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Neue Videos erklären Hitzerisiken und die Lungenkrebs-Früherkennung

Hitze und Lungenkrebs fordern jedes Jahr viele Menschenleben. Während hohe Temperaturen für fast jeden wahrnehmbar sind, kommt die Diagnose Lungenkrebs häufig völlig überraschend. In einem neuen Video erklären wir, was Hitze so gefährlich macht. In einer Video-Reihe stellen wir die Lungenkrebs-Früherkennung vor.

Hitzerisiken verständlich erklärt

Während Hitze für junge, gesunde Menschen höchstens unangenehm ist, kann sie für Menschen mit chronischen Erkrankungen lebensgefährlich sein. Warum das so ist, erklärt PD Dr. Katharina Lechner. 

Video: Warum leiden Menschen mit chronischen Erkrankungen mehr unter Hitze?

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Transkript: Warum leiden Menschen mit chronischen Erkrankungen mehr unter Hitze?

Für junge, gesunde Menschen ist Hitze oft auf nur unangenehm. Aber Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen wie zum Beispiel Herz- und Kreislauferkrankungen, Herzschwäche, Zustand nach Herzinfarkt oder auch Bluthochdruck, die sind insbesondere gefährdet und für die kann Hitze zum absoluten Stresstest werden. Das ist dadurch begründet und hat vor allem mit den Mechanismen zu tun, wie wir Hitze loswerden. Und das ist zum einen: Mehr Blut geht in die Peripherie, das heißt in die Haut. Das ist Blutvolumen, was dann zentral am Herzen fehlt. Das heißt, das Herz muss schneller schlagen, muss stärker schlagen. Und wie man sich vorstellen kann, wenn das Herz schon von vornherein schwach ist, also eine Herzschwäche besteht, dann funktioniert dieser Anpassungsmechanismus eben nur begrenzt. Und der zweite Punkt ist und der hat hauptsächlich mit den Medikamenten zu tun, die diese Menschen nehmen müssen: Man schwitzt und verliert dadurch Flüssigkeit und Blutsalze. Und wenn natürlich jetzt jemand schon Entwässerungstabletten nimmt, dann kann es dazu kommen, dass dieser Mechanismus noch verstärkt wird und noch mehr Flüssigkeiten, noch mehr Blutsalze verloren werden. Oder zum Beispiel bei Bluthochdruckmedikamenten, die bewirken, dass die Gefäße weit werden. Hitze macht die Gefäße auch weit und dann kann es zu lebensbedrohlichen oder zumindest gefährlichen, niedrigen Blutdruckwerten kommen.

Video-Reihe zum Welt-Lungenkrebstag 2026

Lungenkrebs wird oft erst spät erkannt, denn er verursacht häufig lange Zeit keine Beschwerden. Dadurch versterben bis heute viele Menschen mit Lungenkrebs an der Erkrankung. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Chancen, wieder gesund zu werden.

Für bestimmte Personengruppen mit einem erhöhten Risiko für Lungenkrebs gibt es jetzt die Möglichkeit einer gezielten Früherkennung. Unsere vierteilige Video-Reihe erklärt verständlich und kompakt: 

  • wer Anspruch auf das Lungenkrebs-Screening hat, 
  • wie die Untersuchung abläuft und 
  • welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. 

Dr. Johannes Schnorbach erläutert, warum eine frühe Diagnose entscheidend sein kann und was Sie über das neue Screening-Angebot wissen sollten.

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Transkript: Keine Beschwerden, trotzdem Lungenkrebs? Die neue Früherkennung zeigt es!

Lungenkrebs wird häufig erst spät entdeckt, weil er im frühen Stadium oft keine Beschwerden verursacht. Genau hier setzt ein neues Angebot an: Seit April 2026 gibt es in Deutschland eine Lungenkrebsfrüherkennung für Menschen mit einem besonders hohen Erkrankungsrisiko.

