen. Bei den Folgeveranstaltungen in den Jahren 2008 - 2018 kamen teilweise mehr als 2.800 Besucher zum Symposium.

Diese Besucherzahlen macht deutlich, welchen Stellenwert das Symposium-Lunge mittlerweile für Patienten mit Atemwegserkrankungen, deren Angehörige und Interessierte hat und dies auch künftig haben wird, zumal die Anzahl der Betroffenen laut Prognosen der WHO weiterhin zunehmen soll.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken, Filmbeiträge und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung.

Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: Jens Lingemann COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│23.08.2019: 12. Symposium-Lunge - Chirurgische und bronchologische Verfahren zur Verkleinerung des Lungenemphysems

Chirurgische und bronchologische Verfahren zur Verkleinerung eines Lungenemphysems wird Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Vorsitzender der AG Lungensport in Deutschland e.V. im Facharztforum Fürth, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 vorstellen.

Das schwere Lungenemphysem wird in der Lungenfunktionsuntersuchung anhand eines erhöhten Residualvolumens festgestellt, also des Lungenvolumens, welches nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt. Liegt dieses über 175 % des Wertes, der bei Lungengesunden gemessen wird, spricht man von einem schweren Lungenemphysem. Für diese Patientinnen und Patienten mit schwerem Emphysem bestehen nach Ausschöpfung aller medikamentöser und nichtmedikamentöser Maßnahmen, insbesondere der pneumologischen Rehabilitation, die Möglichkeit einer chirurgischen Entfernung oder endoskopischen Ausschaltung überblähter Lungenbezirke.

Die chirurgische Lungenvolumenreduktion (LVRS) beim Lungenemphysem beinhaltet die Entfernung von stark emphysematös veränderten Lungenbezirken mit dem Ziel, die Überblähung zu vermindern und dadurch die Atemnot zu lindern, die Lungenfunktion zu verbessern und die Leistungsfähigkeit der Atemmuskeln zu steigern. Gegenüber der medikamentösen Therapie verbessert die LVRS bei Patienten mit schwerem oberlappenbetontem Lungenemphysem und geringer Belastbarkeit nach präoperativer Rehabilitation Belastbarkeit und Lebenserwartung. Es können nur Patienten für die LVRS berücksichtigt werden, bei denen präoperativ eine Rehabilitation erfolgte und alle medikamentösen Therapieoptionen ausgeschöpft wurden. Weiterhin ist eine mehrmonatige Abstinenz des Tabakrauchens erforderlich.

Ziel der bronchologischen (endoskopischen) Lungenvolumenreduktion (LVRB) ist die Verringerung der Überblähung bei schwerem Emphysem unter Vermeidung der bei den chirurgischen Verfahren deutlich höheren Sterblichkeit. Durch die Verminderung der Überblähung werden die Funktion von Lunge und Atemmuskeln verbessert, die Atemnot gelindert sowie Belastbarkeit und Lebensqualität gesteigert. Für die LVRB wurden endobronchiale Ventile, endobronchial applizierbare Klammern aus Nitinolstahl (Coils), Stents, heißer Dampf sowie Hydrogelschaum in Frage.

In Deutschland werden in Abhängigkeit von der Emphysemverteilung in den beiden Lungen, die durch eine Dünnschichtcomputertomographie (HR-CT) mit Hilfe unterschiedlicher Softwareprogramme analysiert werden kann, in erster Linie Ventile und Coils implantiert. Von großer Bedeutung für die Auswahl des Verfahrens ist die Unterscheidung zwischen einem heterogenen (unterschiedlich stark ausgeprägtes Emphysem in verschiedenen Lungenbezirken) und einem homogenen Emphysem (gleichmäßige Verteilung des Emphysems in verschiedenen Lungenabschnitten). Bei homogenem Emphysem werden in erster Linie Coils, beim heterozygoten Emphysem vorwiegend Ventile eingesetzt.

Die besten Ergebnisse bei der endobronchialen Ventilapplikation werden bei heterogenem Emphysem erreicht, wenn keine Luftverbindung zwischen benachbarten Lappen (kollaterale Ventilation) besteht. Bei Patienten mit geringer kollateraler Ventilation und erhaltenen Lappengrenzen lassen sich Lebensqualität, körperliche Belastbarkeit und Lungenfunktion deutlich besser und nachhaltiger steigern als bei Patienten, bei denen keine erhaltene Lappengrenzen bzw. eine kollaterale Ventilation vorhanden sind. Hauptkomplikation der Ventilimplantation ist der nach dem Eingriff auftretende Pneumothorax in bis zu 25% der Fälle.

Endobronchiale Coils, die in etwa Klammern oder Heftzwecken aus Nitinolstahl entsprechen, wurden entwickelt, um mechanisch das emphysematös veränderte Lungengewebe zu komprimieren und dadurch Gewebsspannungen in der Umgebung des Emphysems wiederherzustellen. Ziel ist es, in den

behandelten Lungenlappen 10-14 Coils zwischen den Segmentbronchien und der Pleura zu implantieren. Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen nach Implantation von Coils sind leichte Blutungen, die in der Regel spontan zum Stillstand kommen und nur in den seltensten Fällen interventionsbedürftig sind.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „ Nicht-invasive Beatmung  - BiPAP bei COPD und Lungenemphysem - Was ist notwendig, was ist medizinisch sinnvoll?“ herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können.  (Ausstellungsplan siehe Seiten 14-15)

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Vorsitzender der AG Lungensport in Deutschland e.V. im Facharztforum Fürth auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 - 17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann 
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│07.08.2019: 12. Symposium-Lunge - Nicht-invasive Beatmungstherapie kann die Lebensqualität und -erwartung steigern

Die positiven Effekte einer nicht-invasiven Beatmungstherapie (NIV) für COPD-Patienten, deren Atemmuskulatur überlastet ist, erläutert PD Dr. med. Thomas Köhnlein, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin, Pneumologe und Schlafmedizin im Facharztzentrum Teuchern, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019.

Bei Patienten mit der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD führt die ständige Verengung (Obstruktion) der Atemwege dazu, dass die Belastung der Atemmuskulatur stark ansteigt: Jeder Atemzug der Betroffenen ist mit erhöhtem Kraftaufwand verbunden. Wenn die Kapazität der Atemmuskulatur nicht mehr ausreicht, kommt es zu einer unbewussten Abflachung der einzelnen Atemzüge und zu einer erhöhten Atemfrequenz. Allerdings wird durch die schnellere, abgeflachte Atmung weniger Sauerstoff aufgenommen und vor allem wird das Kohlendioxid, das kontinuierlich im Körper entsteht, nicht mehr vollständig abgeatmet. Das Kohlendioxid kann sich im Körper ansammeln und dann zahlreiche Stoffwechselvorgänge empfindlich stören. Konkret bedeutet das für die Patienten eine noch schlechtere körperliche Belastbarkeit und eine höhere Anfälligkeit für Infekte und Exazerbationen.

Die einzige Therapie für die überlastete Atemmuskulatur ist eine mechanische Beatmung. Bei Patienten mit schwerer COPD erfolgt das heute meistens in Form von nicht-invasiver Beatmung (NIV): Mit Hilfe von Masken, die im Bereich von Mund und Nase luftdicht abschließen, können die Patienten für einige Stunden täglich mit einem speziellen Beatmungsgerät zu Hause (außerklinisch) beatmet werden. Nach bisherigem Wissen profitieren nur Patienten mit weit fortgeschrittenem Krankheitsbild von dieser Therapieform, eine Verallgemeinerung auf alle COPD-Patienten ist nach heutigem Wissensstand nicht möglich.

Diese Therapieform ist für den Patienten gewöhnungsbedürftig und muss individuell mithilfe eines Atmungstherapeuten angepasst werden. Dazu ist in der Regel ein stationärer Aufenthalt von drei bis fünf Tagen erforderlich. Aus einer riesigen Auswahl von Beatmungsmasken muss für den individuellen Patienten die richtige gefunden werden. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Beatmungsgeräten und Einstellungsmöglichkeiten, die ebenfalls nur durch klinische Testung optimal auf den Patienten angepasst werden können. Die entscheidende Untersuchung, ob die Beatmungseinstellung passt, ist die Messung der Blutgase durch eine kleine Blutprobe. Die Handhabung der Gerätschaften ist für den geschulten Patienten einfach. Die Beatmungsmaske kann jederzeit selbständig an- und abgelegt werden.

Während der maschinellen Beatmung übernimmt das Beatmungsgerät die Arbeit des Zwerchfells. Das Zwerchfell und die weiteren Atemmuskeln werden dadurch in einen Ruhe- und Erholungszustand versetzt. Die Theorie geht davon aus, dass ähnlich wie bei einem Wanderer, der nach einer langen Gehstrecke eine Pause einlegt und seine Beinmuskeln entspannt, auch das Zwerchfell von einer „Auszeit“ profitiert. Wenn die Muskeln nicht beansprucht werden, können sie sich erholen und nach einiger Zeit mit frischer Kraft wiedereingesetzt werden. Im Falle der Atemmuskulatur sollte also nach einer Beatmungsphase von ca. 6 Stunden eine regenerierte Atempumpe zur Verfügung stehen. Der Patient soll dann während seiner normalen Spontanatmung ohne Maske von größerer körperlicher Leistungsfähigkeit und deutlich weniger Luftnot profitieren.

Studien zufolge ist die Langzeit-NIV eines der wenigen Verfahren im Bereich der pneumologischen Therapien, für das ein deutlich positiver Effekt auf die Gesamtsterblichkeit gezeigt werden konnte. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die Lebensqualität in der Kontrollgruppe gleichbleibt, während die Angaben der beatmeten Patienten auf eine relevante (und statistisch signifikante) Besserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität hinweisen. Außerdem führt die Beatmung tendenziell zu einer besseren körperlichen Leistungsfähigkeit, der sich mit zunehmender Dauer der Beatmung noch verstärkt.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „ Nicht-invasive Beatmung  - BiPAP bei COPD und Lungenemphysem - Was ist notwendig, was ist medizinisch sinnvoll?“ herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können.  (Ausstellungsplan siehe Seiten 14-15)

Quelle: Vortrag von PD Dr. med. Thomas Köhnlein, niedergelassener Facharzt für Innere Medizin, Pneumologe und Schlafmedizin im Facharztzentrum Teuchern auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann 
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│26.07.2019: 12. Symposium-Lunge - Welche unterschiedlichen Hilfsmittelgeräte sind aktuell zur Durchführung einer Langzeit-Sauerstofftherapie verfügbar?

Welche Hilfsmittelgeräte aktuell für eine Langzeit-Sauerstofftherapie zur Verfügung stehen, wird Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin der Medizinischen Klinik II am SRH Wald-Klinikum Gera und Präsidentin der Mitteldeutschen Gesellschaft für Pneumologie und Thoraxchirurgie e.V., in ihrem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 erläutern.

Voraussetzung für die Verordnung der richtigen Geräte und Hilfsmittel sind eine ärztliche Untersuchung mit Bestimmung der Blutgase und der Sauerstoffsättigung in Ruhe, unter körperlicher Belastung und eventuell auch während des Nachtschlafes.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Langzeit-Sauerstofftherapie?

Konzentratoren reichern Sauerstoff aus der Umgebungsluft an. Dazu benötigen sie Strom über eine Steckdose (Standgeräte) oder über Akku (mobile Geräte). Je nach Typ machen sie mehr oder weniger Geräusche beim Betrieb. Stationäre Geräte wiegen meist zwischen 8 und 19 kg und können gerollt werden. Sie liefern eine Sauerstoffzufuhr von bis zu 10 Litern pro Minute.

Sauerstoffgasdruckflaschen: Kleine Sauerstoffflaschen werden wenig mobilen Versicherten meist als Ergänzung der Versorgung mit Heimkonzentrator überlassen. Der Vorrat in der Sauerstoffflasche bestimmt den Bewegungsspielraum des Nutzers. Flüssigsauerstoff muss in Tanks verschlossen werden, da er sich an der Luft schnell verflüchtigt. Die Tanks gibt es in kleiner Größe (für den häuslichen Gebrauch) bis zu sehr großer Ausführung (z.B. für Kliniken). Die häuslichen Systeme verfügen über einen Aufsatz, über den ein kleines mobiles Gerät gefüllt werden kann, das je nach Größe und Flussrate bis zu 20 Stunden Mobilität gewährleistet. Da aus den Tanks ständig kleinere Mengen an Flüssigsauerstoff verdampfen, müssen sie immer wieder nachgefüllt werden, auch wenn sie nicht regelmäßig genutzt werden. Der logische Nachteil mobiler Flüssigsauerstoffgeräte im Vergleich zu den Konzentratoren besteht also in dem zwingend notwendigen Zugang zu einer Flüssigsauerstoff-Nachfüllstation.

Art der Sauerstoffgabe 
Die Gabe von Sauerstoff über die Nase durch eine Sonde ist die mit Abstand häufigste Anwendungsform. Daneben gibt es auch Sauerstoffmasken oder in Einzelfällen kann Sauerstoff über eine Trachealkanüle gegeben werden. Verschiedene Angebote für den individuellen Bedarf sind ebenfalls verfügbar, wie weiche Sonden, Brillen mit eingearbeitetem Schlauch, Zuführungsschläuche etc. Für Patienten mit hohem Sauerstoffbedarf stehen Reservoirsysteme zur Verfügung. Bei Problemen mit der Trockenheit, die durch den Luftstrom entsteht, können Befeuchter eingesetzt werden.

Demandsysteme 
Mit Hilfe eines Sparventils bzw. Atemtriggers kann die Nutzungsdauer einer Sauerstofflasche verlängert werden. Demandsysteme kommen auch bei Mobilkonzentratoren und tragbaren Flüssigsauerstoffbehältern zum Einsatz. Es werden feinfühlige elektronische und schwerer auslösende pneumatische Demandsysteme unterschieden, die Sauerstoff nur bei Bedarf abgeben. Daher wird empfohlen, verschiedene Demandsysteme auf deren Eignung zum Auslösen zu testen. Im Zweifelsfall kommt nicht mehr genug Sauerstoff aus dem Gerät. Daher muss immer eine individuelle Testung der Oxygenierung (in Ruhe und unter Belastung) erfolgen, bevor ein Demandsystem verwendet wird.

