Verschiedene Lebensmittel auf dunklem Hintergrund

Mukoviszidose: Angepasste Ernährung wirkt positiv

Forschende haben untersucht, wie unterschiedliche Ernährungsprogramme die körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit Mukoviszidose beeinflussen. Die Ergebnisse bekräftigen die Bedeutung der Ernährungstherapie.

Die Ernährung spielt bei Mukoviszidose eine wichtige Rolle. Sie kann die Symptome lindern und die Lebenserwartung verbessern. Allerdings ist eine angepasste Ernährungsweise nicht einfach umzusetzen. Studien weisen immer wieder Mangelernährung bei betroffenen Kindern nach. 

Obwohl sich das Ernährungsmanagement verbessert hat, gibt es viele Wissenslücken, wie die richtige Ernährung aussehen sollte. Ein Forschungsteam aus Indien hat nun die Wirkung eines strukturierten Ernährungsprogramms im Vergleich zu einer konventionellen Ernährungsberatung untersucht.

Strukturiertes Ernährungsprogramm deutlich umfangreicher

Die konventionelle Ernährungsberatung gab unter anderem allgemeine Hinweise zu

  • ausgewogener Ernährung, 
  • altersgerechten Portionsgrößen und 
  • gesunden Essgewohnheiten.

Außerdem gab es Informationen zu Lebensmittelgruppen und dem Nährstoffbedarf von Kindern.

Das strukturierte Ernährungsprogramm umfasste neben einer strukturierten Ernährungsberatung eine individuell angepasste Liste mit altersgerechten, energiereichen und einfach zuzubereitenden Rezepten. Betreuungspersonen wurden darin geschult, ein tägliches Ernährungstagebuch zu führen. Alle zwei Wochen fand eine Telefon-Sprechstunde statt. Darüber hinaus konnten die Betreuungspersonen eine eigens entwickelte App nutzen, die unter anderem Video-Tutorials und allgemeine Informationen zu Mukoviszidose und der Bedeutung der Ernährung anbietet.

Die Teilnehmenden bekamen außerdem die Hälfte des Gesamtbedarfs an Pankreasenzymen in Kapselform zur Verfügung gestellt – die andere Hälfte kauften die Eltern der Studienteilnehmenden selbst.

Ernährung und körperliche Entwicklung bei Mukoviszidose

Ziel der Studie war es, den Einfluss beider Ernährungsansätze auf den Ernährungszustand der Teilnehmenden zu messen. Hauptkriterium war die Gewichtszunahme. Zusätzlich wurden 

  • Körpergröße, 
  • Kopfumfang, 
  • Oberarmumfang, 
  • Hautfaltendicke sowie 
  • der Body-Mass-Index (BMI) 

erhoben – jeweils zu Beginn sowie nach drei und sechs Monaten.

Insgesamt nahmen 70 Kinder im Alter von sechs Monaten bis 18 Jahren mit gesicherter Mukoviszidose-Diagnose teil. 

Deutliche Fortschritte in beiden Gruppen

Die Werte aller Kinder verbesserten sich deutlich, unabhängig vom gewählten Ernährungsansatz. Besonders deutlich fiel die Gewichtszunahme aus. Auch die Körpergröße und weitere Messwerte entwickelten sich über die Zeit positiv. Hinweise darauf, dass das strukturierte Programm bei einzelnen Parametern wie Kopfumfang oder BMI etwas stärker wirkt, waren vorhanden, aber statistisch nicht eindeutig (signifikant).

Die Forschenden betonen, dass strukturierte Ernährungsprogramme eine wichtige Rolle im Management der Mukoviszidose spielen können – auch wenn klassische Ernährungsberatung ebenfalls wirksam ist. Empfehlenswert seien künftig langfristige Studien sowie stärker personalisierte Ansätze, die besser auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen. Zudem müsse die Unterstützung von Familien bei der regelmäßigen Umsetzung von Ernährungsplänen verbessert werden.

Quelle

Sharma, R. et al.: Effectiveness of nutritional intervention package versus conventional nutritional counseling in pediatric cystic fibrosis: A randomized controlled trial. In: Nutrition, 2026, 141: 112925

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