Betroffene mit Lungenhochdruck erhalten bereits seit längerem das Medikament Treprostinil zur Behandlung. Ergebnisse aus Laborversuchen und Studien zeigen, dass Treprostinil auch den Verlauf der Idiopathischen Lungenfibrose positiv beeinflussen könnte. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Lungenforschung hat diesen Zusammenhang nun in einer Studie untersucht.
An der Studie nahmen 593 Betroffene teil. Die Teilnehmenden wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt:
- 298 Teilnehmende erhielten Treprostinil zum Inhalieren
- 295 Teilnehmende erhielten ein Scheinmedikament (Placebo)
Um die Wirksamkeit der Therapie zu prüfen, bestimmten die Forschenden wiederholt die Veränderung der sogenannten absoluten forcierten Vitalkapazität (FVC) über den Gesamtzeitraum von einem Jahr.
Abfall der Lungenkapazität wird durch Treprostinil verlangsamt
Bei den Betroffenen in der Placebo-Gruppe
- nahm die FVC um gut 136 Milliliter ab,
- bei 39 Prozent schritt die Krankheit fort.
Bei den Personen in der Gruppe, die Treprostinil bekommen hatte,
- nahm die FVC dagegen nur um knapp 50 Milliliter ab,
- eine Verschlechterung der Krankheit wurde bei etwa 27 Prozent der Betroffenen beobachtet.
Die Teilnehmenden vertrugen das Medikament insgesamt gut. Husten trat bei der Hälfte der Treprostinil-Gruppe und bei einem Viertel der Placebo-Gruppe auf.
Die Ergebnisse belegen, dass durch die Einnahme von Treprostinil sowohl der Abfall der Lungenkapazität als auch das Fortschreiten der Krankheit allgemein gebremst wird, resümieren die Studienautor:innen.
Quelle
Nathan, S.D. et al.: Inhaled Treprostinil for Idiopathic Pulmonary Fibrosis, In: N Engl J Med. 2026. doi: 10.1056/NEJMoa2512911