Es sollte beachtet werden, dass die Einstellung von einem Gerät nicht ohne erneute Testung auf ein anderes übertragen werden kann. Aufgrund der unterschiedlichen Geräteeigenschaften ist es auch nicht ausreichend, den Ruhebedarf eines Patienten an Sauerstoff zu ermitteln und den Bedarf unter Belastung mit einem Pauschalwert festzulegen.

Welche Fragen sollte man stellen, um die richtige Versorgung zu finden?

  • Reicht ein Konzentrator oder ist Flüssigsauerstoff nötig?
  • Wieviel Mobilität ist vorhanden?
  • Welches Gewicht kann man tragen?
  • Wie viele Stunden muss das Gerät am Stück durchhalten?
  • Kann ein Demandsystem verwendet werden? Sauerstoff nur nachts?
  • Wird eine Urlaubsversorgung gewünscht? Fliegen, Autofahren?

Passend zu diesem Thema hat der COPD-Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland drei Patientenratgeber herausgegeben, die Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können. (Ausstellungsplan siehe Seiten 14-15).

Quelle: Vortrag Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin der Medizinischen Klinik II am SRH Wald-Klinikum Gera und Präsidentin der Mitteldeutschen Gesellschaft für Pneumologie und Thoraxchirurgie e.V., auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann 
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│16.07.2019: 12. Symposium-Lunge - Wie wichtig ist die korrekte Durchführung der inhalativen Verabreichung von Medikamenten?

Wie wichtig die korrekte Durchführung der Inhalation von Medikamenten ist, wird Dr. med. Thomas Voshaar, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Medizinischen Klinik III im Lungenzentrum Krankenhaus Bethanien Moers, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 darlegen.

Die Inhalationstherapie hat einen zentralen Stellenwert bei der Asthma- wie auch der COPD-Behandlung. Für den Effekt der inhalativen Therapie und damit dem Behandlungserfolg von überragender Bedeutung ist die korrekte Anwendung des verordneten Systems. Da für die Wirkung des inhalierten Arzneimittels allein die im Bronchialsystem deponierte Dosis entscheidend ist und diese in einem Höchstmaß von einem adäquaten Inhalationsmanöver mit dem Inhalationssystem abhängt, liegt hier der Schlüssel zu den klinischen Effekten. Inadäquate Nutzung führt zu einer schlechteren Symptomkontrolle, häufigeren Besuchen in Notfallambulanzen und häufigeren Exazerbationen, letztlich also zu einer erhöhten Belastung für den Patienten, aber auch für das gesamte Gesundheitssystem. Jedes Inhalationssystem erfordert ein anderes (quasi systemspezifisches) „optimales“ Inhalationsmanöver.

Ein weiterer bedeutsamer Einflussfaktor für die Wirkstoffdeposition ist in der individuellen Anatomie der Rachen- und Kehlkopfanatomie zu sehen. Von Seiten des Inhalationssystems bestimmen die physikalischen Faktoren Teilchengröße, Teilchengeschwindigkeit und die Einatemtiefe die Deposition und damit auch die Wirkung.

Bei Trockenpulversystemen sind Dosisabgabe (in Prozent der abgemessenen oder der am Mundstück freigesetzten Dosis) und Teilchengröße immer - unter den Systemen aber in unterschiedlichem Ausmaß - vom Einatemfluss durch das System abhängig. Daher kann unter Berücksichtigung der vorgenannten physikalischen Einflussgrößen und der anatomischen Unterschiedlichkeit der Rachen- und Kehlkopfanatomie nie die tatsächlich erreichte Wirkstoffdeposition vorausgesagt werden.

Die sich ergebenden Therapieeffekte werden klinisch beurteilt und die Behandlung wird ggf. angepasst, auch im Sinne einer Dosisanpassung. Wird also bei einem „stabil“ eingestellten Patienten das Inhalationssystem gewechselt, so stellt dies eine bedeutsame Veränderung der Behandlung dar und es muss mit klinischen Auswirkungen (Über- oder Untertherapie) gerechnet werden.

Es gilt auch zu bedenken, dass eine spürbar wirksame Therapie einer der wichtigsten Faktoren für eine gute Therapietreue (Adhärenz bzw. Compliance) ist. Wenn ein Medikament spürbar hilft, wird man eher geneigt sein, es auch konsequent weiter zu nutzen. Gleiches gilt für die Vertrautheit des Patienten mit einem Inhalationssystem. Vertrautheit schafft Sicherheit und ist damit wesentlich für den Therapieerfolg.

Der Austausch eines Inhalationssystems stellt in einer etablierten und gut eingestellten Behandlung einen erheblichen Eingriff in die Patientenbetreuung und die Therapie dar und kann ggf. nur medizinisch begründet werden. Ein Austausch in der Apotheke sollte nicht erfolgen.

Obwohl es inzwischen eine Reihe sehr einfach zu bedienender Inhalationssysteme gibt, existiert nicht DAS ideale Gerät, mit dem jeder Patient in gleicher Weise gut zurechtkommt. Darüber hinaus gibt es kein Gerät, dass sich im eigentlichen Sinne von allein erklärt. Daher sind bei der Erstverordnung eine intensive Unterweisung und Schulung erforderlich. Auch bei späteren Arztbesuchen sollte immer wieder einmal die korrekte Handhabung des Inhalationsgerätes überprüft werden.

Passend zu diesem Thema hat der COPD-Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „Inhalieren bei COPD und Lungenemphysem...richtig inhalieren bedeutet profitieren“ herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können (Ausstellungsplan: siehe Seiten 14-15).

Quelle: Vortrag von Dr. med. Thomas Voshaar, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Medizinischen Klinik III im Lungenzentrum Krankenhaus Bethanien Moers, auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Organisationsbüro Symposium-Lunge
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symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│28.06.2019: 12. Symposium-Lunge - Impfprophylaxe gegen Pneumokokken und Grippeviren

Über Pneumokokken, Grippeschutz und weitere Impfungen wird Prof. Dr. med. Kurt Rasche, Direktor der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am HELIOS Klinikum Wuppertal, Klinikum der Universität Witten/Herdecke und Leiter des DKG-zertifizierten Lungenkrebszentrums "Bergisches Lungenzentrum", das Publikum in seinem Vortrag auf dem Symposium Lungen 2019 aufklären.

Akute Exazerbationen bei COPD sind in mehr als 50 % der Fälle durch Infekte mit Viren oder Bakterien verursacht. Hierbei spielen als bakterielle Erreger die Pneumokokken - das sind die häufigsten Erreger der bakteriell bedingten Lungenentzündung - und als Viren die Grippeviren (Influenzaviren) eine entscheidende Rolle. Zu den wichtigsten Vorbeugemaßnahmen (Prophylaxe) gehören die Pneumokokken-Impfung und die Grippeschutzimpfung. Diese Impfungen können zwar nicht immer den Krankheitsausbruch verhindern, aber in jedem Fall die Schwere des Krankheitsverlaufes lindern.

Eine Impfung erfolgt mit abgetöteten Erregern oder Bruchstücken der Erreger. Diese können keine wirkliche Erkrankung mehr hervorrufen, aber das Immunsystem dazu anregen, auf den jeweiligen Keim spezialisierte Abwehrzellen zu produzieren, die dann eine Art Gedächtnis haben und jederzeit bei Eindringen des Erregers in der Lage sind, Antikörper zu bilden. Häufig müssen diese Impfungen wiederholt werden, um die Grundimmunisierung aufrecht zu erhalten.

Einzelheiten zu den Empfehlungen für die Impfungen gegen Pneumokokken und Grippeviren, aber auch gegen Gürtelrose (Herpes zoster) und Frühsommermeningoenzephaltis (FSME), sowie zu den verfügbaren Impfstoffen und den am meisten gefährdeten Risikogruppen wird Prof. Rasche in seinem Vortrag näher ausführen.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: "Impfprophylaxe bei COPD" herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 (Ausstellungsplan siehe Seiten 14-15) kostenlos abholen können.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Kurt Rasche, Direktor der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin am HELIOS Klinikum Wuppertal, Klinikum der Universität Witten/Herdecke und Leiter des DKG-zertifizierten Lungenkrebszentrums Bergisches Lungenzentrum auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│18.06.2019: Neuer Patientenratgeber erschienen 'Atemnot durch Lungenüberblähung ... Lungenemphysem verstehen und handeln'

...mehr Wissen über das Lungenemphysem

Bisher werden in der Patientenliteratur, aber meist auch in der wissenschaftlichen Literatur, COPD und Lungenemphysem gemeinsam dargestellt.

Viele Patienten kennen jedoch nur unzureichend die Abgrenzungen und Gemeinsamkeiten der Krankheitsbilder.

Dennoch ist einem „nur“ als Lungenemphysem diagnostizierten Patienten oft nicht klar, dass seine Erkrankung übergeordnet als COPD bezeichnet wird und fühlt sich bei der Benennung einer COPD nicht angesprochen.

Dass nicht die chronische obstruktive Bronchitis, sondern insbesondere das Lungenemphysem Auslöser für die Atemnot ist, wissen ebenfalls nur wenige der Betroffenen.

Der neue Ratgeber arbeitet speziell die besonderen Merkmale und Charakteristika des Lungenemphysems heraus, um so ein besseres Verständnis für die Erkrankung, die damit einhergehenden Veränderungen und dessen Behandlungsoptionen zu ermöglichen.

Inhalte

Folgende Themen finden Sie im neuen Ratgeber:

  • Symptom Atemnot 
  • Strukturelle Veränderungen der Lunge
  • Körperliche Veränderungenik?
  • Verschiedene Formen des Lungenemphysems
  • Diagnostische Möglichkeiten
  • COPD und/oder Lungenemphysem 
  • Therapieoptionen
  • Lungenvolumenreduktion
  • Atmung, Mobilität und Lebensqualität
  • Selbsthilfe

12. Symposium-Lunge
Passend zum Ratgeber finden Sie Vortragsthemen beim 12. Symposium-Lunge, welches am 07. September 2019 von 09:00 bis 17:00 Uhr erneut in Hattingen/NRW stattfinden wird:

„Unterschiedliche Formen des Lungenemphysems (COPD, Alpha-1, Altersemphysem)“
Professor Dr. med. Dr. rer. nat. Robert Bals, Homburg 
und 
„Chirurgische und bronchologische Verfahren zur Verkleinerung des Lungenemphysems“
Professor Dr. med. Heinrich Worth, Fürth
Herausgeber des Ratgebers ist die Patienten-Bibliothek.
Medienpartner ist der COPD - Deutschland e.V.

Der Ratgeber kann ab sofort beim COPD - Deutschland e.V. und bei der Patienten Bibliothek angefordert werden.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│14.06.2019: 12. Symposium-Lunge - Atemtherapie und Lungensport: Übungen zum Mitmachen

Techniken zur Verringerung von Atemnot und Verbesserung der Lebensqualität durch Atemtherapie und Lungensport wird Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut bei der Reha Vital GmbH Essen, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 vorstellen.

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) geht mit einer Abnahme der körperlichen Belastbarkeit und Lebensqualität einher. Atemnot, Husten und Auswurf dominieren oft den Alltag. Doch Atemtechniken und körperliches Training können Patienten helfen, einer weiteren Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes entgegenzuwirken.

Um festsitzendes Husten-Sekret zu lockern und leichter abhusten zu können, gibt es spezielle Techniken und Hilfsmittel, die im Rahmen spezialisierter Atem-Physiotherapie vermittelt werden. Atemnot lässt sich am besten mit einer Atemtechnik namens „Lippenbremse“ begegnen, deren Ausführung Dr. Teschler im Vortrag genauer erläutern wird. Auch Übungen zum Mitmachen werden angeboten. Dank der Lippenbremse wird die Ausatmung verlängert und die Atemwege werden offengehalten. Die Lippenbremse sollten Patienten vor allem in Situationen benutzen, von denen sie wissen, dass diese anstrengend werden - wie z.B. Bergaufgehen, sich Anziehen oder Einkaufstaschen tragen. Besonders wichtig ist es, die Lippenbremse dann zu benutzen, wenn Angst oder Panik aufkommen sollte. Betroffene sollten sich in diesen Momenten ganz auf die Ausatmung mit der „Lippenbremse“ konzentrieren.

Wer außer Atem kommt, kann sich mit atemerleichternden Körperpositionen wie „Torwartstellung“ und „Kutschersitz“ Linderung verschaffen. Dabei wird Ihr Hauptatemmuskel - das Zwerchfell - durch die sogenannten Atemhilfsmuskeln in seiner Funktion unterstützt. Auch hier kann die Lippenbremse unterstützend wirken. Atemtechniken und atemerleichternde Körperpositionen helfen insbesondere bei Belastung besser Luft zu bekommen.

Um zu mehr Ausdauer und Leistungsfähigkeit zu gelangen, sind regelmäßige Bewegung und körperliches Training erforderlich. Körperliches Training kann zu einer Verminderung von Atemnot und akuten Krankheitsschüben führen und so zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes und der Vermeidung von Krankenhausaufenthalten beitragen. Außerdem fördert Training das eigene Selbstbewusstsein. Ausdauertraining beeinflusst nicht nur das Herz-Kreislaufsystem günstig, es wirkt auch hervorragend Bluthochdruck entgegen. Bewegungsverbesserung und Schmerzlinderung sind weitere positive Effekte körperlichen Trainings. Auch Gangunsicherheiten lassen sich durch Training vorteilhaft beeinflussen und nicht zuletzt bildet Training eine wichtige Grundlage zur Gewichtsreduktion. Speziell ausgebildete Sport- und Physiotherapeuten sorgen dafür, dass das Training sicher und in der richtigen Dosierung verläuft. Übungen und Intensität eines Trainings werden individuell auf die Patienten abgestimmt.

