Besuch am Krankenbett

Neue Broschüre: Das Lebensende auf der Intensivstation

Menschen, die nahestehende Menschen auf der Intensivstation begleiten, haben oft viele Fragen. Eine neue Broschüre der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin erklärt, was am Lebensende geschieht und wie sterbende Personen bestmöglich unterstützt werden können.

Die Frage, ob sich eine nahestehende Person am Lebensende befindet, kann für begleitende Personen sehr belastend sein. Die Broschüre erklärt zum Beispiel, welche Anzeichen darauf hindeuten können, dass ein Mensch bald stirbt.  

Der Wille des erkrankten Menschen ist entscheidend

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Entscheidungen über eine medizinisch sinnvolle Behandlung getroffen werden. Grundlage dafür ist immer der Wille des erkrankten Menschen, der zum Beispiel in einer Patientenverfügung festgelegt wurde. Ist der Mensch nicht mehr ansprechbar, spielen außerdem folgende rechtliche Regelungen eine wichtige Rolle:

  • die Vorsorgevollmacht
  • die Ehegattennotvertretung
  • eine gesetzlich bestellte Betreuungsperson

Die Entscheidungen werden gemeinsam vom medizinischen Team sowie den Bevollmächtigten und/oder den Angehörigen getroffen.

Verlegung oder Entlassung nach Hause

Wird entschieden, die intensivmedizinische Behandlung zu beenden, kann die weitere Betreuung auch in einem anderen Rahmen erfolgen, zum Beispiel

  • auf einer Palliativstation,
  • in einem Hospiz oder
  • im häuslichen Umfeld.

Dabei steht die bestmögliche Linderung von Beschwerden und das Wohlbefinden des erkrankten Menschen im Vordergrund.

Unterstützung durch die Angehörigen

Befindet sich der Mensch im Sterbeprozess, sorgt das Pflegeteam für eine angemessene Behandlung von Schmerzen und Unruhe. Auch Angehörige können in dieser Zeit viel beitragen, zum Beispiel durch

  • ruhiges Sprechen oder Vorlesen,
  • das Abspielen vertrauter Musik oder
  • das Halten der Hand.

Die Broschüre gibt Tipps, was bei einem Besuch am Lebensende zu beachten ist. Neben der Unterstützung für die sterbende Person ist es ebenso wichtig, dass Angehörige gut für sich selbst sorgen. Pausen, Entlastung und das Annehmen von Unterstützung sind in dieser emotional fordernden Zeit besonders wichtig.

Die Broschüre „Das Lebensende auf der Intensivstation“ und weitere Broschüren können Sie sich kostenfrei bei der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin herunterladen.

Quelle

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (Hrsg.): Das Lebensende auf der Intensivstation (PDF), Stand: 07/2025

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