Bei der idiopathischen Lungenfibrose wandeln sich Lipofibroblasten vermehrt in sogenannte aktivierte Myofibroblasten um, die für Gewebeverhärtungen verantwortlich sind – ein Schlüsselfaktor für das Fortschreiten der Erkrankung.
Die vermehrte Bildung von Myofibroblasten wird ausgelöst durch Verletzungen des Lungengewebes. Diese Verletzungen entstehen durch
- Entzündungen,
- oxidativen Stress,
- Virusinfektionen und
- Stoffwechselstörungen.
Umkehr der Zellveränderung möglich
Neue Erkenntnisse zeigen, dass die Umwandlung der Zellen wieder rückgängig gemacht werden kann. Dies bietet neue Ansatzpunkte für mögliche Therapien, berichten Wissenschaftler:innen unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) in der Übersichtsstudie.
Zu den möglichen Therapieansätzen gehören:
- Entzündungshemmung – z. B. durch Blockade bestimmter Botenstoffe
- Reduktion von oxidativem Stress – etwa durch den Einsatz von Antioxidantien
- Direkte Beeinflussung des Zellverhaltens – z. B. mit Medikamenten, die Myofibroblasten zur Rückverwandlung anregen
Zukünftige Forschungsarbeiten sollten darauf abzielen, diese Strategien weiter zu verbessern – möglicherweise durch Kombinationstherapien –, um ihre Wirksamkeit zu erhöhen. Dadurch könnten die Behandlungsergebnisse für Menschen mit idiopathischer Lungenfibrose verbessert werden, schreiben die Forschenden.
Quelle:
Panagiotidis, GD. et al.: Revisiting pulmonary fibrosis: inflammatory dynamics of the lipofibroblast-to-inflammatory lipofibroblast-to-activated myofibroblast reversible switch. In: Front Immunol. 2025, 16