Sprechen Sie Ihren Arzt auf die Teilnahme an einer Lungensportgruppe, Atemphysiotherapie und Krankengymnastik am Gerät an. Ihr Arzt kann Ihnen diese Leistungen verschreiben. Nach entsprechender Untersuchung und Abklärung Ihrer Beschwerden wird er Ihnen eine Vorordnung ausstellen. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten.

Für Betroffene mit einer sehr stark eingeschränkten Lungenfunktion (FEV1 < 35% des Sollwertes) kann der behandelnde Arzt Verordnungen für Atemtherapie nun auch budgetfrei ausstellen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber und wenden Sie sich an Ihren Physiotherapeuten.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „Lungensport, Medizinische Trainingstherapie und Atemtherapie...bei COPD, Lungenemphysem und Lungenfibrose“ herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können.

Quelle: Vortrag von Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut bei der Reha Vital GmbH Essen, auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│04.06.2019: Neuer Patientenratgeber erschienen Pneumologische Rehabilitation - Schwerpunkt COPD/Lungenemphysem

Aufklärungsbedarf:

Viele Betroffene mit Atemwegserkrankungen, die zur Teilnahme an einer pneumologischen Rehabilitation (PR) berechtigt wären, haben noch nie an einer solchen Maßnahme teilgenommen. Dabei kann die PR das Leben mit einer Lungenkrankheit nachgewiesenermaßen verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage der europäischen Lungenstiftung ELF.

Eine pneumologische Rehabilitation (PR) umfasst Trainings- und Schulungsprogramme, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit chronischen Lungenkrankheiten zugeschnitten sind. Ziel einer solchen Maßnahme ist es, die körperlichen, seelischen und auch sozialen Krankheitsfolgen zu reduzieren. Die PR ist eine der wichtigsten nicht-medikamentösen Behandlungsmethoden, um die Symptome, die körperliche Belastbarkeit und auch die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern.

...mehr wissen und die erforderlichen Wege kennen:

Um auch selbst im Hinblick auf die Beantragung einer Rehabilitationsmaßnahme aktiv zu werden oder mit dem behandelnden Facharzt über Details sprechen zu können, sind umfassende Informationen notwendig:

  • Was sollte ich als Patient grundsätzlich zur pneumologischen Rehabilitation wissen?
  • Was kann eine Rehabilitationsmaßnahme leisten?
  • Was erwartet mich in einer Rehabilitationsklinik?
  • Wie verläuft der Aufenthalt?
  • Welche Einzelmaßnahmen werden durchgeführt?
  • Wie finde ich eine für meine Erkrankung geeignete Reha-Klinik?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie im neuen Patientenratgeber auf: 
www.copd-deutschland.de/patientenbroschueren.html

Ebenso werden die erforderlichen Wege, um eine Rehabilitationsmaßnahme zu erhalten, erläutert:

  • Welche Anträge müssen gestellt werden?
  • Wer ist für die Beantragung zuständig und was ist bei einer Antragsstellung zu beachten? 
  • Was sollte bei der Antragsbegründung berücksichtigt werden? 
  • Was kann ich tun, wenn eine Rehabilitationsmaßnahme negativ beschieden wird?

Das Ziel einer jeden Rehabilitation ist, die positiven Effekte auch nach dem Reha-Aufenthalt möglichst langfristig zu bewahren. Die Rubrik Nachsorge geht daher der Frage nach, welche Maßnahmen zu einer Langfristigkeit beitragen.

Adressmaterial, Literatur- und Internethinweise runden die Inhalte ab.

Herausgeber des Ratgebers ist die Patienten-Bibliothek.
Medienpartner ist der COPD - Deutschland e.V.
Beachten Sie die dort hinterlegten Versandinformationen.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│31.05.2019: 12. Symposium - Wie akute Verschlechterungen der COPD behandelt werden

Wie sich akute Verschlimmerungen (Exazerbationen) bei COPD-Patienten erkennen und stationär behandeln lassen, wird Prof. Dr. med. Rohde vom Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 darlegen.

Die akute Verschlechterung (Exazerbation) der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD ist der aktuellen Leitlinie zufolge definiert als eine über mindestens zwei Tage anhaltende Verschlimmerung der Atemwegsbeschwerden mit der Notwendigkeit einer Intensivierung der Therapie (Vogelmeier et al. 2018). Die wesentlichen Symptome sind eine Zunahme der Luftnot, des Hustens und/oder des Auswurfes.

Bei der Erkennung einer Exazerbation ist es wesentlich, diese von anderen, möglichen Ursachen für eine Zunahme der Symptome abzugegrenzen. Hierzu zählen die akute Linksherzschwäche, akute Durchblutungsstörungen des Herzens, ein Blutgerinnsel in den Lungenarterien (Lungenembolie), eine Lungenentzündung und der Pneumothorax (Zusammenfallen eines Lungenflügels).

Zur medikamentösen Therapie einer Exazerbation stehen atemwegserweiternde Medikamente (Bronchodilatoren), Kortisontabletten oder -Spritzen und gegebenenfalls Antibiotika bei Hinweis auf eine bakterielle Infektion zur Verfügung. Bei Patienten mit unzureichender Atmung wird zunächst zusätzlich Sauerstoff, z.B. über eine Nasensonde, Nasenbrille oder eine Maske verabreicht. Hierbei ist es wichtig, die Blutgaswerte engmaschig zu kontrollieren, um einen möglichen Anstieg des Kohlendioxids (CO2) im Blut rasch zu erkennen, der zu einer Übersäuerung des Blutes führen kann, die mit schwergradigen Störungen des Stoffwechsels, zunehmender Benommenheit bis hin zum Koma und einer weiteren Schwächung der Atmung verbunden ist.

Im Fall einer drohenden oder bestehenden Übersäuerung des Blutes ist die Einleitung einer Beatmung notwendig. Bei der nicht-invasiven Beatmung über eine Gesichtsmaske (Nasen- oder Nasen-Mund-Maske) wird die Atmung durch eine Maschine unterstützt, wobei in den meisten Fällen der Patient diese Unterstützung durch seine eigene Atmung steuern kann. Besteht jedoch eine zu starke Benommenheit oder ist der Patient nicht in der Lage, diese Therapie zu tolerieren, kommt die Einleitung einer invasiven Beatmung in Betracht. Hier wird der Patient dann in ein sogenanntes künstliches Koma versetzt und es wird ein Beatmungsschlauch in die Luftröhre eingeführt, worüber der Patient dann maschinell beatmet wird.

Ist auch diese Maßnahme nicht ausreichend, um eine ausgeglichene Blutgassituation zu erreichen, besteht die Möglichkeit, CO2-Auswaschverfahren, wie zum Beispiel iLA (interventional lung assist) oder eine ECMO (extrakorporale Membranoxygenierung) einzusetzen.

Eine relativ neue Technik, um möglichst viel Sauerstoff über die Lungen zuzuführen, ist der sogenannte High-Flow-Sauerstoff. Hierbei wird ein befeuchtetes und erwärmtes Luft-Sauerstoff-Gemisch über Nasenkanülen mit einer hohen Flussrate von 20 - 60 Liter/min gegeben. Die hohen Flussraten bedingen eine geringgradige Erhöhung des Druckes in den oberen Atemwegen. Die Folge ist auch eine gewisse Auswaschung von CO2, weshalb unter einer High-Flow-Sauerstoffgabe kein Anstieg sondern eher ein Abfall des CO2 und auch eine Abnahme der Atemarbeit erreicht werden können. Die Erwärmung (37 Grad Celsius) sowie die Befeuchtung (Wassergehalt von 44mg H2O/ml) bedingen außerdem eine gute Verträglichkeit ohne Austrocknung und Entzündung der Schleimhäute (Vogelmeier et al. 2018). Diese Technik kann daher auch gut mit dem CO2-Auswaschverfahren iLA kombiniert werden.

Quelle: Vortrag von Univ.-Prof. Dr. med. Gernot G.U. Rohde, Leiter des Schwerpunkts Pneumologie/Allergologie an der Medizinischen Klinik 1 am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann 
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│15.05.2019: 12. Symposium - COPD und potenzielle Begleiterkrankungen

Welche Begleiterkrankungen bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD auftreten können, wird Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 erläutern.

Fast jeder COPD-Patient weist mindestens eine, etwas mehr als die Hälfte aller COPD-Patienten sogar vier oder mehr Begleiterkrankungen auf. Ihr gehäuftes Auftreten wird neben dem Rauchen durch chronische Entzündungsreaktionen und vorzeitige Alterungsmechanismen, aber auch durch körperliche Inaktivität erklärt.

Insgesamt leiden etwas mehr als 50 % der COPD-Patienten unter einer oder mehreren Formen einer Herzkreislauferkrankung. So geht die COPD mit einem 2,5-fach höheren Gesamtrisiko für jegliche Herzkreislauferkrankung, wie koronare Herzerkrankung (mit und ohne Herzinfarkt), Herzrhythmusstörungen, Herzleistungsschwäche, peripher-arterielle Verschlusskrankheit einher. Aufgrund von arteriosklerotischen Gefäßveränderungen, oft als Folge des Rauchens, können Durchblutungsstörungen der Beine mit belastungsabhängigen Schmerzen („Schaufensterkrankheit“) auftreten. Außerdem ist das Risiko für Schlaganfälle tendenziell erhöht.

Die COPD kann allein durch eine schwere Lungenüberblähung eine verminderte Blutfüllung und insbesondere bei Belastungen eine unzureichende Pumpleistung des Herzens verursachen. Weiterhin kann sich über eine langsam entwickelnde Verengung der Lungengefäße, begünstigt durch einen chronischen Sauerstoffmangel, eine Blutdruckerhöhung in den Lungengefäßen und eine Rechtsherzbelastung (sog. Cor pulmonale) einstellen.

Die chronische Entzündung der Bronchien kann die Abwehrfunktion des Atemwegssystems beeinträchtigen, sodass gehäuft Atemwegsinfekte auftreten. Gelegentlich besteht ein Mangel an Abwehrstoffen, sog. Immunglobulinen.

Die chronische Luftnot hat, häufig schon in frühen Stadien und dann oft noch unbemerkt, eine Abnahme der körperlichen Aktivität zur Folge. Mitunter wird diese durch eine Muskelschwäche infolge längerdauernder Kortisontherapie verstärkt. Der jährliche Verlust an Muskelmasse steigt bei körperlich sehr inaktiven Patienten um den Faktor 5. Inaktivität, Kortisontherapie und Vitamin-D-Mangel können außerdem zu einer Osteoporose und einem erhöhten Knochenbruchrisiko führen.

Bei Vorliegen einer obstruktiven Schlafapnoe kommt es im Nachtschlaf zu wiederholten Einengungen des Rachenbereichs, sodass weniger oder gar kein Sauerstoff in die Lunge bzw. den Körper gelangt. Über eine Entzündungssteigerung in den Atemwegen kann die Schlafapnoe die COPD ungünstig beeinflussen. Eine weitere Variante ist das sog. Obesitas-Hypoventilations-Syndrom (OHS), das durch starkes Übergewicht (Body-Mass-Index > 30 kg/m²) und erhöhte Kohlendioxidwerte gekennzeichnet ist. Eine Extremvariante ist die Kombination aus COPD, Schlafapnoe und OHS.

Einzelne COPD-Patienten entwickeln über entzündliche Mechanismen, aber auch durch Appetitmangel oder mangelnde Nahrungsverwertung eine fortschreitende Gewichtsabnahme („Kachexie“). Der damit verbundene Muskelabbau beeinträchtigt die Ausdauerleistung und verursacht allgemeine Schwäche, sowie vermehrt Luftnot. Derartige Verläufe werden häufiger bei schwerem Lungenemphysem beobachtet und sind mit einer erhöhten Sterblichkeit assoziiert.

Häufig leiden COPD-Patienten unter einer Refluxösophagitis („Sodbrennen“). Ihr Auftreten wird durch Kortisoneinnahme begünstigt. Dies gilt auch für den Diabetes mellitus, dessen Auswirkungen auf die Gefäße die schädigenden Effekte des Rauchens verstärkt. Etwa 50 % der COPD-Patienten leiden unter einem metabolischen Syndrom mit Diabetes, hohem Blutdruck und Fettstoffwechselstörung.

Chronisch entzündliche Veränderungen können einen hemmenden Einfluss auf die Blutbildung haben. So wird in etwa 17 % ein Mangel an roten Blutkörperchen beobachtet. Verständlicherweise wirkt sich dies ungünstig auf die Belastbarkeit aus.

Als Folge eines langjährigen Nikotinkonsums besteht im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein etwa 4-fach höheres Risiko für Lungenkarzinome, die eine der führenden Todesursachen von Patienten mit COPD sind.

Die Luftnot und eingeschränkte Mobilität, oft mit zusätzlicher Sauerstoffabhängigkeit, das Vorliegen von Begleiterkrankungen, aber auch das Alleinsein können zu depressiven Störungen führen. Diese wirken sich zwangsläufig ungünstig auf die Tagesgestaltung und die zur Erhaltung der Muskelmasse so wichtige Mobilität aus.

COPD ist also aufgrund der Begleiterkrankungen, die zusätzlich zur Lungenerkrankung auftreten, als eine „Systemerkrankung“ anzusehen. So ist die Sterblichkeit von COPD-Patienten nur in 40 % durch die COPD allein bedingt. Um die Prognose der übrigen 60 % zu verbessern, ist neben einer gezielten Diagnostik eine konsequente Behandlung der Komorbiditäten erforderlich. Diese stellt nämlich einen wesentlichen Bestandteil der COPD-Therapie dar, die über die reine Anwendung von „Sprays“ hinausgehen.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „COPD und mögliche Begleiterkrankungen“ herausgegeben, den Sie sich in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 33 kostenlos abholen können. (Ausstellungsplan siehe Seiten 14-15).