Untersucht wird mit einer sogenannten Niedrigdosis-Computertomographie, kurz Niedrigdosis-CT. Dabei entstehen mit einer deutlich geringeren Strahlendosis als bei einer üblichen CT genaue Bilder der Lunge. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und kann kleine Veränderungen sichtbar machen, bevor Beschwerden auftreten. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an, wenn Sie wissen möchten, ob die neue Lungenkrebsfrüherkennung für Sie in Frage kommt.

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Transkript: Habe ich Anspruch auf das Lungenkrebs-Screening? Voraussetzungen einfach erklärt

Das Angebot richtet sich nicht an die gesamte Bevölkerung, sondern an aktive und ehemalige starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren. Voraussetzung sind mindestens 25 Jahre Zigarettenkonsum und insgesamt mindestens 15 sogenannte Packungsjahre. Ein Packungsjahr bedeutet ein Jahr lang täglich eine Packung mit 20 Zigaretten. Wer zum Beispiel 30 Jahre lang täglich 10 Zigaretten geraucht hat, kommt ebenfalls auf 15 Packungsjahre. Rauchpausen innerhalb des maßgeblichen Zeitraums dürfen nicht länger als zehn Jahre gewesen sein. Ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird individuell ärztlich geprüft.

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Transkript: Lungenkrebs-Screening Schritt für Schritt: So läuft die Untersuchung ab

Der erste Schritt führt zu einer allgemeinmedizinischen oder internistischen Praxis, die an der Früherkennung teilnimmt. Dort werden das persönliche Rauchverhalten und der Gesundheitszustand erfasst. Außerdem erhalten Interessierte Informationen über den möglichen Nutzen, aber auch über die Nachteile der Untersuchung. Anschließend erfolgt die Überweisung an eine besonders qualifizierte radiologische Praxis oder Klinik.
Bei einem unauffälligen Ergebnis kann die Niedrigdosis-CT nach zwölf Monaten wiederholt werden. Auffällige Aufnahmen werden von einer zweiten spezialisierten Ärztin oder einem zweiten spezialisierten Arzt beurteilt. Je nach Ergebnis können eine frühere Kontrollaufnahme oder weitere Untersuchungen notwendig werden.

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Transkript: Kann das Lungenkrebs-Screening Leben retten? Chancen und Risiken erklärt

Der wichtigste Vorteil: Wird Lungenkrebs früh entdeckt, ist er häufig besser behandelbar. Studien zeigen, dass die regelmäßige Früherkennung das Risiko senken kann, an Lungenkrebs zu sterben. Die Untersuchung hat aber auch Grenzen. Auffällige Bilder können sich später als harmlos herausstellen und weitere Untersuchungen oder Sorgen auslösen. Außerdem können sehr langsam wachsende Tumoren entdeckt werden, die möglicherweise nie Beschwerden verursacht hätten. Hinzu kommt eine geringe Strahlenbelastung. Die Teilnahme ist deshalb freiwillig und sollte nach einer ärztlichen Beratung entschieden werden. Wichtig ist: Das Screening ersetzt keine Abklärung von Beschwerten. Anhaltender oder veränderter Husten, Atemnot, ungewollter Gewichtsverlust oder Bluthusten sollten immer zeitnah ärztlich untersucht werden, unabhängig vom letzten CT-Ergebnis. Und die Früherkennung kann nicht verhindern, dass Lungenkrebs entsteht. Der wirksamste Schritt zur Senkung des persönlichen Risikos bleibt, mit dem Rauchen aufzuhören. Dafür ist es nie zu spät und professionelle Unterstützung kann den Rauchstopp erleichtern!

Diese und viele weitere Videos finden Sie auch auf unserem YouTube-Kanal oder in unserer Mediathek!

Quelle

Robert Koch-Institut, Zentrum für Krebsregisterdaten: Lungenkrebs (Bronchialkarzinom). Stand: 03/2026

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