Hierfür werteten die Wissenschaftler:innen Daten aus verschiedenen internationalen Studien seit Januar 2020 aus. Die Ergebnisse zeigen:
- Interstitielle Lungenerkrankungen wie die idiopathische Lungenfibrose führen häufig zu besonders schweren COVID-19-Verläufen.
- Menschen mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) haben ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Sie benötigen häufiger intensivmedizinische Betreuung und Beatmung als Menschen ohne chronische Lungenerkrankungen.
- Medikamentös gut eingestellte Menschen mit Asthma sind nicht häufiger betroffen als Menschen ohne chronische Lungenerkrankung. Wird das Asthma jedoch unzureichend behandelt, kann es zu einer deutlichen Verschlechterung der Atemnot kommen.
KI hilft bei Erkennung von Lungenveränderungen
Die Studienautor:innen betonen, dass weitere Forschung über die Mechanismen beim Zusammenspiel von chronischen Lungenerkrankungen und COVID-19 notwendig ist, um die Behandlung zu verbessern. Moderne Diagnostik, etwa der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Auswertung von Röntgenbildern, könnte außerdem die Früherkennung von Lungenschäden unterstützten.
Quelle:
Mara, G. et al.: Impact of Pulmonary Comorbidities on COVID-19: Acute and Long-Term Evaluations. In: J Clin Med. 2025, 14 (5)