Quelle: Vortrag von Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer, auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│08.05.2019: 12. Symposium - Unterschiedliche Formen des Lungenemphysems

Über verschiedene Arten von Lungenemphysemen (COPD, Alpha-1, Altersemphysem) wird Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Robert Bals, Direktor der Klinik für Innere Medizin V (Abteilung Pneumologie, Allergologie und Beatmungsmedizin) an der Universitätsklinikum des Saarlandes in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 sprechen.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) hat viele Gesichter hinsichtlich des Beginns der Erkrankung und der unterschiedlichen Ausprägung der Beschwerden bis hin zum variablen Verlauf. Für eine bessere Diagnostik und insbesondere eine personalisierte Therapie wäre es von großer Bedeutung, mehr über die verschiedenen Typen der COPD Bescheid zu wissen. An einem detaillierten Wissen um die Mechanismen der Krankheitsentstehung mangelt es aber bei COPD, weil molekulare Zusammenhänge noch unklar sind und Ansätze zur regenerativen Medizin erst in den Kinderschuhen stecken.

Grundsätzlich werden zwei Genotypen unterschieden: der Atemwegs- und der Emphysem-Typ. Der Atemwegs-Typ ist durch eine Bronchitis und vor allem durch Husten und Auswurf gekennzeichnet. Der Emphysem-Typ zeichnet sich vor allem durch eine Strukturumwandlung des Lungengewebes aus (Lungenemphysem), Hauptbeschwerde ist hier die zunehmende Atemnot bei Belastung. Trotz dieser Einteilung in diese beiden Erscheinungsformen besteht hier keine personalisierte Therapie. Die Behandlung entspricht den aktuellen Leitlinien.

Eine Sonderform stellt die Lungenerkrankung im Rahmen eines Alpha-1-Antitrypsin Mangels dar, der durch die Bestimmung der Blutspiegels festgestellt wird. In den meisten Fällen erfolgt dann noch eine genaue Gendiagnostik (Genotypisierung). Dies ist eine seltene Erkrankung mit ca. 10.000 Betroffenen in Deutschland. Hier kommt es auch ohne Rauchen in einigen Fällen zur Entwicklung einer Lungenerkrankung. Wenn Betroffene zusätzlich rauchen, tritt stets eine Lungenerkrankung auf, die im Vergleich zu konventionellen COPD bereits ab dem 40. Lebensjahr beginnen kann. Es ist entscheidend, die Erkrankung zu diagnostizieren, da neben einer Beratung hinsichtlich des Lebensstils und Kinderwunsches auch eine gezielte Therapie durch Zufuhr des fehlenden Eiweiß durchgeführt werden kann.

Ein Altersemphysem im eigentlichen Sinn gibt es nicht. Es wurde jedoch in einigen Studien festgestellt, dass sich bei hochbetagten Personen das Lungengewebe verändert. Hier bilden sich die Lungenbläschen etwas zurück, was zu einem etwas eingeschränkten Gasaustausch führen kann.

Durch die genaue Analyse der Entstehung und Charakterisierung einzelner Phänotypen wird es auch im Bereich der COPD möglich sein, deutlich verbesserte diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zu schaffen. Wichtig ist es insbesondere, frühe Verlaufsformen der COPD zu identifizieren, um dann den Betroffenen darzulegen, dass das Beenden des Rauchens eine wichtige Maßnahme ist. Des Weiteren werden Medikamente entwickelt werden, die ein Fortschreiten der Erkrankung (Progression) bremsen können. Insbesondere die regenerative Medizin wird hier zukünftig eine große Rolle spielen.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Robert Bals, Direktor der Klinik für Innere Medizin V, (Abteilung Pneumologie, Allergologie und Beatmungsmedizin) an der Universitätsklinikum des Saarlandes, auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│24.04.2019: 12. Symposium - Was unterscheidet Asthma, COPD oder ACOS?

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Asthma, COPD und dem Mischbild ACOS wird Prof. Dr. med. Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Ruhrlandklinik Essen in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2019 aufzeigen.

Asthma und COPD sind zwei unterschiedliche Erkrankungen. Es ist aber so, dass bei einigen Patienten Charakteristika von beiden Erkrankungen nachzuweisen sind. Man spricht dann von einem Mischtyp oder einem Asthma-COPD-Overlap-Syndrome (ACOS).

Asthma
Basis der Erkrankung bei Patienten mit Asthma ist eine Entzündung in den Atemwegen, die zu einer Verengung der Atemwege (Obstruktion) und einer erhöhten Empfindlichkeit der Atemwege (Überempfindlichkeit) auf unterschiedliche Reize resultieren kann.

Häufig geht ein Asthma bronchiale auch mit einer Allergie einher, so dass bei Patienten mit einem allergischen Asthma der Kontakt mit einem Allergen zu einer Verschlechterung des Asthmas und einer Zunahme der Verengung oder der Empfindlichkeit führen kann.

Es gibt auch Patienten, die ein Asthma ohne Allergie haben. Dort können aber andere Reize, wie z. B. Küchendünste, Zigarettenrauch oder auch körperliche Aktivität zu einer Verengung der Atemwege führen. Asthma ist nicht ausschließlich eine Erkrankung im Kindesalter.

COPD
Die COPD ist eine Erkrankung, die durch das Einatmen von Schadstoffen, insbesondere durch das Inhalieren von Zigarettenrauch, hervorgerufen wird. Auch hier kommt es zu Veränderungen in den Atemwegen, so dass bei vielen Patienten auch vermehrt Entzündungszellen nachweisbar sind. Als weitere Veränderung tritt eine zunehmende Zerstörung des Lungengewebes auf, so dass die Lungenbläschen verschwinden und sich in der Lunge größere Blasen bilden. Diese Veränderung wird als Lungenemphysem bezeichnet. Da die Ursache für eine COPD ein kontinuierlicher, längerfristiger inhalativer Zigarettenkonsum ist, tritt die COPD erst im fortgeschrittenen Lebensalter auf.

Mischbild Asthma-COPD 
Eine klare Unterscheidung zwischen Asthma und COPD ist nicht immer möglich. So gibt es Patienten, bei denen Komponenten von beiden Erkrankungen nachweisbar sind - wie z. B. eine Obstruktion, die sich auf inhalative Medikamentengabe hin verbessert, erhöhte Stickstoffmonoxid-Werte in der Ausatemluft und gleichzeitig der Nachweis eines Lungenemphysems in der CT-Untersuchung. Diese Patienten stellen eine diagnostische Herausforderung dar. Da es sich hierbei um eine sehr gemischte Gruppe von Patienten handelt sollte der Begriff Asthma COPD Overlap Syndrom (ACOS) eigentlich nicht verwendet werden.

Auch im Rahmen der Therapie gibt es bisher keine klaren Leitlinien, da diese Patienten häufig nicht in klinischen Studien teilnehmen konnten, weil z. B. bei COPD-Studien das Vorliegen eines Asthmas ein Ausschlusskriterium ist. Grundsätzlich sollte bei Patienten mit einem Mischtyp der Erkrankung immer darauf geachtet werden, dass neben den bronchial erweiternden Medikamenten (zur Behandlung der COPD-Anteile) auch eine antientzündliche Behandlung mit Kortison zum Inhalieren (zur Behandlung der Asthma-Anteile) erfolgt, so dass die Patienten eine optimale Therapie erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Ruhrlandklinik Essen, auf dem 12. Symposium Lunge am Samstag, den 7. September 2019 von 9:00 -17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann 

Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2019

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen. 
Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, ZusammenfassungenFotostrecken und DVD-Mitschnitte der 11 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│18. Februar 2019: 12. Symposium - Lunge Ankündigung und Programmheft Symposium-Lunge 2019

Das diesjährige Symposium-Lunge findet am 07. September 2019 von 09:00 bis 17:00 Uhr bereits zum 12. Mal in Hattingen/NRW statt.

Das Motto lautet „COPD und Lungenemphysem - Prophylaxe, Diagnostik und Therapien“.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, wie z.B. die COPD und das Lungenemphysem sind weiterhin global auf dem Vormarsch. Allein in Deutschland waren laut WHO bereits im Jahr 2007 rund 6,8 Millionen Menschen an COPD erkrankt und die Zahl der Betroffenen, die unter Atemnot leiden, steigt von Tag zu Tag weiter an. Man spricht bereits heute von einer der Volkskrankheiten. 

Symptome des Lungenemphysems und der COPD, die früher auch als Raucherlunge bezeichnet wurden, sind zu Beginn vermehrter Auswurf und Husten, später dann Atemnot anfänglich nur bei Belastung, im fortgeschrittenen Stadium bereits im Ruhezustand. Im weiteren Verlauf stellen sich dann zunehmend Einschränkungen der Mobilität und der damit einhergehende Muskelverlust sowie weitere begleitende Folgeerkrankungen ein. Das alles führt in vielen Fällen zum Abbau und Verlust der sozialen Strukturen und nicht selten zu Gemütsstörungen, im schlimmsten Fall auch zu Depressionen. Die Auswirkungen der Erkrankungen auf die Psyche und die Lebensqualität sind bekannt und werden seit einigen Jahren zunehmend thematisiert und untersucht.

Hauptursache für das Lungenemphysem und die COPD, beides irreversible, also nicht rückführbare Erkrankungen, ist in 80 bis 90 Prozent das Rauchen. Darüber hinaus gibt es weitere, jedoch deutlich seltener auftretende Ursachen, wie z.B. der Gendefekt Alpha-1-Antitrypsinmangel sowie Feinstaubbelastung am Arbeitsplatz, das Einatmen von Giftstoffen und einige weitere Gründe.

Das Symposium-Lunge ist eine jährlich, Anfang September stattfindende ganztägige Veranstaltung, welche sich ausführlich mit chronischen Lungenerkrankungen befasst.

Das Herzstück des diesjährigen Kongresses, bilden - wie in jedem Jahr - die 10 Vorträge von namhaften Pneumologen, die über die verschiedenen Erkrankungen, Diagnoseverfahren sowie Therapie- und Prophylaxe-Maßnahmen patientenverständlich referieren. Im Anschluss an die Vorträge folgt eine Fragestunde, in der die, über den Tag von den Besuchern eingereichten schriftlich formulierten Fragen von den Fachleuten beantwortet werden.

Darüber hinaus werden, parallel zu den Vorträgen, fünf Workshops zu folgenden Themen angeboten:
„Atemtherapie, Reisen mit Langzeit-Sauerstofftherapie, Wege zur Rehabilitation, COPD und Ernährung, Bronchiektasen“. 

Fragen im Rahmen der Workshops sind erwünscht.
Außerdem werden unterschiedliche Serviceleistungen im Rahmen der umfangreichen begleitenden Fachausstellung kostenlos angeboten.

Das Programmheft zum Kongress können Interessierte hier kostenfrei bestellen:

Wir freuen uns auf Ihren Besuch am 07. September 2019

Sämtliche Informationen zum 12. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters. Dort finden Sie auch Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken, Filmbeiträge und DVD-Mitschnitte der zehn bisher durchgeführten Symposien.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge

Telefon: 02324 - 999 959

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│19. Oktober 2018: DVD zum 11. Symposium - Lunge 2018 jetzt erhältlich

Wer das Symposium-Lunge 2018 verpasst haben sollte kann sich das gesamte Programm mit kompletter Fragestunde und vielen Interviews jetzt in Form von Filmbeiträgen auf einer DVD ansehen, die beim COPD-Deutschland e.V. bestellt werden kann.

Patienten mit COPD oder anderen Lungenerkrankungen, die am 01. September 2018 nicht persönlich am Symposium-Lunge in Hattingen teilnehmen konnten, wie auch Besucher der Veranstaltung, die es nicht geschafft haben sich alle zehn Vorträge anzuhören, können sich das gesamte Programm jetzt in Form von Filmbeiträgen auf einer DVD ansehen.

Die DVD beinhaltet zudem die Begrüßungsansprachen, viele Interviews und Kurzstatements sowie die komplette Fragestunde.

Außerdem gibt es einen 23 minütigen Filmbeitrag mit Eindrücken zur Veranstaltung.

Im Einzelnen werden die 10 folgenden Themen behandelt:

  • COPD - Lungenemphysem - Alpha 1 - ACOS. Mögliche Ursachen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  • Diagnostische Verfahren zur Erkennung und Abgrenzung von Lungenerkrankungen.
  • Akute Exazerbation der COPD - Erkennung und Behandlung. Stationäre und Intensivstationäre Maßnahmen.
  • Welche medikamentösen Möglichkeiten stehen heute und in der Zukunft zur Behandlung der COPD und des Lungenemphysems zur Verfügung?
  • Atemtherapie und Lungensport: Anleitungen und Übungen zum Mitmachen.
  • Richtig inhalieren - Grundlagen. Mögliche Fehlerquellen bei der Anwendung und Optimierungsansätze.
  • Langzeit-Sauerstofftherapie - Für wen? Wie durchführen? Wie überwachen?
  • Welche Begleiterkrankungen können im Rahmen einer COPD mit oder ohne Lungenemphysem auftreten?
  • Pneumologische Rehabilitation: Zugangswege, Voraussetzungen, Therapiespektrum und Ziele der Maßnahme.
  • Aktuell zur Verfügung stehende bronchologische Maßnahmen zur Reduzierung der Lungenüberblähung.

Die DVD kann jetzt beim COPD - Deutschland e.V. unter folgendem Link gegen eine Schutzgebühr von sieben Euro bestellt werden: https://www.copd-deutschland.de/symposien-dvd-s

Die Gesamtspieldauer der DVD 2018 beträgt 334 Minuten.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│04. September 2018: 11. Symposium Lunge - Nachbetrachtung 11. Symposium - Lunge 2018

11. Symposium-Lunge in Hattingen Die langjährigen Symptome haben endlich einen Namen: COPD

Viele Besucher des 11. Symposium-Lunge sind bereits früh angereist, schon vor der Eröffnung ist der erste Parkplatz gefüllt, die Gäste warten auf Einlass. Dies spiegelt ein wenig den Wissensdurst wieder, der bei COPD-Betroffenen und ihren Angehörigen vorhanden ist. Wissensdurst nach fundierten und verständlich formulierten Informationen, aus erster Hand, von renommierten Lungenspezialisten dieser so komplexen Lungenerkrankung, nach Austausch mit anderen und nach konkreter Unterstützung, wie sie auf der größten Industrieausstellung dieser Art für Patienten angeboten wird.

