US-Forschende wollten diesen Fragen nachgehen. Dazu werteten sie Daten von über 10.000 Personen im Alter zwischen 18 und 49 Jahren aus. Die von den Forschenden festgelegten Kriterien für eine COPD-Erkrankung in jungen Jahren umfassten:
- eine messbare Einschränkung der Lungenfunktion in Kombination mit
- typischen Beschwerden wie Husten, Auswurf oder Atemnot oder
- früheres oder aktives Rauchen mit mindestens zehn Packungsjahren.
Lebenserwartung bei jungen Betroffenen sinkt
478 Teilnehmende erfüllten die festgelegten Kriterien einer COPD-Erkrankung. Wie die Wissenschaftler:innen herausfanden, hatten diese Personen im Vergleich zu Gesunden
- ein um 43 Prozent höheres Risiko, vor dem 75. Lebensjahr zu sterben
- ein mehr als doppelt so hohes Risiko für einen Krankenhausaufenthalt oder Tod aufgrund chronischer Erkrankungen der unteren Atemwege
- ein um 72 Prozent höheres Risiko für Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
Personen, die nur eine eingeschränkte Lungenfunktion aufwiesen, aber keine Beschwerden zeigten und/oder nicht geraucht hatten, wiesen dagegen kein erhöhtes Risiko auf.
Früherkennung auch für Personen ohne Rauchhistorie wichtig
Die Ergebnisse unterstützen die Definition von „junger COPD“ basierend auf den Symptomen und der Rauchhistorie, schreiben die Studienautor:innen. Sie steht im Einklang mit wichtigen medizinischen Leitlinien und ist in der klinischen Praxis umsetzbar. Die Ergebnisse unterstreichen außerdem, wie wichtig eine frühzeitige Diagnose von „junger COPD“ ist – selbst bei Personen, die keine typischen Risikofaktoren wie Rauchen aufweisen.
Quelle
Diaz, A. A. et al: Prevalence and Prognostic Significance of COPD in Adults Younger than 50 Years of Age. In: NEJM Evidence 2025, 4 (8)