Ein deutsches Forschungsteam wertete 27 Querschnittsstudien aus. 25 Studien untersuchten Angebote zum Rauchstopp, zwei Studien digitale Hilfen zum Ausstieg aus dem Dampfen.
Das Ergebnis ist eindeutig: Mobile Technologien spielen beim Rauchstopp bisher nur eine kleine Rolle.
Je nach Studie nutzten
- 2,5 bis 35,9 Prozent der Teilnehmenden irgendwann im Leben digitale Hilfen zum Rauchstopp,
- 0 bis 12 Prozent der Teilnehmenden die Angebote in einem bestimmten Zeitraum und
- 1,1 bis 10,9 Prozent der Teilnehmenden digitale Hilfen beim letzten Rauchstopp-Versuch.
Am häufigsten griffen Rauchende auf das Internet zurück. Mobile Angebote wie Apps, SMS-Chats und soziale Medien wurden seltener genutzt.
Interesse größer als tatsächliche Nutzung
Auffällig ist die Lücke zwischen Interesse und Anwendung. Bis zu 46,7 Prozent der Befragten konnten sich vorstellen, Websites zum Rauchstopp zu nutzen. Für Apps lag dieser Wert bei 42,7 Prozent.
Jüngere Menschen nutzten digitale Angebote häufiger als ältere. Menschen in sozial belasteten Lebenslagen erreichten die Angebote dagegen besonders selten.
Bestehende Angebote besser bekannt machen
Die Studienautor:innen sehen weniger Bedarf an neuen digitalen Angeboten. Wichtiger sei es, wirksame und geprüfte Hilfen besser bei den Menschen bekannt zu machen, die Unterstützung beim Rauchstopp suchen.
Aktuell sind in Deutschland zwei Apps zur Raucherentwöhnung zugelassen:
- die NichtraucherHelden-App und
- Smoke Free - Rauchen aufhören.
Beide sind kostenlos auf Rezept erhältlich.
Quelle
Lakeberg, M. et al.: Use of Mobile Technologies for Smoking Cessation Among Smokers and Former Smokers: Systematic Review. In: Journal of Medical Research 2026, 30 (28)