Die meisten Betroffenen haben bereits eine viele Jahre vorliegende diffuse Symptomatik mit Husten, hartnäckigen Infekten, Müdigkeit, Luftnot etc., bevor sie den Arzt aufsuchen und die Diagnose mit dem sperrigen Namen COPD erhalten. „Der Rucksack, der mit dieser Erkrankung nun zu tragen ist, ist mal leichter, mal schwerer“, umschreibt Heike Lingemann, Organisatorin des Symposium Lunge, in ihrer Begrüßungsansprache den oft wellenförmigen Verlauf der COPD, der mit einer chronischen Verengung und Entzündung der Bronchien einhergeht und zu einer Zerstörung der Lungenbläschen führt.

Beschleuniger des Alterns der Lunge
In seinem Vortrag zu den medikamentösen Möglichkeiten heute und in der Zukunft zur Behandlung der COPD und des Lungenemphysems bzw. der Lungenüberblähung bezeichnet Professor Dr. Gernot G. U. Rohde vom Universitätsklinikum in Frankfurt die Veränderungen, die sich aufgrund der COPD am Lungengewebe entwickeln eindrücklich als „Beschleuniger des Alterns der Lunge“. Eine Beschleunigung, die jedoch durch medikamentöse, aber mehr noch durch nicht-medikamentöse Maßnahmen verlangsamt werden kann.

Nachvollziehbare Vergleiche lassen die immer noch unbekannte Erkrankung COPD greifbarer, ja verständlicher werden — und Verständnis ist ein entscheidender Schritt, um letztendlich als Betroffener bestmöglich handeln zu können.

Auch Professor Dr. Klaus F. Rabe, amtierender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) nutzt die Möglichkeit von Vergleichen in seinem Vortrag zur sogenannten Exazerbation, einem Ereignis der akuten Verschlechterung. „Eine akute Verschlechterung ist wie die Liebe: Wenn sie da ist, weiß jeder das sie es ist, genau beschreiben kann man sie jedoch immer nur unzureichend.“

In den letzten Jahrzehnten habe sich das wissenschaftliche Verständnis um die Lungenerkrankung deutlich erweitert, so Professor Rabe. So wisse man heute beispielsweise um die enorme Bedeutung einer gesund herangereiften Lunge, die sich etwa bis zum 21. Lebensjahr entwickelt. Eine schlechte Lungenfunktion hingegen erhöhe die Wahrscheinlichkeit von Infekten und sei wie ein Treiber für Exazerbationen.

Jeder Schritt zählt
Mit körperlicher Bewegung gegen das Voranschreiten der Erkrankung ankämpfen, ist ein immer wiederkehrendes Thema bei fast allen Vorträgen und in vielen Gesprächen. Auch Professor Rabe formuliert: „Während der Rehabilitationsphase nach einer Exazerbation zählt jeder Schritt.“

Im Foyer treffe ich Margot Weise aus Hemer wieder, die im vergangenen Jahr zum ersten Mal nach Hattingen gekommen ist, vom Symposium Lunge begeistert war und viele Informationen mitnehmen konnte. In ihrer Nähe gab es damals keine Selbsthilfegruppe. Gestärkt durch die Kontakte, hat Margot Weise inzwischen selbst eine Gruppe gegründet und ist zudem dabei, gemeinsam mit einer Atemphysiotherapeutin eine Lungensportgruppe aufzubauen. „Mein Leben und auch meine Erkrankung haben sich mit den Aktivitäten positiv entwickelt. Auch kann ich inzwischen mit meiner Familie leichter über die Erkrankung sprechen und erfahre viel Unterstützung.“

Mehr als 2.400 Gäste haben das diesjährige Symposium Lunge besucht - vor allem Betroffene, aber ebenso viele Angehörige, sowohl Ehepartner, wie auch Kinder von Betroffenen. Eine nicht unerhebliche Zahl von Physiotherapeuten, medizinischem Fachpersonal und sogar Ärzten war ebenfalls anzutreffen.

Das Fazit des diesjährigen Symposium Lunge lautet: der Bedarf an kompetenten patientengerecht aufbereiteten Informationen ist enorm groß. Wir freuen uns somit auf das 12. Symposium-Lunge am 07. September 2019 zum Thema „Prophylaxe, Diagnostik und Therapien“.

Hinweis
Eine Zusammenfassung aller Vorträge finden Sie in den nächsten Tagen auf den Internetseiten des Veranstalters COPD – Deutschland e.V. www.copd-deutschland.de und des Mitveranstalters Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland www.lungenemphysen-copd.de. Ein Videomitschnitt der Vorträge ist ab Ende Oktober 2018 erhältlich.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│24. August 2018: 11. Symposium Lunge - Ankündigung zum Symposium-Lunge 2018

„COPD und Lungenemphysem - Chronische Atemwegserkrankungen - Neueste Erkenntnisse und Zukunftsaussichten“ lautet das Motto des diesjährigen, bereits 11. Symposium Lunge.

Das Symposium-Lunge ist eine jährlich stattfindende ganztägige Veranstaltung zur Information über Möglichkeiten der Behandlung und Vorbeugung von COPD und weiteren Lungenerkrankungen, die von Patienten für Patienten durchgeführt wird.

Herzstück des diesjährigen Kongresses, der am Samstag, den 01. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen/NRW stattfindet, bilden - wie in jedem Jahr - die Vorträge von zehn namhaften Pneumologen, die über die verschiedenen Erkrankungen, Diagnoseverfahren sowie Therapie- und Prophylaxe-Maßnahmen referieren. Darüber hinaus werden sechs Workshops angeboten zu den Themen: „Atemtherapie, Transplantation. Langzeit-Sauerstofftherapie, Wege zur Rehabilitation, COPD und Ernährung“. Das aktuelle Programmheft können Interessierte bestellen unter: www.copd-deutschland.de/programmheft-bestellen. Fragen und Anregungen während der Vorträge und Workshops sind herzlich willkommen.

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsuntersuchung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland. Die Initiative dazu kam von Jens Lingemann, der als Selbstbetroffener zusammen mit seiner Frau Heike Lingemann für die Organisationsplanung und Durchführung der Symposien verantwortlich ist.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.

Für Betroffene, die eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Das erste Symposium-Lunge wurde Anfang September 2007 veranstaltet. Damals sind etwa 1.300 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland nach Hattingen gekommen. Die Besucherzahlen sind seither stetig angestiegen: Bei den Folgeveranstaltungen in den Jahren 2008-2017 kamen z.T. über 2.800 Besucher zum Symposium. Dies macht deutlich, welchen Stellenwert das Symposium-Lunge mittlerweile für Patienten mit Atemwegserkrankungen, deren Angehörigen und Interessierte hat und auch künftig haben wird, zumal auch die Anzahl der betroffenen Patienten laut Prognosen der WHO weiterhin ansteigen wird.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

Kostenloses Programmheft bestellen

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│10. August 2018: 11. Symposium Lunge - Methoden zur endoskopischen Lungenvolumenreduktion (ELVR)

Verschiedene Maßnahmen zur Verringerung einer Lungenüberblähung (Lungenemphysem) wird PD Dr. med. Daniela Gompelmann, Oberärztin Pneumologie und Beatmungsmedizin Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, in ihrem Vortrag auf dem Symposium 2018 vorstellen.

Das Ziel der so genannten endoskopischen Lungenvolumenreduktion (ELVR) ist eine Verringerung der Lungenüberblähung, die bei Patienten mit Lungenemphysem pathophysiologisch wesentlich zur Atemnot bei Belastung (Belastungsdyspnoe) beiträgt. Im Vergleich zur chirurgischen Lungenvolumenreduktion ist die ELVR mit einer geringeren Morbidität und Mortalität verbunden.

So stellt die ELVR bei ausgewählten Patienten, eine zusätzliche Therapieoption dar - insbesondere für Patienten mit einem schwergradigen Lungenemphysem, die trotz Ausschöpfens der leitliniengerechten konservativen Behandlung Symptome und eine erhebliche lungenfunktionelle Einschränkung aufweisen (FEV1 < 50%, RV >175%, Emphysemnachweis in der Multidetektor-Computertomographie). Seit 2017/2018 sind diese endoskopischen Interventionen als Therapie des Lungenemphysems in den GOLD-Empfehlungen und in der nationalen Leitlinie verankert.

Mittlerweile stehen diverse ELVR-Techniken zur Verfügung, die sich in ihrer Indikation, ihrem Wirkmechanismus, ihrer Reversibilität (Umkehrbarkeit) sowie dem Komplikationsspektrum unterscheiden. Die bekannteste ELVR-Methode ist die blockierende Ventiltherapie, die zugleich die einzige wieder umkehrbare (reversible) Methode darstellt. Daneben stehen die Coil-Therapie, die bronchoskopische Thermoablation sowie die polymerische Lungenvolumenreduktion zur Verfügung, die allesamt nicht-blockierende Verfahren darstellen und im Gegensatz zur Ventiltherapie nicht umkehrbar (irreversibel) sind.

Ein weiterer wesentlicher Unterscheid zwischen der blockierenden Ventilimplantation und den alternativen nicht-blockierenden Techniken ist ihre Abhängigkeit von der sog. interlobären Kollateralventilation. Diese erfolgt über Lungenlappen, die miteinander durch Parenchymbrücken verbunden sind. Während Ventile nur bei Patienten ohne interlobäre kollaterale Ventilation effektiv eingesetzt werden können, können die anderen ELVR-Techniken auch bei Patienten mit Kollateralventilation wirksam sein. Daher ist vor einer geplanten bronchoskopischen Intervention eine Überprüfung der Kollateralventilation unabdingbar.

Die Wirkungsweise und Effektivität der einzelnen Verfahren sowie mögliche Komplikationen wird Frau Dr. Gompelmann in Ihrem Vortrag näher erläutern.

Passend zu diesem Thema hat der COPD-Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: Bronchoskopische Lungenvolumenreduktion herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von PD Dr. med. Daniela Gompelmann, Oberärztin Pneumologie und Beatmungsmedizin Thoraxklinik am Universitätsklinikum Heidelberg, auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Jens Lingemann
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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

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Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│08. August 2018: 11. Symposium Lunge - Wie läuft eine pneumologische Rehabilitation ab?

Neben den Voraussetzungen für eine pneumologische Reha, wird Dr. med. Stefan Berghem, Ärztlicher Direktor am Fachklinikum Borkum, das Therapiespektrum und die Ziele der Maßnahmen in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 näher erläutern und Tipps zur Antragstellung geben.

Eine pneumologische Rehabilitation kommt für alle Patienten in Frage, die trotz konsequenter, auf die Beschwerden des Patienten angepasster Therapie, eine wesentliche Beeinträchtigung der Lebensqualität haben. Dies ist häufig neben COPD insbesondere bei Mukoviszidose, Asthma sowie vor und nach Lungenoperationen einschließlich Lungentransplantation der Fall.

Bei den Zugangswegen zur stationären Rehabilitation gibt es deutliche Unterschiede, abhängig davon, ob der Patient noch erwerbstätig, im erwerbsfähigen Alter oder bereits berentet ist. Damit der Antrag bewilligt wird, ist es wichtig, neben einer gründlichen Darstellung der Beschwerden auch aktuelle ärztliche Unterlagen beizufügen. Auch aus dem ärztlichen Befundbericht (Rentenversicherung) oder dem ärztlichen Verordnungsformular für die Rehabilitation (Krankenkasse) sollte hervorgehen, dass der Arzt eine Rehabilitation für medizinisch dringend erforderlich hält.

Bereits im Antragsverfahren kann schon eine bestimmte Klinik oder Klimazone angegeben werden, in der die Rehabilitation durchgeführt werden sollte. Wird der Rehabilitationsantrag vom Kostenträger abgelehnt, kann man formlos Widerspruch einlegen. Wenn bei der Auswahl der Klinik die gewünschte Region oder Klinik nicht berücksichtigt wird, kann man einen Antrag auf Klinikänderung (formloser Umstellungsantrag) stellen. Der Widerspruch sollte möglichst nachvollziehbar begründet werden. Dafür ist auch hilfreich, wenn der behandelnde Arzt nochmals in zwei bis drei Sätzen die Wichtigkeit unterstreicht.

Bei der stationären Rehabilitation handelt sich um ein mehrdimensionales Behandlungskonzept, bei dem neben der rein medizinischen Behandlung auch körperliches Training, Atemgymnastik, Entspannungsverfahren, Inhalationen und viele andere Therapien gemeinsam den Gesundungsprozess des Patienten unterstützen. Auf Grundlage der aktuellen Beschwerden und der Diagnose wird für jeden Patienten ein individueller Therapieplan festgelegt.

Nach Festlegung der Therapieziele mit dem Patienten werden gemeinsam Therapien ausgewählt, die hilfreich sind, um diese Ziele zu erreichen. Ein wesentlicher Therapiebaustein der Rehabilitation ist eine umfangreiche Patientenschulung zur jeweiligen Erkrankung, die auch psychologische Aspekte umfasst. Darüber hinaus werden sich im Regelfall im Therapieplan Atemgymnastik und Bewegungs-, bzw. Sporttherapien in Form von Lungensport finden. Häufig wird auch eine Inhalationstherapie, meist mit Sole/Salzlösung, hilfreich sein. Weitere therapeutische Angebote, die es in jeder Rehabilitationsklinik gibt, sind: unterschiedliche Formen der Entspannungstherapie, Tabakentwöhnung, psychologische Gruppen - und Einzelgespräche, Ernährungsberatung, Sozial- und Berufsberatung. Meist werden auch Ergotherapie und bei Bedarf eine Hilfsmittelberatung angeboten. Je nach Beschwerden und körperlicher Leistungsfähigkeit können auch unterschiedliche Krankengymnastik - Formen eingesetzt werden. Da die meisten Rehabilitationsfachkliniken in besonderen Klimazonen in Reinluftgebieten, oft auch in einem sogenannten Reizklima liegen, werden häufig auch klimatherapeutische Therapien im Freien durchgeführt.

