Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) verläuft oft in Schüben, bei denen sich die Symptome akut verschlechtern (sogenannte Exazerbationen). Aus Untersuchungen ist bereits bekannt, dass sich schwere Exazerbationen negativ auf den weiteren Krankheitsverlauf auswirken und das Sterberisiko erhöhen.
Ein Wissenschaftsteam unter Beteiligung von Forschenden des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) hat nun untersucht, welche Folgen bereits moderate Exazerbationen auf den weiteren Krankheitsverlauf haben. Die Forschenden werteten dazu Daten von über 2,7 Millionen Menschen mit COPD aus sieben Ländern aus.
Bessere Vorbeugung nötig
Die Daten zeigen, dass bereits eine moderate Exazerbation das Risiko für weitere Krankheitsschübe in den folgenden drei Jahren verdoppelt. Auch das Sterberisiko steigt um fast ein Drittel.
Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig eine strukturierte Versorgung von Menschen mit COPD ist, um Exazerbationen vorzubeugen, schreiben die Studienautor:innen. Bereits die Vermeidung der ersten moderaten Exazerbation kann entscheidend sein, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und die Behandlungsergebnisse zu verbessern.
Quelle
Rhodes, K. et al.: Future exacerbations and mortality rates among patients experiencing COPD exacerbations: a meta-analysis of results from the EXACOS/AVOIDEX programme. In: BMJ Open 2025 ; 15 (7): e097006