Wie werden Bronchiektasen behandelt?

Therapie von Bronchiektasen

Zunächst ist je nach Ursache der Bronchiektasen die Behandlung der Grunderkrankung wichtig. Ist die zugrundeliegende Ursache nicht bekannt oder die ursächliche Therapie alleine nicht ausreichend, steht die symptomatische Therapie im Vordergrund. Ziel ist es, den Sekretstau zu beheben, indem der Schleim verflüssigt wird und abgehustet werden kann. Dabei hilft, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen und regelmäßiges Inhalieren, beispielsweise mit Kochsalzlösung. Um das Sekret aus den Bronchien zu mobilisieren, muss der Patient spezielle atemphysiotherapeutische Übungen erlernen. Zum Einsatz kommen verschiedene Techniken wie die autogene Drainage oder Lagerungsdrainagen.

Inhalation. Therapiemassnahme bei Bronchiektasen
Bild: fotolia

Zur Bekämpfung akuter Infektionen und der chronischen Infektion durch den "Nasskeim" Pseudomonas aeruginosa sind Antibiotika sinnvoll. Auch inhalative Antibiotika kommen zum Einsatz. Leider sind diese bislang nur zur Behandlung der chronischen Lungeninfektion durch Pseudomonas aeruginosa bei Patienten mit Mukoviszidose zugelassen. Vor einer Antibiotikatherapie müssen die Ärzte daher genau prüfen, welche Patienten davon profitieren.
Auch die Infektprophylaxe ist wichtig, beispielsweise durch Impfung gegen die saisonale Grippe und Pneumokokken, die häufigsten Erreger der Lungenentzündung.
Nur in einigen wenigen Fällen ist die chirurgische Therapie eine Option. Betreffen Bronchiektasen isoliert nur einen Lungenabschnitt, kann dieser operativ entfernt werden. Zuvor sollte jedoch eine eingehende Ursachenklärung stattgefunden haben. Allerdings ist jeder Eingriff auch mit Risiken und Komplikationen verbunden, zudem scheinen nicht alle Patienten von einer operativen Behandlung zu profitieren.

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Quellen:

  • Herold G. (Hrsg.) et al. (2007): Innere Medizin, erschienen im Eigenverlag

Letzte Aktualisierung:

03.05.2016

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