Während der Rehabilitation wird in regelmäßigen Visiten das Ansprechen auf die Therapien und die Veränderung der Beschwerden überprüft. Je nach Verlauf wird der Therapieplan verändert oder die medikamentöse Behandlung angepasst. Am Ende der Rehabilitation wird ein Behandlungskonzept für die Zeit nach der Rehabilitation erstellt, eventuell werden auch schon in der Rehabilitationsklinik anschließende Therapien verordnet.

Quelle: Vortrag von Dr. med. Stefan Berghem, Ärztlicher Direktor am Fachklinikum Borkum auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│27. Juli 2018: 11. Symposium Lunge - Begleiterkrankungen bei COPD

Welche Begleiterkrankungen bei COPD mit oder ohne Lungenemphysem auftreten können, wird Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 darlegen.

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD stellt nach heutigen Erkenntnissen eine Systemerkrankung dar: Die ursprünglich von den Bronchien bzw. der Lunge ausgehende chronische Entzündung zieht den gesamten Organismus in Mitleidenschaft. Insbesondere Tabakkonsum als häufigster Risikofaktor für COPD führt auch zu einer Schädigung anderer Organe. Dies betrifft in besonderem Maße das Herz-Kreislaufsystem. Dementsprechend werden mehr als 50 % der Patienten mit COPD unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Dazu gehören Herzkranzgefäßveränderungen mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte sowie erhöhte Blutdruckwerte, die ihrerseits das Risiko für eine Herzerkrankung zusätzlich erhöhen. Dies kann letztlich eine Herzleistungsschwäche und/oder Herzrhythmusstörungen zur Folge haben. Ebenso werden häufiger Durchblutungsstörungen der Beine mit Schaufensterkrankheit oder Hirndurchblutungsstörungen beobachtet.

Das Herz kann aber auch durch die COPD selbst in Mitleidenschaft gezogen werden, indem es durch Veränderungen an den Lungengefäßen und Sauerstoffmangel zu einer Erhöhung des Blutdrucks in den Lungengefäßen kommt und damit einer Rechtsherzbelastung, einem sog. Cor pulmonale und nachfolgend Beinödemen. Weiterhin gibt es Hinweise, dass bei COPD-Patienten das Risiko für Schlaganfälle erhöht ist.

Durch die chronische Entzündung der Bronchien kann auch die Abwehrfunktion des Atemwegssystems beeinträchtigt sein, sodass häufiger Atemwegsinfekte auftreten. Chronisch-entzündliche Veränderungen haben außerdem häufiger auch einen hemmenden Einfluss auf die Blutbildung, so dass ein Mangel an roten Blutkörperchen auftreten kann.

Die durch die chronische Luftnot bedingte Abnahme der körperlichen Aktivität kann zu Muskelschwäche und Osteoporose führen. Letztere ist mit einem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen verbunden. Eine Höhenminderung aufgrund von Brüchen speziell im Bereich der Brustwirbelsäule verändert die Form des Brustkorbs und verschlechtert damit den Wirkungsgrad der Atemmuskulatur sowohl des Zwerchfells als auch der Atemhilfsmuskulatur. Hierdurch kann sich die Luftnot und entsprechend auch die Lungenfunktion verschlechtern.

Eine weitere Erkrankung, die häufiger bei COPD-Patienten beobachtet wird, ist die obstruktive Schlafapnoe. Dadurch werden Organe wie das Herz und das Gehirn phasenweise schlechter mit Sauerstoff versorgt. Sofern eine Übergewichtigkeit bei COPD besteht, mit Zunahme des Body-Mass-Index auf > 30 kg/m², kann sich zusätzlich ein sog. Obesitas-Hypoventilationssyndrom entwickeln, das seinerseits mit erhöhten Kohlendioxidwerten einhergeht. Eine extreme Variante stellt das Vorliegen sowohl einer COPD als auch einer Schlafapnoe und eines Obesitas-Hypoventilations-Syndroms dar.

Ein Teil der COPD-Patienten leidet allerdings nicht unter Übergewicht, sondern entwickelt eine fortschreitende Gewichtsabnahme, mitunter sogar sehr schnell (Kachexie), aufgrund von mangelndem Appetit oder einer mangelnden Verwertung der Nahrung. Hiermit verbunden ist oft ein fortschreitender Muskelabbau. Derartige Verläufe werden häufiger bei Patienten gesehen, die dem sog. „Pink-Puffer-Typ“ zuzuordnen sind und ein vorherrschendes und schweres Lungenemphysem haben.

Eine weitere, bei COPD häufiger beobachtete Erkrankung, ist die Refluxösophagitis, im Volksmund auch „Sodbrennen“ genannt. Dies gilt in gleicher Weise für den Diabetes mellitus, der durch seine Auswirkungen auf das Gefäßsystem die schädigenden Effekte des Tabakkonsums noch verstärkt.

Die anhaltenden, funktionellen Beeinträchtigungen durch COPD können auch zu depressiven Störungen führen. Ein Mangel an Motivation im Rahmen depressiver Verstimmungen wirkt sich zwangsläufig ungünstig auf die Tagesgestaltung und die zur Erhaltung der Muskelmasse so wichtige Mobilität aus.

Schließlich haben COPD-Patienten infolge eines langjährigen Tabakkonsums ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Als extrem seltene Erkrankung bei COPD mit Lungenemphysem kann eine Lungenfibrose vorliegen, ein Krankheitsbild, das CPFE („combined pulmonary fibrosis emphysema“ - also: kombinierte Lungenfibrose und Emphysem) genannt wird. Dieses ist durch eine unauffällige Lungenfunktion, aber durch eine schwere Gasaustauschstörung gekennzeichnet und erhöht das Risiko für die Entwicklung von Lungenhochdruck und bösartigen Lungentumoren.

Zusammenfassend wird aus der Vielzahl der genannten Begleiterkrankungen sichtbar, dass die COPD eine Systemerkrankung ist und nicht nur die Lunge betrifft. Die Behandlung muss deshalb über reine Maßnahmen wie die Anwendung von Inhalations-Sprays hinausgehen.

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: COPD und mögliche Begleiterkrankungen herausgegeben, den Sie in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 30 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. med. Michael Westhoff, Chefarzt an der Lungenklinik Hemer, auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│20. Juli 2018: 11. Symposium Lunge - Wie wird eine Langzeitsauerstofftherapie durchgeführt?

Wie eine Langzeitsauerstoffbehandlung (LOT) durchgeführt und überwacht wird, erläutert Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Vorsitzender AG Lungensport in Deutschland e.V. und stellv. Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018.

Eine Langzeitsauerstoffbehandlung (LOT) bedeutet die zusätzliche Inhalation von Sauerstoff über möglichst viele, mindestens aber 16 Stunden pro Tag und ist mit folgenden Effekten für Patienten mit chronischen Lungenkrankheiten verbunden:

  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit
  • Abnahme der krankheitsbedingten Einschränkungen
  • Verbesserung der Lebenserwartung (bisher nur für COPD belegt).

Durch Messungen des Sauerstoffdrucks im Blut oder der Sauerstoffsättigung am Tage, in der Nacht oder unter Belastung wird die Flussrate (in Litern Sauerstoff pro Minute) festgelegt, die notwendig ist, um einen Sauerstoffdruck im Blut von mindestens 60mmHg zu erreichen bzw. eine Sauerstoffsättigung von > 90%. Sollten unter einer Sauerstoffbehandlung die Kohlendioxiddrucke im Blut kritisch ansteigen, sind eine Optimierung der medikamentösen Behandlung und eine nicht-invasive Beatmung zu erwägen.

Für die Auswahl des Gerätes zur Durchführung der LOT sind die notwendige Sauerstoff-Flussrate, die Mobilität des Patienten und auch dessen persönliche Präferenzen für das infrage kommende System zu berücksichtigen. In der Regel profitiert ein mobiler Patient von einem Flüssig-Sauerstoffsystem mit zuhause stehendem Reservoir (Tank) und leicht zu tragenden Behältern, die ihm auch außerhalb des Hauses genügend Sauerstoff für einige Stunden zur Verfügung stellen. Für Patienten, die sich überwiegend aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung zuhause aufhalten, kann der Sauerstoff über O2-Konzentratoren rund um die Uhr bereitgestellt werden.

Die Langzeit-Sauerstoffbehandlung verlangt Kenntnisse des Patienten über die Technik, die korrekte Nutzung mittels Schlauchsystemen und Nasenbrillen, mit und ohne Befeuchtung, sowie die Einsicht, dass der Sauerstoff nur so lange wirkt, wie er eingeatmet wird. Dies bedeutet, dass eine ganztägige Nutzung optimal ist und der Einsatz über weniger als 16 Stunden pro Tag keine positiven Langzeiteffekte bezüglich Steigerung der Lebenserwartung zeigt. Daher sind häusliche Kontrollen der korrekten Funktion des Gerätes und der korrekten Nutzung durch Geräteanbieter erforderlich. Nach einer Einweisung sollte die nächste Kontrolle nach spätestens vier Wochen erfolgen. Weitere Kontrollen sind im Verlauf erforderlich, für aktuelle Probleme mit dem Gerät sollte eine Hotline zum Gerätehersteller verfügbar sein.

Ärztliche Kontrollen sollten bei einem Pneumologen, der eine Blutgasanalyse durchführen kann, drei Monate nach Indikationsstellung und Ersteinstellung des Gerätes erfolgen, danach in sechsmonatigen Abständen verbunden mit der Möglichkeit, bei Problemen den die Therapie steuernden Arzt sofort zu erreichen.

Insbesondere bei Rauchern ist auf ein erhöhtes Risiko für häusliche Brände und Verbrennungen hinzuweisen. Ziel ist die Aufgabe jeglichen Tabakrauchens vor Beginn einer Langzeit- Sauerstofftherapie. Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland drei Patientenratgeber herausgegeben die Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Vorsitzender AG Lungensport in Deutschland e.V. und stellv. Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga e.V., auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW)

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COPD-Deutschland e. V.│27. Juni 2018: 11. Symposium Lunge - Richtig inhalieren - was ist dabei zu beachten?

Mögliche Fehlerquellen bei der Anwendung von Inhalationsgeräten und Optimierungsansätze für die korrekte Inhalationstechnik wird Dr. med. Peter Haidl, Chefarzt Pneumologie II und Ärztlicher Direktor im Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft, in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 erläutern.

Eine erfolgreiche und damit wirkungsvolle Inhalationstherapie ist von zahlreichen Einflussfaktoren abhängig. Bevor der Wirkstoff das Bronchialsystem erreicht, muss der Mund-Rachenraum passiert werden. Durch die starke Richtungsänderung des Luftstroms aufgrund der anatomischen Gegebenheiten des Rachenraumes bleiben infolge der Schwerkraft bis zu 80% des Wirkstoffes im Rachen liegen. Dies kann gerade bei der Inhalation von Kortison zu unerwünschten Nebenwirkungen (Pilzbefall und Heiserkeit) führen. Um möglichst viel Medikament in die Bronchien einzuatmen, spielen u.a. die Größe und Verteilung der Medikamententröpfchen und das Atemmuster eine wichtige Rolle.

Inhalationssysteme liefern eine Mischung unterschiedlicher Tröpfchengrößen zwischen 1 und 5 µm. Je kleiner die Tröpfchen sind, umso leichter passieren diese den Mund-Rachenraum und können tiefer in die Lunge eindringen. Sind die Tröpfchen kleiner als 1 µm, werden diese zum großen Teil wieder ausgeatmet und tragen nicht zur Therapie bei. Große Tröpfchen (über 10 µm) bleiben im Rachen hängen und erreichen nicht die Bronchien.

Mindestens genauso wichtig ist das Atemmanöver: Je länger die Einatemzeit und je höher das Einatemvolumen ist, desto länger können die Medikamententröpfchen durch die Schwerkraft mit der Bronchialschleimhaut in Kontakt treten und sich niederschlagen. Dadurch wird dann die entsprechende Wirkung gewährleistet. Diese physikalischen Voraussetzungen sind der Grund, warum vor einer Inhalation tief ausgeatmet werden sollte. Dadurch wird das nachfolgende Einatemvolumen deutlich erhöht.

Dabei unterscheidet sich die Inhalationstechnik zum Beispiel von Dosieraerosolen (DA, Sprühkanistern) und Pulverinhalatoren erheblich. Bei der Auswahl ist zu prüfen, ob ein Patient den Beginn der Einatmung und den Zeitpunkt der Auslösung des Stromstoßes koordinieren kann (bedeutsam für Dosieraerosole) bzw. ob der Patient genügend Kraft besitzt, eine rasche und kräftige Einatmung durchzuführen. Dies ist bei Pulverinhalatoren erforderlich, um die Pulverpartikel ausreichend zu zerkleinern, damit diese die Lunge erreichen können. Bei betagten Patienten mit schwerer Atemwegsverengung sind Koordination und Einatemvermögen oft erheblich reduziert. Hier ist Verabreichung von Medikamenten mit Hilfe eines Verneblers zu erwägen.

Eine wirksame Inhalation benötigt also das Zusammenspiel unterschiedlicher physikalischer Prinzipien. Ziel ist immer die Wirksamkeit mit möglichst niedriger Dosis bei geringster Nebenwirkungsrate.
Neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Inhalationstherapie erleichtern die Anwendung der Inhalationssysteme und vermindern die Häufigkeit täglicher Inhalationen. Die Vielzahl der Systeme und Medikamente (einschließlich fester Kombinationen) erschweren allerdings den Überblick. Die richtige Schulung bei Erstverordnung und eine regelmäßige Überprüfung der Inhalationstechnik sind daher extrem wichtig. Eine große Hilfe für Patienten stellen die Videofilme der Deutschen Atemwegsliga zur korrekten Inhalationstechnik für alle verfügbaren Systeme dar: siehe https://www.atemwegsliga.de/richtig-inhalieren.html

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: Inhalieren bei COPD und Lungenemphysem... richtig inhalieren bedeutet profitieren herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. med. Peter Haidl, Chefarzt Pneumologie II und Ärztlicher Direktor im Fachkrankenhaus Kloster Grafschaft auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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COPD-Deutschland e. V.│20. Juni 2018: 11. Symposium Lunge - Atemtherapie und Lungensport - Übungen zum Mitmachen

Anleitungen zur Atemtherapie und Lungensport-Übungen zum Mitmachen stellt Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut Physiotherapie am Lungenzentrum (Reha Vital GmbH) Essen, auf dem Symposium Lunge 2018 vor.

