Bei Menschen mit einer chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) ist das Gleichgewicht der sogenannten T-Zellen, spezialisierten weißen Blutkörperchen, gestört. Die Folge ist eine anhaltende Entzündungsreaktion in der Lunge.
Eine zentrale Rolle dabei spielen
- die regulatorischen T-Zellen (Tregs), die Entzündungen hemmen und
- die entzündungsfördernden Th17-Zellen.
Entzündungsprozesse werden gebremst
Forschende aus Brasilien untersuchten 50 Personen mit schwerer und sehr schwerer COPD. Die Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen eingeteilt:
- Die Trainingsgruppe absolvierte acht Wochen lang ein kombiniertes Programm aus Ausdauer- und Krafttraining.
- Die Kontrollgruppe erhielt die bisherige Behandlung ohne das zusätzliche Bewegungsprogramm.
Das Ergebnis: In der Trainingsgruppe veränderte sich das Immunsystem messbar im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Zahl der regulatorischen T-Zellen stieg an. Gleichzeitig nahm die Zahl der entzündungsfördernden Th17-Zellen ab.
Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
Auch die körperliche Leistungsfähigkeit nahm zu. Es zeigten sich Verbesserungen:
- im Sechs-Minuten-Gehtest,
- der Muskelkraft in Armen und Beinen sowie
- der körperlichen Aktivität im Alltag.
Die Studienautor:innen empfehlen zukünftige Studien mit größeren Stichproben, um die Ergebnisse zu bestätigen und zu untersuchen, welche Bedeutung sie für die Behandlung von COPD haben.
Quelle
Ito, J.T. et al.: Effect of exercise training on modulating the TH17/TREG imbalance in individuals with severe COPD, In: Pulmonology 2025, 31(1)