Training ist ein entscheidender Baustein im komplexen Management der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Für COPD-Patienten gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten wie Lungensport, Atemphysiotherapie und Krankengymnastik. In Kombination mit der richtigen medikamentösen Therapie können diese aktiven Maßnahmen zu mehr Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden verhelfen.

Fehlende körperliche Aktivität führt hingegen zum Abbau der Muskulatur, wird die Betroffenen weiter schwächen und begünstigt das Aufkommen von Begleiterkrankungen wie Osteoporose oder einer Herz-Kreislauf-Schwäche. Damit sollten COPD-Patienten sich auf keinen Fall abfinden! Wichtig ist, dass Sie als betroffener Mensch aktiv werden und nicht darauf warten, dass Andere Ihnen helfen. Sie haben Ihre Zukunft selber in der Hand!

Für Menschen mit COPD ist die Lippenbremse die absolute Basisübung: Sie verlängert die Ausatmung und reduziert so die Atemfrequenz, hält die Atemwege außerdem länger offen und optimiert so den Luftstrom. Mit der einfachen Übung der Lippenbremse verbessern Sie die Atmung und verringern Ihr Gefühl von Atemnot. Ausgebildete Sport- oder Physiotherapeuten werden Ihnen helfen, die richtige Anwendung der Lippenbremse zu lernen. Wenn Sie gut mit der Lippenbremse umgehen können, nutzen Sie diese Technik wann immer Sie sich kurzatmig fühlen.

Bewegung hat immer einen positiven Effekt auf Ihre Erkrankung. Mithilfe eines strukturierten Trainings verbessern Sie Status und Funktion Ihrer Muskulatur und gewinnen an Ausdauerfähigkeit, Kraft und Koordination hinzu. Die Durchblutung Ihrer Lunge verbessert sich und die Sauerstoffaufnahme in die Blutbahn sowie die Sauerstoffversorgung der Muskulatur nimmt zu. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass sich ein erhöhter Blutdruck reduziert. Sie werden sich wieder besser bewegen können, verringern Ihre Atemnot und werden sich insgesamt leistungsfähiger und wohler fühlen. Im Klartext: Bewegung kann Ihnen enorm helfen und unterstützt die medikamentöse Therapie.

Entscheidend ist aber die regelmäßige Umsetzung. Denn Erfolg durch Training baut sich langsam auf. Für welches Sportprogramm Sie sich auch immer entscheiden - Spaß und Freude daran sollten nicht fehlen und werden sich motivierend auf Sie auswirken.

Sprechen Sie Ihren Arzt auf die Teilnahme an einer Lungensportgruppe, Atemphysiotherapie und gerätegestütztem Training an. Ihr Arzt kann Ihnen diese Leistungen verschreiben. Nach entsprechender Untersuchung und Abklärung Ihrer Beschwerden wird er Ihnen eine Vorordnung ausstellen. Für Leistungen wie Atemphysiotherapie, Lungensport und Krankengymnastik am Gerät übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Neuerdings besteht für COPD-Patienten sogar die Möglichkeit eine „Langfristgenehmigung“ für Atemphysiotherapie und Krankengymnastik am Gerät zu beantragen. Damit stellen Sie Ihre Therapie für mindestens ein Jahr sicher, ohne dass Sie ständig neue Verordnungen über Ihren Arzt beziehen müssen.

Übrigens: Für Betroffene mit einer sehr stark eingeschränkten Lungenfunktion (FEV1 < 35% des Sollwertes) kann der behandelnde Arzt Verordnungen für Atemtherapie nun auch budgetfrei ausstellen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber und wenden Sie sich an Ihren Physiotherapeuten.

Ärzte, Physiotherapeuten, Selbsthilfegruppen und Kostenträger unterstützen Sie bei der Suche und der Umsetzung eines geeigneten aktiven Therapieprogramms. Im Rahmen der Veranstaltung „Symposium Lunge 2018“ haben Sie die Möglichkeit mit vielen spezialisierten Leistungserbringern der Medizin direkt in Kontakt zu treten und sich zu informieren. Nutzen Sie diese Chancen - es geht um Ihre Gesundheit!

Passend zu diesem Thema hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel: „Lungensport, Medizinische Trainingstherapie und Atemtherapie bei COPD, Lungenemphysem und Lungenfibrose“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Dr. rer. medic. Sebastian Teschler, Physio- und Atmungstherapeut Physiotherapie am Lungenzentrum (Reha Vital GmbH) Essen, auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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COPD-Deutschland e. V.│25. Mai 2018: 11. Symposium Lunge - Lunge Medikamentöse Möglichkeiten zur Behandlung der COPD

Verschiedene medikamentöse Optionen zur Therapie von COPD wird Univ.-Prof. Dr. med. Gernot G.U. Rohde von der Medizinischen Klinik 1 am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in seinem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 vorstellen.

Die medikamentöse Therapie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) orientiert sich an der Stadien-Einteilung der COPD des Patienten. Die aktuellen Empfehlungen sehen zunächst die Bestimmung des Schweregrades der Atemwegsverengung (Atemwegsobstruktion) vor, wobei vier Grade - von leicht (FEV1 > 80%), mäßig (FEV1 50% - < 80%), schwer (FEV1 30% - < 50%) und sehr schwer (FEV1 < 30%) - unterschieden werden.

Weiterhin sollen die Symptome objektiv erfasst werden, z.B. mittels mMRC oder CAT-Score und die Anzahl und Schwere eventuell vorangegangener Exazerbationen. Therapieempfehlungen beziehen somit vor allem die Symptomlast und das Exazerbationsrisiko mit ein. Ziele der medikamentösen Therapie sind die Verminderung von Symptomen, der Häufigkeit und Schwere von Exazerbationen und die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und des Gesundheitsstatus.

In den letzten Jahren hat sich viel getan bei den Bronchodilatatoren, der Kombinationstherapie und auch im Bereich der entzündungshemmenden Therapieformen:

Bronchodilatatoren
Bei den atemwegserweiternden Medikamenten (Bronchodilatatoren) werden vor allem kurz- und langwirksame Betasympathomimetika (Beta2-Agonisten, SABA, LABA) sowie kurz- und langwirksame Anticholinergika (Antimuscarinica, Muskarinrezeptorantagonisten, SAMA, LAMA) unterschieden. Es hat sich gezeigt, dass die Kombination der inhalativen Bronchodilatatoren (SABA/SAMS und LABA/ LAMA) stärker wirksam ist als die Einzelsubstanzen bei der Verbesserung der Lungenfunktion und der Symptome. Einige LABA/LAMA Kombinationen reduzieren zusätzlich die Häufigkeit von Exazerbationen, auch im Vergleich zur häufig verwendeten Kombination aus inhalativen Kortikosteroiden (ICS) und LABA.

Inhalative Kortikosteroide
ICS sollen in Kombination erwogen werden, wenn trotz einer adäquaten Behandlung mit langwirksamen Bronchodilatatoren Exazerbationen auftreten. Die gilt auch für die neue sogenannte Tripeltherapie, also einer Kombination aus LABA/LAMA/ICS, wobei diese aktuell die größten Effekte bei der Verbesserung der Lungenfunktion, Symptome, Lebensqualität und der Verminderung von Exazerbationen zeigt.

Phosphodiesterase-4-Hemmer
Ein neues Wirkprinzip stellen die Phosphodiesterase-4-Hemmer (PGE4 Inhibitor) dar. Sie führen zu einer Zunahme von cAMP in den Zellen, was in der Folge zu einer verstärkten Entspannung der Atemwegsmuskulatur und zu einer Verminderung der Atemwegsentzündung führt. Aktuell steht hierzulande zur Behandlung von COPD nur ein Präparat in Tablettenform (Roflumilast) zur Verfügung. Es hat sich allerdings gezeigt, dass in der Praxis häufig Nebenwirkungen im Magen-Darmtrakt und auch ein signifikanter Gewichtsverlust auftreten, was in vielen Fällen zum Absetzen der Therapie führt. Daher werden sie aktuell nur für Patienten, die trotz einer Behandlung mit LABA/ICS oder LABA/LAMA/ ICS Exazerbationen entwickeln, und Symptome einer chronischen Bronchitis sowie eine schwere bis sehr schwere Atemflusseinschränkung aufweisen, empfohlen.

Des Weiteren wird Prof. Rohde in seinem Vortrag auch noch auf Makrolid-Antibiotika, Mukolytika, Alpha-1-Antitrypsin, Opiode und Impfungen näher eingehen.

Quelle: Vortrag von Univ.-Prof. Dr. med. Gernot G.U. Rohde von der Medizinischen Klinik 1 am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:

Organisationsbüro Symposium-Lunge
Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

Kostenloses Programmheft bestellen

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│16. Mai 2018: 11. Symposium Lunge - Diagnostische Verfahren zur Erkennung und Abgrenzung von Lungenerkrankungen

Über diagnostische Methoden zur Erkennung und Abgrenzung von Lungenerkrankungen wird Prof Dr. med. Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Universitätsmedizin Essen - Ruhrlandklinik, auf dem Symposium Lunge 2018 referieren.

Atemnot kann nicht nur bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auftreten, sondern ist auch Leitsymptom bei vielen anderen Erkrankungen der Lunge sowie des Herzens. Spezielle Untersuchungen helfen dabei zu unterscheiden, um welche Erkrankung es sich handelt und welche Therapiemaßnahmen für die Behandlung notwendig sind.

Das Arzt-Patienten-Gespräch umfasst das sorgfältige Erfragen von Beschwerden und die genaue Dokumentation der Krankheitsgeschichte des Patienten und gilt nach wie vor als wichtigster Bestandteil in der Erkennung von Erkrankungen. Wichtig dabei ist, dass die behandelnden Ärzte sich genügend Zeit für den ersten Arzt-Patienten-Kontakt nehmen. Allein durch eine sorgfältige Befragung und anschließende Untersuchung wird häufig schon frühzeitig ein Verdacht geäußert, welcher durch weitere gezielte Untersuchungen bestätigt werden kann.

Zur Messung der Lungenfunktion können zwei unterschiedliche Messverfahren angewendet werden: Zum einen die „einfache“ Lungenfunktion - mit Hilfe dieser schnellen Messung kann die Menge an Luft gemessen werden, die maximal ein- und ausgeatmet wird. Zusätzlich wird die Menge an Luft gemessen, die bei maximaler Anstrengung in 1 Sekunde ausgeatmet wird (sog. Sekundenluft bzw. FEV1-Wert). Diese Messgröße gibt einen Hinweis, ob die Funktion der Lunge beeinträchtigt ist. Dabei unterscheidet man zwischen einer Verengung der Atemwege (Obstruktion) oder einer Verkleinerung des Lungenvolumens (Restriktion).

Ohne den Nachweis einer Obstruktion sollte die Diagnose einer COPD nicht gestellt werden. Eine Obstruktion kann aber auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen, wie z.B. dem Asthma bronchiale auftreten. Zusätzlich hilft die Messung der Lungenfunktion, den Verlauf der Erkrankung zu erfassen und die Effektivität von medikamentösen Behandlungen zu überprüfen.

Zum anderen gibt es daneben noch die etwas aufwendigere Lungenfunktion, die sogenannte Bodyplethysmographie, welche in einer Messkabine durchgeführt wird. Diese Messung erfasst neben der Verengung der Atemwege auch die Menge an Luft, die nach kompletter Ausatmung in der Lunge verbleibt (sog. Residualvolumen).

Bei Patienten mit COPD ist eine Zunahme dieser Luftmenge zu beobachten, sie leiden dann an einer Überblähung der Lunge (Lungenemphysem). Gerade bei einer ausgedehnten Zerstörung des Lungengewebes im Rahmen eines Emphysems nimmt die Überblähung erheblich zu.

Des Weiteren wird Prof. Taube erläutern, wie eine Messung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit der Lunge (Diffusionskapazität) oder der Sauerstoffsättigung des Blutes (Blutgasanalyse) oder die Messung des Kohlendioxidpartialdrucks im Blut funktioniert und wie verschiedenen bildgebenden Verfahren (wie z.B. Röntgen der Lunge, des Rippenfells oder des Herzes und eine Computertomographie) ablaufen. Die Blutgasanalyse gibt dem Arzt zum Beispiel Auskunft darüber, ob eine Versorgung mit einer Langzeitsauerstofftherapie notwendig ist. Demgegenüber ist der Kohlendioxidpartialdruck im Blut besonders bei Patienten erhöht, bei denen es zu einem Versagen der Atemmuskulatur (Atemmuskelinsuffizienz) kommt. Ein deutlich erhöhter Kohlendioxidpartialdruck ist dabei ein Hinweis, dass bei dem Patienten eine Beatmungstherapie notwendig ist und eingeleitet werden muss.

In den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dass es bei Patienten mit COPD sinnvoll ist, die körperliche Belastbarkeit in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Dazu gehören unter anderem ein 6-Minuten-Gehtest oder ein Belastungstest auf dem Fahrrad. Diese Methoden erfassen die Belastungsfähigkeit der Patienten, ob eine erschwerte Atmung unter Belastung auftritt als hinweisendes Kriterium auf die Erkrankung.

Passend zu diesem Thema hat der COPD-Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einen Patientenratgeber mit dem Titel „Diagnostik bei obstruktiven Lungenerkrankungen“ herausgegeben, den Sie im Ausstellungszelt 3 am Stand 1 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof Dr. med. Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie an der Universitätsmedizin Essen - Ruhrlandklinik auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Jens Lingemann
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│11. Mai 2018: 11. Symposium Lunge - COPD, Lungenemphysem, ACOS und Alpha 1

Mögliche Ursachen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Lungenerkrankungen COPD, Lungenemphysem, ACOS und Alpha 1 wird Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin Medizinische Klinik II am SRH Wald-Klinikum in Gera, in ihrem Vortrag auf dem Symposium Lunge 2018 erläutern.

Unter obstruktiven Lungenerkrankungen versteht man Erkrankungen, die mit einer Enge der Atemwege einhergehen und Atemnot, Husten und Auswurf verursachen können. Das Spektrum der Erkrankungen reicht vom Lungenemphysem, mit der angeborenen Variante des Alpha-1-Protease-Inhibitor-Mangels, über die COPD und seine Mischform ACOS bis hin zum allergischen Asthma. Man kann diese Erkrankungen besser verstehen, wenn dem man die zugrunde liegenden Ursachen betrachtet.

Die Enge der Atemwege hat zwei wesentliche Ursachen: eine Entzündung im Bereich der kleinen Atemwege und eine Zerstörung von Lungengewebe. Verschiedene Schadstoffe, allen voran Tabakrauch, aber auch Silikate, Fein- und Quarzstaub können zu entzündlichen Veränderungen des Lungengewebes führen. Die elastischen Fasern der Lunge werden zerstört. Infolge des Umbaus der Lunge wird das Atemorgan etwas steifer. Durch den emphysematischen Umbau werden die kleinsten Bronchien zusammengedrückt. Die Luft kann beim Ausatmen nicht mehr entweichen. Die Folge ist eine Überblähung der Lungen (Emphysem).

Im Extremfall entstehen auf diese Weise große funktionslose Emphysemblasen. Da die Wände dieser Blasen verdickt sind, kann der Gasaustausch nicht mehr reibungslos stattfinden. Bemerkbar machen sich die Steifheit der Lunge und der Bronchialkollaps als Atemnot. Meist reicht die Kapazität der Lunge anfangs noch aus, um in Ruhe keine Atemnot zu haben. Bei Belastung merkt der Patient jedoch die zunehmende Überblähung der Lunge und hat Atemnot. Bei zunehmender Zerstörung der Lunge kommt es zu Sauerstoffmangel oder sogar zum Versagen der Atmung.

Viele (aber bei weitem nicht alle) Patienten mit COPD haben auch Symptome einer chronischen Bronchitis. Beim bronchitischen Typ kann der zähe Schleim zur Atemnot und häufigen Infekten beitragen. Da Patienten mit COPD auch typische Begleiterkrankungen haben (z.B. Osteoporose, Herzerkrankung), kann man einen komorbiden Typ identifizieren, für den die alleinige Behandlung der Lungenerkrankung nicht ausreicht.

Es gibt auch Patienten, die sowohl Merkmale einer COPD als auch eines Asthma bronchiale haben. Der Mischform ACOS (Asthma-COPD-Overlap-Syndrom) gemeinsam ist eine bestehende Verengung der Atemwege (Atemwegsobstruktion), die sich auch durch den Einsatz von Medikamenten nicht mehr vollständig zurückbildet.

Auch die Ursachen des Alpha-1-Protease-Inhibitor-Mangels (Alpha 1) sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Therapie der vier Lungenerkrankungen COPD, Lungenemphysem, ACOS und Alpha 1 wird Prof. Lang in ihrem Vortrag genauer erläutern.

Passend zu diesen Themen hat der COPD Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland zwei Patientenratgeber mit den Titeln: „Lungenemphysem - COPD - Definition, Diagnostik und Therapien“ sowie „Alpha-1-Antitrypsinmangel.... eine Wikinger-Krankheit?“ herausgegeben, die Sie in den Ausstellungszelten an den Ständen 1 und 30 kostenlos erhalten.

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. med. Susanne Lang, Chefärztin Medizinische Klinik II am SRH Wald-Klinikum in Gera, auf dem 11. Symposium Lunge am Samstag, den 1. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen (NRW).

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Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsprüfung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.
Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Umfassende Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken und DVD-Mitschnitte der 10 bisher stattgefundenen Symposien stehen im Internet zur Verfügung. Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters.

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COPD-Deutschland e. V.│06. März 2018: Ankündigung zum Symposium-Lunge 2018

„COPD und Lungenemphysem - Chronische Atemwegserkrankungen - Neueste Erkenntnisse und Zukunftsaussichten“ lautet das Motto des diesjährigen, bereits 11. Symposium Lunge.

Das Symposium-Lunge ist eine jährlich stattfindende ganztägige Veranstaltung zur Information über Möglichkeiten der Behandlung und Vorbeugung von COPD und weiteren Lungenerkrankungen, die von Patienten für Patienten durchgeführt wird.

Herzstück des diesjährigen Kongresses, der am Samstag, den 01. September 2018 von 9:00-17:00 Uhr in Hattingen/NRW stattfindet, bilden - wie in jedem Jahr - die Vorträge von zehn namhaften Pneumologen, die über die verschiedenen Erkrankungen, Diagnoseverfahren sowie Therapie- und Prophylaxe-Maßnahmen referieren. Darüber hinaus werden sechs Workshops angeboten zu den Themen: „Atemtherapie, Transplantation. Langzeit-Sauerstofftherapie, Wege zur Rehabilitation, COPD und Ernährung“. Das aktuelle Programmheft können Interessierte hier kostenlos bestellen.

Wie in den zurückliegenden Jahren, wird die Veranstaltung von einer Ausstellung umrahmt, auf der sich Betroffene, Angehörige und Interessierte umfassend über verschiedene Aspekte von Lungenerkrankungen informieren können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos eine Lungenfunktionsuntersuchung im LufuMobil durchführen zu lassen.

Für Betroffene, die eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Das erste Symposium-Lunge wurde Anfang September 2007 veranstaltet. Damals sind etwa 1.300 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland nach Hattingen gekommen. Die Besucherzahlen sind seither stetig angestiegen: Bei den Folgeveranstaltungen in den Jahren 2008-2017 kamen z.T. über 2.800 Besucher zum Symposium. Dies macht deutlich, welchen Stellenwert das Symposium-Lunge mittlerweile für Patienten mit Atemwegserkrankungen, deren Angehörigen und Interessierte hat und auch künftig haben wird, zumal auch die Anzahl der betroffenen Patienten laut Prognosen der WHO weiterhin ansteigen wird.

Veranstalter des Symposiums-Lunge ist der COPD-Deutschland e.V., Mitveranstalter ist die Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland. Die Initiative dazu kam von Jens Lingemann, der als Selbstbetroffener für die Organisationsplanung und zusammen mit seiner Frau für die Leitung der Symposien verantwortlich ist.

Der Eintritt zur öffentlichen Veranstaltung ist frei, Voranmeldungen sind nicht möglich.

Für Betroffene, welche eine Langzeit-Sauerstofftherapie durchführen, ist die kostenlose Befüllung der gängigen Flüssigsauerstoff Mobilgeräte ganztägig gewährleistet.

Sämtliche Informationen zum 11. Symposium-Lunge entnehmen Sie bitte der Homepage des Veranstalters bzw. des Mitveranstalters. Dort finden Sie auch Informationen, Zusammenfassungen, Fotostrecken, Filmbeiträge und DVD-Mitschnitte der zehn bisher durchgeführten Symposien.

Anfragen bezüglich des Symposiums richten Sie bitte an:
Organisationsbüro Symposium-Lunge
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de
Telefon: 02324 - 999 959

Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: Symposium-Lunge 2018

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

COPD-Deutschland e. V.│13. November 2017: Der Welt COPD Tag 2017 findet in diesem Jahr am 15. November statt

Das diesjährige, von der GOLD Initiative ausgewählte Motto lautet:  „Die vielen Gesichter der COPD"

Der Welt-COPD-Tag wurde im November 2002 von der Globalen Initiative für chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Diseases) abgekürzt – GOLD - ins Leben gerufen und wird seitdem jedes Jahr Mitte November in Zusammenarbeit mit Ärzten und COPD-Patientengruppen auf der ganzen Welt organisiert.

GOLD wurde 1997 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und vom National Institute of Health (NH) gegründet, um das Bewusstsein für chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) zu schärfen, die COPD-Versorgung weltweit zu verbessern und die Diagnose und Behandlung von COPD zu optimieren sowie auf die Hauptursache der Erkrankungen, das Rauchen, hinzuweisen. Die Versorgungsleitlinien für COPD, die unter anderem auch die Einteilung der Schweregrade bestimmen, wurden ebenfalls von GOLD festgeschrieben und sind eine große Hilfe für Ärzte und Patienten.

Nach Einschätzung der Experten der GOLD Initiative im Jahre 2014 ist die COPD eine häufige, vermeidbare und behandelbare Erkrankung und charakterisiert durch eine Einengung (Obstruktion) der Atemwege mit Behinderung des Atemstroms. Verstärkt kommt es dabei auch zu Entzündungsprozessen in den Atemwegen und im Lungengewebe zumeist als Reaktion auf die Einatmung schädlicher Partikel (Nikotin) und Gase. Akute Verschlimmerungen, sogenannte Exazerbationen und Begleiterkrankungen (Komorbiditäten), tragen maßgeblich zur Schwere der COPD bei.

Schätzungen der WHO aus dem Jahr 2007 gingen davon aus, dass allein in Deutschland rund 6,8 Millionen und weltweit etwa 210 Millionen Menschen an einer COPD erkrankt waren. Damit muss bereits von einem globalen Problem gesprochen werden, denn inzwischen ist die COPD schon die vierthäufigste, krankheitsbedingte Todesursache. Von den zehn häufigsten zum Tod führenden Krankheiten, ist COPD weiterhin die einzige, deren Häufigkeit konstant zunimmt.

Der Begriff COPD (chronic obstructive pulmonary disease) steht für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Der Sammelbegriff COPD bezeichnet eine Gruppe von Krankheiten der Lunge. In erster Linie sind die COPD (chronisch-obstruktive Bronchitis) und das Lungenemphysem zu nennen.

Es wurde nachgewiesen, dass circa 80-90 Prozent der COPD-Patienten Raucher oder ehemalige Raucher sind.  Rauchen ist also zweifelsfrei die Hauptursache für die COPD und das Lungenemphysem. Weitere Ursachen können Belastungen am Arbeitsplatz, Feinstaub sowie andere, zum Beispiel nicht adäquat behandelte Lungengrunderkrankungen oder Gendefekte sein.

Symptome des Lungenemphysems und der COPD sind zu Beginn vermehrter Auswurf und Husten, später dann Atemnot (auch als AHA Effekt bezeichnet) anfänglich nur bei Belastung, im fortgeschrittenen Stadium bereits im Ruhezustand. Bei einer großen Zahl von COPD-Patienten entwickelt sich im Verlauf der Krankheit auch ein Lungenemphysem, eine irreversible Überblähung der belüfteten Räume der Lunge, die zu einer Zerstörung der kleinsten Lungenbläschen führt und nachhaltige Atemnot hervorruft.

Zunehmend können sich Einschränkungen der Mobilität, der damit einhergehende Muskelverlust sowie Begleiterkrankungen einstellen.

Das alles kann zum Abbau und Verlust der sozialen Strukturen und nicht selten zu Gemütsstörungen, im schlimmsten Fall auch zu Depressionen führen. Die Auswirkungen der Erkrankungen auf die Psyche und die Lebensqualität sind bekannt und wurden in den letzten Jahren zunehmend thematisiert und untersucht. Unter anderem in zwei gemeinsam von der Schön Klinik Berchtesgadener Land, der Philipps-Universität Marburg Abteilung für Psychotherapie und der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland durchgeführten Studien.

Positiv ist, dass heute eine breite Palette unterschiedlichster Therapieoptionen zur Behandlung der Symptome einer COPD mit oder ohne Lungenemphysem zur Verfügung steht. Hier sind neben der medikamentösen Therapie, Lungensport und Atemtherapie auch medizinische Rehabilitationsmaßnahmen und bronchologische Volumenreduktionsmaßnahmen zu nennen. Sehr wichtig ist auch die Prophylaxe in Form von Schutzimpfungen.

Der wichtigste Faktor den weiteren Verlauf der Erkrankung im Sinne des Erkrankten positiv zu beeinflussen ist jedoch der sofortige und dauerhafte Stopp des Rauchens. Wenn dieses nicht gelingt sind alle zuvor genannten Optionen ad absurdum geführt.

Dezidierte Informationen zum gesamten Themenkomplex bieten Ihnen unsere Homepage: https://www.lungenemphysem-copd.de und die in Kooperation mit dem COPD - Deutschland e.V. herausgegebenen 21 Patientenratgeber.

Um die Betroffenen, Angehörigen und die Bevölkerung zu informieren und aufzuklären, veranstalten der COPD-Deutschland e.V. in Kooperation mit der Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland einmal im Jahr in Hattingen (NRW) das Symposium-Lunge. Am 02.09.2017 waren mehr als 2400 Besucher aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland zum mittlerweile 10. Symposium-Lunge in die Gebläsehalle des Westfälischen Industriemuseums der Henrichshütte nach Hattingen gekommen.

Für das kommende Jahr können Sie sich bereits den Termin des 11. Symposium-Lunge vormerken, welches am Samstag, den 01. September  2018  von 9:00-17:00 Uhr erneut in Hattingen  stattfinden wird. Das 11. Symposium Lunge wird unter dem folgenden Motto stehen:
COPD und Lungenemphysem
Chronische Atemwegserkrankungen - Neueste Erkenntnisse und Zukunftsaussichten

Interessierte richten ihre Anfragen bezüglich des 11. Symposiums Lunge 2018 bitte direkt an die Organisationsleitung. Organisationsbüro 11. Symposium Lunge
symposium-orgnoSp@m@copd-deutschland.de

Jens Lingemann
Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

Quelle: COPD-Deutschland e.V. und Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland

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